Glockenweihe vor der katholischen Pfarrkirche, 1922

Stadtarchiv

Fünf Jahre ist es her, dass die katholische Pfarrgemeinde St. Michael drei Kirchenglocken an die Rüstungsindustrie abgab, damit aus dem enthaltenen Kupfer Waffen für den Ersten Weltkrieg produziert werden konnten. 1922 ist es schließlich soweit und die Pfarrgemeinde erhält ein neues Geläut. Hergestellt wurden die drei neuen Glocken von der Glockengießerei Grüninger in Villingen.

Zwanzig Jahre später fallen auch diese Glocken der Kriegsabgabe zum Opfer und werden wiederum eingeschmolzen.

Standort des Fotografen: 47.882757, 8.344229

Innenraum der Pfarrkirche St. Michael, ca. 1965-1968

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

Wenige Jahre vor der Innenrenovierung der katholischen Pfarrkirche St. Michael in den Jahren 1968/69 zeigt dieses Foto den Chorraum vor seiner Umgestaltung. Zu sehen sind noch die alten Kirchenbänke. Einen Zelebrationsalter und einen Ambo gibt es noch nicht, denn noch sind die beschlossenen Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht umgesetzt. Noch zelebriert der Pfarrer den Gottesdienst vor dem Hochaltar – mit dem Rücken zur Gemeinde.

Der Barockalter ist ein Werk des St. Märgener Bildhauers Matthias Faller (1707-1791) und wurde 1774 geschaffen. Die großen Figuren zeigen v.l.n.r. Petrus und Johannes der Täufer, Johannes der Evangelist und Paulus. Das Hauptbild am Hochaltar zeigt den Kirchenpatron St. Michael im Kampf mit Luzifer, der kopfüber in die Hölle stürzt. Der Maler war Simon Göser (1735-1816) von Freiburg.

Die Innenansicht der katholischen Pfarrkirche wird noch 1970 den Kommunionkindern zu Erinnerung an ihre erste heiligen Kommunion geschenkt, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt die Gestaltung bereits verändert hat.

Standort des Fotografen: 47.882477, 8.344472

Kommunionkinder des Jahrgangs 1968/69 vor dem Hochaltar, 1978

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Stadtpfarrer und Dekan Hermann Litterst (1929-2013) zelebriert zum ersten Mal die Erstkommunion in seiner neuen Pfarrei St. Michael. Es ist der 2. April 1978, vor knapp einem halben Jahr wurde der Seelsorger in Löffingen investitiert. 27 Mädchen und 32 Jungs erhalten aus seinen Händen die Eucharistie. Vor dem Hochaltar versammelt man sich zu einem Gruppenfoto.

1.Reihe, v.l.n.r.: Manuela Knöpfle, Beate Fehrenbach, Renate Zumstein, Birgit Zimmermann, [Patricia Gauger?], Anja Maier, Heike Dickert, Grazia de Rosa, Maike van den Heuvel, Birgit Kaiser, Anja Adrion, Monika Willmann, Mirjana Belcic, Michaela Heizmann

2.Reihe, v.l.n.r.: Christine Nickel, ???, Christine Schmidt, Annette Käfer, Beate Lubrich, Mirijam Knittel, Elke Bader, Annette Benz, Karin Keßler, Dagmar Nickel, Petra Duttlinger, Katja Schwanz, Claudia Heizmann

3.Reihe, v.l.n.r.: Heiko Reinhardt, Patrick Birgenberger, Joe Kuttruf, Stefan Richter, Andrew Pfefferkorn, Klaus Zimmermann, Jürgen Gauger, Rupert Maier, Andres Janz (1968-2019), Markus Witt, Rolf Riedlinger, [Andreas Vittoria?], Claus-Dieter Hopp, Stadtpfarrer Hermann Litterst

4.Reihe, v.l.n.r.: Joachim Duffner, Daniel Richter, Michael Zahn, ???, ???, Martin Braun, Markus Münzer, Volker Bächle, ???, ???

5.und 6.Reihe, v.l.n.r.:Bernhard Nägele (1969-2019), Michael Müller, Gerrit Zahn, Jürgen Oschwald, ???, Tobias Bächle, Uwe Wäldle, ???, ???, Ralf Pacher

Standort des Fotografen: 47.882478, 8.344431

Luftbild auf das Städtchen, ca. 1933/34

Verlag A. Rebholz / Stadtarchiv
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Monika Huber zur Verfügung.

Das Luftbild zeigt »Löffingen im badischen Schwarzwald« Anfang der 1930er Jahre. Das Städtchen ist längst über seinen historischen Altstadtring hinausgewachsen. Die Häuser im Maienland und auf dem Alenberg, in der Vorstadt, im »Schlempental« und in der Seppenhofer Straße übersteigen zahlenmäßig die Häuser der Altstadt. Neu war zu diesem Zeitpunkt das Gebäude der Turn- und Festhalle sowie der Schule, das am rechten Bildrand zu sehen ist. Mit dem Bau war bereits 1923 begonnen worden, fertiggestellt und eingeweiht wird das Gebäude an der »Hasle« aber erst 1936.

Dass das Städtchen im Begriff ist, sich auch jenseits der Bahnlinie weiter auszudehnen, zeigt sich an der Bebauung in der Bonndorfer Straße. Die beiden Villen rechts entstanden bereits Anfang der 1920er Jahre. Das Haus von Postschaffner Karl Kuster (Bonndorfer Str. 3) ist gerade neu gebaut. Wenige Jahre später werden weitere Häuser folgen: 1935 baut Bauunternehmer Heinrich Wider an der Einmündung zur Göschweiler Straße sein Wohnhaus (Göschweiler Str. 1). Ein Jahr später errichtet die Gemeinnützige Baugenossenschaft ein Beamtenwohnhaus (Bonndorfer Str. 6), in das Bürgermeister Heinrich Andris mit seiner Familie und Lehrer Lipps einziehen.

Kommunionkinder des Jahrgangs 1972/73 vor dem Hochaltar, 1982

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Kommunionkinder versammeln sich mit Stadtpfarrer und Dekan Hermann Litterst (1929-2013) auf den Treppenstufen vor dem Hochaltar. 21 Mädchen in weißen Kleidern und 15 Jungs in dunklen Anzügen lächeln in die Kamera. Und damit sich die Kinder nicht gegenseitig die Gesichter verdecken, haben sie ihre Kommunionkerzen für dieses Foto beiseite gelegt.

1.Reihe, v.l.n.r.: ???, Manuela Schweizer verh. Rogg, ???, ???, Gabi Bader, ???, Kerstin Beck

2.Reihe, v.l.n.r.: ???, Tanja Riedlinger, Michaela Kech verh. Willmann, Sandra Meßmer verh. Vetter, Birthe Laufer, ???, Susanne Beierer, Veronika Kaltenbrunner verh. Höcklin, Joachim Heizmann

3.Reihe, v.l.n.r.: ???, Bianca Duttlinger, ???, ???, ???, ? De Rosa, Renato Mariani

4.Reihe, v.l.n.r.: Fritz Fehrenbach, Michaela Willmann, ???, Anja Hofmeier, ??? ? de Rosa

5.Reihe, v.l.n.r.: Thomas Mayer, ??? Christian Hannes, Bernd Jordan, ???, Markus Adrion, Georg Fritsche, Frank Köpfler

Standort des Fotografen: 47.882478, 8.344431

2 Fotos: Vorführung auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße, Fasnacht 1958

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die drei jungen Herren, die auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße auf Stühlen Platz genommen haben, können einem schon Leid tun. Ihre Köpfe sind in einem Holzpranger arretiert, sodass sie nicht zurückweichen können. Eine ausgiebige Gesichtswäsche und Rasur beginnt. Dazu wird der Rasierschaum schön gleichmäßig im gesamten Gesicht verteilt. Zimperlich geht es dabei nicht zu. Die drei Herren müssen eine unangenehme Prozedur über sich ergehen lassen, aber machen gute Mine zum bösen Spiel. Es sind v.l.n.r. Bruno Nägele (geb. 1937), ??? und Oskar Heizmann (geb. 1940).

Der Barbier im Vordergrund ist der erst 14-jährige Peter Baader (geb. 1943). Außerdem sind die Laternenbrüder Arno Adrion und Josef Guth beteiligt.

Standort des Fotografen: 47.883062, 8.344372

2 Fotos: Tanzdarbietung auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße, Fasnacht 1958

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Leider macht das Wetter den Närrinen und Narren am »Fasnet Mändig« einen Strich durch die Rechnung. Das Bühnenprogramm auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße wird von heftigen Graupelschauern begleitet. Die Tänzerinnen müssen bei ihrer Darbietung höllisch achtgeben, dass sie nicht auf den Holzbrettern ausrutschen. Tapfer ertragen sie das nasskalte Schmuddelwetter in ihren luftigen Kostümen.

Die Tänzerinnen sind Justina Frey (verh. Rappenegger), Maria Frey
(verh. Baumann), Rita Rebholz (geb. Wittler, geb. 1938), Margarete Zepf (verh. Senn, geb. 1932), Irma Zepf (verh. Hasenfratz, geb. 1937) und Irmgard Guth (verh. Zepf, geb. 1937).

Der Blick von der Bühne fällt in Richtung Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29). Der Platz ist bis in die hinterste Ecke von Menschen gefüllt, die das Bühnenprogramm verfolgen. Aus der Menge ragt die große Hexe heraus, die 1958 beim Umzug zum ersten Mal mitgeführt wird. Und groß ist sie wirklich, nämlich 5,80 Meter! Hinter ihr ist der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883062, 8.344372

2 Fotos: Kanone auf der Fasnachtsbühne, Fasnacht 1957

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vor dem Haus Koch (Kirchstr. 21) ist die Fasnachtsbühne aufgebaut. Eine große Menschenmenge hat sich darum versammelt, um sich das bunte Programm anzuschauen. Das Motto der diesjährigen Fasnacht ist der »Wiener Kongress«. Die Bühne ist mit einem Reichsbanner des Heiligen Römischen Reiches dekoriert, der einen schwarzen Adler auf goldenem Grund zeigt. Eine riesige Kanone wird auf die Bühne geschoben und dann mit einem lauten Knall abgefeuert.

Der Kanonier auf dem oberen Bild ganz links ist Hans Hasenfratz. Ganz rechts an der Treppe steht Familie Steiger aus Dittishausen: der Dachdecker Alfons Steiger mit seinen Söhnen Wolfgang und Helmut. Mitten in der Menge ragt Gemeindediener Karl Meier heraus, der eine weiße Zipfelmütze trägt. Zur weiblichen Narrenpolizei auf dem unteren Bild gehören u.a. Maria Frey (verh. Baumann) und Heidi Allinger.

Standort des Fotografen: 47.883027, 8.344309

3 Fotos: Städtlelauf in der Kirchstraße am »Tag des Sports«, 1975

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am »Tag des Sports« sind im gesamten Städtchen verschiedene Parcours-Stationen aufgebaut, an denen die teilnehmenden Sportler*innen ihre Beweglichkeit, Schnelligkeit und Geschicklichkeit unter Beweis stellen. In der Kirchstraße befindet sich das Ziel. Passenderweise vor dem Geschäft »Ski-Schelling« (Kirchstr. 11) muss auf Langlaufski eine hölzerne Rampe hinuntergefahren werden.

Das »Postbögle« existiert noch nicht. Stattdessen befindet sich an dieser Stelle noch das Scheunentor vom Haus Schelling. Nebenan ist die Bäckerei Zahn (Kirchstr. 13) und das Eisenwarengeschäft Walz (Kirchstr. 15) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883580, 8.345155

2 Fotos: Brautpaar Egle / Ganter vor dem Kirchenportal mit Fußballern, 1955

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Als frisch getrautes Ehepaar verlassen Alfred Egle (1920-2001) und Else Egle geb. Ganter (1923-2011) am 25. August 1955 die katholische Pfarrkirche St. Michael. Vor dem Kirchenportal wartet der FC Löffingen. Im Spalier stehen die Fußballer in ihrem Trikot, schließlich ist der Bräutigam seit vielen Jahren leidenschaftlicher Fußballspieler.

Fußballer, auf der linken Seite: Otto Schwanz (1932-2008), Hans-Joachim Küßner (1937-2020), Erich Riedlinger (geb. 1936), Bruno Schwanz (geb. 1936), Torwart Gerhard Ludwig, Nico van den Heuvel

Fußballer, auf der rechten Seite: Oskar Berger (geb. 1929), Klaus Allinger (geb. 1935), Gerd Allinger, Albert Kienzler (1921-?), Bernd Studer

Standort des Fotografen: 47.882669, 8.343904

Kirchenchor mit Pfarrer Litterst, ca. 1994/94

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

39 Jahre lang leitet Willy Burger (geb. 1928) den Kirchenchor, davon 26 Jahre lang als Dirigent. Vermutlich zu seiner Verabschiedung entsteht dieses Gruppenfoto zusammen mit den Mitgliedern des Kirchenchores. Sie stehen vor dem Hochaltar in der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Mit auf das Foto gestellt sich Stadtpfarrer und Dekan Hermann Litterst (1929-2013), der von 1977 bis 1999 in der Pfarrei als Seelsorger wirkt.

1.Reihe, v.l.n.r.: Margarete Senn, Sabine Fuß (Organistin), Rita Schönau, Helga Schröter, Angelika Ganter, Pia Durst, Lilli Obalski, Walburga Gauger, Helga Wider, Margarete Adrion, Lore Fehrenbach
2.Reihe, v.l.n.r.: Agnes Beha, Inge Hasenfratz, Renate Rosenfelder, Franziska Heiler, Elisabeth Burger, Willy Burger, Hermann Litterst, ???, Bertel Burger, Lotte Ratzer, Hedwig Hepting
3.Reihe, v.l.n.r.: Liesel Wider, Elfriede Krämer, Emil Oschwald, ???, Adolf Benz, Josef Guth, Hans Guth, Hedwig Vogt, Regina Krupp
4.Reihe, v.l.n.r.: Alfons Beha, Josef Benitz, Hermann Wider, Peter Schlegelberger, Ernst Wehrle, Josef Burger, Werner Hepting

Standort des Fotografen: 47.882468, 8.344492

2 Fotos: Ankunft der neuen Glocken bei der Kirche, 30. November 1951

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Im Zweiten Weltkrieg wurden vier Glocken der katholischen Pfarrkirche St. Michael für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen. Am 30. November 1951 geleitet eine kleine Prozession vier neue Glocken durch das Städtchen zur Kirche. Gegossen wurden sie in der berühmten Glockengießerei Heinrich Kurtz in Stuttgart. Die Bronzeglocken haben ein Gewicht von 1.991 kg, 1.154 kg, 801 kg und 331 kg. Der Lastwagen, der sie anliefert, parkt neben der Kirche.

Die beiden Fotos sind zwei verschiedene Abzüge desselben Fotos. Nur der Ausschnitt ist auf beiden Fotos ein bisschen unterschiedlich.

Standort des Fotografen: 47.882695, 8.343721