Laufbrunnen in der Kirchstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenwerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Vor den Häusern Hauser (Kirchstr. 8) und Schlenker (Kirchstr. 6) steht ein alter Laufbrunnen. Die Brunnensäule wird von blühenden Blumen geschmückt. Nachdem 1958 mehrere Familien aus dem Städtchen in ihre neu erbauten Aussiedlerhöfe umgezogen sind, wird der Brunnen schließlich in der Kirchstraße abgebaut und ebenfalls nach Stettholz verlegt. 

Standort des Fotografen: 47.883206, 8.344788

Blick von der Eggertenstraße zur Kirchstraße beim Hochwasser, 10. Juli 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Man benötigt schon gute Ortskenntnisse und auch ein bisschen Phantasie, um auf Anhieb zu verstehen, von wo aus dieses Foto aufgenommen wurde. Der Fotograf steht in der Eggertenstraße, die sich beim Hochwasser am 10. Juli 1975 in einen riesigen See verwandelt hat. Zwischen den beiden Häusern Schlenker (Kirchstr. 6) und Freund (Kirchstr. 12), die am linken und rechten Bildrand zu sehen sind, klafft eine Baulücke. Der Arzt Dr. Gebhard Hecht ließ die beiden alten Häuser, die hier standen, abreißen, um einen Neubau zu errichten. Noch haben die Bauarbeiten nicht begonnen. Der Blick ist noch frei in Richtung Kirchstraße, die ebenfalls unter Wasser steht. In der Bildmitte ist das Haus des Landwirts Adolf Sibold (Kirchstr. 19) zu sehen, das 1982 abbrennt.

Standort des Fotografen: 47.883342, 8.344376

Schweineschlachten in der Kirchstraße, ca. 1982-1985

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Es ist »Schmutziger Dunschdig«. Schnee liegt in der Kirchstraße. Auf einem hölzernen Zuber vor der ehemaligen Zehntscheuer (Kirchstr. 9) liegt ein totes Schwein, das gerade auseinander genommen wird. Schließlich feiert die Hexengruppe in der Scheune von Karl Krieg ein Schlachtfest. Der Metzger ist Hans-Peter Fehrenbach. Die beiden Alt-Hexen Josef (Sepp) Bayer und Hermann Geisinger tragen weiße Schürzen. Der Narrensamen, ganz links Geisingers Enkel Thomas Hofmeier, steht dabei und schaut zu.

Die Idee zu dem Schlachtfest entstand am Stammtisch im Vereinslokal »Gebert«Die Hexen kauften in Dittishausen ein Ferkel, das bei Oswald Laufer im Stettholz aufgezogen und gefüttert wurde. Als die Schlachtgröße erreicht war, schritt man am »Schmutzigen Dunschdig« zur Tat. In der Hexenscheune bei Kriegs gibt es Wurstsuppe und Kesselfleisch für die Hexen und ihre Familien. Am Abend werden dann im »Gebert« Bratwürste serviert – und bei Laufers im Stettholz wird danach der Speck geräuchert.

V.l.n.r.: Thomas Hofmeier, ????, Oswald Laufer, Franz Mürb, Josef (Sepp) Bayer (1930-2005), ???, Hermann Geisinger (1926-1989).

Standort des Fotografen: 47.883668, 8.345249

4 Fotos: Einweihung des Hexenbrunnens, 21. September 1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am 20./21. September 1975 ist es soweit: Der Hexenbrunnen in der Kirchstraße wird feierlich eingeweiht. Im Rahmen eines kleinen Volksfestes übergibt die Hexengruppe mit ihrem Hexenchef Klaus Wider den Brunnen an die Stadt. Mit dabei in vorderster Linie sind die beiden Alt-Hexen Hermann Geisinger und Josef (Sepp) Bayer.

Der Hexenbrunnen ersetzt den alten Laufbrunnen, der bis Ende der 1960er Jahre wenige Meter entfernt stand, aber zum Verkehrshindernis geworden war. Die alte Brunnensäule wurde von Steinmetzmeister Josef Beha so umgearbeitet, dass sie für den neuen Brunnen wieder verwendet werden konnte. Die 1,70 Meter große Hexenfigur, die auf der Säule thront, wurde von dem Künstler Ulrich Kottenroth (aus St. Märgen) geschaffen. Malermeister Karl Hepting bemalte sie in den Originalfarben der Löffinger Hexen. Am Brunnenbecken sind die Wappen von Löffingen und aller eingemeindeten Ortsteile dargestellt.

Standort des Fotografen: 47.883077, 8.344318

Erstkommunionkanten vor dem Kirchenportal, 1926

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.

Vor dem Kirchenportal der katholischen Pfarrkirche St. Michael haben sich die Erstkommunionkinder des Geburtsjahrgangs 1916 zu einem Gruppenfoto versammelt. Die Mädchen in der ersten Reihe sitzen auf Kirchenbänken, die für das Foto herausgetragen wurden. Die Bänke sind so hoch, dass die Beine der meisten Mädchen in der Luft baumeln. Die Mädchen tragen weiße Kleider, die Jungs schwarze Anzüge. Alle halten ihre Kommunionkerzen in den Händen. Links steht ein Geistlicher. Es handelt sich nicht um den damaligen Stadtpfarrer Richard Thoma (1888-1949), sondern um einen Vikar.

  1. Reihe, v.l.n.r.: Rosa Rappenegger (1.v.l.)
    2. Reihe, v.l.n.r.: Wilhelm Bader (1916-2014) (3.v.r.)
    3. Reihe, v.l.n.r.: Franz Faller (1916-1986) (3.v.l.)

Standort des Fotografen: 47.882727, 8.344233

5 Fotos: Blick in die Zimmer des Gästehauses Koch in der Kirchstraße, ca. 1959

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Wir bieten Ihnen angenehme Unterkünfte in gut gepflegten Räumen«, heißt es in einem Werbeprospekt von Sattlermeister Karl Koch (1910-?) und seiner Ehefrau Anna Koch (1914-?). Das Ehepaar betreibt in ihrem Wohnhaus in der Kirchstraße das »Gästehaus Koch« und vermietet Zimmer an Kurgäste: Einzelzimmer, Doppelzimmer sowie Dreibettzimmer.

Die Fotos mit den Innenaufnahmen wurden für das Prospekt aufgenommen. Drei davon wurden darin abgedruckt. Die Bildunterschriften lauten: »Das gemütlich eingerichtete Frühstückszimmer« (1. Foto), »Alle Zimmer mit fließendem Wasser« (2. Foto), »Bad im Hause« (5. Foto).

Standort des Fotografen: 47.882972, 8.344617

Ministranten und Stadtpfarrer Weickhardt am Kirchenportal, ca. 1958

Sammlung Familie Waßmer

Ein Festgottesdienst ist zu Ende. Die Ministranten und die Geistlichen ziehen durch das Hauptportal der katholischen Pfarrkirche St. Michael hinaus. Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977), der seit 1945 in der Pfarrei wirkt, steht in der Tür. Einer seiner Mitgeistlichen ist Vikar Heinz Körner, der von 1954 bis 1958 als Pfarrvikar in Löffingen tätig ist. Das Portal ist mit einer Reisiggirlande und mit zwei Nadelbäumen geschmückt, die rechts und links stehen.

In der Gruppe der Ministranten sind hinten die Oberministranten Paul Heizmann (geb. 1944) und Willi Willmann (geb. 1944) zu erkennen, davor gehen Bruno Pacher und Norbert Brugger (geb. 1948), vorne rechts Gerhard Pfeifer (geb. 1947).

Standort des Fotografen: 47.882676, 8.343925

Dreharbeiten zur TV-Serie »Schwarzwaldklinik« in der Kirchstraße, 3. August 1985

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Es herrscht Aufregung im Städtchen! Ein weiteres Mal finden Dreharbeiten für die Fernsehserie »Schwarzwaldklinik« statt. Aus dem Fenster des Gasthauses »Sonne« heraus ist die Kirchstraße mit dem Hexenbrunnen zu sehen. Ein Polizeiauto ist rechts geparkt. In einem Rollstuhl sitzt der Regisseur Hans-Jürgen Tögel. Bei den vorausgegangenen Dreharbeiten am 12. Juli 1985 hatte ihn der TV-Löwe angefallen und in seine Wade gebissen. Die Dreharbeiten mussten abgebrochen werden. Jetzt werden sie wieder aufgenommen, mit größeren Sicherheitsvorkehrungen. Schaulustige finden sich ein. Die Polizei muss sie mehrmals auffordern, sich hinter die Absperrungen zu begeben.

Standort des Fotografen: 47.882997, 8.343838

Walpurgisnacht auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße, 1957

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Stockfinster ist es, wenn die Walpurgisnacht auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße beginnt. Eine schaurig-schöne Darbietung der Hexengruppe steht bevor. Den Text des Schauspiels hat Leo Ratzer geschrieben. Die Musik, die alljährlich von der Stadtmusik gespielt wird, wurde von Prof. Dr. Hermann Regner komponiert. Ander als heute tragen die Hexen 1957 keine Holzmasken während der Walpurgisnacht.

Aber die Geschichte ist dieselbe geblieben. Die Hexen werden vom Teufel herbeigerufen. Sie müssen ihre Existenzberechtigung zur Fasnetzeit nachweisen. Als Vermittler zwischen Hexen und Teufel tritt zum Schluss der Geist in Erscheinung, der mit seinen Aussagen zu Gunsten der Hexen den Teufel überzeugt. Ein Höhepunkt der Walpurgisnacht ist die Hexenpyramide.

Standort des Fotografen: 47.883137, 8.344626

Blick in die Kirchstraße in Richtung Kirche, ca. 1959

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Ruhig liegt sie da, die Kirchstraße, die Ende der 1950er Jahre noch Hafnergasse heißt. Mitten im Straßenraum steht ein Laufbrunnen, wobei der Straßenbereich zur Rechten im Privatbesitz ist und als Hofraite zu den Häusern der rechten Straßenseite gehört. Die drei Gebäude, die auf der linken Straßenseite zu sehen sind, wurden allesamt nach dem Großbrand am 20. Apri 1929 erbaut: das Haus Laufer (Kirchstr. 17), das Haus Sibold (Kirchstr. 19) und das Haus Koch (Kirchstr. 21).

Auch das Haus Henzler (Kirchstr. 25) ist kein altes Gebäude. Das Geschäftshaus, das auf dem Foto zu sehen ist, wurde 1915 erbaut, nachdem das Vorgängergebäude am 2. März 1915 einem Feuer zum Opfer gefallen war. Die katholische Pfarrkirche St. Michael ist das einzige historische Gebäude auf dem Bild. Der Kirchturm ist noch nicht verputzt, deutlich zu erkennen ist das Mauerwerk.

Standort des Fotografen: 47.883389, 8.345058

Blick in die Kirche beim Fronleichnamsgottesdienst, 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Kirchenbänke sind gut gefüllt. Schließlich wird kein normaler Sonntagsgottesdienst gefeiert. Es ist Fronleichmal und der Festgottesdienst findet statt. Es ist die Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil mit seinen liturgischen Reformen. Noch feiert Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977) die Messe am Hochaltar mit dem Rücken zur Gemeinde. Noch ist die Messe auf Latein. Die Kanzel befindet sich im Langhaus links, wird aber bei der Innenrenovierung 1968 entfernt. Auch die Empore wird im Zuge dessen modernisiert werden. Die Gläubigen sitzen noch nach Geschlechtern getrennt. Auf der linken Seite sitzen die Frauen, was an den Damenhüten deutlich zu erkennen ist. In den vordersten Reihen sitzen die Nonnen des Vinzentiusordens in ihrer Schwesterntracht, die im Krankenhaus und im Kindergarten ihren Dienst tun.

Standort des Fotografen: 47.882614, 8.344142

Kommunionkinder des Jahrgangs 1964/65 vor dem Hochaltar, 1974

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dietmar Vogt zur Verfügung.

51 Kommunionkinder haben sich vor dem Hochaltar der katholischen Pfarrkirche St. Michael zu einem Gruppenfoto aufgestellt. Es sind die geburtenstarken Jahrgänge 1964/65, die hier versammelt sind. Aus den Händen von Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977) haben sie die erste heilige Kommunion empfangen.

Wer weiß, wie die Erstkommunionkant*innen heißen?

  1. Reihe, v.l.n.r.:
    2. Reihe, v.l.n.r.:
    3. Reihe, v.l.n.r.:
    4. Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.882481, 8.344622