Joseph Benitz beim Angeln an der Gauchach, August 1935

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Mitten im flachen Wasser der Gauchach steht Weinhändler Joseph Benitz (1897-1981) und hält konzentriert seine lange Angelrute über den Bach. Damit er trockenen Fußes im Wasser stehen kann, trägt er hohe Watistiefel. Jackett und Hut wirken für einen Angelausflug beinahe elegant – offenbar muss man auch beim Fischen nicht auf eine gewisse Form verzichten.

In seiner Freizeit zieht es Joseph Benitz immer wieder an die Gauchach. Er lässt Weinfässer und Geschäftskorrespondenz hinter sich und steht mitten im Bach. Zwischen bewaldeten Hängen und Wiesen sucht er sich einen ruhigen Platz und versucht sein Glück. Das Wasser ist klar und flach. Ob an diesem Augusttag tatsächlich ein Fisch anbeißt, verrät das Foto allerdings nicht.

Standort des Fotografen: ???

4 Fotos: Schulhof der Realschule, 1979

Archiv der Realschule

Große Pause in der Realschule: Überall stehen, sitzen und laufen Schüler*innen auf dem Schulhof. Manche haben sich in kleinen Gruppen auf den Bänken niedergelassen, andere lehnen an den neu gepflanzten Bäumen oder ziehen über den weitläufigen Platz. Es herrscht ein buntes Gewimmel – genau so, wie man sich einen Pausenhof vorstellt.

Der Schulhof präsentiert sich gerade frisch neugestaltet. Nach einem Entwurf der Lehrerin Brigitte Schweinfurth (verh. Leber) wurden im Sommer 1979 die grauen Betonsteine mit farbigen Flächen und geschwungenen Formen bemalt. Auch die Sitzgelegenheiten entstehen unter Beteiligung der Schüler*innen. Rund um die jungen Bäume werden hölzerne Bänke gebaut, die offensichtlich sofort gut angenommen werden. Statt einer kahlen Betonfläche entsteht so ein farbenfroher Aufenthaltsort.

Auch die Architektur der erst wenige Jahre zuvor eröffneten Realschule prägt das Bild. Der große Schulbau mit seinen langen Fensterbändern begrenzt den Hof auf der einen Seite, gegenüber liegt die Sporthalle. Noch sind die neu gepflanzten Bäume klein und spenden kaum Schatten. Doch die Fotos zeigen bereits, was mit der Umgestaltung erreicht werden soll: Der Schulhof ist nicht nur Durchgangsfläche, sondern wird zum Treffpunkt, an dem die Schüler*innen ihre Pausen gemeinsam verbringen.

Standort des Fotografen: 47.884271, 8.347609

Badende Kinder im Waldbad, ca. 1942

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Die Kinder stehen im flachen Wasser und haben sich für ein Erinnerungsfoto versammelt. Vorne sitzt Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995) als einzige Erwachsene im Wasser. Sie trägt einen Badeanzug und eine Badekappe. Bei ihr sind mehrere Kinder, darunter ihre kleine Tochter Inge Hepting (verh. Mayer, geb. 1939) und ihr Sohn Ewald Hepting (1933-2010).

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Lisel Vogt, 2 Inge Hepting (verh. Mayer, geb. 1939), 3 Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Ewald Hepting (1933-2010), 3 [Egon Bader (1933-1999?]

Das Wasserbecken des Waldbades wirkt auf der Aufnahme erstaunlich groß. Das dürfte an der Perspektive liegen: Der Fotograf befindet sich dicht über der Wasseroberfläche, während sich das Becken weit in den Hintergrund erstreckt. Dahinter beginnt unmittelbar die offene Landschaft mit Wiesen und dem Waldrand am Horizont.

So unbeschwert die sommerliche Szene erscheint, entsteht sie mitten im Zweiten Weltkrieg. Für Sofie Hepting und ihre Kinder gehört die Trennung von ihrem Ehemann und Vater zum Alltag, denn Rupert Hepting (1905-1990) ist Soldat bei der Wehrmacht. Auf dem Foto ist davon jedoch nichts zu spüren: Für einen Moment zählen nur Wasser, Sonne und ein gemeinsamer Sommertag im Waldbad.

Standort des Fotografen: 47.899667, 8.332308

2 Fotos: Schulausflug zum Feldberg mit Lehrer Schlachter, 1949

Sammlung Familie Waßmer

Auf einer Wiese am Feldberg rücken die Schüler*innen für die Erinnerungsfotos eng zusammen. Einige sitzen im Gras, andere suchen weiter oben am Hang noch einen Platz. Mittendrin sind Lehrer Emil Schlachter und weitere erwachsene Begleitpersonen zu sehen. Die große Zahl der Kinder und ihre unterschiedlichen Altersstufen lassen vermuten, dass mehrere Schulklassen gemeinsam unterwegs sind. Mit dabei ist der Jahrgang 1936/37.

Für die Mädchen und Jungen ist der Ausflug in den Hochschwarzwald sicherlich ein besonderes Erlebnis. Gemeinsam geht es hinauf auf den Feldberg, wo Zeit zum Wandern, Spielen und Ausruhen bleibt. Dass beim Gruppenfoto nicht alle stillhalten, versteht sich beinahe von selbst: Manche blicken ernst in die Kamera, andere lachen, reden miteinander oder schneiden Grimassen.

Wo genau die beiden Aufnahmen entstehen, ist nicht sicher. Das geschindelte Gebäude im Hintergrund ist weder der »Feldberger Hof« noch das Caritas-Haus. Fest steht nur: Für einen Augenblick versammelt sich hier eine große Löffinger Schülerschar – und bewahrt die Erinnerung an einen gemeinsamen Ausflugstag im Sommer 1949.

oberes Bild
Zu sehen sind u.a.

unteres Bild
1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Inge Sauter (verh. Benitz), 2 Lotte Seilnacht (verh. Smith), 3 Elisabeth van den Heuvel (verh. Laule), 4 Irmgard Guth (verh. Zepf)
2.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 Vroni Krauß (verh. Klose), 4 Irma Zepf (verh. Hasenfratz, 1937-2026), 5 Anneliese Heizmann (verh. Scholl), 6 Helga Fuß, 7 ???, 8 Ernst Fritsche (1937-2005)
3.Reihe, v.l.n.r.:
1 ???, 2 ???, 3 Bruno Schwanz (1936-2918)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hermann Beha (1937-2021), 2 Karl Sibold (1937-2016), 3 Bruno Nägele (1937-2010), 4 Hermann Zahn
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 Ferdi Hasenfratz (1937-2018), 2 ??? Glunk, 3 Waldemar Zepf (1937-2024), 4 Bernd Schmid (1937-2022)

Zum Jahrgang 1936/37 gehören auch u.a. Helga Fuss, Irmgard Stolzer, Friedegard Faller (verh. Sibold), Manuela Werne, Alban Keller, Alfons Schlenker, Gottfried Dorer, Berthold Fehrenbach, Emil Benz, Paul Straub, Egon Voigt, Siegfried Nüssle und Ernst Messmer

Standort des Fotografen: Feldberg


Ausflug des Kirchenchores zum Feldberg, 1. August 1937

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Eng gedrängt stellt sich der katholische Kirchenchor vor dem Bismarckdenkmal auf dem Feldberg zum Erinnerungsfoto auf. Das aus Bruchsteinen errichtete Monument mit dem Bildnismedaillon Bismarcks stammt aus den Jahren 1895/96. Für einen Augenblick halten alle still – nach dem Aufstieg und vor dem gemeinsamen Rückweg.

Der Ausflug beginnt am Morgen um 9 Uhr mit der Bahnfahrt nach Bärental. Von dort wandert die Gruppe hinauf zum »Feldberger Hof«. Die Chronik des Kirchenchores schwärmt vom »sommerfrohen Wandern«, von blühenden Wiesen, einsamen Bauernhöfen und dem Wechselspiel zwischen bunten Blumen und dunklen Tannen. Im Gasthaus wartet bereits ein reichliches Mittagessen, dessen Kosten vom Stadtpfarrer und der Kirchenkasse übernommen werden.

Nach dem Essen singt das Löffinger Quartett bestehend aus Julius Limb, Hermann Ganter, Fritz Seilnacht und Albert Benitz, anschließend stimmt der ganze Chor ein. Danach geht es weiter zum Aussichtsturm und zum Bismarckdenkmal. Auf dem Berggrat eröffnet sich ein weiter Blick über den Schwarzwald.

Für einige gestaltet sich der Rückweg besonders bequem: Sie ergattern in einem Lastwagen einen, wie es die Chronik scherzhaft nennt, »feudalen Stehplatz«. Am Abend klingt der Ausflug im Gasthaus »Adler« bei Chormitglied Fritz Seilnacht aus.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Fritz Seilnacht (1901-1987), 2 Johanna Ganter (verh. Rebholz), 3 Hermann Ganter, 4 ???, 5 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Anna Kuster (verh. Schelling, 1919-2010), 6 ???, 7 Johanna Fehrenbach (verh. Bernauer, 1912-?), 8 ???, 9 ???, 10 August Limb, 11 Luise Strobel (verh. Trescher, 1914-?)
3.Reihe: 1 Hedwig Fieger (geb. Butsch 1912-1989), Maria Kopp (verh. Kiefer, 1919-1978)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Martha Brugger (verh. Trenkle, 1919-2013), 5 ???, 6 Maria Faller (verh. Selb), 7 ???, 8 ???, 9 Albert Benitz, 10 ???, 11 ???

Standort des Fotografen: Feldberg

Teilnehmerinnen eines VHS-Kurses in der Touristinformation, 1991

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Stolz stellen sich die Hobbykünstlerinnen zwischen ihren Arbeiten zum Gruppenfoto auf. An den Wänden hängen selbst gefertigte Kleidungsstücke, Bilder und weitere Werke, die im Rahmen mehrerer Kurse der Volkshochschule entstehen. Eine Teilnehmerin hält eine Puppe in den Händen. Mit dabei sind die Kursleiterinnen Gabi Koberski und Maria Büchele.

Die Ausstellung in den Räumen der Touristinformation findet großen Anklang: Mehr als 700 Besucher*innen kommen, um die Arbeiten zu betrachten. Damit zeigt sich, wie viel Kreativität in den VHS-Kursen freigesetzt wird – und wie groß das Interesse an den Ergebnissen ist.

Die Ausstellung dient zugleich einem guten Zweck. Schwester Ingeborg nimmt eine Spende für die Missionsarbeit in Brasilien entgegen. So verbindet sich die Freude am gemeinsamen Gestalten mit der Unterstützung eines sozialen Projekts.

V.l.n.r.: 1 Rosmarie Jarvers, 2 ???, 3 Hilde Fehrenbach (geb. Nägele), 4 [Monika Volk], 5 Felicitas Zepf, 6 [Luzia Heiler], 7 ???, 8 [Hedwig Jonner] oder [??? Merk (Dittishausen)], 9 Luise Zepf (geb. Maier), 10 Luise Winkler (1930-2010), 11 ??? (verdeckt), 12 Schwester Ingeborg, 13 Maria Büchele, 14 Gabi Koberski

Standort des Fotografen: 47.884069, 8.345665

Kirchenchor bei einem Ausflug in St. Blasien, 17. August 1947

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Zwei Jahre nach Kriegsende unternimmt der Kirchenchor der katholischen Pfarrgemeinde einen gemeinsamen Ausflug. Ziel ist St. Blasien. Vor der mächtigen Fassade des Doms stellt sich die Gruppe auf den Treppenstufen zum Erinnerungsfoto auf. Zwischen den hohen Säulen wirken die Sänger*innen beinahe klein. Vor der eindrucksvolle Kulisse stehen sie dicht gedrängt beieinander, vorne die Frauen in hellen Sommerkleidern und Schürzen, dahinter die Männer in Anzügen. Zwei Fahnen ragen über die Gruppe hinaus.

Noch ist die Nachkriegszeit überall spürbar. Vieles ist knapp, Reisen sind keineswegs selbstverständlich. Umso besonderer dürfte dieser Ausflug für die Chormitglieder sein: einmal herauskommen aus dem Alltag, gemeinsam unterwegs sein, singen, beten, miteinander Zeit verbringen.

Über dem Portal hängt ein festlich geschmücktes Banner mit Reisiggirlanden: »Gott segne das ehrbare Handwerk«. Darüber prangt die Zahl »25«. Offenbar findet in St. Blasien zur gleichen Zeit eine Feier des Handwerks statt. Welches Jubiläum damit genau gemeint ist, lässt sich dem Foto nicht entnehmen.

Standort des Fotografen: St. Blasien

Badegäste im Waldbad, ca. 1935

Sammlung Familie Waßmer

Das Liegewiese ist gut gefüllt, im Wasser wird geplanscht, geschwommen und getobt. Kinder, Jugendliche und Erwachsene genießen einen warmen Sommertag im neu eröffneten Waldbad. Dass sich die Anlage schon kurz nach ihrer Eröffnung großer Beliebtheit erfreut, ist auf diesem Foto unübersehbar.

Das Gras lädt zum Sonnenbaden ein, das kühle Wasser zur willkommenen Erfrischung. Manche sitzen plaudernd am Beckenrand, andere wagen den Sprung ins Wasser. Noch wirkt alles neu: das Schwimmbecken, die Umkleidekabinen und die gesamte Anlage, die erst 1935 fertiggestellt wurde.

Der Nadelbaum im Vordergrund zeigt, dass sich das Waldbad direkt am Waldrand befindet. Im Hintergrund öffnet sich der Blick in Richtung des Gewanns »Burg« – auf Hügel, Wiesen und vereinzelte Bäume. Die idyllische Szenerie lässt beinahe vergessen, in welcher Zeit das Bad eröffnet wurde: Das Waldbad ist auch ein Prestigeprojekt des nationalsozialistischen Bürgermeisters Heinrich Andris und dient der NS-Propaganda als sichtbarer Beleg angeblicher Aufbauleistung im »Dritten Reich«. Zur propagierten »Volksgemeinschaft« gehören allerdings nicht alle — Juden und Jüdinnen z.B. bleibt der Zugang, wie andernorts auch, verwehrt.

Standort des Fotografen: 47.899706, 8.331935

2 Fotos: Freunde im Waldbad, ca. 1950-1955

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Hermann Egle und Beatrix Russo zur Verfügung.

Vier junge Leute stehen eng beieinander, legen sich die Arme über die Schultern und lachen in die Kamera. Man spürt sofort ihre Vertrautheit. Es ist kein steifes Gruppenfoto, sondern eine Momentaufnahme von Freundschaft.

V.l.n.r.: 1 ??? Hasenfratz, 2 Julius Wider (Seppenhofen), 3 Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), 4 Andreas Nobs (»Pan«, 1926-2005)

Dass die Aufnahme im Waldbad entsteht, wirft Fragen auf. Das 1935 eröffnete Bad war während des Zweiten Weltkriegs verwahrlost und wurde erst 1955 wieder offiziell eröffnet. Möglicherweise ist das Bad zu diesem Zeitpunkt also noch gar nicht regulär für Besucher*innen geöffnet. Auffällig ist auch die Kleidung: Nur Andreas Nobs ganz rechts trägt einen Bademantel, darunter ist Badekleidung zu erkennen. Die anderen drei sind vollständig angezogen. Das spricht eher für ein Treffen am Waldrand als für einen klassischen Badetag.

Gerade das macht den Reiz der Fotos aus: Sie erzählen weniger vom Waldbad selbst als von einer Freundschaft. Vielleicht ist das Wasser an diesem Tag fast nebensächlich — wichtiger ist, dass man zusammen ist.

Standort des Fotografen: 47.899900, 8.332150

3 Fotos: Badegäste im Waldbad, ca. 1955

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Kinderstimmen hallen über das Wasser. Es wird geplanscht, getaucht, gesprungen und gelacht. Das Waldbad ist an einem warmen Sommertag fest in Kinderhand. Überall tummeln sich junge Badegäste im Wasser oder am Beckenrand, während Erwachsene eher selten zu sehen sind. Nur auf einem der Fotos steht ein Mann am Rand des Beckens. Sommerlich gekleidet ist er nicht — er trägt einen schwarzen Anzug und wirkt fast fehl am Platz zwischen all den Badenden.

Erst 1955 ist das Waldbad wieder öffentlich zugänglich. Während des Zweiten Weltkriegs verwahrloste das 1935 eröffnete Bad. Zehn Jahre nach Kriegsende kann hier nun endlich wieder geschwommen, gespielt und die Freizeit genossen werden. Das Becken wird vom dunklen Tannenwald eingerahmt, der dem Bad seinen Namen gibt.

Noch wirkt die Anlage schlicht. Liegewiesen, Beckenrand und Umkleidegebäude sind funktional gehalten — Luxus sucht man hier vergeblich. Doch genau das scheint niemanden zu stören. Entscheidend ist vor allem eines: Das Becken ist wieder mit Wasser und das Bad mit Leben gefüllt. 1969/70 wird die Anlage dann grundlegend modernisiert; dabei erhält das Waldbad auch eine Wasserheizung.

Standort des Fotografen: 47.899808, 8.332274

5 Fotos: Auftritt der Waldbadener bei der Waldbadparty, August 1983

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Am Beckenrand wird es eng. Fünfzehn Männer und Frauen in weiß-rot geringelten Badekostümen von anno dazumal nehmen Aufstellung. Dann geht es los: Die »Waldbadener« beginnen ihren Auftritt bei der Waldbadparty des Sportvereins – und das Publikum ist sofort begeistert.

Mit viel Witz, Tempo und Körpereinsatz liefert die Truppe um Gruppenführer Andreas Nobs (»Pan«, 1926-2005) eine Show, die es in sich hat. Synchron springen die Akteur*innen ins Wasser, turnen akrobatische Figuren am Beckenrand und im Wasser und wagen sogar Saltos. Selbst ein Sonnenschirm mit der Aufschrift »Afri Cola« geht unfreiwillig baden. Andreas Nobs feuert seine Truppe immer wieder lautstark an.

Die mehrfach verschobene Waldbadparty findet an diesem Augustabend endlich bei gutem Wetter statt – und zahlreiche Besucher*innen strömen ins Waldbad. Der Sportverein Löffingen, in dem Fußballclub, Skiclub, Tischtennisverein und Volleyballclub zusammengeschlossen sind, hat ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Doch die »Waldbadener« gehören ohne Zweifel zu den Höhepunkten des Abends.

Den Schlusspunkt ihres Auftritts setzt die Gruppe mit einer Fackeleskorte durchs Schwimmbecken – ein spektakuläres Finale, das den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

erstes Bild

zweites Bild: zu sehen sind u.a. Andreas Nobs (»Pan«, 1926-2005), Alfons Durst, Dagmar Mayer

drittes Bild: zu sehen ist u.a. Alfons Durst

viertes Bild

fünftes Bild

Standort des Fotografen: 47.899908, 8.332740

Kindergruppe mit Schneekirche, ca. 1939

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Der Winter ist außergewöhnlich schneereich. Hinter dem Haus von Familie Hepting türmen sich gewaltige Schneemassen – genug, um daraus ein begehbares Bauwerk zu errichten. Fotografisch festgehalten wird nicht etwa ein gewöhnliches Iglu, sondern eine kunstvoll geformte Schneekirche. Deutlich zu erkennen sind ein turmartiger Aufbau, ein Langhaus und eine gerundete Ausbuchtung, die fast wie eine Apsis wirkt.

In der Öffnung der Schneekirche sind drei Personen zu erkennen. Einer von ihnen ist der kleine Ewald Hepting (1933-2010). Alle drei scheinen stolz auf das winterliche Bauwerk zu sein.

Ob die Schneekirche bewusst als Nachbildung der Wallfahrtskirche Witterschneekreuz, meist schlicht das »Schneekreuz«, gestaltet wurde, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Die Ähnlichkeit ist jedoch auffällig – und der Gedanke naheliegend. Vielleicht ist es genau dieser lokale Bezug, der die Erbauer inspiriert hat. So wird aus Schnee nicht nur ein Spielplatz, sondern ein kleines architektonisches Kunstwerk.

Standort des Fotografen: 47.885543, 8.348717