Schüler*innen beim Schnurren in einem Geschäft, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es ist »Schmutziger Dunschdig«. Nach der Schülerbefreiung ziehen verkleidete Schüler*innen und auch Lehrer*innen durch das Städtchen und beteiligen sich an der Straßenfasnacht. Dieser bunte Haufen hat ein Geschäft heimgesucht und schnurrt jetzt. Vermutlich stehen die Närrinnen und Narren im Schreibwarengeschäft Willmann (Rathausplatz 8),

Die Lehrer*innen sind v.l.n.r. Hedy Staub, Maria Oser, Maria Waßmer, Helene Waßmer und Siegfried Ewert.

Aber wer erkennt die Schüler*innen?
Zu sehen sind u.a. Jutta Bölle und Monika Kuster.

Standort des Fotografen: 47.883611, 8.344222

Sekretärin Elisabeth Wolf in der Realschule, 1989

Archiv der Realschule

So kennen Generationen von Schüler*innen der Realschule die Sekretärin Elisabeth Wolf (1931-2022). Im Sekretariat sitzt sie am Schreibtisch und tippt fleißig ein Formular auf der Schreibmaschine. Auch die moderne Technik hat bereits Einzug gehalten: am linken Bildrand ist ein Computer zu sehen, der ebenfalls bereit steht. Sie ist nicht nur für die Belage der Schulleitung und des Lehrerkollegiums zuständig, sondern hat darüberhinaus stets ein offenes Ohr für die Schüler*innen und ein gutes Wort parat. Am 16. August 1974 trat sie ihren Dienst an, genau zehn Tage bevor das neue Realschulgebäude offiziell bezogen wurde. Von Anfang an dient sie unter Rektor Günter Leber und Konrektor Karl Hauger, die bereits im Jahr zuvor in ihr Amt eingeführt worden waren. 21 Jahre wirkt sie als »gute Seele« in der Realschule, bevor sie im Mai 1995 in den Ruhestand verabschiedet wird.

Sie wurde am 19. Juni 1931 geboren. Zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Rosmarie Wolf (1931-2019) wohnt sie in Bachheim. Elisabeth Wolf stirbt am 24. Dezember 2022 im Alter von 91 Jahren.

Standort des Fotografen: 47.883784, 8.347870

Lehrer*innen der Grund- und Hauptschule, 1988

Archiv der Realschule

Anders als das Lehrerkollegium der Realschule, das alljährlich vom Schulfotografen fotografiert wird, lassen sich die Lehrerinnen und Lehrer der benachbarten Grund- und Hauptschule fast nie als Gruppe aufnehmen. Das Jahr 1988 stellt eine Ausnahme dar: Zusammen mit Rektor Otto Rosenfelder (1934-2022) und Konrektor Kurt Maurath (1924-2010) werden die Pädagog*innen im Foyer der Schule abgelichtet.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Inari Böhm, 2 Ursula Gaede, 3 Berthold Müller, 4 Otto Rosenfelder, 5 Kurt Maurath, 6 Antje Bachmann
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Kai Bochmann, 2 Maria Waßmer, 3 Ingeborg Alsleben, 4 Christa Fischer-Harich, 5 Fridolin Becher, 6 Edith Denkel
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Peter Latzel, 2 Horst Krämer, 3 Helmut Büchele, 4 Manfred Schönau, 5 Wolfram Bachmann, 6 Peter Schlegelberger
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Werner Hannig, 2 Willibald Petelka, 3 Gudrun Ewert, 4 Joachim Walz, 5 Andrea Meutner, 6 Hubert Güttel

Standort des Fotografen: 47.882378, 8.347957

Narrengruppe in der Festhalle, Fasnacht ca. 1953

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Die Falttüren zwischen Turnhalle und Festhalle sind geöffnet, damit die Närrinnen und Narren genügend Platz für ihr Treiben haben. Im Vordergrund die Fünf sind wohl als Kinder kostümiert. Sie haben Spielzeug, ein Kinderbuch (»Waldi«) und einen Schnuller bei sich. Die Drei im Hintergrund kommen viel seriöser daher, sie tragen Aktentaschen und scheinen zu rauchen.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Albin Zepf (1934-2009), 3 Horst Gaede (1934-2009), 4 ???, 5 Egon Frey (1933-2019)
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Ernst Mayer (1934-2009), 2 ???, 3 Egon Bader (1933-1999)

Im Hintergrund stehen zwei Kinder, angelehnt an ein Turngerät, und beobachten das Treiben der närrischen Erwachsenen. Ob das Foto an Fasnacht 1953 aufgenommen wird, als in der Festhalle eine »Große-Preis-Narren-Modenschau« veranstaltet wird?

Standort des Fotografen: 47.882873, 8.347787

Einrichtung des Sprachlabors in der Realschule, September 1974

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Ein Techniker der Firma Studer-Revox ist dabei, in der neu erbauten Realschule ein Sprachlabor einzurichten. Es verfügt über 36 Plätze für Schüler*innen und einen Platz für die Lehrkraft. An jedem Platz gibt es eine HSA-Anlage (HSA steht für Hören, Sprechen, Aufnehmen) mit Tonbandgerät. Der Techniker ist eventuell Hugo Dörflinger.

In einem Artikel in der Lokalzeitung werden die Vorzüge der modernen Technik angepriesen und die Bedienung des Sprachlabors ausführlich geschildert: »Ein Lehrer bringt (neben seinen üblichen Unterlagen) ein Tonband mit zum Unterricht. Er legt das Band in sein Tonbandgerät ein, drückt eine Taste, alle (nicht direkt zugänglichen) Schüler-Tonbandgeräte laufen zum Bandanfang. Dem Lehrer wird diese Position signalisiert. Mit einem ‘Schlüssel-Druck’ überspielt er das Programm auf seinem Band automatisch an alle (oder einzelne) Schüler. Während des Überspielvorganges kann er sich über Mikrofon und Kopfhörer mit den Schülern unterhalten. Ist die Überspielung beendet, können die Schüler individuell arbeiten: Hören, Nachsprechen, Antworten. Auch ist es dem Schüler möglich, sein eigenes Sprechen auf dem Tonband aufzunehmen und es beim Abhören zu kontrollieren. Tippt der Lehrer eine Einzel-Schülertaste an, so hört er ‘diskret’ (ohne dass der Schüler es bemerken kann) die Schülerarbeit mit; zugleich kann er die Funktion des Schüler-Tonbandgerätes überwachen.«

Standort des Fotografen: 47.883920, 8.347945

Herrenmannschaft des Kegelvereins, ca. 1985

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

Gegründet wird der Sportkegelclub am 16. Juli 1985. Seit zwei Jahren gibt es zu diesem Zeitpunkt bereits die 1983 gebaute Kegelbahn an der »Wanne«. Sie verfügt auch über eine eigene Gaststätte, die seit Juli 1984 von Eugen Liebermann und Edeltraud Liebermann betrieben wird.

Die 12 Kegler auf dem Foto tragen T-Shirts, die zum einen von der »Sparkasse Hochschwarzwald« und zum anderen vom »Reisebüro Diehr« gesponsert sind. Die einheitlichen Vereinstrikots mit dem Aufdruck »SKC Löffingen 85« werden offenbar erst später angeschafft.

1.Reihe, hockend, v.l.n.r.: 1 Roland Müller, 2 Rudolf Meister, 3 Hermann Knöpfle (»Mandy«), 4 Klaus Effinger (1953-2015), 5 Franz Schätzle, 6 Otmar Egle
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Gerold Bächle, 2 Ernst Knöpfle, 3 Harald Strobel, 4 Ludwig Ratzer, 5 Helmut Maier, 6 Kurt Dominke, 7 Eugen Liebermann (»Wanne«-Wirt)

Standort des Fotografen: 47.882323, 8.336160

3 Fotos: Besuch des Landrats Schill im Krankenhaus, 1974

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Im Städtischen Krankenhaus (Seppenhofer Str. 7) ist heute hoher Besuch. Bürgermeister Edmund Laufer (1922-1990) und Mitglieder des Gemeinderats zeigen Landrat Emil Schill (1928-2002) das Spital. Schill wurde 1973 an die Spitze des in der Kreisreform neu gebildeten Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald gewählt. Chefarzt Dr. Kurt Gothe (1925-2003) und seine Mitarbeiter*innen zeigen der Besuchsdelegation die Räumlichkeiten. Dabei geht es auch um die Zukunft des 75-Betten-Hauses und um notwendige Investitionen. Auch die Konkurrenz zum geplanten Kreiskrankenhaus in Titisee-Neustadt wird thematisiert.

In den darauffolgenden Jahren hat das Städtische Krankenhaus, 1871 gegründet, mehr und mehr mit Finanzproblemen zu kämpfen. Es scheibt rote Zahlen und macht jährlich ein Defizit von rund 230.000 DM. Außerdem wird das Stiftungskrankenhaus aus dem Krankenhausbedarfsplan herausgenommen. Zum 31. März 1982 wird schließlich das Krankenhaus nach jahrelangem zähen Ringen geschlossen.

erstes Bild
V.l.n.r.: HNO-Arzt ??? Meier (Neustadt), Kreisgeschäftsführer Adolf Götz, Gemeinderat Karl Kuntz, Gemeinderat Erich Faller (Bachheim), Landrat Emil Schill, Chefarzt Dr. Kurt Gothe, Gemeinderat Martin Mayer, Hebamme Emma Kienzle (geb. Geisinger, 1915-2003), Krankenschwester Rosa Blattmann, Krankenschwester Hedwig Thoma und Bürgermeister Edmund Laufer

zweites Bild:
V.l.n.r.: Gemeinderat und Kreisrat Paul Bugger (1916-1990), Gemeinderat Martin Mayer, Gemeinderat Heinrich Wider, Arzt Brumberg, Leiter des Gesundheitsamtes Neustadt Dr. Rudolf Köster (1921-2011)

drittes Bild
V.l.n.r.: Landrat Emil Schill, Kreisgeschäftsführer Adolf Götz, Leiter des Gesundheitsamtes Neustadt Dr. Rudolf Köster (1921-2011) und Chefarzt Dr. Kurt Gothe

Standort des Fotografen: 47.881691, 8.345384

Ehrung von August Fehrenbach im Turnerbund, 1974

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Karl Guth (1912-2002), der Vorsitzende des Turnerbunds, überreicht August Fehrenbach (1906-2000) eine Urkunde. Wird er gerade zum Ehrenmitglied ernannt? August Fehrenbach ist seit Kindertagen dem Turnerbund verbunden, war viele Jahre aktiver Turner und amtierte seinerseits bereits von 1937 bis 1939 als Erster Vorstand – oder, wie es in der NS-Zeit hieß, als »Vereinsführer«.

Standort des Fotografen: ???

2 Fotos: Krippenspiel in der Volksschule, Dezember 1963

Fotograf: Willibald Petelka
Diese Fotos stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach sowie das Stadtarchiv zur Verfügung.

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien veranstaltet jede Klasse der Volksschule für sich eine eigene kleine Weihnachtsfeier. Die 2. Klasse (Jahrgang 1955) mit ihrem Klassenlehrer Willibald Petelka (1931-2016) führt ein Krippenspiel auf. Maria und Josef mit dem Jesuskind sind unschwer zu erkennen. Sie sitzen vor dem Stall von Bethlehem, der aus Karton zusammengezimmert ist, und über dem der Stern am Himmel leuchtet. Eine Schar Engel in weißen Gewändern umrahmt die heilige Familie. Auch die Hirten und der Wirt, der die Herberge verweigert hat, dürfen nicht fehlen.

Zu sehen sind u.a. Lore Fehrenbach, Gertrud Lux (verh. Feser), Margot Götz (verh. Egy), Ursel Wölfle, Andrea Heiler (verh. Dobler), ? Rosemarie Keller (verh. Frey), Angela Kuster (verh. Höcklin), Hannelore Frey (verh. Hassan), Ingrid Adrion, Manuela Köpfler, Cornelia Münzer, Brunhilde Müller (verw. Haas-Baur), [Elisabeth oder Monika] Geiss, Hedwig Scholz

Bereits am 5. Dezember 1963 besuchte der Nikolaus die beiden untersten Klassen der Volksschule. In der Schulchronik heißt es dazu: »Jedes Kind erhielt eine Tüte mit folgendem Inhalt: 1 Lebkuchen-Nikolaus, 1 Mandarine, 1 Lebkuchenstern, 1 kleines Heft, Bonbons, Schokoladentäfelchen und -kügelchen. Dafür spendete die Stadt 32,- DM.«

Standort des Fotografen: 47.882415, 8.347931

Haus Quasi in der Gartenstraße, ca. 1973

Sammlung Familie Waßmer
Verlag H. Plamper, Titisee-Neustadt

Am 20. September 1973 wird diese Ansichtskarte aus Löffingen nach Ettlingen versendet. Frankiert ist die Karte mit einer 30-Pfennig-Briefmarke der Deutschen Bundespost, auf der Bundespräsident Gustav Heinemann zu sehen ist. Die Senderin der Karte verbringt einige Urlaubstage im Haus Quasi (Gartenstr. 22).

Auf der Ansichtskarte ist eine Außenaufnahme des Gästehauses abgebildet. Einige Gartenstühle auf dem Rasen laden zum Verweilen ein. Eine zweite Abbildung zeigt den Speiseraum.

Standort des Fotografen: 47.879468, 8.346138

2 Fotos: Weltspartag in der Sparkasse, Oktober 1974

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

In der neu errichteten Sparkasse (Demetriusstr. 13) drängen sich Kinder und Jugendliche. Denn heute ist Weltspartag. Bereits seit 1925 wird dieser Tag in Deutschland jährlich Ende Oktober begangen, um den Spargedanken bei der nachwachsenden Generation zu fördern. Die Geschäftsräume der Sparkasse haben sich in diesem Jahr in einen »Western-Shop« verwandelt.

Die Angestellten haben alle Hände voll zu tun, um den kleinen Sparer*innen kleine Präsente und Luftballons auszuhändigen – und natürlich auch diverse Sparschweine zu schlachten und das Kleingeld auf die Sparbücher einzuzahlen. Rechts im Bild ist Geschäftsstellenleiter Erich Zepf (1929-2003) zu sehen, der 31 Jahre lang die Geschicke der Löffinger Filiale leitet. Im »Western-Shop« sind Ehefrau Luise Zepf (geb. Meier, 1931-2023) und die Tochter Felicitas Zepf zu sehen, die mithelfen.

Bei den Sparer*innen sind u.a. ??? Fritsche und Helga Fritsche zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883908, 8.343622

3 Fotos: Neujahrskonzert der Stadtmusik in der Festhalle, Januar 1974

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung. 

»Prosit Neujahr« lautet die Inschrift, die am Vorhang in der Festhalle angebracht ist. Die Stadtmusik gibt ihr traditionelles Neujahrskonzert. Dirigent Artur Grübel (1919-1993), der seit 1964 amtiert, führt den Taktstock – und die Musikkapelle zu immer neuen Erfolgen. Der Beifall des Publikums ist den Musiker*innen sicher!

In der Halle sind die Tische und Stühle in langen Reihen aufgebaut. Auch Getränke stehen auf den Tischen bereit und der Verzehr kleiner Speisen ist möglich. Wenn die Bedienung die Weingläser oder die Bierflaschen servieren, gibt es manchmal leichtes Geklapper im Saal. Das stört aber nicht wirklich.

Bild 1
an den Klarinetten, 1. Reihe: Franz Benz, Lothar Baader, Karl-Heinz Reichenbach, Regina Egle (verh. Zimmermann), Manfred Schmid, Dieter Gauger, Ferdinand Hasenfratz, Werner Egle (Oboe); 2. Reihe: Elvira Geng, ???, Carola Körner (verh. Reichenbach (1959-2004)

Bild 2
zu sehen sind u.a. Lothar Zepf (1936-2022, Flügelhorn), Reinhold Hryzuniak, Hermann Beha (große Trommel), Bernhard Adrion

Bild 3
zu sehen sind u.a. Willi Guth (Pauke), Lothar Zepf (1936-2022, Flügelhorn), Daniela Fehrenbach (Querflöte), Annemarie Kiermeier (geb. Hepting, Saxophon), Bernhard Adrion, Ferdinand Hasenfratz (Klarinette)

In der Spielpause wird die Falttür zwischen Festhalle und Turnhalle geöffnet. Dort sind auf vielen Tischen die Preise der Tombola aufgebaut. Vor dem Konzert verkauften die jungen Musikant*innen für 50 Pfennig Lose an das Publikum. Die Preise werden vom Einzelhandel und von den Banken gestiftet. Es sind z. B. Wurst, Flaschenweine, Schuhcreme, Bürsten, Pralinen oder bunte Wäscheklammern dabei. Der Erlös kommt der Stadtmusik zu Gute: zum Instrumentenkauf, zur Notenbeschaffung und zur Jugendarbeit.

Standort des Fotografen: 47.882861, 8.347785