2 Fotos: Käthe Kaufmann beim Schnitzen der Hexenmasken, Januar 1984

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Die 1934 gegründete Hexengruppe hatte anfangs noch keine Holzmasken. Hexenmitglied Adolf Kaufmann (1925-1976) war es dann, der in der Nachkriegszeit die ersten Hexenmasken schnitzte. Seit seinem frühen Tod im Jahr 1976 führt seine Witwe Käthe Kaufmann (1922-2013) das Handwerk fort. Insbesondere in den Wintermonaten widmet sie sich der Kunst des Schnitzens und ist damit beschäftigt, Hexenmasken (aber auch kleine Umhängemasken beispielsweise für Ehrungen) zu schnitzen. Die von ihr hergestellten Masken-Rohlinge werden dann von den neuaufgenommenen Hexenmitgliedern individuell ausgestaltet, denn letztlich schnitzt jede Hexe ihre eigene Maske selbst.

Durch das bevorstehende 50. Gründungsjubiläum der Hexengruppe 1984 wird das Fernsehen auf das Löffinger Brauchtum rund um die Hexenmasken aufmerksam. Es besucht mit einem vierköpfigen Kamerateam Käthe Kaufmann in ihrer Wohnung in der Oberen Hauptstraße. Mit dabei ist natürlich auch ihr Sohn Manfred Kaufmann (1953-2021), der seit einem Verkehrsunfall 1971 eine schwere Behinderung hat und von Käthe Kaufmann gepflegt wird.

Standort des Fotografen: 47.885242, 8.353675

Benz-Kamin kurz vor der Sprengung, 1984

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.

Die Sprenglöcher sind schon vorbereitet. In wenigen Tagen wird der 48 Meter hohe Schornstein, der seit 56 Jahren das so genannte »Benz-Gelände« überragt, gesprengt. Der Konrektor der Realschule, Karl Hauger, dokumentiert den Kamin, bevor er unwiederbringlich verschwindet.

Vor dem Kaminsockel stehen Stefanie Hauger und Emil Schlenker (1907-1999).

Standort des Fotografen: 47.883362, 8.339496

2 Fotos: Sprengung des Benz-Kamins, 5. Oktober 1984

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Heiner Wider zur Verfügung.

56 Jahre lang ragte der 1928 erbaute Schornstein der Holzindustriewerke Josef Benz AG in den Himmel. Im Laufe der Zeit wurde er zu etwas wie einem Wahrzeichen von Löffingen. Das Werk ist bereits seit 1974 stillgelegt. Und auch für den Benz-Kamin hat das letzte Stündlein geschlagen. Der 48 Meter hohe Schornstein wird gesprengt und fällt innerhalb von Sekunden in sich zusammen.

Standort des Fotografen: 47.883939, 8.339558

Sprengung des Benz-Kamins, 5. Oktober 1984

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Heiner Wider zur Verfügung.

Die Tage des Benz-Kamins sind gezählt. 56 Jahre lang ragte der Schornstein in den Himmel und wurde im Laufe der Zeit zu einem Wahrzeichen von Löffingen. Nach dem Brand in den Holzindustriewerken Josef Benz AG 1928 wurde der Vorgänger-Kamin abgebrochen und an seiner Stelle der neue Schornstein errichtet. 48 Meter ist er hoch. Nachdem das Werk bereits 1974 stillgelegt wurde, war der Kamin die letzte unübersehbare Erinnerung an das einst größte und bekannteste Sägewerk der Region.

Doch die Bohrlöcher für die Sprengung sind bereits vorhanden. In wenigen Augenblicken wird der Kamin gesprengt und in sich zusammenfallen.

Standort des Fotografen: 47.883939, 8.339558

7 Fotos: Sprengung des Benz-Kamins, 5. Oktober 1984

Sammlung Familie Waßmer und Karl Hauger

Innerhalb von wenigen Sekunden verschwindet am 5. Oktober 1984 ein Bauwerk, das über fünf Jahrzehnte hinweg zur »Skyline« von Löffingen gehörte. Der Schornstein des früheren Sägewerkes Benz wird gesprengt. Das einst so bedeutende Unternehmen hatte bereits 1972 seine Pforten für immer geschlossen. Zwölf Jahre später wird der Benz-Kamin aus dem Stadtbild entfernt.

Die Schüler*innen der Grund- und Hauptschule sowie der Realschule strömen auf den Alenberg, in Richtung Bahnlinie und auf die »Wanne«, um aus sicherem Abstand das Spektakel zu beobachten. Schließlich sieht man die Sprengung eines Industriedenkmals nicht alle Tage. Der Sprengmeister leistet ganz Arbeit: Kontrolliert sackt der Schornstein in sich zusammen. Sekunden später erinnern nur noch eine große Rauchwolke und ein Haufen Ziegelsteine an den Benz-Kamin.

Standort des Fotografen: 47.886987, 8.342483

Schulklasse bei der Sprengung des Benz-Kamins, 5. Oktober 1984

Sammlung Familie Waßmer

Die Schüler*innen der Grund- und Hauptschule sowie der Realschule strömen auf den Alenberg, in Richtung Bahnlinie und auf die »Wanne«, um aus sicherem Abstand die Sprengung des Benz-Kamins zu beobachten. Innerhalb weniger Sekunden ist alles vorüber. Nur noch eine große Rauchwolke erinnert dann an den Schornstein, der über 60 Jahre zur »Skyline« Löffingens gehörte. Danach heißt es, wieder zurück zur Schule ins Klassenzimmer.

Standort des Fotografen: 47.886987, 8.342483