5 Fotos: Gewichtheber beim »Bunten Abend« in der Festhalle, Fasnacht 1957

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mit erstaunlicher Leichtigkeit stemmt ein Gewichtheber die schwere Hantel über den Kopf. Wenig später hält sein Partner das mächtige Gerät sogar mit nur einer Hand in die Höhe. Beide treten beim traditionellen »Bunten Abend« des Turnerbundes in der Festhalle auf – allerdings nicht gerade im klassischen Sportdress, sondern gekleidet mit weißem Hemd, Krawatte und weiter Bundfaltenhose. Nur die Hosenträger und die unterschiedlich gebundenen Krawatten helfen dabei, die beiden Akteure auseinanderzuhalten. Zu sehen sind Ferdinand Schultheiß (geb. 1939) und Manfred Wagner (genannt »Bär», geb. 1939). Er ist aktiver Gewichtheber in Donaueschingen.

Die Darbietung lebt offensichtlich vom Gegensatz zwischen scheinbar ungeheuren Gewichten und müheloser Körperkraft. Dass hier ein wenig getrickst wird, darf wohl vermutet werden. Die großen Scheiben sehen jedenfalls beeindruckend schwer aus – und gerade darin liegt der Witz der Nummer.

Der »Bunte Abend« bietet ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm aus Sketchen und turnerischen Einlagen. Die beiden Gewichtheber verbinden Sport und Komik auf besonders wirkungsvolle Weise: das Publikum darf staunen, lachen und darüber rätseln, wie schwer diese Hanteln tatsächlich sind.

Standort des Fotografen: 47.882909, 8.347878

Darbietung von vier Turnern beim »Bunten Abend«, Fasnacht ca. 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Renate Fehrenbach zur Verfügung.

Vier Turner*innen stehen in weißen Kellnerjacken auf der Bühne und halten große Flaschen in die Höhe. Mit schwarzen Fliegen, dunklen Hosen und Turnschuhen wirken sie wie eine ungewöhnliche Bedienungsmannschaft. Auf den Tischen im Hintergrund stehen weitere Flaschen bereit.

Was die vier Mitglieder des Turnerbundes beim »Bunten Abend« in der Festhalle aufführen, ist nicht überliefert. Vielleicht handelt es sich um einen kurzen Theatersketch, bei dem der Wirtshausbetrieb gehörig durcheinandergerät. Ebenso denkbar ist eine akrobatische Einlage, bei der die Flaschen als Requisiten dienen. Ihre weit auseinanderstehenden Beine und die gleichförmige Haltung lassen jedenfalls vermuten, dass gleich Bewegung in die Szene kommt.

V.l.n.r.: 1 [Paula Schweizer (verh. Veith)?], 2 Elke Bleuel (geb. ???), 3 ???, 4 ???

Standort des Fotografen: 47.882868, 8.347843

NS-Veranstaltung der NSKOV in der Festhalle, 6. August 1939

Sammlung Familie Waßmer

Bis auf den letzten Platz ist die Festhalle gefüllt. Männer in Anzügen und Uniformen, Frauen und Kinder sitzen dicht gedrängt an langen Tischen. An den Wänden hängen Hakenkreuzfahnen, über der Bühne prangt das Emblem der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung (NSKOV) – bestehend aus einem Hakenkreuz, einem Eisernen Kreuz und einem vertikal nach unten gerichteten Schwert, das von einem Eichen- oder Lorbeerkranz eingerahmt wird. Flaschen und Gläser auf den Tischen vermitteln auf den ersten Blick den Eindruck eines geselligen Beisammenseins. Doch die Veranstaltung ist alles andere als unpolitisch.

Zum »Kameradschaftstreffen« der NSKOV im Kreis Neustadt kommen ehemalige Frontsoldaten, Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene. Sie sitzen nach den »Kameradschaften« ihrer jeweiligen Heimatorte geordnet an den Tischen. Im Vordergrund weist ein Schild aus, welche Ortskameradschaft hier ihren Platz hat. Unter den Ehrengästen befinden sich Funktionäre der NSDAP sowie Abordnungen von SA und SS. Die NSKOV ist keine unabhängige Interessenvertretung, sondern ein der NSDAP angeschlossener Verband. Fürsorge für Kriegsopfer verbindet sie mit der Propagierung der NS-Ideologie und der Forderung nach unbedingter Treue zum NS-Regime.

Ein Zeitungsartikel bezeichnet die Veranstaltung als »großes Ereignis« und »noch lange nachwirkendes Erlebnis«. Die Redner erinnern zwar an die Toten und Verwundeten des Ersten Weltkriegs, doch ihre Ansprachen richten den Blick auf die Gegenwart. Sie fordern »Dank, Opferbereitschaft und Treue zu Führer, Volk und Vaterland« und beschwören Pflichterfüllung, Kampf um »Lebensraum« und den »restlosen Einsatz« für das nationalsozialistische Deutschland.

Auch zahlreiche Löffinger Vereine gestalten das Programm mit. Die Jugend des Turnerbundes tritt auf, ebenso das Löffinger Quartett, der Zither-Verein und die Trachtengruppe. Der Zeitungsartikel hebt ausdrücklich hervor, dass sich »sämtliche Löffinger Vereine« für die Veranstaltung zur Verfügung stellen. Über die persönliche Haltung der einzelnen Mitwirkenden sagt dies nichts aus. Als Vereine tragen sie jedoch dazu bei, die nationalsozialistische Propaganda zu verbreiten.

Die Veranstaltung findet am 6. August 1939 statt. Deutschland rüstet seit Jahren zu einem neuen Krieg. Nur 26 Tage später überfällt die deutsche Wehrmacht Polen und beginnt damit den Zweiten Weltkrieg. Mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945 wird die NSKOV durch die Alliierten als nationalsozialistische Organisation verboten.

Standort des Fotografen: 47.882868, 8.347849

Festhalle und Volksschule, ca. 1957

Verlag Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund | Stadtarchiv

Aus luftiger Höhe entsteht diese Aufnahme: Festhalle und Volksschule sind aus der Vogelperspektive zu sehen. Das Flugzeug kreist über dem Städtchen und gibt den Blick frei auf ein Areal, das noch deutlich am Rand der Bebauung liegt. Hinter dem Wäldchen »Hasle« schließen sich Wiesen, Felder und Waldstücke an.

Im Vordergrund liegen die Gärten in den »Bittenwiesen«. Am rechten Bildrand ist der Bittenbach zu erkennen, der in Richtung Seppenhofen fließt. Der Kindergarten (Schulweg 3) wird erst 1964 gebaut; an seiner Stelle befindet sich noch Gartenland. Die Siedlung »Neue Heimat« in der Haslachstraße ist hingegen bereits errichtet.

Die Festhalle und die Volksschule, beide 1936 nach langer Bauzeit eingeweiht, bilden zusammen ein markantes Ensemble. Verbunden sind sie durch den Mitteltrakt, in dem das Heimatmuseum untergebracht ist. Rechts neben der Schule steht die evangelische Kirche, die 1953 erbaut wurde. Ihre Fassade erstrahlt noch in hellem Weiß. Das evangelische Pfarrhaus existiert noch nicht, es wird erst 1969/70 erbaut.

8 Fotos: Einschulung der Erstklässler mit Lehrerin Denkel, 1991

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Ernst des Lebens beginnt – doch von Ernst ist auf diesem Foto zunächst wenig zu spüren. Stolz und voller Vorfreude präsentieren die ABC-Schütz*innen ihre bunten Schultüten und nagelneuen Schulranzen. Viele können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Die Schultüten fallen besonders ins Auge: prall gefüllt mit Süßigkeiten, kleinen Geschenken und nützlichen Dingen für den Schulalltag.

Soeben fand in der Festhalle die Einschulungsfeier statt. Jetzt treten die Kinder auf die Treppenstufen vor der Festhalle – fast wie ein neugewählter Papst auf die Loggia des Petersdoms. Habemus primam classem! Zum ersten Mal präsentieren sie sich der Öffentlichkeit und natürlich dem Fotografen als frischgebackene Erstklässler*innen. Die Kinder des Einschulungsjahrgangs wurden auf zwei erste Klassen aufgeteilt. Hier posiert eine der beiden Gruppen mit ihrer Klassenlehrerin Edith Denkel.

Gleich geht es hinüber zur Grundschule. Dort wartet das Klassenzimmer, der erste Sitzplatz – und der*die neue Tischnachbar*in. Für die Kinder beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???
2.Reihe: 1 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???
6.Reihe: 1 Edith Denkel

Standort des Fotografen: 47.883003, 8.347701

Mehrbildkarte von der Bahnhofgaststätte, ca. 1960

Sammlung Familie Waßmer

Eine Ansichtskarte zeigt die »Bahnhof-Gaststätte« im 1957 neu eingeweihten Bahnhofsgebäude. Der alte Bahnhof war bei einem Bombenangriff 1945 komplett zerstört worden. 12 Jahre diente eine Holzbaracke als provisorisches Bahnhofsgebäude, bis der Neubau fertiggestellt war.

Im Erdgeschoss befindet sich die Gaststätte, die wie die Mehrbildkarte zeigt, auch über ein »Nebenzimmer« verfügt. Die Einrichtung wirkt funktional und nüchtern. Die Tische sind mit karierten Wachstischdecken bedeckt, auf denen Aschenbecher bereitstehen. Schlichte Holzstühle stehen um die Tische herum. Einer der Tische ist mit einem blauen Punkt markiert. Eine weitere Markierung auf der Karte findet sich auf der Außenaufnahme des Bahnhofsgebäudes. Ein × im ersten Obergeschoss markiert eines der Gästezimmer.

Die Mehrbildkarte wird am 30. März 1963 von Löffingen ins thüringische Leimbach versendet. Adressiert ist sie an die Witwe Meta Noack. Ihr Bruder Paul schreibt: »Diese Karte ist wo ich wohne, Stammtisch wo der Punkt ist«. Frankiert ist die Ansichtskarte mit einer 15-Pfennig-Briefmarke aus der Bundespost-Serie »Bedeutende Deutsche«, die Martin Luther zeigt. Für eine Inlands-Postkarte der Bundesrepublik beträgt das Porto 15 Pfennig vom März 1963 bis März 1966 – auch im Postverkehr von der Bundesrepublik in die DDR, da sie nicht als Ausland anerkannt wird.

Die vierte Ansicht auf der Mehrbildkarte zeigt die Festhalle, aufgenommen vom Schulweg aus. Betitelt ist das Foto mit »Stadthalle und Museum«. Der Kindergarten ist noch nicht gebaut.

Standorte des Fotografen: 47.883496, 8.342212, 47.883413, 8.342429 und 47.883280, 8.346340

Theateraufführung in der Festhalle, Fasnacht ca. 1935

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Zum Schluss treten noch einmal alle Mitwirkenden gemeinsam auf die Bühne. Dicht gedrängt stellen sie sich vor dem monumentalen Bühnenbild auf und blicken in die Kamera. Männer und Frauen, junge Erwachsene und ältere Laiendarsteller – offenbar das gesamte Ensemble des Theaterstücks.

Die Kostüme orientieren sich an historischen Vorbildern irgendwo zwischen Spätmittelalter und Renaissance. Einige Männer tragen kurze Wämser, Strumpfhosen und Baretts, andere erscheinen als Landsknechte mit Schwertern und Dolchen. Frauen tragen lange Kleider mit weiten Ärmeln. Besonders eindrucksvoll wirken die vier Männer in Ritterrüstungen, die unter dem Torbogen Aufstellung genommen haben. Das Ganze erinnert an ein großes Historienstück mit Burgherren, Soldaten und Hofstaat.

Bemerkenswert ist vor allem das Bühnenbild. Die Kulisse zeigt ein mächtiges steinernes Burgtor mit kleinen gotischen Fenstern und einem gewaltigen Rundbogen. Darüber befindet sich ein Wappenstein. Das halbierte Wappen mit seinen schrägen Balken könnte ein Hinweis auf ein konkretes Adelsgeschlecht oder einen historischen Stoff sein. Vielleicht handelt es sich aber auch lediglich um ein Fantasiewappen, das mittelalterliche Atmosphäre erzeugen soll. Welches Theaterstück hier tatsächlich aufgeführt wird, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit sagen.

Sicher ist dagegen: Für Löffinger Verhältnisse handelt es sich um eine außerordentlich aufwändige Produktion. Die Zahl der Mitwirkenden ist groß, die Kostüme sind detailreich und die Kulisse beeindruckend dimensioniert. Allein die Größe der Bühne spricht dafür, dass die Aufführung nicht im »Gebertsaal« stattfindet. Wahrscheinlich nutzt man bereits die neu erbaute Festhalle, die Raum für derart große Theaterinszenierungen bietet.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Ernst Kraus, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 ???, 13 ???, 14 ???, 15 ???, 16 Timotheus Schmid, 17 ???, 18 ???, 19 Rupert Hepting, 20 ???, 21 Fritz Adrion
3.Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.882906, 8.347861

3 Fotos: Blockflötenkonzert bei der Einschulungsfeier in der Festhalle, 1991

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Zweitklässler*innen gestalten das Programm der Einschulungsfeier für die neuen Erstklässler*innen. Zuvor haben einige von ihnen bereits in kleinen Rollen mitgewirkt – an den Verkleidungen lässt sich erkennen, dass ein Theaterstück aufgeführt wurde. Nun stehen alle gemeinsam auf der Bühne und bilden ein großes Ensemble: Blockflöten werden angesetzt, dann geht es los. Mit sichtbarer Konzentration spielen die Kinder ihre Stücke, ganz auf ihre Instrumente fokussiert.

Der typische Momente einer Einschulungsfeier: Die »Großen« begrüßen die »Kleinen« – und zeigen dabei, was sie schon gelernt haben.

erstes Bild
V.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???

zweites Bild
V.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ??? (verdeckt), 8 ???, 9 ???, 10 ???

drittes Bild
V.l.n.r.:
1 Joachim Benz, 2 Tamara Pfeiffer, 3 Anja Spange, 4 Thomas Picht, 5 Sabrina Burkard (verh. Indlekofer), 6 Lioba Fesenmeier, 7 Alexander Maier, 8 Stefan Bürer

Standort des Fotografen: 47.882918, 8.347873

2 Fotos: Narrengruppe in der Festhalle, Fasnacht 1986

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

In der Festhalle herrscht ausgelassene Fasnachtsstimmung. Ob es sich um den »Öschabend« oder den »Bunten Abend« des Turnerbunds handelt, lässt sich nicht sagen – sicher ist nur: Hier wird gefeiert. Eine Gruppe Närrinnen und Narren hat sich in phantasievollen Kostümen zusammengefunden und posiert für die Kamera. Im Foyer und im Treppenhaus stellt man sich locker auf, rückt zusammen, lacht. Clowns mit geschminkten Gesichtern, gestreifte Shirts und bunte Stoffe prägen das Bild.

Besonders auffällig ist ein Pierrot-Paar im Vordergrund: Die beiden treten als Gegenstück zueinander auf. Ihre Kostüme sind in Negativfarben gestaltet – beim einen sind die Bommel weiß auf dunklem Grund, beim anderen schwarz auf hellem. So spiegeln sie sich gegenseitig und bilden ein bewusst inszeniertes Duo, das durch diese feine Umkehrung sofort ins Auge fällt.

Die Fotos halten einen typischen Moment der Fasnacht fest: ein kurzes Innehalten zwischen Musik, Tanz und Programm. Gleich wird es wieder laut werden in der Halle, doch für einen Augenblick gehört die Bühne ganz dieser kleinen Gruppe.

zweites Bild
1.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Monika Scherer (geb. Willmann), 2 Martin Scherer, 3 Thomas Rebholz, 4 Thomas Rosenfelder, 5 Petra Metzler (verh. Eiche)

Standort des Fotografen: 47.882939, 8.347875

2 Fotos: Musikkapelle beim »Bunten Abend« in der Festhalle, Fasnacht 1977

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Beim traditionellen »Bunten Abend« des Turnerbundes in der Festhalle sorgen auch die »Löffinger Musikanten« für Stimmung. Auf einer seitlich zur Hauptbühne aufgebauten Spielfläche haben sie Aufstellung genommen und begleiten das Programm mit schwungvoller Unterhaltungsmusik. Mit Tuba, Posaunen, Klarinetten und Schlagzeug bringen sie den Saal in Bewegung. Die Musiker tragen einheitliche Westen und Kniebundhosen..

Die »Löffinger Musikanten« sind aus der sogenannten Tanzabteilung der Stadtmusik hervorgegangen. Diese trat vor allem bei den beliebten Heimatabenden in der Festhalle auf, die gemeinsam mit der Trachtengruppe veranstaltet wurden. Jetzt haben die Musikanten bei der jährlichen Fasnachtsveranstaltung des Turnerbundes einen großen Auftritt. Geleitet wird die Formation von Lothar Zepf.

oberes Bild
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lothar Zepf (Flügelhorn), 2 Ferdinand Hasenfratz (Saxophon), 3 Franz Benz (Saxophon), 4 Lothar Baader (Klarinette), 5 Uli Keller (Posaune), 6 Willi Guth (Schlagzeug)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lisa Benz (Flöte), 2 Waldemar Zepf (Trompete), 3 Reinhold Hryzuniak (Trompete), 4 ??? (verdeckt), 5 Hans Kaufmann (Bariton), 6 Dieter Gauger, 7 Kuno Schlatter (Tuba)

Standort des Fotografen: 47.882886, 8.347846

Vorführung der Jugendabteilung des Turnerbunds, Fasnacht 1978

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der traditionelle »Bunte Abend« des Turnerbunds in der vollbesetzten Festhalle steht in diesem Jahr unter dem Motto »Kurprogramm – International«. Einen sportlichen Höhepunkt des mehrstündigen Programms bildet der Auftritt der Turner und Jugendturner, die als »ungarische Akrobaten« eine eindrucksvolle Pyramide zeigen. Mit Kraft, Gleichgewicht und viel Vertrauen ineinander türmen sich die jungen Sportler zu einer mehrstöckigen Formation. Die sorgfältig einstudierte Darbietung verlangt Konzentration und präzises Zusammenspiel – jeder Griff muss sitzen.

Angeleitet wird die Gruppe von Robert Rosenstiel und Klaus Ruf, die auch auf dem Foto zu sehen sind. Die jungen Turner sind Henry Fehrenbach und Axel Fehrenbach, evtl. auch Wolfgang Hörig, Roland Hofmann und Uwe Streit.

Das Publikum in der Festhalle verfolgt den Auftritt gespannt und honoriert die gelungene Vorführung mit kräftigem Applaus.

Standort des Fotografen: 47.882905, 8.347862

Musikkapelle bei der Jubiläumsfeier des Schwarzwaldvereins in der Festhalle, 1979

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

In der Festhalle wird gefeiert: Der Schwarzwaldverein veranstaltet seine »110. Hauptversammlung« und feiert zugleich sein Gründungsjubiläum. Der Verein ist sogar ein paar Jahre älter: Er wurde am 13. August 1864 in Freiburg im Breisgau ins Leben gerufen und ist damit bereits 115 Jahre alt. Für den festlichen Rahmen sorgt auch die Musik – auf einer seitlich aufgebauten Nebenbühne haben die »Löffinger Musikanten« in gelb-blauen Trachten Platz genommen und spielen auf. Blumenschmuck und das aufgehängte Löffinger Wappen geben dem Saal eine feierliche Atmosphäre. Unten vor der Bühne folgen Besucher*innen dem Festprogramm.

Die »Löffinger Musikanten« sind eine Abteilung der Stadtmusik, die aus der »Tanzabteilung« hervorgegangen ist. Sie gibt instrumentale, volkstümliche Musik zum Besten. Die Leitung der Abteilung verantwortet Lothar Zepf (1936-2022).

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ferdinand Hasenfratz, 2 Franz Benz, 3 Lothar Baader, 4 Edwin »Krugli« Kuttruff (Schlagzeug)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lothar Zepf (Leitung), 2 Waldemar Zepf, 3 Reinhold Hryzuniak, 4 Walter Feser [oder Rudolf Heiler?], 5 Ulrich Keller, 6 Konrad Benz? (Tuba)

Der Löffinger Ortsverein des Schwarzwaldvereins selbst ist deutlich jünger als 115 Jahre: Am 16. Januar 1954 lud Forstrat Wilhelm Engler interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Löffingen und den umliegenden Orten ins Gasthaus »Linde« ein. 24 Personen folgten der Einladung und gründeten den Ortsverein – der sich bis heute zu einer festen Größe im Vereinsleben entwickelt hat.

Standort des Fotografen: 47.882913, 8.347869