Klassentreffen des Jahrgangs 1913/14 vor der Kirche, 1983

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Die ehemaligen Schüler*innen des Jahrgangs 1913/14 kommen zum »Siebziger-Treffen« zusammen. Von damals 29 Schüler*innen sind noch 16 Personen dabei, wobei einige lange Anfahrten auf sich genommen haben, die weiteste aus Norddeutschland. Emma Binder (geb. Limb, 1913-2005) hat das zweitägige Klassentreffen organisiert.

Man beginnt mit einer Zusammenkunft im Gasthaus »Linde«, um dann gemeinsam auf den Friedhof zum Gräberbesuch zu gehen. Ein Spaziergang durch den Kurpark schließt sich an. In der katholischen Pfarrkirche St. Michael feiert man zusammen eine Gottesdienst, der von Pfarrer Hermann Litterst zelebriert wird. Das Gruppenfoto wird anschließend auf der Treppe aufgenommen.

Am nächsten Tag unternehmen die 70-Jährigen eine Busfahrt an den Bodensee. Man kehrt im Hotel »Sonne« in Friedrichshafen, das von einem Sohn von Alfons Benz (aus Seppenhofen) geführt wird. Mit dem Schiff setzt man nach Konstanz über. Das Klassentreffen endet bei Speis und Trank im Gasthaus »Pilgerhof«. ,

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anna Frei (geb. Dreher, 1914-1991, Seppenhofen), 2 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hilda Schulz (geb. Schultheiß), 2 Emma Binder (geb. Limb, 1913-2005), 3 ???, 4 Hildegard Benz (geb. Wiegele, 1914-2006), 5 ???, 6 Willy Butsch (1913-1991)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Alfons Benz (1913-1985, Seppenhofen), 6 Else Scherer (verw. Strobel, geb. Gissler, 1910-2007), 7 Franz Schlatter (1914-1994, Seppenhofen), 8 Emma Butsch (geb. Satler, 1911-2006)

Standort des Fotografen: 47.882855, 8.344339

Adolf und Josepha Schelling mit ihrer Tochter, ca. 1930

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Lydia Zepf zur Verfügung.

Wagnermeister und Landwirt Adolf Schelling (1890-1947) steht pfeiferauchend in der Tür. Er trägt seine Werkstattschürze, in der Hand hält er ein Ziehmesser. Neben ihm steht seine Ehefrau Josepha Schelling (geb. Fehrenbach, 1893-1980) und seine Tochter ???. Sie wird später Nonne. Nicht im Bild sind der Sohn Hermann (1914-1998) und der Sohn Adolf jr. (1919-1941), der im Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion fällt.

Adolf Schelling hatte sein Elternhaus (Kirchstr. 11) von seinem Vater Wilhelm Schelling, der ebenfalls Wagner war und 1907 starb, und von seiner 1909 verstorbenen Mutter Theresia Schelling (geb. Bader) übernommen. Adolf und Josepha Schelling hatten 1913 in Einsiedeln geheiratet.

Adolf Schelling stirbt am 25. November 1947 im Alter von 57 Jahren. Seine Witwe überlebt ihn um fast 33 Jahre und stirbt 1980.

Standort des Fotografen: 47.883537, 8.345225

2 Fotos: Klassentreffen des Jahrgangs 1936 vor der Kirche, 1996

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

60 Jahre sind sie alt, die ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 1936. Geboren wurden sie in dem Jahr, in dem die Volksschule an der »Hasle« eingeweiht wurde. Und dort haben sie denn auch die Schulbank gedrückt! Für einen Gruppenfoto stellen sie sich auf den Treppenstufen vor der katholischen Pfarrkirche St. Michael auf.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Edith Ehinger (geb. Guth), 2 ???, 3 ???, 4 Ingeborg Frank-Ludwig (geb. Wiek), 5 ???, 6 Maria Fischer (geb. Rappenegger, 1936-2002)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Gerda Wach (geb. Waibel), 3 Rosemarie Göpper
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Josef Beha (1936-2018), 2 Hildegard Hepting (geb. Fehrenbach), 3 Johannes (»Hans«) Hasenfratz (1935-2022), 4 Lothar Zepf (1936-2022), 5 Erich Beha (geb. 1936)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Adolf Hermann, 2 Erich Riedlinger (1936-1997), 3 ???, 4 Bernhard Jonner (1936-2005), 5 Friedrich (»Fritz«) Kaiser (1936-2021)

Standort des Fotografen: 47.882865, 8.344359

Brautpaar Müller / Bausch vor dem Kirchenportal, ca. 1952

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christoph und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Die Trauung in der katholische Pfarrkirche St. Michael ist vorüber. Das frischvermählte Ehepaar tritt mit der Hochzeitsgesellschaft vor das Kirchenportal. Ernst blicken der Bräutigam Walter Müller (1923-2009) und die Braut Paula Müller (geb. Bausch, 1928-1978) in die Kamera. Ganz offensichtlich ist die Anspannung von den beiden noch nicht abgefallen!

Die Blumenkinder neben ihnen sind Rosemarie Jester (verh. Steurenthaler, geb. 1942) und Manfred Gaede (1946-2022). Daneben stehen die Brautjungfern Rita Gaede (verh. Podlech, 1933-1990), Anita Gaede (verh. Hoitz, geb. 1935), Ilse Vogel (verh. Seibold) und Agnes Bausch (verh. Duttlinger). Im Hintergrund zu sehen sind v.l.n.r.: 1 Luise Müller (geb. Vogel, 1901-1982), die Mutter des Bräutigams, 2 ???, 3 Hans Müller (1926-2014), der Bruder des Bräutigams, und 4 ???.

Standort des Fotografen: 47.882667, 8.343944

Städtlelauf in der Kirchstraße, Juli 1981

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Am Wochenende steht Löffingen ganz im Zeichen des Breitensports, denn der Sportverein lädt zum traditionellen Tag des Sports. Der Auftakt findet am Freitagabend, 3. Juli statt: Im Haslachstadion werden die Leichtathletikwettlämpfe ausgetragen. Am Samstagabend folgen die Schwimmwettkämpfe im Waldbad. Der Höhepunkt ist schließlich der »Städtlelauf« am Sonntag, 5. Juli.

Start und Ziel sind am Hexenbrunnen. Die Teilnehmer*innen müssen sieben Hindernisse überwinden, die an verschiedenen Stationen im Städtchen aufgebaut sind. Eines der originellsten Hindernisse hat die Feuerwehr Göschweiler in der Kirchstraße aufgebaut. Es gilt, in Windeseile Feuerwehruniformen überzuziehen und dann in voller Montur über Holzfässer zu laufen. Bei herrlichem Sonnenschein verfolgen über 600 Zuschauer*innen den Wettkampf der 23 Mannschaften. Unter den Zuschauer*innen sind Diethelm Fuß und Paula Veith (geb. Schweizer, 1934-2020) zu erkennen.

Das sportliche Wochenende klingt mit dem Sportlerball im Gasthaus »Traube« in Seppenhofen aus. Der Vorsitzender des Sportvereins, Siegfried Knittel, dankt dabei allen Teilnehmer*innen und Helfer*innen. Man ist sich einig, dass die Organisation rundum gelungen ist.

Standort des Fotografen: 47.883050, 8.344453

2 Fotos: Brautpaar Thoma / Sibold vor dem Kirchenportal, ca. 1960

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Bräutigam Herbert Thoma und die Braut Johanna Sibold (geb. 1930) verlassen als frischvermähltes Ehepaar die Pfarrkirche St. Michael. Die beiden Blumenmädchen Antonie Sibold und ??? sowie die beiden Brautjungfern ??? und ??? gehen vorneweg. Es folgen Familienangehörige, darunter die Eltern der Braut, Malermeister Karl Sibold (1899-1975) und Luise Sibold (geb. Durler, 1898-?), sowie ihr Bruder Karl Sibold (1937-2016) und der Brautführer Konrad Sibold (geb. 1900). Der denkwürdige Augenblick, in dem das Ehepaar nach der Trauung vor das Kirchenportal tritt, wird fotografisch festgehalten.

Standort des Fotografen: 47.882684, 8.343920

6 Fotos: Schülerbefreiung in der Kirchstraße, Fasnacht 1997

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Fröhlich und ausgelassen stürmen Schüler*innen der Grund- und Hauptschule sowie der Realschule durch die Kirchstraße. Es ist »Schmutziger Dunschdig«. Soeben fand die traditionelle Schülerbefreiung statt. Unter den Klängen der Stadtmusik und dem Schellengeläut der »Hansele« toben die Schüler*innen durch das Städtchen. Schließlich haben jetzt auch die Fasnachtsferien begonnen!

erstes Bild

zweites Bild
Bei der Stadtmusik sind u.a. Michael Bausch, Karin Feser, Anton Rebholz, Christine Amann (verh. Bausch) und Kerstin Hasenfratz (verh. Beck) zu sehen.

drittes Bild

viertes Bild: Klasse 10a und 10b als Bienen oder Wespen

fünftes Bild: Klasse 10a und 10b als Bienen oder Wespen

sechstes Bild: u.a. Christan Burkart

Standort des Fotografen: 47.883229, 8.344810

Bekanntgabe des Fasnachtsmottos am Hexenbrunnen, November 1979

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Es ist der 11. November um 11.11 Uhr. Am Hexenbrunnen, der 1975 errichtet wurde, versammelt sich das närrische Volk, um von den »Laternenbrüdern« das Fasnachtsmotto und die Termine der kommenden »Fasnet« zu erfahren. Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz verkündet, dass das Motto »Närrisch in die 80er Johr« lautet. Im Vordergrund ist der Hexenchef Klaus Wider und am rechten Bildrand die aktive Hexe Egon Bader (1933-1999) zu erkennen.

Im Hintergrund sind die katholische Pfarrkirche St. Michael und das Kaufhaus Henzler (Kirchstr. 25) zu sehen. Es wird von Familie Wörner betrieben. Später heißt es Kaufhaus Manock.

Standort des Fotografen: 47.883032, 8.344252

3 Fotos: Zuschauer*innen bei der Hexentaufe, Fasnacht 1979

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

28 Hexen gehören traditionell der Hexengruppe an. Nachdem Albin Zepf (1934-2009) ausgeschieden ist, rückt ein Nachfolger nach. Jürgen Jonner wird als neues Mitglied in den Kreis der Hexen aufgenommen. Dazu findet am Sonntag die Hexentaufe statt – natürlich am 1975 errichteten Hexenbrunnen in der Kirchstraße. Dem Schauspiel wohnt eine große Schar an Zuschauer*innen bei. Die Hexen mit ihrem »Narrensamen« sind vorneweg dabei. Aber auch die »Laternenbrüder« mit Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz und die »Hansele« sind zur Stelle. Aufmerksam verfolgen sie, wie Jürgen Jonner die Taufe über sich ergehen lässt. Ihm zur Seite steht sein »Getti« Oswald Laufer. Tapfer lässt er sich mit dem kalten Brunnenwasser taufen, sich rasieren und trinkt aus dem Hexenstrohschuh.

Bei den Hexen ist Gottfried Vogelbacher (1933-2008) zu sehen, beim »Hexen-Samen« sind u.a. Frank Koch, Gudrun Koch (verh. Binder), Ulrike Rosenstiel (verh. Ruf), Martina Wehrle (verh. Fehrenbach), Rainer Ganter und Susanne Götz zu erkennen. Ganz hinten stehen die Althexen (u.a. Walter Müller).

Bei den »Laternenbrüdern« stehen v.l.n.r.: 1 Wilfried Vogt, 2 Alfons Durst, 3 Josef (»Jupp«) Hoitz, 4 Hermann Zahn, 5 Hugo Schropp (1925-1998), 6 Dieter Butsch, 7 Heinrich Wider, 8 Manfred Mayer

Bei den »Hansele« sind Ingrid Eggert (verh. Seidel, 1956-2020), Hedwig Amann und Jutta Müller (geb. Benz) zu sehen.

Außerdem beobachten auch Musiker*innen der Stadtmusik das Treiben. Zu sehen ist u.a. Karlheinz Reichenbach.

Standort des Fotografen: 47.883077, 8.344332

Darstellung der »Heiligen Kümmernis« aus dem Jahr 1740, 1989

Kirchenführer, Verlag Schnell & Steiner
Fotograf: Kurt Gramer, Bietigheim-Bissingen

Am 1. Juni 1823 verfügte das badische Ministerium des Innern den Abbruch der Kümmerniskapelle, die sich in der Nähe des Gasthauses »Linde« (Obere Hauptst. 10) befand. Das Inventar der kleinen Kapelle wurde versteigert. Eine geschnitzte Statue, die die »heilige Kümmernis« darstellte und um 1740 geschaffen worden war, ging nach Reiselfingen.

Heimatforscher Leo Ratzer (1881-1948) hielt 1933 die mündliche Überlieferung, die sich um diese Heiligendarstellung rankte, schriftlich fest. Demnach soll die Gastwirtsfamilie Meßmer nach dem Abbruch der Kapelle Unglück bekommen und daraufhin das Bildnis gekauft und nach Löffingen zurückgebracht haben. Sie stellte es zunächst auf ihren Speicher. In heiligen Nächten sollen daraufhin seltsame Geräusche vom Dachboden zu hören gewesen sein. Die Meßmers ließen das Bildnis daraufhin in der südlichen Friedhofsmauer in einer Nische aufstellen. Die Statue wurde dort weiterhin verehrt, vor allem von jungen Frauen, für die die »heilige Kümmernis« als Fürsprecherin galt. Schließlich wurde die Statue in der Friedhofskapelle aufbewahrt und später in die katholische Pfarrkirche St. Michael überführt. Sie fand im hinteren Teil des Langhauses einen neuen Platz.

Im Volksglauben galt die »heilige Kümmernis« als Tochter eines nichtchristlichen Königs. Als der sie an einen Nichtchristen verheiratet wollte, habe sie Jesus Christus Jungfräulichkeit gelobt und ihn darum gebeten, ihr einen Bart wachsen zu lassen. Sie sei daraufhin von ihrem Vater verstoßen und gekreuzigt worden. Anstelle des Schildes »INRI«, die bei Darstellungen des gekreuzigten Jesus üblich ist, ist hier ein Schild mit der Inschrift »St. Kümmernis« zu sehen.

Die »bärtige Heilige« ist von der katholischen Kirche nicht als offizielle Heilige anerkannt. Im Volksglauben konkurrierte sie sogar zeitweilig mit dem Marienkult.

Standort des Fotografen: 47.882547, 8.344172

Kindergruppe auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße, Fasnacht 1959

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Brigitte Mayer zur Verfügung.

Auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße hat eine Gruppe Kinder…, nein, eine Schar Zwerge ihren großen Auftritt. Mit Zipfelmützen bekleidet, teilweise mit langen wallenden Bärten im Gesicht, stehen sie da und deklamieren einen einstudierten Text. Sie führen eine überdimensionale Fadenrolle mit sich.

V.l.n.r.: 1 Wolfgang Lüdemann-Ravitt, Gisela Benz (verh. Wölfle), 3 Maria Schelling, 4 Sonja Vogt (verh. Schwörer), 5 Dorothea Geisinger (verh. Kasprowicz), 6 Peter Lux (?), 7 Angelika Gwinner, 8 Manfred Mayer

Standort des Fotografen: 47.883058, 8.344418

Hexengruppe auf der Fasnachtsbühne in der Kirchstraße, Fasnacht 1959

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

Ihren großen Auftritt in der Walpurgisnacht haben die Hexen noch vor sich. Aber beim Narrentreiben auf der Fasnachtsbühne sind sie auch am hellen Nachmittag schon mit dabei. Die »Laternenbrüder« feiern ihr 70. Gründungsjubiläum. Zur Feier des Tages ist die Fasnachtsbühne in der Kirchstraße mit schwarz-rot-goldenen Deutschland-Fahnen und badischen Fahnen beflaggt. Und da lassen sich die Hexen natürlich auch nicht lumpen, um dem Narrenrat zu gratulieren. Seit 1956 verfügen sie über ein einheiliches »Häs«.

Im Hintergrund sind andere Figuren der Löffinger »Fasnet« zu sehen: einige »Laternenbrüder«, die männliche und weibliche Narrenpolizei sowie ein paar »Hansele«. Letztere tragen nicht die typische »Hansele«-Maske, sondern eher eine Maskenart, die in Bräunlingen vorkommt.

Rechts im Hintergrund sitzt Joseph Benitz (1897-1981).

Standort des Fotografen: 47.883096, 8.344555