2 Fotos: Familie Rosenstiel vor ihrem Haus in der Oberen Hauptstraße, 1942

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Familie Rosenstiel hat sich vor ihrem Haus (Obere Hauptstr. 45) versammelt. Der Landwirt Robert Rosenstiel (1900-?) und seine Ehefrau Lina Rosenstiel (geb. Winterhalder, 1901-?) stehen mit weiteren Personen vor der Haustür. Die (Schwieger-)Mutter Sofie Winterhalder (geb. Widmann, 1870-1945) sitzt auf der Treppe in der Sonne. Ein Spalierbaum zieht sich über die Fassade und rahmt die Szene ein. Bemerkenswert an dieser Aufnahme ist der Mann im hellen Anzug: Leo Mientki, ein Zwangsarbeiter aus Polen, der der Familie Rosenstiel zugeteilt worden war.

Entsprechend der nationalsozialistischen Rassenideologie gelten Polen als »minderwertige« slawische Bevölkerung. Der Umgang mit den sogenannten »Ostarbeitern« ist reglementiert und man soll Distanz wahren. Umso bemerkenswerter ist es, dass Leo Mientki hier ganz selbstverständlich Teil der Gruppe ist und gemeinsam mit der Familie vor dem Haus fotografiert wird – nicht heimlich hinter verschlossenen Türen, sondern vor aller Augen sichtbar vor der Haustür.

Leo Mientki ist einer von 420 ausländischen Zwangsarbeiter*innen, die in Löffingen ausgebeutet werden. Er wurde am 16. Mai 1912 in Kartschin (Kreis Konitz) geboren. Nach dem deutschen Überfall auf Polen wurde er zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich verschleppt. Der 28-Jährige kam zunächst in das Kriegsgefangenenlager Stalag VB bei Villingen. Von dort wurde er am 1. August 1940 nach Löffingen überstellt und der Familie Rosenstiel als landwirtschaftlicher Arbeiter zugewiesen. Nach dem Ende des NS-Regimes bleibt Leo Mientki noch einige Monate in Löffingen. 1946 kehrt er nach Polen zurück.

Das Foto hält damit nicht nur eine Familienszene fest, sondern verweist zugleich auf die Geschichte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit, die auch den Alltag in Löffingen in den Kriegsjahren prägt.

oberes Bild
V.l.n.r.:
1 Lina Rosenstiel (geb. Winterhalder, 1901-?), 2 Elisabeth Hepting (geb. Münzer, 1897-?), 3 Robert Rosenstiel (1900-?), 4 Sofie Winterhalder (geb. Widmann, 1870-1945), 5 Leo Mientki (1912-?)

unteres Bild
V.l.n.r.:
1 Robert Rosenstiel (1900-?), 2 Lina Rosenstiel (geb. Winterhalder, 1901-?), 3 Elisabeth Hepting (geb. Münzer, 1897-?), 4 Leo Mientki (1912-?), 5 Sofie Winterhalder (geb. Widmann, 1870-1945)

Standort des Fotografen: 47.885238, 8.352759

Sabine Strobel vor dem Elternhaus in der Maienlandstraße, ca. 1945

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Sabine Hornstein zur Verfügung.

Warm eingepackt sitzt die kleine Sabine Strobel (verh. Hornstein, geb. 1939) auf ihrem Schlitten im Schnee. Dicke Kleidung schützt vor der Kälte, und doch wirkt ihr Blick ein wenig fröstelnd – als hätte sie schon eine ganze Weile draußen verbracht. Hinter ihr steht ein großer Schneemann, mit Gesicht und Knöpfen versehen. Vielleicht hat Sabine ihn gemeinsam mit ihren Eltern Fritz Strobel und Anna Strobel (geb. Benz) gebaut – ein kleines Wintervergnügen in schwieriger Zeit.

Im Hintergrund ist ihr Elternhaus (Maienlandstr. 3) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.884395, 8.343325

Trauerfeier in der Pfarrkirche, 1942

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

In der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist der Altarraum in ein dichtes Blumenmeer verwandelt. Zahlreiche Gestecke umgeben eine erhöhte Mitte, aus der Kerzen und ein Kruzifix aufragen. Zwischen den Blumen ist das Porträt eines jungen Mannes aufgestellt – im Zentrum des stillen Gedenkens.

Es handelt sich um ein Seelenamt, eine feierliche Totenmesse. Ob sich unter dem Blumenschmuck ein Sarg befindet oder lediglich eine Tumba (eine Sargattrappe) aufgebaut ist, lässt sich auf der Aufnahme nicht eindeutig erkennen. Auffällig ist, dass der Mann auf dem Foto Zivilkleidung und keine Soldatenuniform trägt. Auch die Gestaltung der Trauerfeier entspricht nicht den üblichen Formen für Kriegsgefallene, die fern der Heimat bestattet werden und denen oft mit schlichteren Symbolen – etwa einem einfachen Feldkreuz – gedacht wird. Alles spricht dafür, dass es sich um einen zivilen Todesfall handelt.

Möglicherweise wird hier Karl Friedrich Meßmer (1903-1942) betrauert. Geboren wurde er am 28. Mai 1903 als Sohn des »Linde«-Gastwirts Ernst Meßmer und dessen Ehefrau Josefine Meßmer (geb. Benitz). Seit Kindertagen litt er an Rachitis, der »englischen Krankheit«, wie es damals heißt. Als lediger Sohn arbeitet er im elterlichen Betrieb mit. Nach einer schweren Verletzung, die ihm ein Ochse zufügt, stirbt er am 10. August 1942 im Alter von 39 Jahren.

Ob es sich tatsächlich um die Trauerfeier für Karl Friedrich Meßmer handelt, bleibt offen. Sicher ist jedoch: Das Foto hält einen Moment intensiver Anteilnahme fest – eine Gemeinde, die sich inmitten des Kriegsjahres 1942 versammelt, um einem ihrer Angehörigen die letzte Ehre zu erweisen.

Standort des Fotografen: 47.882539, 8.344539

Kommunionkind Joachim Laufer mit seiner Familie, 1941

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Vor dem Hauseingang hat sich eine Familie dicht gedrängt für ein Erinnerungsfoto versammelt. Mittig in der vorderen Reihe steht das Kommunionkind, dessen großer Tag hier im Kreis der Familie festgehalten wird. Der Junge trägt einen dunklen Anzug mit weißem Hemdkragen und hält seine Kommunionkerze in der Hand.

Das Kommunionkind ist Joachim (»Jockele«) Laufer (1932-2014), Sohn von Wilhelm Laufer (1897-1958) und Emilie Laufer (geb. Berger, 1904-?). Hinter den Jungen haben sich Eltern, Verwandte und Nachbarn aufgestellt. In der zweiten Reihe fällt ein Mann mit Zylinderhut auf. Am rechten Bildrand steht ein kleiner Junge etwas abseits, als hätte er sich im letzten Moment noch ins Bild geschoben.

Das Haus ist noch unverputzt, das Mauerwerk liegt offen. Der Eingangsbereich mit Holztür und Nebengebäude bildet eine schlichte Kulisse für das Familienfoto. Trotz der Kriegsjahre ist die Erstkommunion für die Familie ein bedeutendes Ereignis geblieben. Das Gruppenfoto zeigt einen Moment des Zusammenhalts: Die Familie versammelt sich, um den festlichen Tag gemeinsam zu begehen.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hilde Selb (geb. Laufer, 1887-1969), 2 Egon Bader (1933-1999), 3 Joachim (»Jockele«) Laufer (1932-2014), 4 ???, 5 ???, 6 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???

Standort des Fotografen: 47.884642, 8.348550

Anton und Wilhelmine Rebholz, ca. 1945

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Zwei Menschen sitzen nebeneinander, vor einem schlichten Vorhang, ohne jedes dekorative Beiwerk. Der Blick ist ernst. Es ist eines der wenigen Porträts von Buchbindermeister Anton Rebholz (1875-1946) – einem Mann, der sein Leben lang meist hinter der Kamera stand. Links sitzt seine Ehefrau Wilhelmine Rebholz (geb. Kaiser, 1880-1966).

Das Doppelporträt ist eigentlich eine Montage zweier Einzelaufnahmen. Beide wurden vor demselben neutralen Hintergrund fotografiert und später zusammengefügt – vielleicht, weil sich im Alltag selten Gelegenheit für ein gemeinsames Porträt bot. So entsteht nachträglich ein Bild des Ehepaares, das in dieser Form nie gemeinsam vor der Kamera saß.

Anton Rebholz wurde am 1. Oktober 1875 in Niedernau (Württemberg) geboren. Um 1895 kam er als junger Mann nach Löffingen. 1901 eröffnete er am Rathausplatz seine Buchbinderei und Buchdruckerei sowie eine »Photohandlung«. Von da an prägte er über Jahrzehnte das fotografische Gedächtnis des Städtchens. Die ältesten erhaltenen Aufnahmen stammen von der Jahrhundertwende um 1900. Hunderte, ja Tausende Ansichten, Ereignisse und Porträts hat er festgehalten – Straßen und Häuser, Menschen aller Generationen. Er selbst jedoch bleibt meist unsichtbar.

Anton Rebholz stirbt am 28. März 1946 im Alter von 70 Jahren. Seine Frau Wilhelmine überlebt ihn um zwanzig Jahre; sie stirbt am 14. März 1966 im Alter von 85 Jahren. Im Nachlass befinden sich mehr als 4.000 Glasplattennegative sowie ungezählte Rollfilm- und Kleinbildnegative – ein unschätzbarer Schatz für die Ortsgeschichte. 2019 würdigen Rosmarie Hauser-Metzger und Hans-Dieter Metzger in ihrem Bildband »Löffingen im Lichtbild 1900-1950« sein Werk mit den Worten: »Viele Einzelaufnahmen des Buchbindermeisters bestechen durch die Auswahl des Motivs, den durchdachten Bildaufbau und die professionelle Handhabung der Technik.«

Dieses stille Doppelporträt zeigt nicht nur ein Ehepaar. Es zeigt den Mann, dem Löffingen einen großen Teil seines visuellen Gedächtnisses verdankt. Der Bildband »Löffingen im Lichtbild 1900-1950« kann bei der Stadtverwaltung erworben werden.

Standort des Fotografen: 47.884079, 8.344578

Sterbebildchen für Kriegsgefallenen Eugen Biedermann, 1943

Verlag Spannagel & Todt, Villingen
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Michael Guth zur Verfügung.

Nur 21 Jahre alt wurde Eugen Biedermann (1921-1943). Geboren wurde er am 1. Dezember 1921 in Bonndorf. Seine Eltern waren der Zimmermann Gotthard Biedermann (1876-1945), der aus Wellendingen stammte, und dessen Ehefrau Rosa Biedermann (geb. Schilling, 1881-1969). Als er ein Jahr alt war, zog die Familie nach Löffingen, dem Geburtsort seiner Mutter. Die Familie wohnte in der Kirchstraße. Eugen Biedermann besuchte bis 1936 die Volksschule. Er stammte aus einer katholischen Familie, die auch in der NS-Zeit an ihrem Glauben festhielt. Eugen Biedermann gehörte bis zu der erzwungenen Auflösung der katholischen Jugendorganisation Deutsche Jugendkraft (DJK) an. Sein Vater protestierte gegen die Vertreibung des Stadtpfarrers Guido Andris am 23. Juni 1934 und wurde deshalb verhaftet. Eugen Biedermann wollte Dekorationsmaler werden und absolvierte nach seiner Schulzeit eine Lehre bei dem Kunstmaler Danegger in Engen.

Dann musste er zum Arbeitsdienst und kam nach Straßburg. Im Sommer 1941 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und kam im Zuge des Überfalls auf die Sowjetunion an die Ostfront. Im August 1942 war er zum letzten Mal auf Heimaturlaub. Am 18. August 1943 fiel er »bei den schweren Kämpfen« in Krasny. Am 2. September 1943 traf die Todesmitteilung bei seinen Eltern in Löffingen ein. Zu den Trauernden zählen, wie auf dem Sterbebildchen geschrieben steht, seine Eltern, Schwester und Schwager sowie seine Verlobte.

Haus Ganter in der Alenbergstraße, Fronleichnam 1941

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Das Haus Ganter (Alenbergstr. 14) ist an Fronleichnam festlich geschmückt. Unterhalb der Fenster im ersten Obergeschoss hängen sechs Reisigkränze an der Fassade. In der Haustür stehen Blechnermeister Otto Ganter, seine Ehefrau Johanna Ganter (geb. Selb, 1875-1962) sowie ihre Tochter Johanna Ganter (verh. Rebholz). Das Haus ist das Elternhaus der Ehefrau und Mutter. Ihr Vater Josef Selb (1839-1916) war Glasermeister von Beruf, weshalb der Hausname »s’Glasers« lautet.

In der Zeit des Nationalsozialismus ist das Schmücken von Wohnhäusern zu katholischen Feiertagen keine Selbstverständlichkeit, sondern Ausdruck von innerer Distanz zum Regime. Otto Ganter war vor 1933 Vorsitzender der Zentrumspartei. Er und seine Tochter Johanna gehören dem Kirchenchor an; Johanna Ganter wirkt seit 1937 zudem als Organistin der katholischen Pfarrgemeinde.

Standort des Fotografen: 47.885579, 8.343861

Familie Benz bei der Heuernte am Ochsenberg, ca. 1940

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Adolf Benz zur Verfügung.

Ein sonniger Sommertag am Ochsenberg. Das Gras ist gemäht, getrocknet – jetzt muss es eingefahren werden, bevor das Wetter umschlägt. Für die Familie Benz ist das Hochsommeralltag. Gemeinsam stehen sie auf der Wiese, dicht am Ochsengespann, das den hohen Leiterwagen zieht. Die Erwachsenen führen die schweren Heugabeln und werfen die duftenden Bündel hinauf. Oben auf dem Wagen balanciert ein Junge und tritt das Heu fest, damit möglichst viel aufgeladen werden kann. Vermutlich ist es Adolf Benz (1930-2025).

Heuernte ist Familiensache – jede Hand wird gebraucht, vom jüngsten Kind bis zur Großmutter. Familie Benz wohnt in der Kirchstraße, doch ihr eigentliches tägliches Leben spielt sich draußen ab, auf den Feldern und Wiesen rund um Löffingen. Die schmale Baumallee im Hintergrund zeichnet die Landstraße nach Rötenbach nach.

Standort des Fotografen: 47.885150, 8.330410

Rupert Hepting bei der Kartoffelernte, ca. 1940

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Ein junger Mann läuft neben einem Kartoffelroder her, den zwei kräftige Pferde über den Acker ziehen. Die rotierenden Zinken des Geräts heben die Kartoffeln aus der Erde und schleudern sie an die Oberfläche, wo sie später von Hand aufgelesen werden. Der Landwirt ist Rupert Hepting (1905–1990).

Er lebt mit seiner Frau Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995) in der Dittishauser Straße. Sein Feld bewirtschaftet er noch ganz in der traditionellen Arbeitsweise, bevor sich in den Nachkriegsjahrzehnten immer mehr Maschinen durchsetzen. Das Foto zeigt einen Moment harter Alltagsarbeit in der Landwirtschaft.

Standort des Fotografen: ???

Kind auf dem Pferd hinter dem Gasthaus »Ochsen«, ca. 1944

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Susanne Obergfell zur Verfügung.

Hinter dem Gasthaus »Ochsen« darf sich der kleine Willi Pütz auf ein Pferd setzen. Seine Mutter steht neben ihm und hält das Tier am Zügel, damit der Junge sicher sitzen kann. Willi Pütz ist zu diesem Zeitpunkt erst kurze Zeit in Löffingen: Zusammen mit seinen Eltern war er aus dem luftkriegsgefährdeten Köln hierher evakuiert worden. Der Moment, der auf dem Foto festgehalten ist, dürfte für ihn ein kleines Abenteuer gewesen sein – und vielleicht eine willkommene Abwechslung in einer entbehrungsreichen Kriegszeit.

Standort des Fotografen: 47.883802, 8.345390

Turnerinnen des Turnerbundes beim Gauturnfest in Bräunlingen, Juli 1949

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Am 24. Juli 1949 nehmen die Turnerinnen des Turnerbunds am 33. Gauturnfest in Bräunlingen teil. Sie tragen schlichte, einheitliche Turnkleidung – weiße Trikots und schwarze Shorts – und posieren am Rande der Wettkampfstätte für ein Erinnerungsfoto. Neben ihnen steht ihr Übungsleiter Anselm Zepf, stolz auf die Leistung seiner Gruppe.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Clara Götz (verh. Schuler, Seppenhofen), 3 ???, 4 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anselm Zepf (Übungsleiter), 2 Elvira Egle (verh. Fischer), 3 ???, 4 ???, 5 Frieda Rosenstiel (verh. Wörner), 6 Hedwig Egle (verh. Hepting), 7 ???, 8 Gertrud Limb (verh. Geisinger)

Für die Turnerinnen ist dieser Tag mehr als nur ein sportlicher Wettbewerb: Er markiert einen Neubeginn. Drei Jahre zuvor, im Juli 1946, war in Löffingen der Sportverein Löffingen gegründet worden. Die französische Besatzungsmacht hatte damals verfügt, dass alle Sportarten unter einem gemeinsamen Dach stattfinden mussten – alte Vereinsstrukturen wie der Turnerbund oder der Fußballclub durften zunächst nicht wieder entstehen. Auch das Turnen selbst war bis Anfang 1948 verboten. Erst nach der Aufhebung des Verbots wurde am 11. Januar 1948 die Turnabteilung im Sportverein neu ins Leben gerufen. Nun, im Sommer 1949, frönen die Turnerinnen wieder ihrem Sport.

Standort des Fotografen: 47.930500, 8.457861

Franz und Erna Bader mit ihren Kindern, 1949

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Hinter ihrem Haus (Talstr. 1) hat sich Familie Bader zu einem Familienfoto versammelt. Der Schotterwerksbesitzer Franz Bader (1901-1986) und seine Ehefrau Erna Bader (geb. Mutterer, 1908-1969) haben auf der weiß gestrichenen Holzbank Platz genommen. Er trägt Anzug und Krawatte, sie ein dunkles Kleid mit Perlenkette. Eingerahmt werden sie von ihren vier Kindern Egon, Gerda, Brunhilde und Elmar, die neben und hinter ihnen stehen.

1.Reihe, v.l.n.r.: Brunhilde Bader (verh. Stockmar, 1938-2006), Erna Bader (geb. Mutterer, 1908-1969), Franz Bader (1901-1986), Elmar Bader (1940-2017)
2.Reihe, v.l.n.r.: Egon Bader (1933-1999), Gerda Bader (1934-2026)

Standort des Fotografen: 47.884782, 8.349306