Haus Kuster in der Kirchstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Vieles hat sich verändert am Haus Kuster (Kirchstr. 14). Rund 15 Jahre zuvor wurde die rechte Gebäudehälfte grundlegend modernisiert. Dort, wo sich einst der Ökonomiebereich mit Stallungen befand, sind nun Garagen eingebaut. Darüber liegen zurückgesetzte Balkone mit schlichten Metallgeländern. Auch die linke Gebäudehälfte wurde verändert: Das Lebensmittelgeschäft erhielt einen neuen Eingang und breite Schaufenster zur Straße hin.

Das Haus gehört Maria Kuster (geb. Häusle, 1921-2006). Bis 1972 führte sie hier den kleinen Laden weiter, den bereits ihre Schwiegereltern als »Kolonialwarenladen« betrieben hatten. Doch inzwischen ist das Geschäft geschlossen. Die Schaufenster wirken leer und dunkel. Kein Schild wirbt mehr für Kaffee, Mehl oder Zucker. Das Haus scheint sich in einer Übergangsphase zu befinden.

Auch der Platz davor hat sein Gesicht verändert. Seit 1975 steht hier der Hexenbrunnen, gestiftet von der Hexengruppe. Der Brunnen setzt einen neuen Akzent im historischen Stadtraum. Ansonsten dient die Kirchstraße inzwischen vor allem als Parkplatz. Mehrere Autos stehen dicht gedrängt rund um den Brunnen. Wo früher Holzbiegen lagerten, landwirtschaftliche Geräte abgestellt wurden und Hühner zwischen den Häusern herumliefen, prägt nun der zunehmende Autoverkehr das Bild des Städtchens.

Standort des Fotografen: 47.882947, 8.344283

2 Fotos: Personengruppe auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1975

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der obere Rathausplatz ist am »Fasnet Mändig« geschmückt: Bunte Fasnachtsbändel überspannen den Platz, eine dichte Menschenmenge säumt die Umzugsstrecke. Auf der Fasnachtsbühne, die über den Rathausbrunnen gebaut ist, lassen sich zwei Personengruppen fotografieren. Die Erwachsenen sind nicht kostümiert, zwei der Kinder tragen jedoch Clownhüte. Alle blicken freundlich in die Kamera – als Beobachter*innen eines närrischen Treibens, dessen Teil sie eher am Rand zu sein scheinen.

Einige der abgebildeten Personen sind vermutlich als Migrant*innen nach Löffingen gekommen. Mitte der 1970er Jahre wird die Einwohnerschaft zunehmend vielfältiger. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren zunächst Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten hierhergekommen. Seit den 1950er Jahren folgten sogenannte »Gastarbeiter«, vor allem aus Italien, Griechenland, der Türkei und später auch aus Jugoslawien. Anders, als es der Begriff nahelegt, blieben viele von ihnen dauerhaft: Sie fanden Arbeit, leisteten ihren Beitrag zum »Wirtschaftswunder«, gründeten Familien, ihre Kinder besuchten die örtlichen Schulen. Integration vollzog sich im Alltag – nicht selten auch über Vereine. Und selbst die Fasnacht, die für Außenstehende durchaus befremdlich wirken kann, wird mit der Zeit zu einem gemeinsamen Erfahrungsraum.

oberes Foto: Familie de Rosa
1.Reihe: 1 Vincenzo de Rosa
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Annibale de Rosa, 2 [Maria de Rosa (geb. Cioffi, 1948-2019)?], 3 ???, 4 ??? de Rosa

unteres Foto: Familie de Rosa
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Michelina de Rosa, 3 Grazia de Rosa
2.Reihe: 1 Franca de Rosa
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???

Standort des Fotografen: 47.883908, 8.344711

Haus Koch in der Kirchstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Rund 50 Jahre ist es alt, das Haus Koch (Kirchstr. 21). Es wurde nach dem Großbrand vom 20. April 1929 errichtet, der mehrere Gebäude in der Kirchstraße zerstörte. Ursprünglich verfügte das wiederaufgebaute Haus in der linken Hälfte noch über einen Ökonomiebereich, der später zugunsten der gewerblichen Nutzung aufgegeben wurde. Die Ladenzeile im Erdgeschoss wurde erweitert, im ersten Obergeschoss ein zusätzliches Fenster eingefügt und die Dachgaube verlängert.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme gehört das Haus dem Sattlermeister Karl Koch (1910-?). Die Beschriftung an der Fassade weist auf sein Geschäft hin: »K. Koch«, dazu die angebotenen Waren »Teppiche« und »Gardinen«.

Wenige Jahre später ändert sich dieses Bild. An die Stelle des bisherigen Schriftzugs tritt »Koch-Stephani«: Anita Stephani (geb. Koch, geb. 1948) führt das Geschäft weiter und erweitert das Sortiment um Spielwaren, Korbwaren und Lederwaren.

Standort des Fotografen: 47.883079, 8.344557

2 Fotos: Konfirmanden mit Pfarrer Waßmer, 1972

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

In der Kirche haben sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden zu einem Gruppenfoto versammelt. Gemeinsam mit ihrem Pfarrer Dieter Waßmer (1940-2021) stehen sie im Altarraum und blicken in die Kamera. Die Jugendlichen tragen ihre festliche Kleidung: dunkle Anzüge mit Hemd und Krawatte bei den Jungen, schlichte Kleider bei den Mädchen. Viele halten ihre Gesangbücher oder Bibeln in den Händen, einige tragen ein Kreuz um den Hals.

Die Konfirmation markiert für die evangelischen Jugendlichen den Übergang ins kirchliche Erwachsenenleben. Nach der Einsegnung dürfen sie am Abendmahl teilnehmen und gelten fortan als vollwertige Mitglieder der Gemeinde.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Gabriele Studer, 2 Petra Letz (verh. Nobs), 3 Corneria Bürklin, 4 Jutta Schopferer, 5 Dorothea Ludwig (verh. Pfister)
2.Reihe: 1 Rüdiger Schmidt (Bachheim)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Barbara Ludwig (verh. Schuster), 2 Alwin Kirmeier, 3 Walter Kessler (Göschweiler), 4 Andreas Schopferer (Seppenhofen), 5 Kurt Dominke
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Pfarrer Dieter Waßmer (1940-2021)

Standort des Fotografen: 47.881352, 8.348744

2 Fotos: Musikkapelle beim »Bunten Abend« in der Festhalle, Fasnacht 1977

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Beim traditionellen »Bunten Abend« des Turnerbundes in der Festhalle sorgen auch die »Löffinger Musikanten« für Stimmung. Auf einer seitlich zur Hauptbühne aufgebauten Spielfläche haben sie Aufstellung genommen und begleiten das Programm mit schwungvoller Unterhaltungsmusik. Mit Tuba, Posaunen, Klarinetten und Schlagzeug bringen sie den Saal in Bewegung. Die Musiker tragen einheitliche Westen und Kniebundhosen..

Die »Löffinger Musikanten« sind aus der sogenannten Tanzabteilung der Stadtmusik hervorgegangen. Diese trat vor allem bei den beliebten Heimatabenden in der Festhalle auf, die gemeinsam mit der Trachtengruppe veranstaltet wurden. Jetzt haben die Musikanten bei der jährlichen Fasnachtsveranstaltung des Turnerbundes einen großen Auftritt. Geleitet wird die Formation von Lothar Zepf.

oberes Bild
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lothar Zepf (Flügelhorn), 2 Ferdinand Hasenfratz (Saxophon), 3 Franz Benz (Saxophon), 4 Lothar Baader (Klarinette), 5 Uli Keller (Posaune), 6 Willi Guth (Schlagzeug)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lisa Benz (Flöte), 2 Waldemar Zepf (Trompete), 3 Reinhold Hryzuniak (Trompete), 4 ??? (verdeckt), 5 Hans Kaufmann (Bariton), 6 Dieter Gauger, 7 Kuno Schlatter (Tuba)

Standort des Fotografen: 47.882886, 8.347846

Haus Butsch in der Demetriusstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Fotografien von der Jahrhundertwende bis in die Gegenwart zeigen, dass das Haus Butsch (Demetriusstr. 15) über lange Zeit hinweg erstaunlich unverändert geblieben ist. Auch die Fassade hat sich über Jahrzehnte kaum gewandelt. Seit 1957 ist dort der Schriftzug »Metzgerei Butsch« zu lesen; zuvor stand an gleicher Stelle in identischer Schrifttype »Metzgerei Werne«.

Im Jahr 1957 übernahm Metzgermeister Willy Butsch (1913-1991) das Anwesen und das Geschäft. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Emma Butsch (geb. Satler, 1911-2006) führte er die Metzgerei über viele Jahre. Eine Modernisierung erfolgte um 1964, als im Erdgeschoss ein breites Schaufenster eingebaut wurde. Abgesehen von diesem Eingriff blieb die äußere Gestaltung jedoch erhalten. 1972 ging der Betrieb an die nächste Generation über: Metzgermeister Dieter Butsch (1940–2023) übernahm das Geschäft und führt es seitdem gemeinsam mit seiner Ehefrau Uta Butsch.

Das Gebäude bildet den mittelalterlichen Stadtring. Seine Geschichte lässt sich weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Bereits 1494 ist an dieser Stelle das »11. Gut« des Klosters Friedenweiler erwähnt, das auch als »Uli Mayers Gut« bezeichnet wird. Dabei handelt es sich jedoch um einen Vorgängerbau, denn beim Stadtbrand von 1535 wurde das gesamte Städtchen – mit Ausnahme der Kirche – zerstört.

Standort des Fotografen: 47.883658, 8.343690

Vorführung der Jugendabteilung des Turnerbunds, Fasnacht 1978

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der traditionelle »Bunte Abend« des Turnerbunds in der vollbesetzten Festhalle steht in diesem Jahr unter dem Motto »Kurprogramm – International«. Einen sportlichen Höhepunkt des mehrstündigen Programms bildet der Auftritt der Turner und Jugendturner, die als »ungarische Akrobaten« eine eindrucksvolle Pyramide zeigen. Mit Kraft, Gleichgewicht und viel Vertrauen ineinander türmen sich die jungen Sportler zu einer mehrstöckigen Formation. Die sorgfältig einstudierte Darbietung verlangt Konzentration und präzises Zusammenspiel – jeder Griff muss sitzen.

Angeleitet wird die Gruppe von Robert Rosenstiel und Klaus Ruf, die auch auf dem Foto zu sehen sind. Die jungen Turner sind Henry Fehrenbach und Axel Fehrenbach, evtl. auch Wolfgang Hörig, Roland Hofmann und Uwe Streit.

Das Publikum in der Festhalle verfolgt den Auftritt gespannt und honoriert die gelungene Vorführung mit kräftigem Applaus.

Standort des Fotografen: 47.882905, 8.347862

Rückseite vom Haus Kaltenbrunner in der Ringstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Rund 55 Jahre alt ist das Haus Kaltenbrunner (Demetriusstr. 11). Häufig fotografiert ist die Vorderansicht zum unteren Rathausplatz hin, wo es zusammen mit dem Mailänder Tor und dem Haus Kopp (Demetriusstr. 10) ein markantes Ensemble bildet. Deutlich seltener gerät hingegen die Rückseite ins Bild, die sich zur Ringstraße öffnet. Im Dachgeschoss ist eine Ladegaube zu erkennen. Rückseitig gehört ein kleines Gärtchen zum Anwesen, das den Übergang zur Straße auflockert.

Errichtet wurde das Haus nach dem verheerenden Großbrand von 1921, dem insgesamt 36 Gebäude zum Opfer fielen. Für die Planung des Wiederaufbaus zeichnete der Freiburger Architekt Carl Anton Meckel (1875-1938) verantwortlich. Nach dem Wiederaufbau gehörte das Haus zunächst dem Metzger Wilhelm Werne. 1952 übernahm es Metzgermeister Karl Sibold (1908-?) aus Düsseldorf.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme gehört das Haus Otto Kaltenbrunner (geb. 1940), der einen Brennstoffhandel betreibt. Erst 1980 geht das Gebäude in den Besitz von Peter Spiegel (1941-2012) über. Der Drogist und Heilpraktiker stammt ursprünglich aus Thüringen und siedelte als junger Mann nach Westdeutschland über.

Standort des Fotografen: 47.884174, 8.343652

Hochwasser in der Kirchstraße, 10. Juli 1975

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Monika Huber zur Verfügung.

Am Donnerstag, dem 10. Juli 1975, geht über Löffingen ein heftiges Sommergewitter nieder. Innerhalb von nur drei Stunden fallen rund 86 Liter Regen pro Quadratmeter – zu viel für den eingedolten Stettbach. Die Wassermassen können nicht mehr gefasst werden und suchen sich ihren Weg oberirdisch durch das Städtchen. Auch die Kirchstraße steht unter Wasser. Keller laufen voll, die braune Brühe schiebt sich durch die Straße. Nur die höher gelegenen Gebäude, wie etwa das Haus Schelling (Kirchstr. 11), bleiben verschont.

Das Foto entsteht aus erhöhter Position, vermutlich von der alten »Zehntscheuer« (Kirchstr. 9) aus. Von hier aus wird sichtbar, wie stark die Straße überflutet ist.

Standort des Fotografen: 47.883613, 8.345315

Klasse 6b der Realschule mit Lehrerin Morent, 1978

Archiv der Realschule

Im Schulhof der Realschule hat sich die Klasse 6b für das Klassenfoto aufgestellt. In mehreren Reihen knien, sitzen und stehen die Schülerinnen und Schüler dicht beieinander – einige noch etwas verlegen, andere schon ganz selbstbewusst vor der Kamera. In ihrer Mitte steht Klassenlehrerin Ellen Morent.

Im Hintergrund sind das Haus Selb (Obere Hauptstr. 12) sowie der »Gebertsaal« (Obere Hauptstr. 11) zu erkennen.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Martina Heitzmann, 4 Anja Bartz, 5 ???, 6 Sabine Schmidt
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Marion Zobel, 3 Beatrix Wider, 4 ???, 5 Jeanette Egle (1965-1981), 6 ???, 7 Petra Tritschler, 8 Matthias Frank, 9 Reinhold Klausmann, 10 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Birgit Sibold, 4 Martina Bausch, 5 Birgit Kaltenbrunner, 6 Oliver Knöpfle (1966-1998), 7 Annette Knöpfle, 8 Jaqueline Gauger, 9 Klassenlehrerin Ellen Morent, 10 ???

Zur Klasse gehören: Andreas Benitz, Hans-Peter Hermann, Oliver Kuhlmann, Udo Laber, Michael Schwörer, Karin Hillebrand, Marika Knöpfle, Marietta Manock, Anja Profazi, Caroline Scherer-Nollet, Pia Wehrle

Standort des Fotografen: 47.883987, 8.347373

Musikkapelle bei der Jubiläumsfeier des Schwarzwaldvereins in der Festhalle, 1979

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

In der Festhalle wird gefeiert: Der Schwarzwaldverein veranstaltet seine »110. Hauptversammlung« und feiert zugleich sein Gründungsjubiläum. Der Verein ist sogar ein paar Jahre älter: Er wurde am 13. August 1864 in Freiburg im Breisgau ins Leben gerufen und ist damit bereits 115 Jahre alt. Für den festlichen Rahmen sorgt auch die Musik – auf einer seitlich aufgebauten Nebenbühne haben die »Löffinger Musikanten« in gelb-blauen Trachten Platz genommen und spielen auf. Blumenschmuck und das aufgehängte Löffinger Wappen geben dem Saal eine feierliche Atmosphäre. Unten vor der Bühne folgen Besucher*innen dem Festprogramm.

Die »Löffinger Musikanten« sind eine Abteilung der Stadtmusik, die aus der »Tanzabteilung« hervorgegangen ist. Sie gibt instrumentale, volkstümliche Musik zum Besten. Die Leitung der Abteilung verantwortet Lothar Zepf (1936-2022).

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ferdinand Hasenfratz, 2 Franz Benz, 3 Lothar Baader, 4 Edwin »Krugli« Kuttruff (Schlagzeug)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lothar Zepf (Leitung), 2 Waldemar Zepf, 3 Reinhold Hryzuniak, 4 Walter Feser [oder Rudolf Heiler?], 5 Ulrich Keller, 6 Konrad Benz? (Tuba)

Der Löffinger Ortsverein des Schwarzwaldvereins selbst ist deutlich jünger als 115 Jahre: Am 16. Januar 1954 lud Forstrat Wilhelm Engler interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Löffingen und den umliegenden Orten ins Gasthaus »Linde« ein. 24 Personen folgten der Einladung und gründeten den Ortsverein – der sich bis heute zu einer festen Größe im Vereinsleben entwickelt hat.

Standort des Fotografen: 47.882913, 8.347869

3 Fotos: Sommerfest im Kindergarten in der Bahnhofstraße, 1974

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Dicht an dicht sitzen die Kinder auf kleinen Holzstühlen. Die Beine baumeln, die Hände liegen im Schoß oder spielen nervös mit Kleidern und Knöpfen. Einige schauen aufmerksam nach vorne – dorthin, wo gleich ein Theaterstück aufgeführt wird. Andere haben den Fotografen entdeckt und blicken neugierig direkt in die Kamera. Die Kinder tragen bunte Sommerkleider, karierte Hemden, Kniestrümpfe und Sandalen. Im Kindergarten in der Bahnhofstraße wird an diesem Tag ein Sommerfest gefeiert. Ein Theaterstück gehört dazu, und während ein Teil der Kinder auf der kleinen Bühne steht, bildet der Rest das Publikum – aufmerksam, neugierig und doch nicht immer ganz still.

Dass hier überhaupt noch gefeiert wird, ist keine Selbstverständlichkeit. Eigentlich sollte der alte Kindergarten längst geschlossen sein. Doch die geburtenstarken Jahrgänge machen eine weitere Nutzung notwendig. Seit 1967 ist das 1908 eingeweihte Gebäude wieder in Betrieb. Vor allem Kinder aus Stettholz, dem Maienland, der Hohlgasse und der Bahnhofstraße kommen hierher – aber auch aus Dittishausen, wo erst im selben Jahr ein eigener Kindergarten eröffnet.

oberes Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Matthias von Dungen, 2 Manfred Braunigger, 3 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Gertrud Benz, 2 Annette Benz, 3 Birgit Zimmermann, 4 Petra Vetter (Dittishausen), 5 ???, 6 Birgit Merk (Dittishausen), 7 ???

mittleres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 Christian Isele, 4 Martina Knöpfle
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Andreas Isele, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???

unteres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 Eric Albiez (Dittishausen), 2 Carsten Prause, 3 ???, 4 Karin Fritsche, 5 Ruth Maier (Dittishausen), 6 Rita Maier (Dittishausen), 7 Helga Fritsche
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? (verdeckt), 4 Kurt Fehrenbach, 5 Karin Fehrenbach (verh. Klausmann), 6 Silvia Mayer, 7 ???, 8 ???

Standort des Fotografen: 47.885581, 8.341117