Elektriker des Sägewerk Benz, ca. 1925-1930

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zur Verfügung.

Vor einem Holzgebäude auf dem Werksgelände der Holzindustriewerke Josef Benz AG stehen drei Arbeiter in ihrer Arbeitskleidung. Sie tragen in den Händen ihre Werkzeuge und eine Lampe bei sich, der mittlere Mann hat ein Seil über seine Schulter geworfen. Durch die Arbeitswerkzeuge lassen sich die drei Arbeiten als Betriebselektriker identifizieren. Wohl kaum zufällig werden sie unter dem Warnschild über elektrische Gefahren fotografiert.

Wer weiß, wer die drei Männer sind? Der Mann rechts könnte Franz Xaver Isele (1900-1950) sein.

Standort des Fotografen: 47.883408, 8.339410

Drei Ansichten vom Sägewerk Benz, ca. 1925-1928

Stadtarchiv

Für Werbezwecke verbreiten die Holzindustriewerke Josef Benz AG diese drei Ansichten der Fabrik. Die Bildunterschrift lautet: »Josef Benz, Holzgroßhandlung, Dampfsäge- und Hobelwerke, Kistenfabriken, Kyanisier- und Imprägnieranstalten, Löffingen i[n] B[aden]«.

Die obere Ansicht zeigt das Sägewerk vom Alenberg aus gesehen. Der Blick wandert über die Bahnhofstraße und die Bahnlinie hinweg zum Werksgelände mit seinen beiden Schornsteinen.

Das Foto darunter links zeigt die Ansicht vom Gewann »Breiten« aus: Über Wiesen und Felder lässt der Betrachter den Blick in Richtung Rötenbacher Straße und Firmengelände schweifen. Das Foto unten rechts ist auf dem Werksgelände aufgenommen. Im Vordergrund ist der Holzlagerplatz zu erkennen. Die gesamte Anlage wird bei zwei Bränden 1928 zerstört und das Werk danach vollkommen neu aufgebaut.

Brandruinen im Sägewerk Benz nach dem Großfeuer, 8. Juli 1928

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Am Tag nach dem verheerenden Großfeuer im Sägewerk Benz berichtet die Presse: »Die Brandstätte bietet heute ein Bild schlimmster Verwüstung. Überall raucht es noch, überall stürzen noch glühende und glimmernde Holzhaufen in sich zusammen. Überall sieht man noch die Feuerwehrmänner in eifriger Tätigkeit.«

Auf dem Foto sind zwei Feuerwehrmänner zu sehen, die im ausgebrannten Maschinenhaus stehen. Aus den Ruinen ragt im Hintergrund das Kamin in den verqualmten Himmel. Als Konsequenz aus dem Sägebrand wird 1930 eine Betriebsfeuerwehr ins Leben gerufen.

Standort des Fotografen: 47.883409, 8.339484

Abgebranntes Sägewerk Benz nach dem Großfeuer, 8. Juli 1928

Stadtarchiv

Wo vor wenigen Stunden noch Sägearbeiter an den Sägegattern standen und Holzstämme zusägten, ist nach dem Großbrand am 8. Juli 1928 nur noch eine Ruinenlandschaft zu sehen. Die Sägehalle ist eingeäschert, die Maschinen stehen auf ihren Zementsockeln schwer beschädigt.

Im Hintergrund sind aufgestapelte Holzbretter zu sehen, die kein Raub der Flammen wurden.

Standort des Fotografen: 47.883429, 8.339439

Brandruinen im Sägewerk Benz nach dem Großfeuer, 8. Juli 1928

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die handschriftliche Notiz in Sütterlin am oberen Bildrand ist nicht ganz korrekt: »Juni 1928 abends 1/4 10 Uhr«. Zu sehen sind Ruinen des völlig abgebrannten Sägewerk Benz, im Hintergrund sind die beiden Benz-Kamine zu erkennen.

Tatsächlich ereignete sich der Großbrand aber nicht im Juni, sondern in der Nacht vom 7./8. Juli 1928. Laut Zeitungsartikel brach das Feuer gegen »3/4 10 Uhr abends« im Späneturm aus und verbreitete sich mit rasender Geschwindigkeit auf dem gesamten Werksgelände. Innerhalb kürzester Zeit standen drei Maschinenhäuser, die Sägerei, das Hobelwerk, mehrere Schuppen mit zugeschnittenem Holz, die Kantine, die Schlosserei, die Kistenmacherei und andere Gebäude lichterloh in Flammen. »Sägewerk Benz eingeäschert«, titelten die Lokal- und Regionalzeitungen am nächsten Tag.

Standort des Fotografen: 47.883381, 8.339471

Mehrbildkarte mit Gasthaus »Pilgerhof«, ca. 1925

Sammlung Familie Waßmer

Die Wirtsleute des Café und Gasthauses »zum Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) vertreiben ab Mitte der 1920er Jahre diese Mehrbildkarte für Werbezwecke. Unten links ist der »Pilgerhof« zu sehen, der gleich neben dem Gasthaus »Witterschnee« (Maienlandstr. 26) liegt. Beide Lokale profitieren insbesondere von den Wallfahrern, die zur Wallfahrtskirche Witterschneekreuz pilgern, die unten rechts zu sehen ist. Daher rührt auch der Name »Pilgerhof«.

Die Gesamtansicht in der oberen Hälfte der Ansichtskarte zeigt das Städtchen vom Gewann »Im kleinen Brühl« aus. Hinter der Bahnlinie sind die beiden Barockhäuser am Ortseingang zu erkennen. Der »neue Benz-Bau« (Ringstr. 8) ist als Mehrfamilienhaus für die Arbeiter des Sägewerks und ihre Familien neu gebaut. Auch am Alenberg sind mehrere Neubauten errichtet, die die beim Großbrand 1921 zerstörten Häuser ersetzt haben.

Bürgermeister Karl Kuster, ca. 1920

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Konrad Kuster zur Verfügung.

30 Jahre lang amtierte Karl Kuster als Bürgermeister. Geboren wurde er 1847 als Sohn des Landwirts Johann Kuster und dessen Ehefrau Maria Brugger. 1870/71 war er einer der Löffinger Bürger, die als Soldaten in den deutsch-französischen Krieg zogen. 1872 heiratete er Karoline geb. Bader (1847-1918).

1890 wurde er zum Nachfolger des verstorbenen Bürgermeisters Adolf Schmutz gewählt. Während seiner Amtszeit erfolgte die Erweiterung des Krankenhauses, die Errichtung des Kriegerdenkmals auf dem Rathausplatz und der Bahnbau, der Kornmarkt wurde eingestellt, der Großbrand von 1907 äscherte die Demetriusstraße ein, die Kinderschule wurde gebaut und der Erste Weltkrieg wütete. Für seine Verdienste wurde Kuster 1901 vom badischen Großherzog mit dem Verdienstkreuz vom Zähringer Löwen ausgezeichnet.

1920 gab er das Amt auf. Zu seinem Nachfolger wurde sein Sohn Adolf Kuster gewählt. Das Wohnhaus der Kusters auf dem Alenberg wurde mit dem Hausnamen »s’Bürgermoasters« belegt. Es brannte beim Großbrand 1921 ab. Am 30. Oktober 1925 starb der Alt-Bürgermeister im Alter von 78 Jahren.

Standort des Fotografen: ???

Kaminfeger auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1924

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Acht Paare haben sich auf dem oberen Rathausplatz versammelt, die identisch gekleidet sind: Die Männer sind als Schornsteinfeger verkleidet, die Frauen an ihrer Seite tragen Kleider und halten einen Kaminbesen in ihren Händen.

Der Platz selbst ist verschneit. Im Hintergrund sind die Gasthäuser »zum Löwen« (Rathausplatz 11) und »zum Ochsen« (Rathausplatz 12) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883922, 8.344824

Familie Brugger vor ihrem Haus in der Maienlandstraße, ca. 1928-1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

Familie Brugger sitzt vor ihrem Haus im Maienland auf einem Bänkchen. Karl Brugger (1890-1947) hatte das Haus 1917 gekauft. Er ist Schreiner von Beruf und verdient sich ein Zubrot als Rechner des Elektrizitätswerkes. Auf dem Foto trägt er seine Schreinerschürze. Zweimal ist er verheiratet, doch beide Ehefrauen sterben bereits in jungen Jahren. Die erste Ehefrau Karolina Brugger geb. Burkard (1890-1923) starb im Alter von 32 Jahren. 1924 heiratete der Witwer daraufhin Maria Brugger geb. Mayer (1890-1935), die auf dem Foto links zu sehen ist.

Zwischen dem Ehepaar sitzen die beiden Töchter aus der ersten Ehe: Martha Brugger (verh. Trenkle, 1919-2013), die später das Elternhaus übernehmen wird, und Gertrud Brugger (verh. Heitzmann, 1921-2006), die später im Haus gegenüber wohnen wird. Der Junge im Bildvordergrund ist unbekannt. Er trägt ein Matrosenhemd und hält ein großes Kuscheltier im Arm.

Standort des Fotografen: 47.885894, 8.341759

Hermann Ganter mit Festjungfrauen beim Sängerfest, Juli 1927

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Carola Hannes zur Verfügung.

Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957) ist der Hahn im Korb. Im schwarzen Anzug und mit Fliege steht er, mit verschränkten Armen vor der Brust, in der Mitte des Bildes. Umgeben ist er von den Festjungfrauen. Ganter gehört dem Ehren- und Festausschuss an, der das Schwarzwaldgau-Sängerfest 1927 organisiert. Die Festjungfrauen beteiligen sich auch an dem Festumzug am Sonntag, den 30. Juli 1927, an dem sich insgesamt 4.000 bis 5.000 Personen beteiligen.

  1. Reihe, v.l.n.r.: Monika Wehrle geb. Baader
  2. Reihe, v.l.n.r.: ???, Hermann Ganter, Sofie Hepting, Ida Schultheiß, Elise Schultheiß
  3. Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, Bertel Schmid

Standort des Fotografen: 47.883330, 8.348506

Flugzeug »Mailand« in der Demetriusstraße, Fasnacht 1929

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Hilda Hepting und Alexandra Scholl zur Verfügung.

An Fasnacht 1929 kreuzt nicht nur das Dampfschiff »Hamburg« durch die Straßen des Städtchens und fesche Matrosen im Matrosenanzug schlendern herum. Auch das Flugzeug »Mailand« startet in der Demetriusstraße und nimmt Kurs in Richtung Nordpol. Die beiden Piloten tragen Kopfbedeckung und Fliegerjacken aus Leder. Unter ihren Pilotenbrillen sind sie kaum zu erkennen.

V.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, Otto Schweizer (1906-1992).

Im Hintergrund ist das Haus von Wilhelm Werne (Demetriusstr. 11) zu sehen, das nach dem Großbrand 1921 erbaut wurde. In dem Laden unterhält der Vorschuss-Verein Löffingen GmbH Räumlichkeiten.

Standort des Fotografen: 47.884001, 8.343942

Erstkommunionkanten vor dem Kirchenportal, 1926

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.

Vor dem Kirchenportal der katholischen Pfarrkirche St. Michael haben sich die Erstkommunionkinder des Geburtsjahrgangs 1916 zu einem Gruppenfoto versammelt. Die Mädchen in der ersten Reihe sitzen auf Kirchenbänken, die für das Foto herausgetragen wurden. Die Bänke sind so hoch, dass die Beine der meisten Mädchen in der Luft baumeln. Die Mädchen tragen weiße Kleider, die Jungs schwarze Anzüge. Alle halten ihre Kommunionkerzen in den Händen. Links steht ein Geistlicher. Es handelt sich nicht um den damaligen Stadtpfarrer Richard Thoma (1888-1949), sondern um einen Vikar.

  1. Reihe, v.l.n.r.: Rosa Rappenegger (1.v.l.)
    2. Reihe, v.l.n.r.: Wilhelm Bader (1916-2014) (3.v.r.)
    3. Reihe, v.l.n.r.: Franz Faller (1916-1986) (3.v.l.)

Standort des Fotografen: 47.882727, 8.344233