Krankenhaus in der Seppenhofer Straße, ca. 1957

Verlag A. Rebholz

Am 25. Mai 1957 wird in einer Feierstunde der moderne Anbau des städtischen Krankenhauses eingeweiht, der an der Stelle des alten Spitalhäuschens errichtet wurde. Erbaut wurde der neue Flügel nach Plänen des Freiburger Architekten Dipl.-Ing. Karl H. Fischer. Durch die Vergrößerung des Hauses erhöht sich die Anzahl der zur Verfügung stehenden Krankenbetten von 35 auf 55.  Im Anbau befinden sich außerdem in beiden Stockwerken Aufenthaltsräume für die Kranken und ihre Besucher. Die neuen Räume sind mit Zentralheizung und fließend warmem und kaltem Wasser ausgestattet. Außerdem verfügt der Anbau über einen modernen Aufzug, sodass Kranke fortan keine Treppen mehr steigen bzw. hoch getragen werden müssen. Im Dachgeschoss sind Wohnungen für die Krankenschwestern untergebracht, die dem katholischen St. Vinzentiusorden angehören.

Am Seitengiebel lässt die Stadtgemeinde unter Bürgermeister Paul Benitz ein Wandgemälde anbringen, das Vinzenz von Paul (1581-1660) zeigt. 1729 wurde Vinzenz selig- und 1737 heiliggesprochen. 1885 ernannte Papst Leo XIII. ihn zum Schutzpatron des Ordens der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul. Das Bildnis am Krankenhaus soll den Krankenschwestern dieses Ordens für ihr segensreiches Wirken danken.

Standort des Fotografen: 47.881298, 8.345597

Stadtmusik am »Weißen Sonntag« in der Seppenhofer Straße, ca. 1980

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Erika Frische zur Verfügung.

In einer feierlichen Prozession werden die Kommunionkinder von der Kaplanei abgeholt und zur katholische Pfarrkirche geleitet. Die Stadtmusik läuft vorneweg. Familienangehörige stehen am Straßenrand, um einen Blick auf ihre Kommunionkinder zu erhaschen.

Vor dem Dirigenten Artur Grübel marschiert der Trommlerzug der Stadtmusik, erkennbar an den weißen Trommel-Anhängegurten.
1. Reihe, v.l.n.r.: Rolf Riedlinger, Patrik Birkenberger, Joe Kuttruff.
2. Reihe, v.l.n.r.: Evelyn Schwanz, Axel Fehrenbach, Christian Guth, Sven Egle.
3. Reihe, v.l.n.r.: Bernhard Adrion (leicht verdeckt), Artur Grübel, Edwin Kuttruff.

Standort des Fotografen: 47.882493, 8.343854

Auf dem Weg nach Seppenhofen, ca. 1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Verena Neumann zur Verfügung.

Familie Mayer unternimmt einen (Sonntags-)Spaziergang nach Seppenhofen. Dass es keinen Gehweg gibt, stört nicht weiter. Denn ohnehin herrscht so wenig Verkehr auf der Straße, dass man sich sogar getrost mitten auf die Fahrbahn für ein Gruppenfoto stellen kann. Man hat sich in Schale geworfen, die Damen tragen Hüte, der Junge ist in einen Matrosenanzug gekleidet.

Rechts neben der Straße führt die Elektrizitätsleitung Strom nach Seppenhofen. Daneben ist die Bahnlinie zu sehen. Im Hintergrund ist die Villa Benz (Bonndorfer Str. 8) und in der Seppenhofer Straße das – nach dem Großbrand 1921 erbaute – Haus Schreiber (Seppenhofer Str. 19) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.879445, 8.346363

Blick vom Gewann »Breiten« in Richtung Seppenhofer Straße, ca. 1960

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

Noch stehen Heinzen auf dem Feld im Vordergrund, regelmäßig aufgesetzte Haufen von Heu, zum Nachtrocknen errichtet. Nur wenige Jahre später muss das Feld einem Neubaugebiet weichen und die Wohnblöcke der Hebelstraße und Conradin-Kreutzer-Straße werden hier erbaut. Am rechten Bildrand wird gerade eines der ersten Wohnhäuser gebaut: Das Haus von Albert (Babet) Sibold (Conradin-Kreutzer-Str. 4) steht bereits im Rohbau.

Aber noch ist das Feld unbebaut und der Blick wandert hinüber zu den Häusern in der Bonndorfer Straße und in der Seppenhofer Straße. Das katholische Pfarrhaus im Pfarrweg ist noch nicht gebaut. Rechts daneben ist die Signalanlage der Deutschen Bahn zu erkennen, die über die Bahnlinie gebaut ist. Dahinter ist in der Seppenhofer Straße der 1957 eingeweihte Erweiterungsbau des Krankenhauses zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.880532, 8.341416

Blick von der »Hasle« in Richtung Städtchen, 1918

Verlag A. Rebholz / Stadtarchiv

Auf dem Weg durch die »Hasle« nach Seppenhofen blickt der Fotograf zurück in Richtung Städtchen. Friedlich liegt es da. Kaum vorstellbar, dass in den zurückliegenden vier Jahren der Erste Weltkrieg tobte und etwa 17 Millionen Menschen ihr Leben verloren. Auch 43 Einwohner aus Löffingen fielen auf den Schlachtfeldern, gingen in den Lazaretten zugrunde oder erlagen zu Hause ihren Kriegsverletzungen.  Sie hinterließen Witwen und Halbwaisen.

Der idyllische Blick wird eingerahmt von den Nadelbäumen, die allerdings auch viele Gebäude zumindest teilweise verdecken. Die katholische Pfarrkirche St. Michael sticht heraus. Das Rathaustürmchen und auch die Wallfahrtskirche Witterschneekreuz am Horizont sind hingegen erst auf den zweiten Blick zu entdecken. Im Bildvordergrund ist der Bahndamm der 1901 eröffneten Bahnlinie zu sehen, ein Zeichen des Fortschritts, weshalb vermutlich auch diese Perspektive gewählt wurde. In der Seppenhofer Straße stehen nur wenige Häuser: Das Haus Schreiber (Seppenhofer Str. 19) wird beispielsweise erst nach dem Großbrand 1921 erbaut und fehlt daher noch auf diesem Foto. Rechts neben der katholischen Pfarrkirche sind die Rückseiten der Häuser in der Hafnergasse (Kirchstraße) zu erkennen, die beim Brand 1929 eingeäschert werden. Auch der alte Farrenstall, der bei den Fliegerangriffen im Zweiten Weltkrieg zerstört wird, ist zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.877944, 8.350162

Soldaten bei der Militärparade nach dem Manöver, 30. August 1894

F.F. Archiv, Donaueschingen

Vom 30. August bis zum 10. September 1894 fand bei Löffingen ein großes Manöver einer gemischten Kavalleriedivision statt. Daran teil nahmen vier badische Dragoner-Regimenter und zwei württembergische Ulanen-Regimenter. Am 30. August 1894 begann die Militärübung in Gegenwart des badischen Großherzogs Friedrich I. (1856-1907). Bevor er Löffingen am Abend verließ, um nach Donaueschingen und von dort weiter nach Metz zu reisen, fand eine Parade im Gewann »Breiten« statt. In der Lokalzeitung hieß es, die Parade sei der »Glanzpunkt« des gesamten Manövers gewesen.

Das Foto ist eine von zwei Aufnahmen, die die Militärparade zeigt. Die Regimenter sind auf ihren Pferden zu sehen. Zeithistorisch besonders interessant ist der Hintergrund der beiden Fotos, ist doch das Städtchen in einer der ältesten Gesamtansichten zu sehen.  Der Blick fällt von der »Breiten« in Richtung »Härte«, also in die heutige Seppenhofer Straße und den heutigen Pfarrweg. Die Bahnlinie existiert noch nicht, sie wird erst einige Jahre später gebaut. Daher ist das Gelände noch nicht zerschnitten und die Regimenter haben genügend Platz, um sich zu versammeln.

Die katholische Pfarrkirche St. Michael ist auf dem Foto deutlich zu sehen. Rechts daneben stehen das Haus von Briefträger Heinrich Fahrer (Seppenhofer Str. 1), die katholische Kaplanei und das Haus von Tapezierer Michael Baader (Seppenhofer Str. 5). Im heutigen Pfarrweg schließen sich die Anwesen von Schreiner Josef Victor Heiler (Pfarrweg 1) und von Waldhüter Anton Maier (Pfarrweg 2) an.

Das andere Foto der Militärparade finden Sie hier.

Standort des Fotografen: 47.881748, 8.341259

Pater Alfred Benz bei seiner Heimatprimiz vor der Kaplanei, 6. Mai 1962

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.

Am Sonntag, den 6. Mai 1962 feiert Pater Alfred Benz seine Primiz in seiner Heimatgemeinde. Kurz zuvor hat er die Ordensprimiz gefeiert, jetzt folgt die Heimatprimiz. Gemeinsam mit seinen Mitgeistlichen, darunter Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977), steht er vor der Kaplanei. Gleich werden sie zur katholischen Pfarrkirche St. Michael ziehen, in der Alfred Benz als Hauptzelebrant den Gottesdienst feiern und am Ende den Primizsegen spenden wird. Familienangehörige und Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde erwarten ihn vor der Kaplanei und begrüßen den jungen Mann, der sich für ein Leben in einer Ordengemeinschaft der römisch-katholischen Kirche entschieden hat.

Standort des Fotografen: 47.882087, 8.344352

Blick vom Pfarrweg hinüber zur Kaplanei, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Luzia Heiler zur Verfügung.

Vom Haus Heiler im Pfarrweg wandert der Blick am Misthaufen vorbei hinüber zur Seppenhofer Straße. Dort steht die Kaplanei der katholischen Pfarrgemeinde, die in der Nachkriegszeit auch als Pfarrhaus diente. Das Gebäude wurde 1840 erbaut. An der Einmündung des Pfarrwegs in die Seppenhofer Straße ist am linken Bildrand der Marienbrunnen zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.881722, 8.344262

Blick von der »Breiten« auf das Städtchen, ca. 1925

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Luzia Heiler und Franz Scholz zur Verfügung.

Die Wiesen und Felder im Gewann »Breiten« sind von Schnee bedeckt. Noch stehen hier keine Häuser. Der freie Blick fällt auf die Häuser in der Rötenbacher Straße und in der Seppenhofer Straße, die sich außerhalb des Altstadtrings befinden. Dahinter sind die katholische Pfarrkirche St. Michael und die Häuser des Städtchens zu sehen.

Das Foto entstand in der Mitte der 1920er Jahre. Der Zeitraum lässt sich auf wenige Jahre eingrenzen: Die nach dem Großbrand 1921 wiederaufgebauten Straßenzüge in der Demetriusstraße und der Ringstraße mit ihren charakteristischen Staffelgiebeln stehen bereits. An der »Hasle« ist der Rohbau der Festhalle und Schule, mit dem 1923 begonnen wurde, fertiggestellt. In der Hafnergasse stehen noch die Häuser, die später beim Großbrand 1929 eingeäschert werden.

Standort des Fotografen: 47.881395, 8.340037

Blick in die Seppenhofer Straße, 1921

»Badische Heimat«, Heft 1-3, Karlsruhe, 1921

In der Zeitschrift »Badische Heimat« erschien 1921 ein neunseitiger Artikel über Löffingen, der mit 28 Ansichten des Städtchens illustriert war. Anlass für den Bericht war offenbar der Großbrand von 1921. Die Zeitschrift wurde von dem 1909 gegründeten »Landesverein Badische Heimat e.V.« herausgegeben. Der Artikel wurde von seinem Schriftleiter, Max Wingenroth (1872-1922) verfasst, der Kunsthistoriker und Leiter der Städtischen Sammlungen in Freiburg war. Der Artikel führt seine Leser in Form eines Rundgangs durch das Städtchen.

Das Foto Nr. 22 ist mit »Am Ausgang nach Seppenhofen-Bonndorf« betitelt. Zu sehen sind die Häuser in der Seppenhofer Straße mit dem Städtischen Krankenhaus und dem 1907 gebauten Haus des Glasermeisters August Egle. Ab dem Ortsausgang ist die Straße von Bäumen gesäumt.

Wingenroth beschreibt die Ansicht mit den Worten: »Es ist recht schade, dass am Ausgang  gegen Seppenhofen – Bonndorf zu – das Haus des Josef Bader steht mit dem etwas zu flachen und ohne Schweifung mit der Reisschiene geführten Dach, wie das Krankenhaus mit falschen Verhältnissen und unangenehmem Anstrich, während das bescheidene Haus dazwischen der Lehrmeister der beiden anderen hätte sein können.«

Standort des Fotografen: 47.880760, 8.345802

Gesamtansicht des Städtchens vom »kleinen Brühl« aus, 1921

»Badische Heimat«, Heft 1-3, Karlsruhe, 1921

In der Zeitschrift »Badische Heimat« erschien 1921 ein neunseitiger Artikel über Löffingen, der mit 28 Ansichten des Städtchens illustriert war. Anlass für den Bericht war offenbar der Großbrand von 1921. Die Zeitschrift wurde von dem 1909 gegründeten »Landesverein Badische Heimat e.V.« herausgegeben. Der Artikel wurde von seinem Schriftleiter, Max Wingenroth (1872-1922) verfasst, der Kunsthistoriker und Leiter der Städtischen Sammlungen in Freiburg war. Der Artikel führt seine Leser in Form eines Rundgangs durch das Städtchen.

Das Foto Nr. 28 ist mit  »Löffingen von Seppenhofen aus« betitelt. Zu sehen ist eine Gesamtansicht des Städtchens, aufgenommen vom »kleinen Brühl« aus, etwa im Bereich der heutigen Gartenstraße. Diese Straße gibt es damals freilich noch nicht. Auch in der Bonndorfer Straße stehen noch keine Häuser. Der freie Blick geht über die Bahnlinie zu den Häusern in der Seppenhofer Straße und im heutigen Pfarrweg.

Wingenroth beschreibt am Ende seines Artikels eine Gesamtansicht des Städtchens: »Wir nehmen den letzten Weg, überschreiten die Bahn und schauen von der Höhe bei Reiselfingen nochmals zurück. Da liegt das Städtlein sonnenbeglänzt, von sanften Hügelrücken umrahmt , vor uns, mit seinen freundlichen Häusern, ihren altersbraunen Dächern, dem schlichten Kirchturm ein echtes Kind der Baar, das sich seine stillen Reize noch lange unverdorben erhalten möge.«

Standort des Fotografen: 47.879723, 8.344469

Ehrung von Oberschwester Gertrud Faller und Hebamme Emma Kienzle, ca. 1979

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Bürgermeister Dieter Mellert hat die erfreuliche Aufgabe, zwei langjährige und verdiente Mitarbeiterinnen des Krankenhauses zu ehren. Bei einer Weihnachtsfeier überreicht er der Oberschwester Gertrud Faller geb. Schmid (1925-2005) und der Hebamme Emma Kienzle geb. Geisinger (1915-2003) Blumensträuße.

Das Foto wurde im Aufenthaltsraum des Krankenhauses in der Seppenhofer Straße, dem früheren Refektorium (Speisesaal), aufgenommen.

Standort des Fotografen: 47.881699, 8.345347