2 Fotos: »Bhagwan«-Gruppe der Realschule in der Maienlandstraße, Fasnacht 1988

Sammlung Familie Waßmer

Die Zehntklässler der Realschule haben sich an Fasnacht als Anhänger des indischen Philosophen Bhagwan (1931-1990) verkleidet, des Begründers der nach ihm benannten Bewegung. In den 1970er und 80er Jahren wird sie in der Öffentlichkeit, teilweise diffamierend, als »Sekte« bzw. »Jugendsekte« bezeichnet. Die Presse berichtet immer wieder reißerisch über den exzentrischen »Guru«. Seine vielen Rolls-Royce und seine brillantenbesetzte Armbanduhren sind beliebte Themen für die Berichterstattung. Grund genug für die Zehnklässler, in diese Rolle zu schlüpfen. Kostümiert mit roten wallenden Kleidern bewegen sie sich, eine Sänfte tragend, die Maienlandstraße hinab. Eben kommen sie am Haus ihres Klassenlehrers vorbei.

Standort des Fotografen: 47.885352, 8.342508

Blick von der »Hasle« zur Altstadt, ca. 1980

Sammlung Familie Waßmer

Anfang der 1980er Jahre entstand diese Fotografie. Aufgenommen wurde sie vom Rande der »Hasle«, oberhalb der Realschule. Der Blick fällt über den Kindergarten hinweg in Richtung Altstadt. In der Bittengasse sind das neugebaute Postamt und die Rückseite des Hauses Sibold (Kirchstr. 19) zu erkennen, das 1982 bei einem Feuer zerstört wurde. Dahinter ragt der Kamin des bereits vor einigen Jahren stillgelegten Sägewerkes Benz in den Himmel, der 1984 gesprengt werden wird.

Standort des Fotografen: 47.883440, 8.348615

Sprengung des Benz-Kamins, 5. Oktober 1984

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Heiner Wider zur Verfügung.

56 Jahre lang ragte der 1928 erbaute Schornstein der Holzindustriewerke Josef Benz AG in den Himmel. Im Laufe der Zeit wurde er zu etwas wie einem Wahrzeichen von Löffingen. Das Werk ist bereits seit 1974 stillgelegt. Und auch für den Benz-Kamin hat das letzte Stündlein geschlagen. Der 48 Meter hohe Schornstein wird gesprengt und fällt innerhalb von Sekunden in sich zusammen.

Standort des Fotografen: 47.883939, 8.339558

Sprengung des Benz-Kamins, 5. Oktober 1984

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Heiner Wider zur Verfügung.

Die Tage des Benz-Kamins sind gezählt. 56 Jahre lang ragte der Schornstein in den Himmel und wurde im Laufe der Zeit zu einem Wahrzeichen von Löffingen. Nach dem Brand in den Holzindustriewerken Josef Benz AG 1928 wurde der Vorgänger-Kamin abgebrochen und an seiner Stelle der neue Schornstein errichtet. 48 Meter ist er hoch. Nachdem das Werk bereits 1974 stillgelegt wurde, war der Kamin die letzte unübersehbare Erinnerung an das einst größte und bekannteste Sägewerk der Region.

Doch die Bohrlöcher für die Sprengung sind bereits vorhanden. In wenigen Augenblicken wird der Kamin gesprengt und in sich zusammenfallen.

Standort des Fotografen: 47.883939, 8.339558

Ökonomiegebäude Benitz in der Alenbergstraße, ca. 1989

Stadtarchiv

Nach dem Großbrand 1921 wurde nicht nur das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Benitz neu erbaut, sondern auch das neue Ökonomiegebäude der Weinhandlung, das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befand.

Es blieb Jahrzehntelang völlig unverändert, bis es Anfang der 1990er Jahre umgebaut und modernisiert wurde. Zusätzliche Fenster wurden in die Fassade hineingebrochen, die Scheunentore wurden verglast, das Dach ausgebaut und Dachgauben ergänzt. Das ursprüngliche Gebäude mit den Sandsteingewänden um Fenster- und Türöffnungen sowie die charakteristischen Rundbögen blieben jedoch erfreulicherweise erhalten.

Standort des Fotografen: 47.885003, 8.344570

Ökonomiegebäude Benitz in der Alenbergstraße, ca. 1989

Stadtarchiv

Nach dem Großbrand 1921 wurde nicht nur das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Benitz neu erbaut, sondern auch das neue Ökonomiegebäude der Weinhandlung, das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befand.

Es blieb Jahrzehntelang völlig unverändert, bis es Anfang der 1990er Jahre umgebaut und modernisiert wurde. Zusätzliche Fenster wurden in die Fassade hineingebrochen, die Scheunentore wurden verglast, das Dach ausgebaut und Dachgauben ergänzt. Das ursprüngliche Gebäude mit den Sandsteingewänden um Fenster- und Türöffnungen sowie die charakteristischen Rundbögen blieben jedoch erfreulicherweise erhalten.

Standort des Fotografen: 47.885323, 8.344151

Luftbild mit Neubaugebiet Reichberg, ca. 1985

Sammlung Familie Waßmer

Diese Luftaufnahme fand als Ansichtskarte Verbreitung. Sie entstand Mitte der 1980er Jahre. Im Vordergrund ist das Neubaugebiet auf dem Reichberg zu sehen, das zu diesem Zeitpunkt nur bis zur Gallusstraße erschlossen war. Hinter den letzten Häusern erstreckten sich bis zur Göschweiler Straße unbebaute Wiesen und Felder. Beim früheren Sägewerk Josef Benz AG ist der Schornstein verschwunden, er wurde 1984 gesprengt.

Haus Hörner in der Alenbergstraße, ca. 1988

Stadtarchiv

Die Jahreszahl »1925« steht auf dem Steingewände des Rundbogens des früheren Ladens. Sie verweist darauf, dass das Haus Alenbergstr. 5 nach dem Großbrand 1921 erbaut wurde. Viele Jahrzehnte wohnte hier der Schneidermeister Johannes Schmitt (1878-1967), der aus dem Württembergischen stammte und in zweiter Ehe mit Mathilde geb. Ruf aus Rötenbach verheiratet war. Er betrieb in dem Haus sein Schneidergeschäft.  1959 kauften der Bergmann Robert Hörner und seine Frau Lina geb. Kirner (geb. 1927) das Anwesen.

Standort des Fotografen: 47.884796, 8.344917

Haus Kirner in der Alenbergstraße, ca. 1988

Stadtarchiv

Seit Jahrzehnten ist das Haus Alenbergstr. 3 im Besitz der Familie Kirner. Nach dem Großbrand 1907 waren die Brandplätze der Häuser 82 und 83 zusammengelegt und darauf ein Neubau errichtet worden. Das Haus gehörte dem Landwirt Severin Kirner (1875-1958), der in Seppenhofen geboren war. Gemeinsam mit seiner aus Friedenweiler stammenden Frau Maria geb. Trescher (1884-1961) führte er das Anwesen. Das Ehepaar Kirner übergab das Haus 1953 an den Sohn Johann Kirner (geb. 1920), der die Landwirtschaft zusammen mit seiner Frau Luzia (geb. 1927) weiter betrieb.

Standort des Fotografen: 47.884759, 8.345228

Haus Schwanz in der Alenbergstraße, ca. 1988

Stadtarchiv

Dass auch dieses Haus nach dem Großbrand 1921 erbaut wurde, ist deutlich an seiner architektonischen Formsprache zu erkennen. Wie alle Häuser des Wiederaufbauplans verfügt es über Bogengewände am Eingang. Außerdem ist der rechte Giebel ein Staffelgiebel. Das Haus gehörte viele Jahre dem Apotheker Erwin Himmelseher (1875-1949) und seiner Ehefrau Sofie geb. Jordan (1881-?). In der linken Gebäudehälfte befand sich ursprünglich die Ökonomie mit einem großen Scheunentor. 1977 kaufte es der Maschinenführer Otto Schwanz (geb. 1932) und seine Ehefrau Irene geb. Neumann, die als Sekretärin in der Grund- und Hauptschule arbeitete.

Standort des Fotografen: 47.885635, 8.343846 

2 Fotos: Haus Beha in der Alenbergstraße, ca. 1988

Stadtarchiv

Nach dem Großbrand 1921 wurde das zweistöckige Wohnhaus mit Ökonomiegebäude in der Alenbergstraße neu erbaut. Es gehörte dem Landwirt Johann Nepomuk Maier (1885-?) und seiner Ehefrau Karolina geb. Beha (1875-1952). 1961 übernahm Hermann Beha (geb. 1937) das Anwesen und modernisierte es. Rechts neben dem Haus führt eine Treppe zum Kurpark empor.

Standort des Fotografen: 47.885366, 8.344182

Mehrbildkarte vom Gasthaus »Ganterbräu« in der Oberen Hauptstraße, ca. 1985

Stadtarchiv

Diese Mehrbildkarte dient zur Werbung für das Gasthaus »Ganterbräu« (Obere Hauptstr. 4), das auch über Gästezimmer verfügt. Das Gasthaus wird seit den 1960er Jahren von Franziska Heiler geb. Fritsche betrieben. Zu sehen ist eine Außenansicht des Gebäudes mit dem von Gipsermeister Erich Adrion geschaffenen Wandgemälde. Vor den Fenstern blühen Geranien.  Drei weitere Bilder zeigen Innenansichten der Gaststube, der Bar und der Ecke mit dem Stammtisch.

Standort des Fotografen: 47.884381, 8.345557