Familien Brugger / Trenkle vor ihrem Haus im Maienland, ca. 1953

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

Der Schuhmacher Johann Brugger (1886-1958) ist in der Bildmitte zu sehen. Mit verschränkten Armen steht er da, in seine Schuhmacherschürze gekleidet. Er ist der Sohn des Uhrenkastenschreiners Johann Georg Brugger (1847-1920) und dessen Ehefrau Theresia geb. Kaiser (1854-1945). Johann Brugger ist ledig und wohnt seit 1930 in dem holzverschindelten Haus im Hintergrund.

Seine Nichte Martha Trenkle geb. Brugger (1919-2013) und deren Ehemann Albert Trenkle (1910-1960) sind neben ihm zu sehen. Sie wohnen in dem Haus schräg gegenüber. Die beiden kleinen Kinder im Vordergrund sind ihre Töchter Gertrud Trenkle (geb. 1951) und Hedwig Trenkle (geb. 1953), die noch im Kinderwagen sitzt. Zwischen den beiden Mädchen ist ihr Cousin Norbert Brugger (geb. 1948) zu sehen. 

Nachdem Johann Brugger 1958 im Alter von 71 Jahren stirbt, erbt seine zweite Nichte Gertrud Brugger (verh. Heitzmann, 1921-2005) das Wohnhaus. Sie wohnt dort zusammen mit ihrem Ehemann Felix Heitzmann (1912-2003).

Standort des Fotografen: 47.885894, 8.341759

2 Fotos: Kinder an einem Lagerfeuer in der Bittenwiese, 1958

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willman zur Verfügung.

In der Bittenwiese bauen Kinder regelmäßig aus Stroh und Holz kleine Hütten. Sie verkleiden sich dazu als »Indianer« und »Cowboys« und haben viel Spass in ihren Wigwams, zu denen die Erwachsenen keinen Zugang haben. Zu einem Wigwam gehört selbstverständlich auch ein Lagerfeuer, das hier gerade abgebrannt wird. Es ist draußen kalt, schließlich ist Fasnacht, da wärmt das Feuer ein bisschen. 

Im Hintergrund sind die Festhalle und Häuser der Oberen Hauptstraße zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.882590, 8.346023

Haus Brugger in der Maienlandstraße, ca. 1950-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

Der ledige Schuhmacher Johann Brugger (1886-1958) wohnt seit 1930 in dem zweistöckigen holzverschindelten Haus im Maienland. Darin befindet sich auch seine Werkstatt. 

Nachdem Johann Brugger 1958 im Alter von 71 Jahren stirbt, erbt seine Nichte Gertrud Brugger (verh. Heitzmann, 1921-2005) das Wohnhaus. Sie wohnt dort zusammen mit ihrem Ehemann Felix Heitzmann (1912-2003).

Standort des Fotografen: 47.885853, 8.341783

Kinder vor einem »Indianer«-Wigwam in der Bittenwiese, 1958

Diese Fotos stellte uns dankenwerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die närrische Zeit geht zu Ende. Einige Kinder, darunter »Indianer« und »Cowboys« stehen stolz  vor ihrem Wigwam in der Bittenwiese. Dazu haben sie bei den Landwirten mit einem Ziehwägelchen Stroh eingesammelt und dann mit  Stroh und Holz eine Hütte aufgetürmt.

Bei den beiden Kindern mit Cowboyhut handelt es sich um Rosemarie Hauser und Walter Hauser. Mit auf dem Bild sind außerdem Joachim Rogg und Rudi Laufer sowie Eberhard Müller.

Die Tradition bricht in den 1960er Jahren ab, als die Bauern kein loses Stroh mehr haben – weil dieses nun in Ballen eingelagert wird. Im Hintergrund sind die Häuser der Bittengasse und der neu erbaute Bauhof zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.882590, 8.346023

Blick vom Kirchturm in Richtung Bahnhof und Stettholz, ca. 1958-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Wieder ist ein Fotograf auf den Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael gestiegen, um aus luftiger Höhe in alle Himmelsrichtungen zu fotografieren. Auf diesem Foto fällt der Blick auf den »neuen Benzbau« (Ringstr. 8). Der Wohnblock war ursprünglich mit Werkswohnungen für die Arbeiter des Nahe gelegenen Sägewerks und ihre Familien erbaut worden. Am linken Bildrand ist der neu erbaute Bahnhof zu sehen, der im September 1957 eingeweiht worden war. Zu sehen sind die Bahnlinie und einige Häuser in der Bahnhofstraße sowie in der Hohlgasse. Schon fast am Horizont, kurz bevor das Hochplateau der Baar in den Schwarzwald übergeht, grüßen die Aussiedlerhöfe in Stettholz. 1957/58 waren mehrere Familien aus der Enge des Städtchens dorthin gezogen, da sie dort bessere Bedingungen für ihre Landwirtschaft hatten.

Standort des Fotografen: 47.882626, 8.344051

2 Fotos: Hemdglunkerumzug auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1957

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es ist stockfinster im Städtchen. Nur die Straßenlaterne, die auf einer kleinen Verkehrsinsel Mitten auf dem unteren Rathausplatz steht, bringt etwas Licht ins Dunkle. Schemenhaft ist im Hintergrund das Gasthaus »zum Adler« (Untere Hauptstr. 2) zu erkennen. Der Fotograf nimmt das Foto mit Blitzlicht auf. Deshalb sind im Vordergrund Einzelheiten zu erkennen. Links reflektiert das Licht am Narrenbaum, der am Vormittag des »Schmutzigen Dunschdig« aufgestellt wurde. Jetzt ist Abend und der »Hemdglunkerumzug« findet statt. Die Teilnehmer sind in Nachthemden gekleidet, tragen weiße Zipfelmützen auf dem Kopf, ihr Gesicht ist mit Mehl gepudert, und sie ziehen, mit Lampions bewaffnet, durch das Städtchen.

Standort des Fotografen: 47.883996, 8.343931

Brautpaar Roth-Fehrenbach in der Oberen Hauptstraße, 1957

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vorneweg die Blumenmädchen, dahinter die beiden Brautjungern, gefolgt von dem frisch vermählten Brautpaar Roth-Fehrenbach. Die Braut Anneliese geb. Fehrenbach trägt ein weißes Brautkleid, der Bräutigam Franz Roth, der halb verdeckt ist, einen schwarzen Anzug. Das Brautpaar ist mit seiner Hochzeitsgesellschaft am Gasthaus »Linde« (Obere Hauptstr. 10) angekommen, wo gleich die Hochzeitsfeier stattfinden soll.

Aber der Eingang ist von einer Schar Kinder versperrt, die ein Seil gespannt haben. Es ist deutlich im Bildvordergrund zu erkennen. Erst wenn ein paar Münzen bezahlt sind, wird der Weg freigemacht.

Standort des Fotografen: 47.884371, 8.346359

Toreros mit Stier auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1957

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der untere Rathausplatz verwandelt sich an Fasnacht in eine Stierkampfarena! Der Stier kommt durch das Mailänder Tor hineingeschossen. Zunächst läuft er im leeren Rund etwas umher, steuert aber dann direkt auf die Zuschauerränge zu. Kleine Mädchen kreischen erschreckt auf und verstecken sich in den Armen der Erwachsenen. Dabei ist der Stier ziemlich harmlos. Und auch die Toreros haben vom blutigen Stierkampf nicht wirklich eine Ahnung.

Rechts ist der Narrenbaum zu sehen, den die Zwanzigjährigen am »Schmutzigen Dunschdig« aufgestellt haben. Dahinter parkt ein Lieferwagen der »Breisgau Milch«, der vermutlich von der Molkerei in der Demetriusstraße kommt. Wegen des närrischen Treibens ist an ein Durchkommen im Augenblick nicht zu denken.

Standort des Fotografen: 47.883890, 8.344012

Blick in die Obere Hauptstraße, ca. 1957

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Ob das Haus aus einem Giebelfenster im Gasthaus »Linde« fotografiert wurde? Jedenfalls fällt der Blick auf die Obere Hauptstraße. Links im Vordergrund ist der »Gebert-Saal« zu sehen, der als Kinossal genutzt wird. Gleich daneben steht das Haus von dem Landwirt Franz Heitzmann II (Obere Hauptstr. 15), hinter dem der Feuerwehrturm hochragt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen das 1915 erbaute Haus von Landwirt Heinrich Selb (Obere Hauptstr. 12), das Haus von Schreiner Josef Benz (Obere Hauptstr. 14) und das Haus von Mechanikermeister Leopold Berger (Obere Hauptstr. 16). Berger betreibt vor seiner Haustür zudem eine »BP«-Tankstelle. In den späten 1950er Jahren scheint das Geschäft bereits recht einträglich zu sein, wie die Autos auf der Straße erahnen lassen. Noch gibt es die Umgehungsstraße nicht und der Verkehr von Freiburg Richtung Donaueschingen (und umgekehrt) bewegt sich durch die Obere Hauptstraße. Ein Omnibus fährt gerade in Richtung Städtchen. 

Standort des Fotografen: 47.884254, 8.346616

Stadtmusik vor der Festhalle, 1954

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Die Musiker der Stadtmusik versammeln sich vor der Festhalle zu einem Gruppenfoto. Dabei darf natürlich der Schellebaum nicht fehlen, der um 1870 von Handwerkern gestiftet worden sein soll. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war die Stadtmusik bereits 1946 auf Initiative von Franz Zepf hin wieder gegründet worden. Er wirkte als Dirigent und Vorsitzender und konnte 1948 dem aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrenden Rupert Hepting einen gut gehenden Verein übergeben. Erster Vorsitzender wurde Ernst Geisinger. Bis 1964 amtierte Hepting und übergab dann nach insgesamt 31 Jahren den Dirigentenstab an den aus Mannheim stammenden Musiklehrer Artur Grübel.

  1. Reihe, v.l.n.r.: Heinrich Thoma, Johann Maier senior, Konrad Sibold, Ferdinand Hasenfratz, Ewald Hepting, Rupert Hepting (Dirigent), Ernst Geisinger (Vorsitzender), Josef Hasenfratz, Franz Rappenegger, Franz Zürcher, Johann Beha
  2. Reihe, v.l.n.r.: Berthold Fehrenbach, Waldemar Zürcher, Hermann Beha, Hermann Jordan, Johann Maier, Lothar Zepf, Waldemar Zepf, Franz Zepf, Franz Faller, Hans Kaufmann
    3. Reihe, v.l.n.r.: Anton Maier, Adolf Heizmann, Dieter Gauger, Adolf Heiler, Walter Müller, Werner Hepting, Franz Rosenstiel, Kai Glunk, Edmund Jordan, August Limb

Standort des Fotografen: 47.883012, 8.347602

Familie Mayer bei der Öhmdernte im Gewann Litzelstetten, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christel Wehrle zur Verfügung.

Beim »Öhmden«, steht auf der Rückseite dieses Fotos. Mit Heugabeln und Rechen ist man im Gewann »Litzelstetten« dabei, den zweiten Schnitt zu ernten. Von der körperlich anstrengenden Arbeit erholen sich gerade Josefa Mayer geb. Gebert (1920-2010), die Wirtin vom Gasthaus »Gebert«, die verwitwet ist. Mit ihren Kindern und dem Kurgast Frau Hinz sitzt sie auf der Wiese. Eine Flasche liegt vor ihren Füßen. Offenbar stärken sie sich in dem kurzen Verschnaufspäuschen, bevor es gleich weiter geht.   

Standort des Fotografen: 47.886133, 8.326845

Landstreicher vor dem Geschäft »Gottlieb« am Rathausplatz, Fasnacht 1957

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es ist »Schmutziger Dunschdig«. Drei Männer haben sich als Landstreicher verkleidet und beteiligen sich an der Straßenfasnacht. Sie ziehen, mit Wanderstöcken bewaffnet, von Lokal zu Lokal. Hier haben sie sich vor dem »Gottlieb«-Geschäft (Rathausplatz 6) für ein Gruppenfoto aufgestellt. Das Geschäft ist geöffnet, denn ein gesetzlicher Feiertag ist der »Schmutzige Dunschdig« dann doch (noch) nicht. Obst und Gemüse sind vor dem Eingang aufgebaut. Auf zwei Werbetafeln wird für »Deutsches Cornedbeef«, »Deutschen Sekt« und  »Ausländische Eier« geworben. Die Eier sieht man im Schaufenster daneben kunstvoll aufgeschichtet. Während die Männer Fasnacht treiben, gehen die Frauen einkaufen, denn irgendwann gegen Abend kommen die hungrigen Fasnachtsnarren nach Hause.

Linke neben der »Gottlieb«-Filiale ist der Eingang zu dem kleinen Modeladen von Anna Siefert zu sehen. »Hüte« und »Modewaren« steht auf einem kleinen Emailleschild. Beim Nachbarhaus Schilling (Rathausplatz 7) ist ein breites Schaufenster in das Erdgeschoss gebrochen worden. Die Fassade ist noch nicht wieder verputzt. Auch das Haus Rebholz (Rathausplatz 8) wird modernisiert.

Standort des Fotografen: 47.883709, 8.343862