Jakob und Monika Hutzler, ca. 1883

Fotograf Xaver Schönbucher, Donaueschingen
Stadtarchiv

Ein Ehepaar lässt sich im Fotoatelier fotografieren. Der Ehemann steht links: Es ist Jakob Hutzler, der Alt-Bürgermeister von Löffingen. Er wurde am 7. Juli 1826 geboren. Seine Eltern waren der Landwirt Matthias Hutzler (1793-1828) und dessen Ehefrau Anna geb. Häusle (1788-1861). Sein Elternhaus ist das Haus Nr. 79 (in der heutigen Demetriusstraße). Jakob Hutzler studierte an der Polytechnischen Schule in Karlsruhe und ist Geometer von Beruf.

Er heiratete am 23. Dezember 1858 Monika geb. Hasenfratz, die 1830 als Tochter von Weber Demeter Hasenfratz und dessen Ehefrau Maria geb. Guth geboren wurde. Sie sitzt neben ihrem Mann und trägt Tracht. Die Hutzlers haben sieben Kinder, die zwischen 1859 und 1869 geboren werden: Katharina, Friedrich, Theodor, Anna, Leopold, Adolf und Josefa. Die Familie wohnt im Haus Nr. 75 (Demetriusstr. 3).

Von 1866 bis 1870 amtiert Jakob Hutzler als Bürgermeister. In seiner Amtszeit treibt er den Ausbau der Trinkwasserversorgung voran. Dabei kommen ihm seine geometrischen Kenntnisse zu Gute. Am 5. Mai 1892 stirbt seine Ehefrau Monika Hutzler im Alter von 62 Jahren. Jakob Hutzler stirbt am 8. März 1896.

Das Foto wird eventuell anlässlich der Silbernen Hochzeit des Ehepaares Hutzler aufgenommen.

Standort des Fotografen: Donaueschingen

Anna Zepf als junge Frau, ca. 1945

Fotostudio Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Anna Zepf geb. Köpfler kam am 5. November 1920 zur Welt. Ihre Eltern waren die »Ochsen«-Wirte Alfred Köpfler (1880-1939) und Anna geb. Gromann (1897-?). Als ältestes Kind wuchs sie an der Seite von fünf Geschwistern auf. Als sie 18 Jahre alt war, starb ihr Vater.

Sie heiratete später den zwei Jahre jüngeren Kraftfahrer Fritz Zepf (1923-1951). Auf dem Porträtfoto ist ihr Ehering am Ringfinger der rechten Hand zu sehen. Das Ehepaar Zepf bekommt zwei Kinder: Der Sohn Walter wird 1946 geboren – und nach Anna Zepfs 1944 gefallenem Bruder Walter (1927-1944) benannt. Die Tochter Marianne kommt 1948 zur Welt.

Die Ehe währt nur kurz, denn Fritz Zepf verunglückt bei einem Verkehrsunfall am 15. August 1951 bei Neustadt tödlich. Auch Franz Egle (1924-1951), mit dem er unterwegs ist, kommt bei dem Unfall zu Tode. Er stirbt ein Tag später im Krankenhaus Neustadt. Beide werden am 19. August 1951 auf dem Friedhof in Löffingen beerdigt.

Anna Zepf zieht die beiden Kinder groß und bleibt ihr weiteres Leben Witwe. Sie stirbt 2010.

Standort des Fotografen: Neustadt

Agathe Köpfler als junge Frau, 1943

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle und Christa Egle zur Verfügung.

Agathe Köpfler (1922-1982) wurde am 24. Februar 1922 als Tochter der »Ochsen«-Wirte Alfred Köpfler (1880-1939) und Anna geb. Gromann (1897-?) geboren. Sie wuchs an der Seite von fünf Geschwistern auf. Als sie 16 Jahre alt war, starb ihr Vater.

Hier ist sie als junge Frau zu sehen. Später heiratet sie Hans Jordan (1923-2002) und betreibt mit ihm das Café »Alenberg«. Sie stirbt am 23. März 1982 kurz nach ihrem 60. Geburtstag.

Standort des Fotografen: ???

Elmar Bader als Schüler, 1949

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Federhalter abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Elmar Bader (1940-2017) zu sehen. Er wurde Ostern 1946 in die Volksschule eingeschult und besucht zu diesem Zeitpunkt die dritte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882422, 8.347914

Anselm und Else Egle, ca. 1915

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise René Egle zur Verfügung.

Ein junger Mann in Soldatenuniform lässt sich im Fotostudio mit einer jungen Frau fotografieren. Er trägt eine feldgraue Uniformjacke, die einreihig geknöpft ist. Auf der Schulterklappe ist ein Monogramm eingestickt. Offenbar gehört er dem Telegraphen-Bataillon Nr. 4, einem Truppenteil der Königlich-Preußischen Armee, an. Seine Feldmütze liegt neben ihm auf einem Tischchen.

Der Soldat ist Anselm Egle, der am 10. Juli 1887 als Sohn von Sebastian und Rosalia Egle geboren wurde und in seinem Elternhaus in der Rötengasse aufwuchs. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er das Glaserhandwerk. Am 22. Oktober 1915 heiratete er in Karlsruhe Else Hauser, die aus Zienken im Markgräflerland stammte. In dieser Zeit dürfte auch das Foto entstanden sein.

Nach dem Krieg übernimmt Anselm Egle in der Seppenhofer Straße ein 1907 erbautes Wohnhaus (Seppenhofer Str. 15), in dem er auch seine Glaserwerkstätte betreibt.

Standort des Fotografen: [Karlsruhe?]

Diamantene Hochzeit von Julius und Mathilde Wider, 1956

Dieses Foto stellte uns dankenswertweise Elke Moser zur Verfügung.

Silberne Hochzeiten werden häufig gefeiert, Goldene Hochzeiten weitaus seltener. Eine Diamantene Hochzeit nach 60 Ehejahren ist nur wenigen Paaren vergönnt. Maurermeister und Bauunternehmer Julius Wider (1869-1956) und seine Ehefrau Mathilde geb. Zapf (1871-1963) können 1956 dieses seltene Ehejubiläum zusammen feiern. 1896 hatten die beiden sich das Ja-Wort gegeben. Das Foto ziert die Danksagungskarte, mit der sich das Jubelpaar für die Glückwünsche und Geschenke bedankt. Aufgenommen wird das Doppelporträt vermutlich in der Wohnung der Widers in der »Seppenhofer Str. 346« (der heutigen Bonndorfer Str. 4).

Es ist der letzte Hochzeitstag, den die beiden feiern können. Denn Julius Wider stirbt nur drei Monate später am 2. Juli 1956 im Alter von 86 Jahren. Seine Witwe folgt ihm 1963.

Standort des Fotografen: 47.880783, 8.343956

Wilhelm Fehrenbach als Soldat, ca. 1942

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt 
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Renate Fehrenbach zur Verfügung.

Im Alter von nur 34 Jahren stirbt Wilhelm Fehrenbach (1908-1943) am 5. Februar 1943 durch einen Kopfschuss in der Sowjetunion. Die Porträtaufnahme dürfte das letzte Foto von ihm sein, aufgenommen vermutlich während seines letzten Heimaturlaubs im Juni 1942.

Geboren wurde er am 31. Oktober 1908 als Sohn des Briefträgers Josef Fehrenbach und dessen Ehefrau Luise geb. Rendler. Er wuchs in seinem Elternhaus in der Bahnhofstraße auf, das den Hausnamen »s’Postseppels« trägt. 1938 heiratete er Frieda geb. Blattert, die aus Dillendorf stammt. Gemeinsam bekamen sie zwei Kinder. Der Landwirt kam im Dezember 1940 zur Wehrmacht. Längere Zeit war er in Frankreich eingesetzt, später im Osten bei Leningrad und schließlich im Kaukasus. Er hinterlässt seine Witwe und zwei kleine Kinder.

Standort des Fotografen: Neustadt

Ernst Fritsche als Schüler, 1949

Fotograf: Atelier A. Wehinger, Bad Dürrheim
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Federhalter abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Ernst Fritsche (1937-2005) zu sehen. Geboren am 29. Juni 1937 wurde er an Ostern 1943 in die Volksschule eingeschult. Er besucht zu diesem Zeitpunkt die sechste oder siebte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882422, 8.347914

Anna Ganter mit ihrer Tochter Else, ca. 1926

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Anna Ganter geb. Hepting lächelt in die Kamera. Die junge Frau umfasst ihre Tochter Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), die warm eingepackt neben ihr auf der Bank steht. Es ist Winter und das kleine Mädchen trägt Schal und Mütze.

Anna Ganter wurde am 13. Juni 1900 als Tochter des Landwirts und Drehers Rupert Hepting (1866-1932) und dessen Ehefrau Agathe geb. Bader (1865-1939) geboren. Sie wuchs in ihrem Elternhaus in der Dittishauser Straße auf. Am 18. November 1922 heiratete die 22-Jährige den Schneidermeister Hermann Ganter (1895-1957) und zog zu ihm in die Maienlandstraße. Zwei Töchter bekommt das Paar: Else ist die Erstgeborene. 1926 folgt die Tochter Lore (verh. Echtle, 1926-2014).

Vermutlich wird das Foto zu Hause bei Ganters (Maienlandstr. 8) aufgenommen.

Standort des Fotografen: 47.885171, 8.342792

Willi Fehrenbach als Schüler, 1949

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Renate Fehrenbach zur Verfügung.

Der Schulfotograf ist da! Und er fotografiert nicht nur ganze Schulklassen, sondern nimmt auch Einzelporträts von Schüler*innen auf. Das Arrangement des Fotoshootings ist immer das gleiche. Die Schulkinder werden an einer Schulbank sitzend platziert und beim Schreiben mit dem Federhalter abgelichtet. Im Hintergrund hängt eine Landkarte.

Hier ist Willi Fehrenbach (1941-2018) zu sehen. Geboren am 5. März 1941 wurde er an Ostern 1947 in die Volksschule eingeschult. Er besucht zu diesem Zeitpunkt die zweite oder dritte Klasse.

Standort des Fotografen: 47.882458, 8.347882

August Limb als Soldat, ca. 1906-1908

Fotograf: Anton Kuttruff, Konstanz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Im Fotoatelier von Anton Kuttruff in Konstanz (Untere Laube 13) lässt sich August Limb (1884-1976) fotografieren. Er dient von 1906 bis 1908 im badischen Infanterie-Regiment Nr. 114. Auf der schwarz-weiß-Aufnahme ist nicht zu erkennen, dass die Schulterstücke seiner Soldatenuniform grün und mit einem roten Monogramm »FR III« (für Kaiser Friedrich III.) sowie mit einem gelben badischen Emblem verziert sind. Das Fotoatelier retouchiert in das Porträt eine Trommel und Fanfare und eine Fahne hinein.

Nach seinem Militärdienst kehrt August Limb nach Löffingen zurück. Er schließt seine Schreinerlehre ab und legt 1910 in Freiburg die Meisterprüfung ab. 1911 gründet er in Löffingen sein eigenes Schreinergeschäft.

Standort des Fotografen: Konstanz

Zwei junge Frauen, ca. 1910

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

In einem Vorgärtchen stehen zwei junge Frauen in langen, taillierten Kleidern und mit hochgesteckten Frisuren. Sie wirken vertraut miteinander: Die rechte Frau legt der linken eine Hand auf ihre Schulter. Beide halten Blümchen in ihren Händen.

Unklar ist, wer die beiden Frauen sind und wo sie fotografiert werden. Vielleicht hat jemand eine Idee?

Standort des Fotografen: ???