Festausschuss des Gausängerfestes vor der Festhalle, 1927

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Else Egle, Maria Kuster und Maria Wider zur Verfügung.

Vom 30. Juli bis 1. August 1927 findet das Schwarzwaldgau-Sängerbundesfest in Löffingen mit mehreren Tausend Teilnehmern statt. Schauplatz des Preis-Wettsingens der Chöre und des Festkonzertes ist die neu erbaute Festhalle. Vor ihrem Eingang haben sich die Mitglieder des Festausschusses zu einem Erinnerungsfoto aufgestellt.

  1. Reihe, v.l.n.r.: Albert Benitz, Hauptlehrer Alfred Zwingert, Julius Limb, Joseph Benitz, Hermann Ganter.
    2. Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, Heinrich Wider, Karl Hasenfratz II.

Standort des Fotografen: 47.883018, 8.347587

Schulklasse des Geburtsjahrgangs 1937 mit Lehrer Katzenmayer, ca. 1946

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Der Krieg ist vorbei. Der Schulbetrieb läuft wieder normal, auch wenn die Entnazifizierung von Lehrpersonal und Schulinhalten noch auf sich warten lässt. Die Mädchen und Jungen des Geburtsjahrgangs 1937 versammeln sich zu einem Klassenfoto. Zusammen mit Oberlehrer Eugen Katzenmayer, der von 1943 bis zur Befreiung als NSDAP-Ortsgruppenleiter amtiert hat, stehen sie vor dem Schuleingang.

Der Rundbogen des Eingangsportals im Hintergrund ist mit Holzbrettern verschalt, ein Sprossenfenster ist eingesetzt, bei dem jedoch eine Glasscheibe herausgebrochen und notdürftig repariert ist. Offenbar handelt es sich um ein Relikt aus Kriegstagen, als das Gebäude gegen Bombardements geschützt werden sollte. Der Gebäudekomplex von Schule und Festhalle diente damals auch als Umsiedlungslager für so genannte Volksdeutsche.

Wer erkennt die Schülerinnen und Schüler? 

Standort des Fotografen: 47.882382, 8.347795

Schülerinnen vor der Realschule, 1978

Sammlung Familie Waßmer

Schülerinnen der 10. Klasse stehen vor dem Realschuleingang. Es ist ein wolkenverhangener Tag im Winter. Grau ist der Beton des Schulgebäudes, grau der Asphalt der Festhallenstraße. Die einzigen Farbtupfer stammen von der roten Eingangstür und ihrem lilanen Rahmen sowie den bunten Winterjacken der Zehntklässlerinnen.

Wer erkennt sich wieder?

Standort des Fotografen: 47.883730, 8.348095

Festhalle und Schule im Rohbau, Juli/August 1927

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Else Egle zur Verfügung.

Bislang ist nur die Festhalle fertiggestellt, während von der Schule nur der Rohbau steht. Aber schon jetzt werden Teile des Gebäudes genutzt, wie an der geschmückten Fassade und der Menschenmenge zu erkennen ist. Denn in Löffingen findet das dreitägige Schwarzwaldgau-Sängerbundesfest statt, an dem rund 2.500 Sänger teilnehmen. Am 29. Juli 1927 findet die Begrüßungsfeier in der Festhalle statt. Am nächsten Tag werden in der Halle die Wettgesänge der Chöre ausgetragen: »In der Klasse einfacher Volksgesang beteiligten sich 20, Erschwerter Volksgesang 10, Kunstgesang 6, Schwieriger Kunstgesang 2 Vereine und in der Ehrenklasse 1 Verein, insgesamt also 39.« Die Festhalle ist bis auf den letzten Platz besetzt. Am Nachmittag ist die Festhalle Schauplatz eines Konzertes und auch Ort der Preisverleihung an die Chöre.  

Standort des Fotografen: 47.882556, 8.345269

Zehntklässler der Realschule nach ihrer Mittleren Reifeprüfung, 1974

Sammlung Familie Waßmer

Geschafft! Die Zehntklässler haben ihre Mittlere Reifeprüfung bestanden! Ihre zehnjährige Schulzeit ist damit zu Ende. Die Schülerinnen und Schüler dieses Jahrgangs werden nicht mehr mit dabei sein, wenn am 26. August 1974 der Umzug in das neue Realschulgebäude stattfindet.

Während die Schülerinnen und Schüler für das Gruppenfoto auf den Treppenstufen Platz genommen haben, stehen die Lehrkräfte im Hintergrund. V.l.n.r.: Günter Leber, Karl Hauger, der Prüfungskommisionsvorsitzende von einer anderen Realschule, Eva Berberich, Peter Rieck und Hannelore Cremer.

Standort des Fotografen: 47.882294, 8.347867

»Adolf-Hitler-Schule« an der Hasle, ca. 1936

Verlag A. Rebholz / Stadtarchiv

Am 29./30. August 1936 wird das Schulgebäude an der Hasle offiziell eingeweiht. In der Lokalpresse wird das Bauwerk gerühmt: »Der imposante Bau, der vor über zehn Jahren, in wirtschaftlich schwerster Zeit, erbaut wurde, thront sozusagen als Abschluß gegen den prächtigen Haselwald und ist von allen Punkten der Stadt aus sichtbar.« Die Nationalsozialisten unter Führung von Bürgermeister Heinrich Andris verbuchen die Vollendung des 1923 begonnenen Bauwerks als ihren Erfolg. Das Gebäude sei eine »Ruhmestat in der Löffinger Heimatgeschichte«. An den beiden Fahnenmasten vor der Schule und der Festhalle flattern Hakenkreuzfahnen im Wind. Aufgenommen wurde das Foto vom Kirchturm der katholischen Pfarrkirche.

Wie auf der Ansichtskarte zu lesen ist, wurde die Schule offiziell »Adolf-Hitler-Schule« benannt: »Einem besonderen Wunsche des Bürgermeister Andris entsprechend, der mit viel Liebe und Geduld, Tatkraft und Ausdauer den Ausbau vollführen ließ, soll die Schule dem Führer geweiht sein, stolz soll sie den Namen tragen und dadurch für alle Zeiten Künder sein des Mannes, der unser Volk aus Nacht und Grauen, aus Not und Elend, aus Bitternis und Uneinigkeit, aus Knechtschaft und Unfreiheit befreite und emporführte zu Licht, Freiheit und Ehre.« Doch nicht nur die Presse verbreitete NS-Propaganda dieser Art. Auch der beliebte Heimtaforscher Leo Ratzer (1881-1948) schrieb in einem Aufsatz: »Mit Stolz und innerster Berechtigung wird dieses Werk für alle Zeiten den herrlichen Namen Adolf-Hitler-Schule tragen, zur Ehre unserer Gegenwart und zur Nachahmung für die Zukunft.«

Im ersten Stock der Schule befand sich denn auch eine große Wandfläche, die mit den »Bildern großer Männer der deutschen Geschichte« geschmückt war. In der Mitte hing das Bild des Namensgebers der Schule, »das Bild unseres Führers, des Freundes und Beschützers unserer Jugend.«  

Standort des Fotografen: 47.882614, 8.344042

2 Fotos: Modell des Realschulgebäudes mit Dach von Rudi Jordan, ca. 1987

Sammlung Familie Waßmer

Zu Hause am Küchentisch präsentiert Bauhofleiter Rudi Jordan (geb. 1942) stolz ein Modell des Realschulgebäudes, das er selbst gebastelt hat. Seit 1967 leitet er den Städtischen Bauhof und hat damit eigentlich alle Hände voll zu tun. Doch in seiner Freizeit macht er sich Gedanken, wie man das in den 1970er Jahren erbaute Realschulgebäude umbauen könnte, um das ständige Problem der undichten Flachdächer, durch die Feuchtigkeit eindringt, ein für alle Mal zu beheben. Sein Lösungsvorschlag besteht in Dächern, u.a. einem Walmdach, das auf das oberste Stockwerk aufgesetzt wird.

Standort des Fotografen: 47.885275, 8.349925

Lehrer*innen im Lehrerzimmer der Realschule, ca. 1975

Sammlung Familie Waßmer

Die Uhr an der Wand über dem Stundenplan zeigt 12 Uhr mittags an. Noch ist der Schultag nicht zu Ende. Gleich geht die sechste Unterrichtsstunde los. Im Lehrerzimmer der neu gebauten Realschule sitzen Rektor Günter Leber und Konrektor Karl Hauger mit einigen Lehrer*innen beisammen.

Noch darf im Lehrerzimmer während der 5-Minuten-Pausen und der Großen Pause geraucht werden, was an den Aschenbechern auf den Tischen zu erkennen ist.

V.l.n.r.: Frau de Vilar, Peter Rieck, Karl Hauger, Eva Berberich, Fräulein Bofinger, Günter Leber, Hedy Staub, Marion Becker und Frau Wasser.

Standort des Fotografen: 47.883821, 8.347810

Klassentreffen des Jahrgangs 1925/26 zum 60-jährigen, 1985

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Geburtsjahrgangs 1925/26 feiern ihren 60. Geburtstag, Zeit also für ein Klassentreffen. Offenbar unternehmen sie eine Ausflugsfahrt mit dem Reisebus, der im Hintergrund steht. An der Einmündung zur Festhallenstraße stellt man sich zu einem Gruppenfoto auf. Schön macht sich der – mit Geranien geschmückte – Brunnen im Hintergrund. Der Brunnentrog wird wenige Jahre später umgesetzt, um für die Schulbusse, die täglich um die Kurve ins Schulzentrum fahren müssen, mehr Platz zum Abbiegen zu schaffen.

Wer weiß, wie die Frauen und Männer auf dem Foto heißen?
V. l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.884308, 8.347066

Klassentreffen des Jahrgangs 1922/23 vor dem Schuleingang, 1982

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

60 Jahre sind sie alt, die Männer und Frauen auf dem Foto, die sich zum Klassentreffen versammeln. Zusammenaddiert sind sie ganze 1.980 Jahre alt. Eingeschult wurden sie 1928, aus der Volksschule entlassen im Jahre 1936, als das Schulgebäude an der »Hasle« gerade eingeweiht wurde. Man tauscht Erinnerungen an früher aus, erinnert sich an ehemalige Lehrer*innen und bereits verstorbene Klassenkamerad*innen. 

Wer erkennt die ehemaligen Volksschüler*innen?
1. Reihe v.l.n.r.: ???, ????, Hildegard Pfeifer geb. Heizmann (1922-2008), Emilie Albrecht geb. Maier, ???, ???, Josef Heiler (1922-2010)
2. Reihe v.l.n.r.: Mathilde Ganter (1923-2018)
3. Reihe v.l.n.r.: Johann Jordan (1923-2002), ???, ???, ???, ???, Oskar Baader (geb. 1922), ???
4. Reihe v.l.n.r.: Johann Fehrenbach (geb. 1922)
5. Reihe v.l.n.r.: ???, ???, ???, Walter Müller (1923-2009), ???

Standort des Fotografen: 47.882330, 8.347822

Schulklasse des Geburtsjahrgangs 1941 mit Lehrer Schlachter, ca. 1948

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

Sieben oder acht Jahre sind sie alt, die Mädchen und Jungen auf dem Klassenfoto. Zusammen mit ihrem Lehrer Emil Schlachter versammeln sie sich vor dem Schuleingang, um ein Erinnerungsfoto aufzunehmen.

Der Rundbogen des Eingangsportals im Hintergrund ist mit Holzbrettern verschalt, ein Sprossenfenster ist eingesetzt, bei dem jedoch eine Glasscheibe herausgebrochen und notdürftig repariert ist. Offenbar handelt es sich um ein Relikt aus Kriegstagen, als das Gebäude gegen Bombardements geschützt werden sollte. Der Gebäudekomplex von Schule und Festhalle diente damals auch als Umsiedlungslager für so genannte Volksdeutsche.

Wer erkennt die Schülerinnen und Schüler? 

Standort des Fotografen: 47.882382, 8.347795

Schulklasse des Geburtsjahrgangs 1925 hinter der Schule und Festhalle, 1935

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Josefa Geisinger zur Verfügung.

Noch ist die neue Volksschule an der »Hasle« nicht eingeweiht, ja noch nicht einmal verputzt. Das Mauerwerk ist noch deutlich zu sehen. Aber da der Umzug in das neue Schulgebäude absehbar und nur noch eine Frage von Monaten ist, versammeln sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Lehrer Herrn Löhlein bereits hier zu einem Klassenfoto

Es ist ein sonniger Wintertag. Schnee liegt auf dem Boden und auf dem Fenstersims im Hintergrund. Einige Kinder tragen warme Wollpullover, manche haben Wintermützen auf dem Kopf. Bei den Jungs sind lange Hosen zu sehen, aber auch kurze, die in Kombination mit langen Kniestrümpfen getragen werden. Zwei der Jungs sind in Uniformen des Deutschen Jungvolks gekleidet. Die Kluft ist u.a. am schwarzen Halstuch und am ledernen Holzriemen zu identifizieren, einer der beiden Pimpfe trägt dazu ein schwarzes Käppi. Auch drei der Mädchen geben sich mit ihren weißen Blusen und schwarzen Halstüchern als Mitglieder der Jungmädel zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.882648, 8.347927