Fuhrmann Eugen Mayer mit Pferden, ca. 1970

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Eugen Mayer und Carola Hannes zur Verfügung.

Mit Pferden wächst Eugen Mayer (1928-2024) schon von klein auf. Als Sohn des Fuhrunternehmers Martin Mayer und dessen Ehefrau Maria Mayer (geb. Bötsch) hat er seit Kindesbeinen mit Pferden zu tun, werden sie doch anfangs noch eingespannt, um Fuhren zu transportieren. Geboren wird Eugen Mayer am 20. März 1928 und wächst in der Ringstraße auf. Zusammen mit seiner Frau Agatha Mayer (geb. Dettling, 1931-2015) wohnt er später in der Seppenhofer Straße.

Er stirbt am 8. Juni 2024 im Alter von 96 Jahren. Das Foto wird nach seinem Tod als Hintergrundbild in seiner Todesanzeige genutzt.

Standort des Fotografen: ???

Weinhändler Josef Eggert, ca. 1895-1900

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Emma Binder zur Verfügung.

In einem Fotoatelier in Freiburg lässt sich der Weinhändler Josef Eggert (1831-1901) fotografieren. Das Atelier von Alexander Dilger in der Rheinstr. 30 existiert von 1889 bis 1906, seit ca. 1894 führt Dilger den Titel »Hof-Photograph«. Doch hier geht es nicht um den Fotografen, sondern um den Mann, der auf dem Porträt abgebildet ist. Es ist der Besitzer der Weinhandlung Josef Hogg in Löffingen.

Josef Eggert wurde am 2. Mai 1831 als Sohn des Landwirts und Ölers Johann Eggert (1804-1871) und dessen Ehefrau Maria Agatha Eggert (geb. Waldvogel, 1806-1887) geboren. Er hatte elf Geschwister, von denen sieben im Kleinkindalter starben. 1862 kaufte Josef Eggert die Weinhandlung Hogg. Er heiratete 1874 in Freiburg Karolina Eggert (geb. Löw, 1841-1876), die aus Heiligenberg stammte. Das Paar blieb kinderlos. 1895 verkauft Josef Eggert die Weinhandlung an Joseph Benitz (1859-1919) und Josef Paul Thoma. Im Alter von 70 Jahren stirbt er am 7. August 1901 und wird auf dem Friedhof in Löffingen beerdigt.

Standort des Fotografen: Freiburg

Zwei Kinder vor dem NSV-Kindergarten in der Bahnhofstraße, ca. 1940-1945

Archiv der Stadtmusik

»NSV-Kindergarten« steht in großen Buchstaben an die Hausfassade geschrieben. »NSV« ist die Abkürzung für »Nationalsozialistische Volkswohlfahrt« und ist eine Parteiorganisation der NSDAP. Seit 1907 existiert die Kinderschule in der Bahnhofstraße. Ursprünglich wurden die Kinder von Ordensschwestern vom heiligen Vincenz von Paul betreut, doch das änderte sich in der NS-Zeit. Die Nonnen wurden durch Erzieherinnen ersetzt.

Zwei Jungs stehen vor dem weißen Lattenzaun, der das Grundstück des Kindergartens eingrenzt. Der Größere von beiden hält einen Lederball in den Händen. Es handelt sich um die beiden Brüder Waldemar Zepf (1937-2024) und Lothar Zepf (1936-2022).

Standort des Fotografen: 47.885476, 8.340922

Alte Frau in Tracht vor dem Haus Fürst, ca. 1950-1952

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Vor dem Haus Fürst (Demetriusstr. 5) steht eine alte Frau, die Tracht trägt. Mit ihrer Hand umfasst sie ein »Magnificat«, ein katholisches Gebet- und Gesangbuch. Offensichtlich ist sie auf dem Weg zum Gottesdienst in der Pfarrkirche oder kommt gerade von dort zurück. Vermutlich ist die Frau Josefa Fürst (geb. Bader, 1867-1952), die Witwe des verstorbenen Schmiedemeisters Viktor Fürst (1862-1934).

Geboren wurde sie am 25. Dezember 1867 als Tochter des Landwirts Anton Bader und dessen Ehefrau Maria Anna Bader (geb. Benz). Ihren Ehemann Viktor Fürst heiratete sie am 5. Januar 1888. Sie stirbt am 23. März 1952 im Alter von 84 Jahren. »Altersschwäche« lautet die Todesursache.

Standort des Fotografen: 47.884472, 8.344500

Hausmeister Fritz Isele im Schulhof der Realschule, 1989

Archiv der Realschule

Bekannt ist Fritz Isele (geb. 1940) vor allem in seiner Uniform als Feuerwehrmann. Bereits als 13-Jähriger kam er zur Jugendfeuerwehr. Von 1971 bis 1981 amtierte er als stellvertretender Kommandant der Löffinger Wehr, bevor er dann zu ihrem Kommandanten aufstieg. Als Kreisbrandmeister lenkt er darüberhinaus die Geschicke der Feuerwehren im gesamten Hochschwarzwald.

Die Schüler*innen der Realschule kennen ihn aber vor allem so – in Zivil, als Hausmeister ihrer Schule.

Am 28. Juli 1940 im Maienland als Sohn des Landwirts und Sägers Franz Isele (1900-1950) und dessen Ehefrau Paulina Isele (geb. Rosenstiel, 1903-?) geboren, absolvierte er nach der Beendigung seiner Schulzeit eine Schreinerlehre bei seinem Onkel, dem Schreinermeister Johann Rosenstiel (1917-2007). Bis 1980 hielt er dem Betrieb die Treue. Seit 1. Juli 1986 ist er nun Hausmeister an der Realschule.

Standort des Fotografen: 47.883889, 8.347389

Mutter mit Baby in der Rötengasse, ca. 1910

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine Frau sitzt mit ihrem Baby vor der Haustür. Stolz hält sie das neugeborene Kind in die Kamera des Fotografen. Im Hintergrund führt eine Treppe mit Geländer zum Eingang des Hauses empor.

Es handelt sich um das Haus Benitz, das unterhalb des Alenbergs in der Rötengasse steht. Es brennt beim Großbrand am 28. Juli 1921 nieder. Die Brandruine steht noch bis Mitte der 1930er Jahre. Sie wird erst abgeräumt, als der Arzt Dr. Gugelberger auf einem Teil des Grundstücks seine Villa (Maienlandstr. 6) errichtet. Bis heute sind im Bereich Rötengasse Trümmerteile des Gebäudes und exakt dasselbe Treppengeländer vorhanden.

Standort des Fotografen: 47.885139, 8.343611

Kommunionkind Albin Zepf vor dem Haus Ganter in der Seppenhofer Straße, 1943

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Lydia Zepf zur Verfügung.

Vor dem Haus Ganter (Seppenhofer Str. 1) posiert Albin Zepf (1934-2009) am Tag seiner ersten heiligen Kommunion. Er trägt einen schwarzen Anzug, in der einen Hand hält er seine Kommunionkerze, in der anderen Hand sein Gebetbuch und einen Rosenkranz. Das Haus Ganter steht direkt neben der katholischen Kaplanei, vermutlich deshalb wird das Foto hier aufgenommen.

Albin Zepf wurde am 28. April 1934 als Sohn von Landwirt August Zepf (1900-?) und dessen Ehefrau Klara geb. Fehrenbach (1902-?) geboren. Sein Elternhaus steht nur ein paar Meter weiter, an der Ecke von Seppenhofer Straße und Unterer Hauptstraße. Es wird bei einem Fliegerangriff 1945 zerstört.

Standort des Fotografen: 47.882170, 8.344233

Maria Schweizer mit Kind, 1942

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Maria Schweizer (geb. Ganter, 1909-?) sitzt hinterm Haus auf einem Bänkchen. Sie hält ihren kleinen Sohn in Händen: Hans-Jürgen Schweizer (geb. 1941) wurde am 16. Dezember 1941 geboren – und ist hier schon einige Monate alt. Der Kinderwagen steht griffbereit daneben. Aufgenommen wird das Foto vermutlich von Ehemann und Vater Otto Schweizer (1906-1992). Die Familie wohnt in der Seppenhofer Straße.

Standort des Fotografen: 47.882285, 8.344300

Schreiner Johann Georg Brugger, ca. 1900-1910

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

Der Schreiner Johann Georg Brugger (1847-1920) lässt im Fotoatelier eine Porträtaufnahme von sich aufnehmen. Bereits ergraut trägt er einen stattlichen Vollbart. Er ist in einen Anzug gekleidet, an dem eine Taschenuhr befestigt ist.

Geboren wurde Johann Georg Brugger am 26. April 1847 als Sohn von Schreinermeister Josef Brugger (1808-1857) und dessen Ehefrau Maria Agathe Brugger (geb. Maier, 1813-?). Sein Geburtshaus steht im Maienland (Maienlandstr. 15). Er wuchs an der Seite von acht Geschwistern auf: Theresia (geb. 1839), Matthias (geb. 1841), Antonia (geb. 1842), Paulina (geb. 1843), Wilhelm (geb. 1844), Sophia (geb. 1848), Adolph (geb. 1850), Johann (geb. 1852) und Maria (geb. 1853). Zwei weitere Geschwister, die Zwillinge Johann I (1845-1845) und Johann II (1845-1845) wurden eineinhalb Jahre vor seiner Geburt geboren und starben noch am selben Tag. Eigentlich ist Johann Georg Brugger kein einfacher Schreiner, sondern ein »Uhrenkastenschreiner«. Er heiratete am 17. Oktober 1876 Theresia Brugger (geb. Kaiser, 1854-1945), die aus Ewattingen stammt. Johann Georg Brugger stirbt am 17. Juli 1920 im Alter von 73 Jahren.

Standort des Fotografen: ???

Maria Egle geb. Heizmann als junge Frau, ca. 1910-1919

Fotograf: G. Stoffleth, Singen
Diese Fotos stellten dankenswerterweise Christoph Müller und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Keine gebürtige Löffingerin ist Maria Egle. Geboren wurde sie am 12. Dezember 1890 in Neustadt als Maria Heizmann. Hier lässt sie sich in einem Fotoatelier in Singen fotografieren. Sie heiratet 1920 den Landwirt Josef Egle (1890-1970). Die Egles wohnen im »Eckeret«, der heutigen Eggertenstraße. Sie haben drei Kinder: Fritz Egle, Franz Egle (1924-1951) und Elisabeth Egle (verh. Müller, 1927-2020).

Am 17. August 1969 stirbt Maria Egle im Alter von 78 Jahren und wird auf dem Friedhof Löffingen beerdigt. Ihr Mann folgt ihr ein Jahr später: Josef Egle stirbt am 27. Oktober 1970.

Standort des Fotografen: Singen

Anna Maria Selb, ca. 1896-1899

Fotograf: J. B. Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Die junge Frau, die sich im Fotoatelier Molitor in Neustadt ablichten lässt, ist Anna Maria Selb (verh. Bader). Sie wurde am 9. September 1876 als Tochter des Bierbrauers Hermann Selb und dessen Ehefrau Sophie Selb (geb. Fischer) geboren. Am 25. Mai 1899 heiratet die 22-Jährige den Landwirt Konrad Bader (1868-1958), mit dem sie acht Kinder bekommt.

Im Alter von nur 42 Jahren stirbt sie am 23. Oktober 1918. Als Todesursache ist im Sterbebuch »Lungenentzündung« angegeben. Sie soll ein Todesopfer der »Spanischen Grippe« geworden sein, die zu diesem Zeitpunk grassiert. Zwei Tage nach ihrem Tod wird sie auf dem Friedhof beerdigt.

Standort des Fotografen: Neustadt

Franz Vogt als Rollerfahrer, Fasnacht 1952-1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.

Man könnte fast meinen, Fred Feuerstein kommen auf einem seiner steinzeitlich anmutenden Fahrzeugen heran gerast. Aber die »Familie Feuerstein« kommt erst 1960 in das US-amerikanische Fernsehen und dieses Foto dürfte bereits einige Jahre früher entstanden sein. Zu sehen ist Franz Vogt (1920-1971), der an Fasnacht auf einem Roller (Marke Eigenbau) eine verschneite und vereiste Fahrbahn entlangfährt.

Doch wo wird das Foto aufgenommen? In Löffingen oder in einem der Ortsteile?

Franz Vogt ist Kaufmann von Beruf. Geboren wurde er am 18. Oktober 1920. 1952 heiratet er Elisabeth Vogt (geb. Hermann, 1929-1969), die bereits im Alter von 39 Jahren stirbt. Auf dem Foto trägt er den Ehering. Franz Vogt selbst stirbt zwei Jahre nach seiner Frau am 4. Oktober 1971. Er wird 50 Jahre alt.

Standort des Fotografen: ???