Mehrbildkarte mit Motel-Raststätte, ca. 1965

Stadtarchiv 

Diese Werbepostkarte vertreibt Familie Scherer, der das »Motel« an der Bundesstraße 31 gehört. Neben vier Ansichten vom Städtchen und der Wutachschlucht ist unten links eine Ansicht des Motels zu sehen. Auf der Rückseite der Karte heißt es auf deutsch und französisch: »Unser modernes Motel bietet Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in gepflegten Gasträumen und komfortablen Fremdenzimmern, die mit fließendem warmem und kaltem Wasser, Duschen, Bädern und Zentralheizung ausgestattet sind. Für Ihr leibliches Wohl sorgen wir mit einer excellenten und bestens bekannten Küche, gepflegten Getränken und diversen Spezialitäten.« Zum Motel gehört auch eine Tankstelle. Die Karte ist außerdem mit stilisierten Schwarzwaldtannen und einem Schwarzwälder Bauernhof mit Walmdach illustriert.

Laufbrunnen in der Kirchstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenwerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Vor den Häusern Hauser (Kirchstr. 8) und Schlenker (Kirchstr. 6) steht ein alter Laufbrunnen. Die Brunnensäule wird von blühenden Blumen geschmückt. Nachdem 1958 mehrere Familien aus dem Städtchen in ihre neu erbauten Aussiedlerhöfe umgezogen sind, wird der Brunnen schließlich in der Kirchstraße abgebaut und ebenfalls nach Stettholz verlegt. 

Standort des Fotografen: 47.883206, 8.344788

Blick durch das Tor in die Maienlandstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Durch das Mailänder Tor fällt der Blick in das Maienland, das »Neue Land«, das sich seit jeher außerhalb des Stadtrings befindet. Auf der linken Straßenseite ist das Haus Strobel (Maienlandstr. 3) zu sehen und auf der rechten Seite steht, von Bäumen weitgehend verdeckt, das Haus Honold (Maienlandstr. 2).  Am Schopf vom Haus Rappenegger (Ringstr. 6) hängt über dem Misthaufen ein Wegweiser, der Ortsunkundige in Richtung Gasthaus »Pilgerhof« weist.

Standort des Fotografen: 47.883954, 8.343716

Haus Durst in der Ringstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Das Haus Durst (Ringstr. 1) wurde im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Großbrand 1921 errichtet. Es gehört der Witwe Frieda Durst geb. Egle (1929-?), die mit dem Betriebsschlosser Hans-Peter Durst (1926-1956) verheiratet war. Sie betreibt darin ein kleines Geschäft für Textilwaren. »Das beste für die Aussteuer« annociert sie in einer Werbeanzeige 1970.

Eigentümer des Hauses am linken Bildrand sind Albert Geschwill (1904-?) und seine Ehefrau Anna Geschwill geb. Maier (1916-2000), die das Anwesen von ihren Eltern geerbt hat.

Standort des Fotografen: 47.884616, 8.344256

Blick in die Untere Hauptstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Seit Jahrzehnten hat sich das Aussehen dieses Straßenzuges kaum verändert. Die letzte große Veränderung ereignete sich 1909, als das Anwesen von Cölestin Schmutz (Rathausplatz 6) am 11. Dezember 1909 abbrannte und danach ein Haus im Jugendstil errichtet wurde. Ansonsten blieben die Gebäude in der Unteren Hauptstraße von Feuersbrünsten verschont und es fiel auch keines der Spitzhacke zum Opfer.

So sind die Veränderungen erst auf den zweiten Blick zu erkennen: Schaufenster wurden in die Fassaden gebrochen, das Gärtchen vor dem Haus Siefert ist ebenso verschwunden wie das vor dem Haus Limb. Der alte Demetriusbrunnen ist 1954 durch den neuen Brunnen ersetzt worden. Auf der Verkehrsinsel ist ein Schild ergänzt worden, das die Wegrichtung zum neu eröffneten »Wildpark« anzeigt. Wie eh und je ragt das Wirtshausschild vom Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2) ins Bild. Und der Blick findet sich einen Abschluss im Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29) und in der katholischen Pfarrkirche St. Michael, deren Kirchturm über die Dächer in den Himmel ragt.

Standort des Fotografen: 47.883853, 8.343813

Rückseite vom »Stadtbau« und vom Haus Krauß in der Ringstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Aus ungewöhnlicher Perspektive wird über einen Gartenzaun hinweg dieses Foto aufgenommen. Es zeigt die Rückseite des »Stadtbaus« (Demetriusstr. 1) und des Hauses von Sattlermeister Ernst Krauß (Demetriusstr. 2), von der Ringstraße aus gesehen. Beide Häuser und auch die angrenzenden Gebäude wurden nach dem verheerenden Brand vom 23. März 1907 wieder aufgebaut. Damals waren 15 Anwesen zerstört worden, ganze Straßenzüge waren in Schutt und Asche gesunken.

Standort des Fotografen: 47.884752, 8.344789

Marienbrunnen in der Seppenhofer Straße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Hoch auf der Brunnensäule thront diese Marienstatue an der Einmündung von Pfarrweg in die Seppenhofer Straße. Ursprünglich war die Brunnensäule leer und die Marienstatue zierte zusammen mit einer Josefsstatue ein Grab auf dem Friedhof. Als das Grab eingeebnet und der Grabstein entfernt wurde, setzte man den Heiligen Josef auf einen Brunnen in der Oberen Hauptstraße und die Heilige Maria kam auf die Brunnensäule in der Seppenhofer Straße.

Standort des Fotografen: 47.881985, 8.344471

Kaplanei mit Geschäft Koch in der Seppenhofer Straße, 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

»Koch« steht auf dem Schild über dem Eingang der 1840 erbauten Kaplanei der katholischen Kirchengemeinde in der Seppenhofer Straße. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem der Pfarrhof 1945 stark beschädigt wurde, diente das Gebäude einige Jahre als katholisches Pfarrhaus. Doch die Zeiten sind vorbei, denn das neue Pfarrhaus ist im Pfarrweg gebaut und längst von Stadtpfarrer Karl Weickhardt bezogen. Die katholische Kirche vermietet leerstehende Räumlichkeiten im Kaplanei-Gebäude an Karl E. Koch. Er betreibt darin ein Fachgeschäft für Gardinen, Teppiche, Kinder- und Sportwagen, Lederwaren und Reisegepäck sowie Spielwaren.

Im Vordergrund ist der Marienbrunnen an der Einmündung des Pfarrwegs zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.881955, 8.344318

Küferei Jordan in der Oberen Hauptstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenwerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Die Inschrift auf der Fassade über der Eingangstür ist kaum mehr zu entiffern: »Mech. Küferei v. Karl Jordan«, steht da in verblichenen Lettern geschrieben. Doch die Fässer vor der Tür zeigen unübersehbar an, dass hier ein Küfermeister sein Geschäft betreibt. Karl Jordan (1908-1996) hat es 1934 von seinem Bruder Wilhelm Jordan (1902-1970) übernommen. Verheiratet ist er mit Anna Jordan geb. Fehrenbach (1907-1982).

Standort des Fotografen: 47.884509, 8.345882

Haus Effinger in der Vorstadtstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenwerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Vor dem Haus Effinger (Vorstadtstr. 2) ist eine Holzbiege aufgestapelt. Bleibt zu hoffen, dass der Winter bald zu Ende geht, denn das Brennholz scheint zur Neige zu gehen. Noch liegt Schnee und von den Dachgauben hängen dicke Eiszapfen. Das Haus gehört dem Landwirt Wilhelm Effinger (1906-1990) und seiner Ehefrau Luise geb. Oschwald (1914-2009).

Standort des Fotografen: 47.884763, 8.345360

Wallfahrer vor der Witterschneekirche, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977) steht vor dem Portal der Wallfahrtskirche Witterschneekreuz. Vor ihm ist eine Schar Ministranten zu sehen. Zahlreiche Gläubige sind im Gebet versammelt, die Frauen stehen links, die Männer stehen rechts. Das Foto entsteht als weder zur Frauen- noch zur Männerwallfahrt, sondern vermutlich anlässlich des Patroziniums des Schneekreuzes am 14. September (Kreuzerhöhung).

Im Hintergrund rechts ist das neu gebaute Trafohäuschen zu sehen, das an der Abbiebung nach Stettholz steht.

Standort des Fotografen: 47.893269, 8.336420

Haus Schweizer in der Seppenhofer Straße, ca. 1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

1842 wurde das Haus Schweizer in der Seppenhofer Straße neu gebaut. Als das Foto aufgenommen wird, ist das zweistöckige Haus bereits über 120 Jahre alt. Es gehört Maria Schweizer geb. Ganter (1909-?), die es von ihren verstorbenen Eltern Edmund Ganter (1879-1956) und Maria Ganter geb. Bader (1881-1962) geerbt hat. Maria Schweizer ist mit dem Gipser Otto Schweizer (1906-1992) verheiratet. Vor dem Haus ist ein VW Käfer geparkt.

Am rechten Bildrand ist die katholische Kaplanei (Seppenhofer Str. 3) und der Marienbrunnen an der Einmündung des Pfarrwegs zu sehen. Der Kirchturm der Pfarrkirche St. Michael im Hintergrund ist bereits verputzt.

Standort des Fotografen: 47.881902, 8.344318