Schlafender Narr im Gasthaus »Ochsen«, Fasnacht 1957

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Oh, da hat es wohl jemand etwas zu wild getrieben! Mitten im närrischen Treiben im Gasthaus »Ochsen« übermannt diesen jungen Mann die Müdigkeit. Den Kopf nach hinten gelegt, die Arme verschränkt, liegt er ausgestreckt auf einer Bank oder einem Sofa und schläft tief und fest. Die Krawatte sitzt schon locker, das Hemd ist verrutscht – die langen Stunden der Fasnacht haben sichtbar ihre Spuren hinterlassen.

Dass dabei vermutlich auch Alkohol im Spiel war, liegt nahe. Besonders amüsant ist allerdings die kleine Streichholzschachtel, die auf seiner Nase steckt. Ob er sie sich selbst aufgesetzt hat oder ob andere Narren sich einen Scherz mit dem friedlich Schlafenden erlaubt haben, bleibt offen. Während ringsum weiter gelacht, musiziert und gefeiert wird, gönnt sich dieser Narr mitten im Trubel einen kurzen Schlaf – wenn auch unfreiwillig zur allgemeinen Belustigung.

Standort des Fotografen: 47.883944, 8.345250

Anton Beha als Soldat, ca. 1914-1918

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Der junge Anton Beha steht in Uniform vor der Kamera. Er ist Musketier im Infanterie-Regiment Nr. 170. Geboren am 1. April 1899 als Sohn des Landwirts Johann Beha und seiner Ehefrau Wilhelmine Beha (geb. Schultheiß), wächst er in der Vorstadtstraße im Haus Nr. 10 auf. Seine Kriegsstammrolle vermerkt seinen Einsatz an der Westfront: Vom 27. Mai bis 9. Juni 1918 nimmt er an den Kämpfen bei Soissons und Reims teil.

Am 28. Oktober 1918, nur wenige Tage vor dem Ende des Ersten Weltkriegs, wird Anton Beha in den Argonnen an beiden Beinen schwer verwundet. Er erliegt seinen Verletzungen im Alter von nur 19 Jahren, 7 Monaten und 3 Tagen. 1919 wird sein Leichnam geborgen und am 6. November 1919 auf dem Soldatenfriedhof in Froidos (Département Meuse) beigesetzt. Sein Name ist auf dem 1930 eingeweihten Gefallenendenkmal am Mailänder Tor verzeichnet.

Standort des Fotografen: ???

Johanna Ganter beim Wasserreservoir auf dem Alenberg, Frühjahr 1933

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003) lässt sich im Frühjahr 1933 vor dem Wasserreservoir auf dem Alenberg fotografieren. Die 19-Jährige steht vor der schweren, schmiedeeisernen Tür, über der die Jahreszahl »1901« zu lesen ist – das Baujahr des Reservoirs.

Mit dem Bau der Anlage wurde ein drängendes Problem gelöst: Bis dahin war die Wasserversorgung im Städtchen häufig unzureichend. Erst die Hochdruckwasserleitung vom Waldgebiet bei der »Stierhütte«, verbunden mit Hausanschlüssen und dem Wasserbehälter auf dem Alenberg, brachte eine nachhaltige Verbesserung.

Für Johanna Ganter ist das Wasserreservoir auf dem Alenberg auch mit dem Beruf ihres Vaters verbunden, denn Blechnermeister Otto Ganter (1881-1960) ist auch als Wassermeister tätig. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Kontrolle des Wasserreservoirs. Gut möglich, dass er sie als kleines Mädchen einmal hierher mitgenommen hat – und sie das Reservoir sogar betreten durfte.

Standort des Fotografen: 47.886323, 8.344697

Sofie Hepting beim Wasserreservoir auf dem Alenberg, ca. 1930

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Das Wasserreservoir auf dem Alenberg ist zwar kein architektonisches Schmuckstück – und doch wird es im Laufe der Zeit zu einem beliebten Fotomotiv. Spaziergänger*innen, die im Alenbergwäldchen unterwegs sind, lassen sich gerne vor der markanten Tür ablichten. So auch diese Frau, die mit Mantel und Tasche für einen Moment innehält. Es ist Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995), die direkt neben dem Wasserreservoir in ihrem Elternhaus (Alemannenstr. 1) aufgewachsen ist.

Über der schweren Eisentür ist die Jahreszahl »1901« zu erkennen. Sie verweist auf das Baujahr des Reservoirs. Bis dahin war die Wasserversorgung im Städtchen oft unzureichend. Abhilfe schuf der Bau einer Hochdruckwasserleitung vom Waldgebiet bei der »Stierhütte« bis in den Ort – mit Hausanschlüssen und dem Wasserbehälter auf dem Alenberg. Ein aufwendiges Projekt: Die Kosten beliefen sich auf 100.400 Mark.

Standort des Fotografen: 47.886323, 8.344697

Manfred Lauble mit Computer in DRK-Rettungswache, November 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der Computer hat Einzug in der DRK-Rettungswache (Bei der Kirche 3) gehalten: Ab jetzt wird hier mit moderner EDV gearbeitet. Am Bildschirm sitzt Manfred Lauble, Schriftführer des Ortsvereins, hauptamtlicher Rettungsassistent und Leiter der Rettungswache. Bestellungen, Inventar, Statistiken oder die Mitgliederverwaltung – all das wird nun am Computer erledigt. Die neue Technik erleichtert die Arbeit und bringt zugleich Ordnung in viele Abläufe.

Die DRK-Ortsgruppe versteht sich als Bindeglied zwischen Ehrenamt und hauptamtlichem Rettungsdienst, dessen Wache rund um die Uhr besetzt ist. Das Engagement ist vielfältig: vom Pflegedienst über Blutspenden und Altkleidersammlungen bis hin zur Seniorenarbeit oder den regelmäßig angebotenen Erste-Hilfe-Kursen.

Standort des Fotografen: 47.882336, 8.345100

Zwei Narren, Fasnacht 1914

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Zwei Narren stehen nebeneinander, eng beieinander, fast kumpelhaft. Der linke trägt ein schillerndes, aus Taft gefertigtes Kostüm mit weiten Ärmeln und Flickenapplikationen. Dazu eine hohe, spitze Mütze. Sein Gefährte daneben gibt sich eleganter: kariertes Jackett mit großen Knöpfen, dunkle Weste, helle Hose mit seitlichem Streifen. Am Revers eine große Stoffblume, auf dem Kopf ein kleiner Hut mit auffälliger Feder. Unter dem Arm trägt er einen geschlossenen Regenschirm.

Die beiden Narren ergeben zusammen ein eingespieltes Duo – vielleicht Freunde, vielleicht Brüder, vielleicht einfach zwei, die wissen, dass Fasnacht der richtige Moment ist, um für die Kamera eine kleine Rolle zu spielen.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???

Und während sie hier lachend posieren, beginnt im selben Jahr der Erste Weltkrieg. Dieses Bild hält einen unbeschwerten Moment fest – Fasnacht, Humor, Freundschaft – unmittelbar vor einer Zeitenwende.

Standort des Fotografen: ???

Karl Guth als junger Mann auf einer Sitzbank, ca. 1935

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Michael Guth zur Verfügung.

Lässig und mit einer gewissen Coolness sitzt ein junger Mann auf einer einfachen Holzbank, die Beine übereinandergeschlagen. In der rechten Hand hält er eine Zigarette, als wäre das Rauchen selbst Teil der Pose. Sein Blick ist selbstbewusst auf den Fotografen gerichtet. Hinter ihm ist dichtes Buschwerk zu sehen – vielleicht ist er in der »Hasle« unterwegs. Sein Jackett mit breitem Revers wirkt modisch, darunter trägt er Hemd und Krawatte. Die hellen Stoffhosen fallen weich über die Knie, die dunklen Lederschuhe sind sauber und glänzend. Alles an seiner Erscheinung zeigt: Hier sitzt kein Arbeiter in Arbeitskleidung, sondern ein junger Mann, der sich geschniegelt in Szene setzt.

Der junge Mann ist Karl Guth (1912–2002), hier noch ledig. Später wird er Adelheid Cäcilie Guth (1914–2001) heiraten. Sein Elternhaus steht »Bei des Mahlers Kreuz« in der Oberen Hauptstraße (Nr. 33). Seine Eltern sind der Landwirt Johann Guth (1869–1952) und dessen Ehefrau Maria Guth (geb. Rösch, 1882–1959), die das Anwesen 1911 erworben hatten.

Aus dem jungen Mann auf der Bank wird später eine feste Größe im Vereinsleben: Von 1968 bis 1982 steht Karl Guth dem Turnerbund als Vorstand vor. Viele Jahre engagiert er sich auch als Vorstand im Hasenverein Titisee-Neustadt. Er selbst ist leidenschaftlicher Züchter von Angorahasen. Er stirbt im Jahr 2002.

Standort des Fotografen: ???

Ernst Selb als junger Mann, ca. 1900

Fotograf: Bolton, Ely (England)
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Der junge Mann trägt Anzug, Weste und Fliege, geschniegelt, wie es um die Jahrhundertwende üblich ist, wenn man sich in einem Fotoatelier ablichten lässt. Wir befinden uns nicht in Löffingen, sondern in Ely in England. Hier, fern der Heimat, lässt sich Ernst Selb (1879-?) fotografieren.

Er wurde am 29. Januar 1879 in Löffingen als Sohn des Bierbrauers Hermann Selb (1840-1892) und dessen Ehefrau Sofie Selb (geb. Fischer, 1847-1922) geboren. Der Vater starb früh, schon 1892, und Ernst Selb verließ seine Heimat und wanderte nach Großbritannien aus. Das Foto stammt aus einem Atelier des Fotografen Bolton in Ely. Es ist ein bewusst gesetztes Bild: Kleidung, Haltung und Blick sollen Seriosität und Zukunftszuversicht ausstrahlen. Wer sich um 1900 fotografieren lässt, hält nicht einfach einen Moment fest, sondern trifft eine Entscheidung darüber, wie er gesehen werden möchte – von der Familie, von Freund*innen, vielleicht auch von sich selbst.

Für Ernst Selb ist dieses Bild Teil eines neuen Lebensabschnitts. Einige Jahre später, 1908, heiratet er in England Frances Emily Brasier. Das Porträt zeigt ihn an der Schwelle zwischen Herkunft und Neubeginn: geboren in Löffingen, nun zu Hause in einem anderen Land.

Standort des Fotografen: Ely (England)

Joseph Selb als alter Mann, ca. 1880

Fotograf: Johann Nepomuk Heinemann, Hüfingen | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Ein alter Mann lässt sich im Fotoatelier ablichten. Er trägt einen dunklen Anzug mit Weste und Binder, ordentlich und zugleich schlicht, wie es einem Handwerker seiner Zeit entspricht.

Jahrzehnte später vermerkt Johanna Rebholz (geb. Ganter, 1913-2003) in ihrem Fotoalbum schlicht: »Mein Urgroßvater mütterlicherseits«. Es handelt sich um Joseph Selb (1817-1899), Zimmermann von Beruf, geboren am 2. März 1817. Sein Lebensweg ist von Arbeit, Familie und Verlust geprägt. In erster Ehe heiratete er 1839 Magdalena Kramer (1819-1863). Sechs Kinder wurden geboren, drei davon starben bereits im Säuglingsalter. Einer seiner Söhne ist der Glaser Josef Selb (1839-1916). Die Familie wohnte im Maienland (Maienlandstr. 16). Nach dem frühen Tod seiner Frau heiratete Joseph Selb 1864 erneut: Josefa Benz (1824-1902) wurde seine zweite Ehefrau. Auch aus dieser Verbindung gingen zwei Kinder hervor, von denen wiederum eines im Kleinkindalter starb.

Das Porträt entsteht im Fotoatelier von Johann Nepomuk Heinemann in Hüfingen. Joseph Selb stirbt am 8. Februar 1899 im Alter von 81 Jahren.

Standort des Fotografen: Hüfingen

Sterbebildchen für Kriegsgefallenen Eugen Biedermann, 1943

Verlag Spannagel & Todt, Villingen
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Michael Guth zur Verfügung.

Nur 21 Jahre alt wurde Eugen Biedermann (1921-1943). Geboren wurde er am 1. Dezember 1921 in Bonndorf. Seine Eltern waren der Zimmermann Gotthard Biedermann (1876-1945), der aus Wellendingen stammte, und dessen Ehefrau Rosa Biedermann (geb. Schilling, 1881-1969). Als er ein Jahr alt war, zog die Familie nach Löffingen, dem Geburtsort seiner Mutter. Die Familie wohnte in der Kirchstraße. Eugen Biedermann besuchte bis 1936 die Volksschule. Er stammte aus einer katholischen Familie, die auch in der NS-Zeit an ihrem Glauben festhielt. Eugen Biedermann gehörte bis zu der erzwungenen Auflösung der katholischen Jugendorganisation Deutsche Jugendkraft (DJK) an. Sein Vater protestierte gegen die Vertreibung des Stadtpfarrers Guido Andris am 23. Juni 1934 und wurde deshalb verhaftet. Eugen Biedermann wollte Dekorationsmaler werden und absolvierte nach seiner Schulzeit eine Lehre bei dem Kunstmaler Danegger in Engen.

Dann musste er zum Arbeitsdienst und kam nach Straßburg. Im Sommer 1941 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und kam im Zuge des Überfalls auf die Sowjetunion an die Ostfront. Im August 1942 war er zum letzten Mal auf Heimaturlaub. Am 18. August 1943 fiel er »bei den schweren Kämpfen« in Krasny. Am 2. September 1943 traf die Todesmitteilung bei seinen Eltern in Löffingen ein. Zu den Trauernden zählen, wie auf dem Sterbebildchen geschrieben steht, seine Eltern, Schwester und Schwager sowie seine Verlobte.

Konstantin Ganter als alter Mann, ca. 1925-1931

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Der alte Mann steht ruhig im Gras, den Blick dem Fotografen zugewandt. Der Anzug sitzt ordentlich, der Bart ist weiß und voll, die Haltung aufrecht. Neben ihm ein kleiner Tisch, mit einem gemusterten Tuch bedeckt, darauf ein Blumentopf. Vermutlich wird die Aufnahme im Garten hinter dem Haus am Alenberg aufgenommen.

Konstantin Ganter wurde am 20. Mai 1852 als Sohn des Landwirts Fidel Ganter und dessen Ehefrau Maria Ganter (geb. Benz) geboren. Das Elternhaus steht in der Vorstadt (Alenbergstr. 2). Er wuchs gemeinsam mit seinen Brüdern Adolf Ganter (1847-?), Karl Ganter (1848-1917), Pius Ganter (1850-?), Ferdinand Ganter (1855-?) und Heinrich Ganter (1862-?) auf. Später übernahm Konstantin Ganter das elterliche Anwesen und führt die dazugehörige Landwirtschaft weiter. Am 24. März 1892 heiratete er Kreszentia Ganter (geb. Marx). Die Ehe blieb kinderlos (?). Im Jahr 1927 stirbt seine Ehefrau.

Konstantin Ganter selbst stirbt am 2. Mai 1931 im Alter von 79 Jahren an Altersschwäche. In einem Nachruf heißt es über ihn: »Der Entschlafene gehörte zu jenen alten sturmerprobten Zentrumsveteranen, die in den Zeiten des heißesten Kulturkampfes der katholischen Weltanschauung eine Gasse bahnten. Er ist nun der letzte der vier Brüder Ganter, die aus einem Guß, in jeder Zeit ihren Mann stellten, im aufrichtigen und redlichen Willen auch dem politischen Gegner Achtung einflößten.«

Standort des Fotografen: 47.885077, 8.345060

Organistin Johanna Rebholz, Mai 1962

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Johanna Rebholz (geb. Ganter, 1913-2003) sitzt an der Orgel, den Blick auf die Noten gerichtet, die Hände sicher auf den Tasten. Kaum jemand sieht sie hier oben auf der Orgelempore der katholischen Kirche St. Michael, denn dieser Bereich bleibt meist dem Kirchenchor vorbehalten. Und doch ist sie allen Kirchgängerinnen und Kirchgängern vertraut: Seit Jahrzehnten prägt ihr Spiel die Gottesdienste der katholischen Pfarrgemeinde Löffingen.

Johanna Rebholz spielt seit 1937 die Orgel. Dass sie dieses Amt übernahm, war keineswegs geplant. Als 23-Jährige sprang sie spontan ein – ohne formale Ausbildung. Am 23. März 1937 traf sich der Kirchenchor, dem sie bereits seit zehn Jahren angehörte, zur Gesangsprobe. Der Chorleiter und Organist, Hauptlehrer Emil Willig, erschien nicht. Der NSDAP-Kreisleiter hatte ihm untersagt, seinen kirchlichen Dienst weiter auszuüben, sofern er seine Stelle als Lehrer nicht gefährden wollte. Schneidermeister Hermann Ganter übernahm daraufhin die Leitung des Chores und bestimmte kurzerhand seine Nichte Johanna Ganter zur Organistin. In den folgenden Monaten und Jahren erhielt sie Orgelunterricht von ihrem Cousin August Ganter, der 1933 zum Priester geweiht worden war und als Pfarrer in Ewattingen wirkte. Unterstützt wurde sie zudem von Schreinermeister August Limb, der sich als versierter Registrateur an der Orgel erwies.

Als dieses Foto am 5. Mai 1962 anlässlich der Primiz von Pater Alfred Benz entsteht, wirkt Johanna Rebholz bereits seit 25 Jahren als Organistin. Sie sitzt noch an der »alten Orgel«. Wenige Jahre später, bei der Kirchenrenovierung 1968/69, wird die Orgelempore abgerissen. Die alte Orgel verlässt Löffingen und wird am 15. Januar 1969 nach Überlingen überführt. Stattdessen erhält die Kirche eine neue 30-Register-Orgel der Firma Orgelbau Schwarz (Inhaber Eugen Pfaff), wobei die alten Pfeifen weiterverwendet werden. Johanna Rebholz muss sich zunächst an das neue Instrument gewöhnen. Doch sie bleibt der Kirchenmusik treu. Über weitere zwei Jahrzehnte engagiert sie sich mit großer Hingabe. Nicht selten zieht sie sich abends oder nachts allein in die Kirche zurück, um Orgelmessen einzustudieren und zu üben. Ihr Wirken bleibt meist im Hintergrund – und ist doch aus dem musikalischen Leben der Gemeinde nicht wegzudenken.

Standort des Fotografen: 47.882533, 8.344125