Dieses Foto stellte dankenswerterweise Irma Fritsche zur Verfügung.
Kaum mehr wiederzuerkennen ist dieses kleine Häuschen in der Maienlandstraße. Heutzutage verfügt es über zwei Stockwerke und über einen breiten Balkon an der Giebelseite. Als dieses Foto in den 1930er Jahren entsteht, ist es noch einstöckig, ein typisches Taglöhner-Häuschen, wie es mehrere im Maienland gibt. Es gehört dem Landwirt und Waldarbeiter Ernst Guth (1873-1941) und seiner Ehefrau Johanna Guth (geb. Faller, 1875-1932). Nach dem Tod der beiden erbt die Tochter Maria (1909-1993) das Häuschen. Sie ist mit dem Holzhauer Karl Benz verheiratet (1905-1972).
Irma Fritsche (geb. Benz), die mit Johann Fritsche verheiratet ist, stockt das Haus schließlich um ein Stockwerk auf. Schön zu erkennen sind auf dem Foto auch zwei Holunderbäume, die vor dem Haus Guth und dem benachbarten Haus Isele (Maienlandstr. 37) in voller Blüte stehen. Am rechten Bildrand führt die noch ungeteerte Auffahrt zum Haus Schreiber (Maienlandstr. 28).
Standort des Fotografen: 47.887516, 8.341330
Maria 1909-1993
Karl 1905-1972
Nach dem Tod von Karl und Maria Benz erbte die Tochter Irma Benz, die mit Johann Fritsche verheiratet ist, das Haus. Irma und Johann Fritsche bauten einen weiteren Stock auf das Häuschen, in dem sie noch immer wohnen. In früheren Jahren bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wuchsen Holderbäume bzw.-Sträuche auf dem Lande an fast jedem Haus, vor allem Bauernhäusern. Holder soll nach heidnischer Überzeugung Schutz bieten vor negativen Einflüssen und Krankheiten.
Hier und auch beim anschließenden Haus Isele wachsen die in voller Blüte stehenden Holderbäume in der Nähe von Küche und Stube.
Auf den anderen Seite führt die noch ungeteerte Auffahrt zum Haus Schreiber (Maienlandstr. 28).
Herzlichen Dank für den Kommentar, insbesondere zu den Holunderbäumen!