Sterbebildchen für Kriegsgefallenen Hermann Nägele, 1942

Verlag Rombach & Co, Freiburg im Breisgau | Diese Fotos stellte dankenswerterweise Michael Guth zur Verfügung.

Nur 28 Jahre alt wird Hermann Nägele (1914-1942). Sein Sterbebildchen zeigt ihn in Wehrmachtsuniform mit Stahlhelm, den Blick seitlich gerichtet. Daneben stehen die nüchternen Lebensdaten: geboren am 9. Februar 1914, »gefallen am 11. März 1942 im Osten«. Die Innenseiten verbinden das Porträt mit religiösen Gebeten und Trostworten. Auf der Vorderseite ist Christus bei einem verwundeten Soldaten dargestellt; darunter heißt es: »Christus unser Glaube / Sterben unser Los / Wiedersehen unsere Hoffnung.«

Hermann Nägele wuchs als Sohn des Schotterwerkbesitzers Konrad Nägele und dessen Ehefrau Sofie Nägele (geb. Eckert) in der Oberen Hauptstraße auf. Zu seinen Geschwistern gehört seine Zwillingsschwester Mathilde Nägele (verh. Gottschalk, 1914-2006). Nach dem Besuch der Volksschule erlernte Hermann Nägele einen Beruf und arbeitete als Schmied im väterlichen Schotterwerk in Detzeln bei Waldshut.

Am 11. November 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und kam zunächst zu einem Infanterieregiment nach Konstanz. Später wurde er in Frankreich eingesetzt. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 nahm er ab dem folgenden Tag am Krieg im Osten teil. Dieser Feldzug war von Beginn an nicht nur ein militärischer Eroberungskrieg, sondern zugleich ein nationalsozialistischer Vernichtungskrieg gegen die Bevölkerung. Hermann Nägele wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.

Am 11. März 1942 starb er bei einem Gefecht bei Gruzdevo (russisch Груздево). Das Sterbebildchen spricht, wie üblich, vom »Gefallenen« und versucht, den Tod religiös zu deuten und den Angehörigen Trost zu geben. Gerade solche kleinen Erinnerungsbilder zeigen, wie der Krieg bis in die einzelnen Löffinger Familien hineinwirkt – und wie ein junger Mann mit 28 Jahren weit entfernt von seiner Heimat ums Leben kommt.

Kinder im Hof vom Haus Benitz in der Alenbergstraße, 1942

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Fünf Kinder haben sich im gepflasterten Hof des Hauses Benitz zum Erinnerungsfoto aufgestellt. Zwei der Mädchen halten ihre Puppen fest im Arm – natürlich müssen auch sie mit aufs Bild. Die Kinder stehen fein säuberlich nebeneinander und blicken gut gelaunt in die Kamera. Zu sehen sind die Benitz-Geschwister Elisabeth Benitz, Joseph Benitz und Lioba Benitz sowie ihr Cousin Klaus Benitz und ein weiteres, bislang nicht identifiziertes Kind. Die Aufnahme entsteht mitten im Zweiten Weltkrieg. Davon ist in diesem Augenblick nichts zu spüren: Für einen kurzen Moment bestimmen Kindheit, Spielzeug und familiäre Nähe die Szene.

V.l.n.r.: 1 Lioba Benitz (verh. Andritzke, geb. 1936), 2 Anna Benitz (1934-2021), 3 Elisabeth Benitz (verh. Burger, 1930-2019), 4 Joseph Benitz jun. (1928-2012), 5 Klaus Benitz (1938-2015)

Rechts hinter den Kindern steht das Wohn- und Geschäftshaus Benitz (Alenbergstr. 7/9). Es wurde nach dem Großbrand von 1921 als Doppelhaus neu errichtet. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind die ebenfalls nach dem Brand entstandene Ökonomie Benitz (Alenbergstr. 8) und das Haus Kienzle (Alenbergstr. 6) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.885256, 8.344184

Blick zum Haus Benitz mit der Weinhandlung Hogg, ca. 1940-1950

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Mächtig erhebt sich das Wohn- und Geschäftshaus Benitz (Alenbergstr. 7/9) über die umstehenden Häuser und den Gärten am Hang. Nicht nur wegen seiner exponierten Lage trägt das Doppelhaus den Beinamen »Hohes Haus«. Nach dem Großbrand von 1921 wurde es nach Plänen der Wiederaufbaukommission neu errichtet. Unübersehbar wirbt die große Aufschrift an der linken Gebäudehälfte für »Joseph Hogg / Weingrosshandlung / Branntweinbrennerei«.

Die Weinhandlung kann zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Sie besteht seit 1824 und wurde von dem Gastwirt Joseph Hogg (1796-1857) gegründet. Nach seinem Tod verkaufte seine Witwe das Geschäft an ihren Neffen, den Weinhändler Josef Eggert (1831-1888). Da dieser kinderlos war, übernahmen 1895 der Weinhändler Joseph Benitz (1859-1919) und Josef Paul Thoma (1868-?) die Firma. Thoma schied 1902 wieder aus, die Weinhandlung blieb bei Familie Benitz – der traditionsreiche Name Hogg wird jedoch weitergeführt.

Im Vordergrund erstreckt sich eine Streuobstwiese der Familie Benitz entlang der Maienlandstraße. Zwischen den Obstbäumen sind ganz links noch Mauerreste zu erkennen. Sie gehören zum früheren Wohnhaus Thoma (Rötengasse), das ebenfalls beim Großbrand von 1921 zerstört wurde. Unmittelbar daneben steht die Mitte der 1930er-Jahre errichtete Villa des Arztes Dr. Gugelberger (Maienlandstr. 6), von der am linken Bildrand nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen ist.

Noch prägen Obstbäume und Gärten den Hang unterhalb des »Hohen Hauses«. Doch auch dieses Bild wird sich verändern: Etwa 1960 wird die Streuobstwiese bebaut. An ihrer Stelle entsteht das Wohn- und Geschäftshaus des Malermeisters Karl Sibold (Maienlandstr. 4).

Standort des Fotografen: 47.884563, 8.343059

Zwei Männer am Bahnhof, ca. 1940-1945

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Es sieht nach einem Abschied aus. Ein älterer Mann steht vor dem Löffinger Bahnhofsgebäude und unterhält sich mit einem jüngeren Mann. Dieser trägt einen langen Mantel, Feldmütze und militärische Ausrüstung – unübersehbar ist, dass die Aufnahme während des Zweiten Weltkrieges entsteht.

Vermutlich ist er (Hermann ???) für einige Tage auf Heimaturlaub in Löffingen und muss nun wieder zu seiner Einheit zurückkehren. In Kriegszeiten bekommen Abschiede am Bahnhof eine besondere Bedeutung: Niemand kann wissen, wann – und ob – man sich wiedersehen wird. Möglicherweise wird der Urlauber deshalb bis zum Zug begleitet.

Auch am linken Bildrand herrscht Aufbruchsstimmung. Ein Junge läuft mit einer Ledertasche und einem verschnürten Paket am Bahnhof entlang. Hinter den beiden Männern steht ein Auto. Der Bahnhof ist ein Ort des Kommens und Gehens, der Abreise und der Rückkehr.

Das Foto erhält noch aus einem anderen Grund dokumentarischen Wert. Das Bahnhofsgebäude, vor dem die beiden Männer stehen, existiert nicht mehr lange: Bei einem Luftangriff am 22. Februar 1945 wird es vollständig zerstört.

Standort des Fotografen: 47.883783, 8.342082

Badende Kinder im Waldbad, ca. 1942

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Die Kinder stehen im flachen Wasser und haben sich für ein Erinnerungsfoto versammelt. Vorne sitzt Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995) als einzige Erwachsene im Wasser. Sie trägt einen Badeanzug und eine Badekappe. Bei ihr sind mehrere Kinder, darunter ihre kleine Tochter Inge Hepting (verh. Mayer, geb. 1939) und ihr Sohn Ewald Hepting (1933-2010).

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lisel Vogt, 2 Inge Hepting (verh. Mayer, geb. 1939), 3 Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Ewald Hepting (1933-2010), 3 [Egon Bader (1933-1999?]

Das Wasserbecken des Waldbades wirkt auf der Aufnahme erstaunlich groß. Das dürfte an der Perspektive liegen: Der Fotograf befindet sich dicht über der Wasseroberfläche, während sich das Becken weit in den Hintergrund erstreckt. Dahinter beginnt unmittelbar die offene Landschaft mit Wiesen und dem Waldrand am Horizont.

So unbeschwert die sommerliche Szene erscheint, entsteht sie mitten im Zweiten Weltkrieg. Für Sofie Hepting und ihre Kinder gehört die Trennung von ihrem Ehemann und Vater zum Alltag, denn Rupert Hepting (1905-1990) ist Soldat bei der Wehrmacht. Auf dem Foto ist davon jedoch nichts zu spüren: Für einen Moment zählen nur Wasser, Sonne und ein gemeinsamer Sommertag im Waldbad.

Standort des Fotografen: 47.899667, 8.332308

Familie Hepting mit Verwandten vor dem Haus Benz in der Oberen Hauptstraße, ca. 1940

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Hepting zur Verfügung.

Für das Familienfoto rücken mehrere Generationen zusammen. Rupert und Sofie Hepting stehen mit ihren Kindern Ewald und Inge vor dem Haus Benz in der Oberen Hauptstraße. Mit dabei sind Sofies Mutter Katharina Jonner sowie weitere Verwandte.

Dass inzwischen Krieg herrscht, ist auf dem Familienbild unübersehbar. Rupert Hepting (links) trägt ebenso wie der rechts stehende Hermann ??? Wehrmachtsuniform. Zwischen den beiden Soldaten stehen die Frauen und Kinder in ihrer Alltags- und Sonntagskleidung – eine familiäre Momentaufnahme, in die der Zweite Weltkrieg hineinragt.

Zu Besuch ist auch die Nichte Margret Bammert, Tochter von Adolf Bammert und Agathe Bammert (geb. Jonner), die mit ihrer Familie in Neustadt lebt. Noch nicht identifiziert sind Else ??? und Hermann ???.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Margret Bammert, 2 Inge Hepting (verh. Mayer, geb. 1939), 3 Ewald Hepting (1933-2010)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Rupert Hepting (1905-1990), 2 Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995), 3 Katharina Jonner (geb. Thoma, 1875-1955), 4 Else ???, 5 Hermann ???

Im Hintergrund steht das Anwesen des Landwirts Otto Benz (Obere Hauptstr. 14). Bis 1929 bewirtschaftet er einen Hof in der Bittengasse. Nachdem dieser beim Großbrand in der Kirchstraße zerstört worden ist, errichtet er hier in der Oberen Hauptstraße einen Neubau. Links daneben ist das Haus Berger (Obere Hauptstr. 16) zu erkennen. Ein großes Werbeschild an der Fassade wirbt für Autoreifen – ein kleines Detail, das auf das Geschäft von Schlossermeister und Automechaniker Leopold Berger hinweist.

Standort des Fotografen: 47.884618, 8.348240

Heinrich Fehrenbach als Soldat, ca. 1943/44

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Ernst blickt Heinrich Fehrenbach (1925-1944) in die Kamera. Der junge Soldat trägt Uniform und Feldmütze der Wehrmacht. Sein Gesicht wirkt noch sehr jugendlich – und tatsächlich ist er gerade einmal 18 oder 19 Jahre alt. Die Aufnahme entsteht während seiner Militärzeit bei den Gebirgsjägern.

Heinrich Fehrenbach wurde am 30. Juni 1925 als Sohn des Sägearbeiters Ernst Fehrenbach (1902-?) und seiner Ehefrau Anna Fehrenbach (geb. Leithold, 1902-?), geboren. Er wuchs in der Vorstadtstraße auf, besuchte die Volksschule und war Ministrant. Im Mai 1943 wird er zunächst zum Reichsarbeitsdienst (RAD) eingezogen, im August folgt die Einberufung zur Wehrmacht. Er kommt zu den Gebirgsjägern nach Garmisch und wird später in Südfrankreich und an der Ostfront in Russland eingesetzt.

Im März 1944 ist Heinrich Fehrenbach zum letzten Mal auf Heimaturlaub in Löffingen. Danach kehrt er an die Front zurück. Sein letzter Brief nach Hause datiert vom 26. September 1944. Nur wenige Tage später, am 2. Oktober, wird er bei Galambod schwer verwundet. Granatsplitter treffen ihn an Kopf, Brust und Oberarmen. Der 19-Jährige stirbt noch am selben Tag und wird dort beerdigt. Galambod gehört damals zu Ungarn, heute liegt der Ort in Rumanien (Porumbeni).

Im Totenbuch wird besonders seine Religiosität hervorgehoben. Heinrich Fehrenbach sei »eifrigster Ministrant« gewesen und habe in seinen Feldpostbriefen immer wieder darum gebeten, für ihn zu beten.

Standort des Fotografen: ???

Männergruppe im Pavillon auf dem Alenberg, März 1944

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Eigentlich sind es noch keine Männer. Gerade einmal 16 oder 17 Jahre alt, drängen sich die Jugendlichen im Eingang des hölzernen Pavillons auf dem Alenberg zusammen. Einer legt seinem Freund den Arm um die Schulter, ein anderer verbirgt lachend das Gesicht in den Händen. Sie hängen miteinander herum und genießen einen unbeschwerten Moment. Doch schon am nächsten Tag beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt: Ihre Einberufung zum Reichsarbeitsdienst steht an.

Der Reichsarbeitsdienst (RAD) ist keineswegs nur ein Arbeitseinsatz. Seit 1935 ist er für junge Männer verpflichtend und streng militärisch organisiert. Neben körperlicher Arbeit gehören Drill, Lagerleben und nationalsozialistische Erziehung dazu. Im Krieg wird der RAD immer stärker für militärische Aufgaben herangezogen und dient zugleich als Vorbereitung auf den anschließenden Kriegsdienst. 1944 werden angesichts des wachsenden Soldatenbedarfs auch die jüngeren Jahrgänge immer früher eingezogen.

Für die Jugendlichen auf dem Foto ist der RAD deshalb meist nur eine Zwischenstation. Danach folgt die Einberufung zur Wehrmacht. Walter Köpfler (1927-1944) meldet sich freiwillig zur Waffen-SS und wird SS-Panzergrenadier. Noch im selben Jahr wird der 17-Jährige schwer verwundet und stirbt in Belgien an seinen Verletzungen. Die anderen überleben den Kriegsdienst. Bis sie aber alle wieder zurück in Löffingen sind, vergehen Jahre. Rudolf Egle (1927-1992) gerät in sowjetische Kriegsgefangenschaft und kehrt erst 1954 nach Hause zurück. Ein Wiedersehen dieser Runde, so wie sie hier im Frühjahr 1944 zusammensitzt, wird es nach dem Krieg nicht mehr geben.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Walter Maier (1927-?), 2 Ernst Egle (1927-1947), 3 Rudolf Egle (1927-1992), 4 Walter Köpfler (1927-1944)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Franz Rosenstiel (1927-2006), 2 Ernst Egy

Standort des Fotografen: 47.885695, 8.344761

20-Jährige, Fasnacht 1947

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christoph Müller und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Dicht gedrängt stellen sich die jungen Frauen und Männer des Jahrgangs 1927 zum Gruppenfoto auf. In der Mitte sitzt ein junger Mann mit dem Akkordeon. Schnee liegt auf der Straße, doch die Stimmung ist fröhlich. Die 20-Jährigen feiern, obwohl die Fasnacht von der französischen Besatzungsmacht noch nicht wieder erlaubt ist.

Nach den Kriegsjahren wollen die 20-Jährigen nicht länger auf das närrische Treiben verzichten. Statt bei der französischen Kommandantur um Erlaubnis zu bitten, suchen sie Stadtpfarrer Karl Weickhardt auf. Der Geistliche gibt ihnen seinen Segen und beruhigt sie: Sollten die Franzosen Schwierigkeiten machen, könnten sie diese zu ihm schicken.

Ganz ohne politischen Spott geht es nicht. Die Gruppe schmückt einen Leiterwagen mit Heu und einem Holzfass und nimmt damit den verbreiteten Tauschhandel sowie das Ernährungsamt aufs Korn. Dessen Mitarbeiter sollen nach einer feuchtfröhlichen Dienstfahrt mit ihrem Opel an mehreren Hausecken angeeckt und schließlich im Bombentrichter auf dem unteren Rathausplatz gelandet sein. Auf dem Wagen steht der doppeldeutige Spruch: »Helfet und schmieret, hilft es nicht bei den Karren, so hilft es bei den Herren.«

Am »alten Fasnetsuntig« ziehen die 20-Jährigen außerdem mit einem Heuwagen durch das Städtchen und sammeln Stroh für den Fasnetfunken. Ihr Ruf lautet: »Strauh, Strauh, Fasnetkiechle au!« Stroh bekommen sie reichlich, Fasnetküchle dagegen kaum. Am Abend feiern sie gemeinsam im Gasthaus »Hirschen« in Seppenhofen – heimlich hinter zugezogenen Vorhängen. Wie es der Löffinger Brauch verlangt, werden sie als 20-Jährige vereidigt.

Erst 1948 erlaubt die französische Besatzungsmacht wieder offiziell närrische Aktivitäten und die Wiedergründung der Narrenzunft.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Walter Maier (1927-?), 3 Theo Walz (1927-2015), 4 Elisabeth Egle (verh. Müller, 1927-2020), 5 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Berthold Ganter (1928-2006), 2 Irma Schmid (verh. Adrion, 1927-2019), 3 Eugen Schreiber, 4 ???, 5 Lina Kirner (verh. Hörner), 6 Maria Benz (verh. Benz), 7 Lore Hahn (verh. Sibold, 1928-2022)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Eugen Mayer, 2 ??? Längin, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???

Zum Jahrgang gehören u.a. Otto Selb (1927-2021)

Standort des Fotografen: evtl. Seppenhofen

Frauengruppe in der Alemannenstraße, ca. 1943

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christoph Müller und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Eng zusammengerückt stehen sieben junge Frauen in der Alemannenstraße vor der Kamera. Einige haben sich untergehakt, andere legen einander den Arm um die Schulter. Die Sonne scheint ihnen ins Gesicht, sie lachen und wenden sich einander zu. Die Aufnahme entsteht vermutlich auf Höhe des »Alemannengrabes«; hinter der Gruppe steigen eine Bruchsteinmauer und der Hang empor.

Die jungen Frauen gehören alle dem Geburtsjahrgang 1924/25 an. Vermutlich haben sie gemeinsam die Schulbank gedrückt und sind Freundinnen. So ungezwungen die Szene wirkt, entsteht sie doch mitten im Zweiten Weltkrieg.

Wer erkennt die jungen Frauen?

V.l.n.r.: 1 Elisabeth Kaltenbrunner (verh. Roth, 1925-?), 2 Frieda Heckle (verh. Fehrenbach, 1925-2013), 3 [Johanna Egle (verh. Theiler, 1924-2014)???], 4 Maria Egle (verh. Geisinger), 5 [Hedwig Schmid (verh. Bayer, 1924-1996)???], 6 Anna Kuster (verh. Karrer), 7 Elvira Egle (verh. Fischer, 1925-2020)

Standort des Fotografen: 47.885109, 8.346196

2 Fotos: Schulausflug zum Feldberg mit Lehrer Schlachter, 1949

Sammlung Familie Waßmer

Auf einer Wiese am Feldberg rücken die Schüler*innen für die Erinnerungsfotos eng zusammen. Einige sitzen im Gras, andere suchen weiter oben am Hang noch einen Platz. Mittendrin sind Lehrer Emil Schlachter und weitere erwachsene Begleitpersonen zu sehen. Die große Zahl der Kinder und ihre unterschiedlichen Altersstufen lassen vermuten, dass mehrere Schulklassen gemeinsam unterwegs sind. Mit dabei ist der Jahrgang 1936/37.

Für die Mädchen und Jungen ist der Ausflug in den Hochschwarzwald sicherlich ein besonderes Erlebnis. Gemeinsam geht es hinauf auf den Feldberg, wo Zeit zum Wandern, Spielen und Ausruhen bleibt. Dass beim Gruppenfoto nicht alle stillhalten, versteht sich beinahe von selbst: Manche blicken ernst in die Kamera, andere lachen, reden miteinander oder schneiden Grimassen.

Wo genau die beiden Aufnahmen entstehen, ist nicht sicher. Das geschindelte Gebäude im Hintergrund ist weder der »Feldberger Hof« noch das Caritas-Haus. Fest steht nur: Für einen Augenblick versammelt sich hier eine große Löffinger Schülerschar – und bewahrt die Erinnerung an einen gemeinsamen Ausflugstag im Sommer 1949.

oberes Bild
Zu sehen sind u.a.

unteres Bild
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Inge Sauter (verh. Benitz), 2 Lotte Seilnacht (verh. Smith), 3 Elisabeth van den Heuvel (verh. Laule), 4 Irmgard Guth (verh. Zepf)
2.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 Vroni Krauß (verh. Klose), 4 Irma Zepf (verh. Hasenfratz, 1937-2026), 5 Anneliese Heizmann (verh. Scholl), 6 Helga Fuß, 7 ???, 8 Ernst Fritsche (1937-2005)
3.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 Bruno Schwanz (1936-2918)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hermann Beha (1937-2021), 2 Karl Sibold (1937-2016), 3 Bruno Nägele (1937-2010), 4 Hermann Zahn
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ferdi Hasenfratz (1937-2018), 2 ??? Glunk, 3 Waldemar Zepf (1937-2024), 4 Bernd Schmid (1937-2022)

Zum Jahrgang 1936/37 gehören auch u.a. Helga Fuss, Irmgard Stolzer, Friedegard Faller (verh. Sibold), Manuela Werne, Alban Keller, Alfons Schlenker, Gottfried Dorer, Berthold Fehrenbach, Emil Benz, Paul Straub, Egon Voigt, Siegfried Nüssle und Ernst Messmer

Standort des Fotografen: Feldberg


Johanna Ganter mit drei Mädchen in der Alenbergstraße, Fronleichnam 1943

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Festlich gekleidet stehen Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003) und drei Mädchen in der Alenbergstraße. Hinter ihnen ist der Blumenteppich zu erkennen, der anlässlich der Fronleichnamsfeier gelegt wird. Für das Erinnerungsfoto haben sich die vier am Straßenrand aufgestellt.

Die Mädchen tragen helle Kleider. Bei den beiden älteren könnte es sich um Erstkommunikantinnen handeln, die an der Prozession teilnehmen. Es sind Kinder aus der Nachbarschaft.

V.l.n.r.: 1 Luise Vogelbacher (verh. Winkler, 1930-2010) mit 2 ???, 3 Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003), 4 Maria Vogelbacher (verh. Kaufmann, 1931-2022)

Standort des Fotografen: 47.885877, 8.343557