3 Fotos: Blockflötenkonzert bei der Einschulungsfeier in der Festhalle, 1991

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Zweitklässler*innen gestalten das Programm der Einschulungsfeier für die neuen Erstklässler*innen. Zuvor haben einige von ihnen bereits in kleinen Rollen mitgewirkt – an den Verkleidungen lässt sich erkennen, dass ein Theaterstück aufgeführt wurde. Nun stehen alle gemeinsam auf der Bühne und bilden ein großes Ensemble: Blockflöten werden angesetzt, dann geht es los. Mit sichtbarer Konzentration spielen die Kinder ihre Stücke, ganz auf ihre Instrumente fokussiert.

Der typische Momente einer Einschulungsfeier: Die »Großen« begrüßen die »Kleinen« – und zeigen dabei, was sie schon gelernt haben.

erstes Bild
V.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???

zweites Bild
V.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ??? (verdeckt), 8 ???, 9 ???, 10 ???

drittes Bild
V.l.n.r.:
1 Joachim Benz, 2 Tamara Pfeiffer, 3 Anja Spange, 4 Thomas Picht, 5 Sabrina Burkard (verh. Indlekofer), 6 Lioba Fesenmeier, 7 Alexander Maier, 8 Stefan Bürer

Standort des Fotografen: 47.882918, 8.347873

2 Fotos: Musikkapelle beim »Bunten Abend« in der Festhalle, Fasnacht 1977

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Beim traditionellen »Bunten Abend« des Turnerbundes in der Festhalle sorgen auch die »Löffinger Musikanten« für Stimmung. Auf einer seitlich zur Hauptbühne aufgebauten Spielfläche haben sie Aufstellung genommen und begleiten das Programm mit schwungvoller Unterhaltungsmusik. Mit Tuba, Posaunen, Klarinetten und Schlagzeug bringen sie den Saal in Bewegung. Die Musiker tragen einheitliche Westen und Kniebundhosen..

Die »Löffinger Musikanten« sind aus der sogenannten Tanzabteilung der Stadtmusik hervorgegangen. Diese trat vor allem bei den beliebten Heimatabenden in der Festhalle auf, die gemeinsam mit der Trachtengruppe veranstaltet wurden. Jetzt haben die Musikanten bei der jährlichen Fasnachtsveranstaltung des Turnerbundes einen großen Auftritt. Geleitet wird die Formation von Lothar Zepf.

oberes Bild
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lothar Zepf (Flügelhorn), 2 Ferdinand Hasenfratz (Saxophon), 3 Franz Benz (Saxophon), 4 Lothar Baader (Klarinette), 5 Uli Keller (Posaune), 6 Willi Guth (Schlagzeug)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lisa Benz (Flöte), 2 Waldemar Zepf (Trompete), 3 Reinhold Hryzuniak (Trompete), 4 ??? (verdeckt), 5 Hans Kaufmann (Bariton), 6 Dieter Gauger, 7 Kuno Schlatter (Tuba)

Standort des Fotografen: 47.882886, 8.347846

4 Fotos: Clowngruppe beim Umzug auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1987

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Manege frei für Clowns, Akrobaten und Musikanten« lautet das diesjährige Fasnachtsmotto. Diese Gruppe des Turnerbunds entscheidet sich nicht für eine der drei Varianten, sondern vereint gleich alles miteinander.

Bunt kostümiert und geschminkt, mit fröhlichen Gesichtern und farbigen Luftballons, treten sie als Clowns auf. Auf Hüpfbällen wird gesprungen, auf Stelzen marschiert – akrobatische Einlagen inklusive. Und dazu wird musiziert: auf Akkordeons und Blasinstrumenten aller Art, von der Tuba bis zur Kindertröte. Sogar Gartenschläuche und Gießkannen kommen zum Einsatz.

Die Gruppe zieht über den oberen Rathausplatz und passiert gerade das Rathaus. Das Wetter spielt allerdings nicht mit: Die aufgespannten Regenschirme sind keine bloßen Accessoires, sondern bitter nötig. Trotzdem harren die Zuschauer*innen am Straßenrand tapfer im Schmuddelwetter aus. So beteiligt sich die Gruppe als bunter Farbtupfer am närrischen Treiben – ein fröhlicher Kontrast zum grauen »Fasnet Mändig«, der für einen Moment fast vergessen lässt, wie ungemütlich das Wetter eigentlich ist.

erstes Foto: Birte Meder, Bruno Meder, Renate Meder

zweites Foto: 1 Josef (Jupp) Jäger, 2 ???, 3 Ottmar Heiler

drittes Foto: 1 Annemarie Hryzuniak, 2 Lydia Kaiser, 3 Gertrud Feser (auf dem Ball sitzend)

viertes Foto: 1 Lore Isele, 2 Irma Hasenfratz, 3 Lore Bächle, X Klaus Ruf

Standort des Fotografen: 47.883986, 8.344518

5 Fotos: Volkstrauertag auf dem unteren Rathausplatz, November 1999

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Traditionell findet das Totengedenken am Volkstrauertag auf dem unteren Rathausplatz statt. Am Mailänder Tor befinden sich seit 1930 die Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Der 1954 geschaffene Demetriusbrunnen erinnert zudem an die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Kirchgang versammelt sich hier die Gemeinde.

Der Volkstrauertag wurde 1922 als Gedenktag für die Kriegstoten des Ersten Weltkriegs eingeführt. In der Bundesrepublik Deutschland wird er seit 1952 als staatlicher Gedenktag begangen und erinnert heute allgemein an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Dieses Gedenken ist jedoch nicht unproblematisch. Lange Zeit wurde pauschal der Gefallenen gedacht – und damit auch Soldaten eingeschlossen, die Teil eines verbrecherischen Angriffskrieges waren. Spätestens seit der Wehrmachtsausstellung von 1995, die in verschiedenen Städten gezeigt wurde und eine öffentliche Debatte entfachte, ist bekannt, dass nicht nur SS und Waffen-SS, sondern auch Teile der Wehrmacht an Kriegsverbrechen beteiligt waren und Mitverantwortung für den Holocaust trugen. Der Volkstrauertag steht seither stärker im Spannungsfeld zwischen persönlichem Gedenken, historischer Aufarbeitung und kritischer Erinnerungskultur.

Auf den Fotos ist die Gedenkfeier zu sehen: Die Stadtmusik spielt, die Feuerwehr tritt an und senkt die Fahne. Während sich die Anwesenden zum stillen Gedenken versammeln, hält Bürgermeister Frank Schmitt (1963-2005) eine Ansprache. Für ihn ist es eine Premiere: Erst seit Kurzem ist er Bürgermeister von Löffingen.

Standort des Fotografen: 47.883707, 8.343856

Musikkapelle bei der Jubiläumsfeier des Schwarzwaldvereins in der Festhalle, 1979

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

In der Festhalle wird gefeiert: Der Schwarzwaldverein veranstaltet seine »110. Hauptversammlung« und feiert zugleich sein Gründungsjubiläum. Der Verein ist sogar ein paar Jahre älter: Er wurde am 13. August 1864 in Freiburg im Breisgau ins Leben gerufen und ist damit bereits 115 Jahre alt. Für den festlichen Rahmen sorgt auch die Musik – auf einer seitlich aufgebauten Nebenbühne haben die »Löffinger Musikanten« in gelb-blauen Trachten Platz genommen und spielen auf. Blumenschmuck und das aufgehängte Löffinger Wappen geben dem Saal eine feierliche Atmosphäre. Unten vor der Bühne folgen Besucher*innen dem Festprogramm.

Die »Löffinger Musikanten« sind eine Abteilung der Stadtmusik, die aus der »Tanzabteilung« hervorgegangen ist. Sie gibt instrumentale, volkstümliche Musik zum Besten. Die Leitung der Abteilung verantwortet Lothar Zepf (1936-2022).

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ferdinand Hasenfratz, 2 Franz Benz, 3 Lothar Baader, 4 Edwin »Krugli« Kuttruff (Schlagzeug)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lothar Zepf (Leitung), 2 Waldemar Zepf, 3 Reinhold Hryzuniak, 4 Walter Feser [oder Rudolf Heiler?], 5 Ulrich Keller, 6 Konrad Benz? (Tuba)

Der Löffinger Ortsverein des Schwarzwaldvereins selbst ist deutlich jünger als 115 Jahre: Am 16. Januar 1954 lud Forstrat Wilhelm Engler interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Löffingen und den umliegenden Orten ins Gasthaus »Linde« ein. 24 Personen folgten der Einladung und gründeten den Ortsverein – der sich bis heute zu einer festen Größe im Vereinsleben entwickelt hat.

Standort des Fotografen: 47.882913, 8.347869

Begrüßung von Staatspräsident Wohleb bei der Stadterhebung, 27. Mai 1951

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Hoher Besuch in Löffingen – beinahe ein Staatsbesuch: Dr. Leo Wohleb (1888-1955), Staatspräsident des Landes Baden, reist aus Freiburg im Breisgau an, um an den Feierlichkeiten zur Wiederverleihung der Stadtrechte persönlich teilzunehmen.

Denn es geht um mehr als ein Fest: Mit der badischen Gemeindeordnung von 1921 war Löffingen zur »Stadtgemeinde« erhoben worden. 1935 wurden diese Rechte im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung aufgehoben. Nun, in der Nachkriegszeit, wird die Gemeindeordnung wieder in Kraft gesetzt – und Löffingen erhält das Recht zurück, sich »Stadt« zu nennen. Der entsprechende Erlass stammt vom badischen Innenministerium unter Innenminister Alfred Schühly (1889-1977). Überreicht wird die Urkunde jedoch durch Staatspräsident Wohleb selbst.

Das Wetter meint es an diesem Tag allerdings nicht gut mit den Feiernden. Der Staatsakt kann nicht wie geplant auf dem Rathausplatz stattfinden und wird kurzerhand in die Festhalle verlegt. Dort hält Wohleb auch seine Ansprache. Die Aufnahme zeigt vermutlich seine Ankunft am Bahnhof. Begrüßt wird der Staatspräsident von Josef Benitz. Regenschirme sind aufgespannt, und im Hintergrund trotzt die Stadtmusik dem regnerischen Wetter.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Josef Benitz, 2 Staatspräsident Dr. Leo Wohleb
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Karl Sibold, 2 Walter Willig, 3 Ewald Hepting

Standort des Fotografen: 47.883483, 8.342366

Narrengruppe beim Umzug auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1987

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Manege frei für Clowns, Akrobaten und Musikanten« – unter diesem Motto steht die diesjährige Fasnacht. Diese Gruppe hat sich ganz offensichtlich für die dritte Variante entschieden: die Musik. Als Köche verkleidet ziehen die Musikant*innen durch die Straßen. Weiße Kochjacken und hohe Mützen bestimmen das Bild, dazu kommt ein besonderes Detail: Die Gesichter sind je zur Hälfte silbern und golden geschminkt. Die Schminke harmoniert mit den glänzenden Blechinstrumente, die sie mit sich führen.

Mit Tuba, Posaune, Saxophon und Schlagzeug sorgen sie für Stimmung im Narrenumzug am »Fasnet Mäntig«. Gerade passieren sie das Rathaus, während sich am Straßenrand zahlreiche Zuschauer*innen versammelt haben. Es ist der erste Auftritt des »Flädlesuppen-Clubs«. Die Musiker*innen gehören zur Stadtmusik. Ihr Name rührt daher, dass die »Flädler« bei Festlichkeiten der Stadtmusik große Mengen Flädlesuppe zubereiten und diese zugunsten der Vereinskasse verkaufen.

V.l.n.r.: 1 Fridolin Benz, 2 Karl Binder, 3 Klaus Baader, 4 Edwin Kuttruff, 5 Jolanda ???, 6 Lothar Baader

Standort des Fotografen: 47.883962, 8.344399

Musikkapelle im »Gebertsaal«, ca. 1926-1930

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Die Musikkapelle hat ihren großen Auftritt. Auf einer provisorisch wirkenden Bühne haben die Musiker Platz genommen – dicht nebeneinander, die Instrumente bereit. Einige heben ihre Gläser, als wäre der Auftritt bereits zu Ende. Vor der Bühne stehen Tische und Stühle, auf denen Flaschen und Gläser stehen. Menschen im Publikum sind in diesem fotografischen Moment aber nicht zu sehen.

Wo genau die Aufnahme entstanden ist, lässt sich nicht sicher sagen. Vieles spricht jedoch dafür, dass sie im 1925/26 neu erbauten »Gebertsaal« aufgenommen wurde. In den Jahren vor der Fertigstellung der Festhalle diente er als zentraler Veranstaltungsort des Städtchens – für Fasnacht, Theater und Konzerte. Ab 1927 verlagern sich größere Veranstaltungen dann zunehmend in die Festhalle.

V.l.n.r.: 1 August Strobel, 2 Franz Zepf, 3 Heinrich Thoma, 4 Karl Sibold, 5 Johann Maier, 6 Karl Hepting, 7 Rupert Hepting

Standort des Fotografen: vermutlich 47.884497, 8.347049

Umzug beim Sängerfest auf dem oberen Rathausplatz, 31. Juli 1927

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.

Der obere Rathausplatz ist kaum wiederzuerkennen. Fahnen und Girlanden spannen sich zwischen den Häusern, aus allen Richtungen strömen Menschen herbei. Dicht gedrängt stehen die Zuschauer*innen am Straßenrand, während sich der Festzug langsam seinen Weg durch das Städtchen bahnt. Vorneweg zieht eine Musikkapelle – Trompeten, Hörner und Tuben glänzen im Licht. Dahinter folgen weitere Vereine und Festteilnehmer*innen. Männer in Anzügen und Hüten, Frauen in hellen Sommerkleidern, Kinder, die neugierig zwischen den Erwachsenen stehen oder sich am Rand des Geschehens durchschlängeln. Es ist ein lebendiges Bild voller Bewegung, Klang und Stimmengewirr.

An diesem Wochenende steht das Städtchen ganz im Zeichen des Schwarzwaldgau-Sängerbundesfestes. Rund 3.000 Sänger*innen sind angereist, dazu kommen viele hundert Besucher*innen. Bereits am Vorabend füllt ein Festbankett mit etwa 2.000 Teilnehmer*innen die Säle, am Sonntagvormittag folgt das Preiswettsingen mit anschließendem Konzert. Der Festumzug bildet den Höhepunkt der Feierlichkeiten. Schätzungsweise 4.000 bis 5.000 Menschen beteiligen sich daran – eine beeindruckende Zahl, die zeigt, welche Bedeutung das Sängerwesen hat. Singen ist schließlich mehr als Musik: Es bildet auch Gemeinschaft und stiftet Identität.

Im Hintergrund ragt die Gewerbliche Fortbildungsschule (Demetriusstr. 1) auf. Von der Freitreppe aus bietet sich ein Blick auf das dichte Gedränge auf dem Rathausplatz.

Standort des Fotografen: 47.884024, 8.344913

3 Fotos: »Bunter Abend« in der Festhalle, Fasnacht 1982

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Zur Fasnacht 1982 lädt der Turnerbund in die Festhalle zum traditionellen »Bunten Abend« ein. Unter dem Motto »Talent-Schuppen« erwartet die Besucher*innen ein rund dreieinhalbstündiges Programm, das mit Musik, Tanz und humorvollen Einlagen für beste Unterhaltung sorgt.

Auf der Bühne wechseln sich verschiedene Gruppen mit ihren Darbietungen ab. Zu sehen sind hier (vermutlich) Turnerinnen unter der Leitung von Ute Kaiser. Sie präsentieren eine »Skigymnastik nach herkömmlicher und moderner Art, à la Rock’n’Roll«, wie es später in der Lokalpresse heißt. In bunten Kostümen und mit schwungvollen Bewegungen tanzen sie über die Bühne und sorgen für viel Applaus im Saal.

Für die passende musikalische Begleitung sorgt eine Rockband, die ordentlich Stimmung macht. Mit Sonnenbrillen, Jeans- und Lederjacken geben sich die Musiker betont lässig und liefern den Soundtrack zu den Tanzeinlagen.

Wer erkennt die Musiker der Rockband? Und wer sind die Turnerinnen?

erstes Bild
V.l.n.r.:
1 Clemens Jordan, 2 Johannes Winkler, 3 Ferdinand Riegger, 4 Rainer Zepf

Standort des Fotografen: 47.882924, 8.347869

Grundsteinlegung der evangelischen Kirche, 19. Juli 1953

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Ein Sommersonntag im Juli 1953. Männer in Anzügen und Frauen in hellen Kleidern haben sich versammelt. Noch ragen hinter ihnen rohe Backsteinmauern in den Himmel – das künftige Gotteshaus ist erst im Entstehen. Baugerüste, aufgeschichtete Ziegel und junge Fichten, die den Platz schmücken, markieren den Übergang zwischen Baustelle und Festakt.

Im Mittelpunkt steht die Stadtmusik. Der Dirigent Rupert Hepting hat die Arme erhoben, die Musiker setzen zum Spiel an: Die Musikinstrumente glänzen im Sonnenlicht.

V.l.n.r.: 1 Konrad Sibold (Querflöte), 2 Josef Hasenfratz (Klarinette), 3 Ferdi Hasenfratz (Klarinette), 4 Franz Faller (Tenorhorn), 5 Dirigent Rupert Hepting, 6 Lothar Zepf (Flügelhorn)

Mit feierlichen Klängen umrahmen die Musiker die Grundsteinlegung der evangelischen Kirche am 19. Juli 1953, dem 7. Sonntag nach Trinitatis. Es ist ein besonderer Moment für die evangelische Gemeinde, die hier ihr eigenes Gotteshaus erhält. Auch der katholischen Kirchenchor wirkt mit. Zu sehen sind u.a. Franziska Heiler (geb. Fritsche), Erika Jordan und Maria Kaufmann (geb. Vogelbacher).

In die Mauer des neuen Kirchenbaus wird eine Urkunde eingelassen. Darin heißt es: »Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes legen wir den Grundstein der evangelischen Kirche in Löffingen, in der Gottes Wort gepredigt, die Sakramente gespendet und der Name des Herrn angerufen werden soll.«

Standort des Fotografen: 47.881433, 8.348639

Vier Musiker an Fronleichnam, 1935

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Vier junge Musiker stehen geschniegelt in dunklen Uniformröcken mit doppelter Knopfreihe, breiten Gürteln und auffälligen, glänzenden Helmen. In ihren Händen halten sie Blasinstrumente, wie Trompete und Horn. Unten auf dem Foto steht in schwungvoller Handschrift: »Frohnleichnahm 1935« – mit gleich zwei überflüssigen »h«. Das menschliche Gedächtnis – und manchmal auch die Rechtschreibung – irrt eben gelegentlich.

Die vier Musiker gehören der Stadtmusik an, die bis 1920 bei der Feuerwehr eingegliedert ist. Die alten Uniformen werden weiter genutzt, deswegen auch die Feuerwehrhelme. Fronleichnam ist ein Hochfest mit feierlicher Prozession, bei der Musik nicht fehlen darf.

Die Szene wirkt wie ein spontaner Schnappschuss am Rande der Feierlichkeiten. Die jungen Männer schauen nicht alle selbstbewusst in die Kamera: Einer blickt abgelenkt zur Seite, ein anderer blickt lächelnd gen Himmel. Gerade diese leichte Unbeholfenheit verleiht dem Bild seinen Charme. Es zeigt nicht nur vier Musiker in einem festlichen Moment, aber mit ganz und gar menschlicher Ausprägung.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 August Kuster jr. (Jahrgang 1924/25)

Standort des Fotografen: ???