Narrenschiff »St. Lucia« in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1935

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Das Segel ist gesetzt. Die »St. Lucia« nimmt Kurs auf das »Scharfe Eck«. Es ist Fasnacht und der liebevoll gestaltete Fasnachtswagen bewegt sich die Obere Hauptstraße hinauf. Soeben kommt er am Gasthaus »Ganterbräu« (Obere Hauptstr. 4) vorbei.

Im Hintergrund ist eine große Menschenmenge auf dem oberen Rathausplatz vor dem ehemaligen Gasthaus »Sonne« versammelt. Offenbar sind Kanonen im Einsatz, denn es raucht und qualmt kräftig.

Standort des Fotografen: 47.884506, 8.345618

Gasthaus Gebert in der Oberen Hauptstraße, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

An der Einmündung zur Festhallenstraße steht der Fotograf, um einen Blick auf den winterlich verschneiten »Gebert« (Obere Hauptstr. 9) einzufangen. Die Schneeberge türmen sich auf der Kreuzung, nur der Brunnentrog ragt am rechten Bildrand heraus. Dicke Eiszapfen hängen vom Dach des Gasthauses herunter. Am Holzzaun vor dem »Saalbau Gebert« sind zwei Plakate angebracht, die vermutlich für Filmvorführungen werben, da der Saal auch als Kinosaal genutzt wird.

Standort des Fotografen:  47.884300, 8.347122

2 Fotos: Wehrmachtsfahrzeuge im Städtchen, Mai 1940

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Anni Zumstein zur Verfügung.

Vor dem Friseurgeschäft Limb (Untere Hauptstr. 4) stehen ein paar Menschen: Ein Mann hat die Händen in den Hosentaschen, eine Frau im weißen Friseurskittel steht mit verschränkten Armen da. Sie betrachten das Schauspiel, das sich in der Unteren Hauptstraße abspielt. Wehrmachtsfahrzeuge, beladen mit Soldaten, fahren durch das Städtchen. Auf der anderen Straßenseite ist die Metzgerei & Wursterei Friedrich Seilnacht (Nr. 3), das Uhrengeschäft Wilhelm Maier (Nr. 5) und das Kaufhaus A. Zimmermann (Nr. 7) zu sehen.

Am 10. Mai 1940 überfällt die Wehrmacht die neutralen Staaten Niederlande, Belgien und Luxemburg und der deutsche Westfeldzug beginnt. Am Ende der erfolgreichen Offensive steht die Besetzung großer Teile Frankreichs und der Waffenstillstand von Compiègne am 25. Juni 1940. Hitler ist auf dem Höhepunkt seiner Popularität in der deutschen Bevölkerung. 

Standort des Fotografen: 47.883492, 8.343760

Hermann Geisinger bei der Einweihung des Hexenbrunnens, 21. September 1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mit einem Volksfest wird der Hexenbrunnen in der Kirchstraße am 20./21. September 1975 feierlich eingeweiht. Die Hexengruppe übergibt den Brunnen offiziell an die Stadt. Der alte Hexenchef Hermann Geisinger (1926-1989), der zusammen mit Josef (Sepp) Bayer treibende Kraft bei dem Brunnenbau war, hält eine Ansprache. Der Hexensamen steht am Brunnenrand und hört andächtig zu.

Standort des Fotografen: 47.883027, 8.344290

Einweihung des Hexenbrunnens, 21. September 1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mit einem Volksfest wird der Hexenbrunnen in der Kirchstraße am 20./21. September 1975 feierlich eingeweiht. Die Hexengruppe mit ihrem Hexenchef Klaus Wider übergibt den Brunnen offiziell an die Stadt und ihren frisch gewählten Bürgermeister Dieter Mellert. Mit dabei ist in vorderster Linie der alte Hexenchef Hermann Geisinger (1926-1989). Mit Bürgermeister Mellert trinkt er ein frisch gezapftes Glas Wasser aus dem Hexenbrunnen.

Standort des Fotografen: 47.883027, 8.344290

Mehrbildkarte mit Gasthaus »Pilgerhof«, ca. 1925

Sammlung Familie Waßmer

Die Wirtsleute des Café und Gasthauses »zum Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) vertreiben ab Mitte der 1920er Jahre diese Mehrbildkarte für Werbezwecke. Unten links ist der »Pilgerhof« zu sehen, der gleich neben dem Gasthaus »Witterschnee« (Maienlandstr. 26) liegt. Beide Lokale profitieren insbesondere von den Wallfahrern, die zur Wallfahrtskirche Witterschneekreuz pilgern, die unten rechts zu sehen ist. Daher rührt auch der Name »Pilgerhof«.

Die Gesamtansicht in der oberen Hälfte der Ansichtskarte zeigt das Städtchen vom Gewann »Im kleinen Brühl« aus. Hinter der Bahnlinie sind die beiden Barockhäuser am Ortseingang zu erkennen. Der »neue Benz-Bau« (Ringstr. 8) ist als Mehrfamilienhaus für die Arbeiter des Sägewerks und ihre Familien neu gebaut. Auch am Alenberg sind mehrere Neubauten errichtet, die die beim Großbrand 1921 zerstörten Häuser ersetzt haben.

Kaminfeger auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1924

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Acht Paare haben sich auf dem oberen Rathausplatz versammelt, die identisch gekleidet sind: Die Männer sind als Schornsteinfeger verkleidet, die Frauen an ihrer Seite tragen Kleider und halten einen Kaminbesen in ihren Händen.

Der Platz selbst ist verschneit. Im Hintergrund sind die Gasthäuser »zum Löwen« (Rathausplatz 11) und »zum Ochsen« (Rathausplatz 12) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883922, 8.344824

2 Fotos: Hemdglunkerumzug auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1957

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es ist stockfinster im Städtchen. Nur die Straßenlaterne, die auf einer kleinen Verkehrsinsel Mitten auf dem unteren Rathausplatz steht, bringt etwas Licht ins Dunkle. Schemenhaft ist im Hintergrund das Gasthaus »zum Adler« (Untere Hauptstr. 2) zu erkennen. Der Fotograf nimmt das Foto mit Blitzlicht auf. Deshalb sind im Vordergrund Einzelheiten zu erkennen. Links reflektiert das Licht am Narrenbaum, der am Vormittag des »Schmutzigen Dunschdig« aufgestellt wurde. Jetzt ist Abend und der »Hemdglunkerumzug« findet statt. Die Teilnehmer sind in Nachthemden gekleidet, tragen weiße Zipfelmützen auf dem Kopf, ihr Gesicht ist mit Mehl gepudert, und sie ziehen, mit Lampions bewaffnet, durch das Städtchen.

Standort des Fotografen: 47.883996, 8.343931

Mehrbildkarte mit Motel-Raststätte, ca. 1965

Stadtarchiv 

Diese Werbepostkarte vertreibt Familie Scherer, der das »Motel« an der Bundesstraße 31 gehört. Neben vier Ansichten vom Städtchen und der Wutachschlucht ist unten links eine Ansicht des Motels zu sehen. Auf der Rückseite der Karte heißt es auf deutsch und französisch: »Unser modernes Motel bietet Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in gepflegten Gasträumen und komfortablen Fremdenzimmern, die mit fließendem warmem und kaltem Wasser, Duschen, Bädern und Zentralheizung ausgestattet sind. Für Ihr leibliches Wohl sorgen wir mit einer excellenten und bestens bekannten Küche, gepflegten Getränken und diversen Spezialitäten.« Zum Motel gehört auch eine Tankstelle. Die Karte ist außerdem mit stilisierten Schwarzwaldtannen und einem Schwarzwälder Bauernhof mit Walmdach illustriert.

Brautpaar Roth-Fehrenbach vor dem Gasthaus »Linde«, 1957

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Das frisch vermählte Brautpaar Franz Roth und Anneliese geb. Fehrenbach ist mit seiner Hochzeitsgesellschaft am Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) angekommen. Aber der Eingang zum Wirtshaus ist von einer Schar Kinder versperrt, die Seile gespannt haben. Franz Roth, der aus Dittishausen stammt und dort die Poststation leitet, muss wohl oder übel den Geldbeutel zücken und Wegegeld bezahlen. Danach wird der Weg freigemacht und die Hochzeitsfeier kann beginnen.

Links ist das Gasthaus »Gebert« (Obere Hauptstr. 9) auf der gegenüber liegenden Straßenseite zu sehen. Im Hintergrund steht das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12). Ein VW Käfer ist vor der »Linde« geparkt.

Standort des Fotografen: 47.884371, 8.346359

Gründungsmitglieder der Trachtengruppe vor dem Gasthaus »Gebert«, 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Trachtengruppe feiert 1975 ihr 40-jähriges Gründungsjubiläum. Für die Festschrift wird ein schönes Gruppenfoto der Gründungsmitglieder und Ehrenmitglieder benötigt. Also versammelt man sich vor dem Gasthaus »Gebert« für ein Erinnerungsfoto. 

Die Gründungs- und Ehrenmitglieder sind: Karolina Auer, Karl Beha, Albert Benitz, Siegfried Dieterle, Josefa Geisinger, Frieda Klatt, Engelbert Müller und Josef Wölfle.

Standort des Fotografen: 47.884425, 8.346540

Blick in die Untere Hauptstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Seit Jahrzehnten hat sich das Aussehen dieses Straßenzuges kaum verändert. Die letzte große Veränderung ereignete sich 1909, als das Anwesen von Cölestin Schmutz (Rathausplatz 6) am 11. Dezember 1909 abbrannte und danach ein Haus im Jugendstil errichtet wurde. Ansonsten blieben die Gebäude in der Unteren Hauptstraße von Feuersbrünsten verschont und es fiel auch keines der Spitzhacke zum Opfer.

So sind die Veränderungen erst auf den zweiten Blick zu erkennen: Schaufenster wurden in die Fassaden gebrochen, das Gärtchen vor dem Haus Siefert ist ebenso verschwunden wie das vor dem Haus Limb. Der alte Demetriusbrunnen ist 1954 durch den neuen Brunnen ersetzt worden. Auf der Verkehrsinsel ist ein Schild ergänzt worden, das die Wegrichtung zum neu eröffneten »Wildpark« anzeigt. Wie eh und je ragt das Wirtshausschild vom Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2) ins Bild. Und der Blick findet sich einen Abschluss im Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29) und in der katholischen Pfarrkirche St. Michael, deren Kirchturm über die Dächer in den Himmel ragt.

Standort des Fotografen: 47.883853, 8.343813