Ernst Selb als junger Mann, ca. 1900

Fotograf: Bolton, Ely (England)
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Der junge Mann trägt Anzug, Weste und Fliege, geschniegelt, wie es um die Jahrhundertwende üblich ist, wenn man sich in einem Fotoatelier ablichten lässt. Wir befinden uns nicht in Löffingen, sondern in Ely in England. Hier, fern der Heimat, lässt sich Ernst Selb (1879-?) fotografieren.

Er wurde am 29. Januar 1879 in Löffingen als Sohn des Bierbrauers Hermann Selb (1840-1892) und dessen Ehefrau Sofie Selb (geb. Fischer, 1847-1922) geboren. Der Vater starb früh, schon 1892, und Ernst Selb verließ seine Heimat und wanderte nach Großbritannien aus. Das Foto stammt aus einem Atelier des Fotografen Bolton in Ely. Es ist ein bewusst gesetztes Bild: Kleidung, Haltung und Blick sollen Seriosität und Zukunftszuversicht ausstrahlen. Wer sich um 1900 fotografieren lässt, hält nicht einfach einen Moment fest, sondern trifft eine Entscheidung darüber, wie er gesehen werden möchte – von der Familie, von Freund*innen, vielleicht auch von sich selbst.

Für Ernst Selb ist dieses Bild Teil eines neuen Lebensabschnitts. Einige Jahre später, 1908, heiratet er in England Frances Emily Brasier. Das Porträt zeigt ihn an der Schwelle zwischen Herkunft und Neubeginn: geboren in Löffingen, nun zu Hause in einem anderen Land.

Standort des Fotografen: Ely (England)

Joseph Selb als alter Mann, ca. 1880

Fotograf: Johann Nepomuk Heinemann, Hüfingen | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Ein alter Mann lässt sich im Fotoatelier ablichten. Er trägt einen dunklen Anzug mit Weste und Binder, ordentlich und zugleich schlicht, wie es einem Handwerker seiner Zeit entspricht.

Jahrzehnte später vermerkt Johanna Rebholz (geb. Ganter, 1913-2003) in ihrem Fotoalbum schlicht: »Mein Urgroßvater mütterlicherseits«. Es handelt sich um Joseph Selb (1817-1899), Zimmermann von Beruf, geboren am 2. März 1817. Sein Lebensweg ist von Arbeit, Familie und Verlust geprägt. In erster Ehe heiratete er 1839 Magdalena Kramer (1819-1863). Sechs Kinder wurden geboren, drei davon starben bereits im Säuglingsalter. Einer seiner Söhne ist der Glaser Josef Selb (1839-1916). Die Familie wohnte im Maienland (Maienlandstr. 16). Nach dem frühen Tod seiner Frau heiratete Joseph Selb 1864 erneut: Josefa Benz (1824-1902) wurde seine zweite Ehefrau. Auch aus dieser Verbindung gingen zwei Kinder hervor, von denen wiederum eines im Kleinkindalter starb.

Das Porträt entsteht im Fotoatelier von Johann Nepomuk Heinemann in Hüfingen. Joseph Selb stirbt am 8. Februar 1899 im Alter von 81 Jahren.

Standort des Fotografen: Hüfingen

Sterbebildchen für Kriegsgefallenen Eugen Biedermann, 1943

Verlag Spannagel & Todt, Villingen
Diese Fotos stellte dankenswerterweise Michael Guth zur Verfügung.

Nur 21 Jahre alt wurde Eugen Biedermann (1921-1943). Geboren wurde er am 1. Dezember 1921 in Bonndorf. Seine Eltern waren der Zimmermann Gotthard Biedermann (1876-1945), der aus Wellendingen stammte, und dessen Ehefrau Rosa Biedermann (geb. Schilling, 1881-1969). Als er ein Jahr alt war, zog die Familie nach Löffingen, dem Geburtsort seiner Mutter. Die Familie wohnte in der Kirchstraße. Eugen Biedermann besuchte bis 1936 die Volksschule. Er stammte aus einer katholischen Familie, die auch in der NS-Zeit an ihrem Glauben festhielt. Eugen Biedermann gehörte bis zu der erzwungenen Auflösung der katholischen Jugendorganisation Deutsche Jugendkraft (DJK) an. Sein Vater protestierte gegen die Vertreibung des Stadtpfarrers Guido Andris am 23. Juni 1934 und wurde deshalb verhaftet. Eugen Biedermann wollte Dekorationsmaler werden und absolvierte nach seiner Schulzeit eine Lehre bei dem Kunstmaler Danegger in Engen.

Dann musste er zum Arbeitsdienst und kam nach Straßburg. Im Sommer 1941 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und kam im Zuge des Überfalls auf die Sowjetunion an die Ostfront. Im August 1942 war er zum letzten Mal auf Heimaturlaub. Am 18. August 1943 fiel er »bei den schweren Kämpfen« in Krasny. Am 2. September 1943 traf die Todesmitteilung bei seinen Eltern in Löffingen ein. Zu den Trauernden zählen, wie auf dem Sterbebildchen geschrieben steht, seine Eltern, Schwester und Schwager sowie seine Verlobte.

Konstantin Ganter als alter Mann, ca. 1925-1931

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Der alte Mann steht ruhig im Gras, den Blick dem Fotografen zugewandt. Der Anzug sitzt ordentlich, der Bart ist weiß und voll, die Haltung aufrecht. Neben ihm ein kleiner Tisch, mit einem gemusterten Tuch bedeckt, darauf ein Blumentopf. Vermutlich wird die Aufnahme im Garten hinter dem Haus am Alenberg aufgenommen.

Konstantin Ganter wurde am 20. Mai 1852 als Sohn des Landwirts Fidel Ganter und dessen Ehefrau Maria Ganter (geb. Benz) geboren. Das Elternhaus steht in der Vorstadt (Alenbergstr. 2). Er wuchs gemeinsam mit seinen Brüdern Adolf Ganter (1847-?), Karl Ganter (1848-1917), Pius Ganter (1850-?), Ferdinand Ganter (1855-?) und Heinrich Ganter (1862-?) auf. Später übernahm Konstantin Ganter das elterliche Anwesen und führt die dazugehörige Landwirtschaft weiter. Am 24. März 1892 heiratete er Kreszentia Ganter (geb. Marx). Die Ehe blieb kinderlos (?). Im Jahr 1927 stirbt seine Ehefrau.

Konstantin Ganter selbst stirbt am 2. Mai 1931 im Alter von 79 Jahren an Altersschwäche. In einem Nachruf heißt es über ihn: »Der Entschlafene gehörte zu jenen alten sturmerprobten Zentrumsveteranen, die in den Zeiten des heißesten Kulturkampfes der katholischen Weltanschauung eine Gasse bahnten. Er ist nun der letzte der vier Brüder Ganter, die aus einem Guß, in jeder Zeit ihren Mann stellten, im aufrichtigen und redlichen Willen auch dem politischen Gegner Achtung einflößten.«

Standort des Fotografen: 47.885077, 8.345060

Organistin Johanna Rebholz, Mai 1962

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Johanna Rebholz (geb. Ganter, 1913-2003) sitzt an der Orgel, den Blick auf die Noten gerichtet, die Hände sicher auf den Tasten. Kaum jemand sieht sie hier oben auf der Orgelempore der katholischen Kirche St. Michael, denn dieser Bereich bleibt meist dem Kirchenchor vorbehalten. Und doch ist sie allen Kirchgängerinnen und Kirchgängern vertraut: Seit Jahrzehnten prägt ihr Spiel die Gottesdienste der katholischen Pfarrgemeinde Löffingen.

Johanna Rebholz spielt seit 1937 die Orgel. Dass sie dieses Amt übernahm, war keineswegs geplant. Als 23-Jährige sprang sie spontan ein – ohne formale Ausbildung. Am 23. März 1937 traf sich der Kirchenchor, dem sie bereits seit zehn Jahren angehörte, zur Gesangsprobe. Der Chorleiter und Organist, Hauptlehrer Emil Willig, erschien nicht. Der NSDAP-Kreisleiter hatte ihm untersagt, seinen kirchlichen Dienst weiter auszuüben, sofern er seine Stelle als Lehrer nicht gefährden wollte. Schneidermeister Hermann Ganter übernahm daraufhin die Leitung des Chores und bestimmte kurzerhand seine Nichte Johanna Ganter zur Organistin. In den folgenden Monaten und Jahren erhielt sie Orgelunterricht von ihrem Cousin August Ganter, der 1933 zum Priester geweiht worden war und als Pfarrer in Ewattingen wirkte. Unterstützt wurde sie zudem von Schreinermeister August Limb, der sich als versierter Registrateur an der Orgel erwies.

Als dieses Foto am 5. Mai 1962 anlässlich der Primiz von Pater Alfred Benz entsteht, wirkt Johanna Rebholz bereits seit 25 Jahren als Organistin. Sie sitzt noch an der »alten Orgel«. Wenige Jahre später, bei der Kirchenrenovierung 1968/69, wird die Orgelempore abgerissen. Die alte Orgel verlässt Löffingen und wird am 15. Januar 1969 nach Überlingen überführt. Stattdessen erhält die Kirche eine neue 30-Register-Orgel der Firma Orgelbau Schwarz (Inhaber Eugen Pfaff), wobei die alten Pfeifen weiterverwendet werden. Johanna Rebholz muss sich zunächst an das neue Instrument gewöhnen. Doch sie bleibt der Kirchenmusik treu. Über weitere zwei Jahrzehnte engagiert sie sich mit großer Hingabe. Nicht selten zieht sie sich abends oder nachts allein in die Kirche zurück, um Orgelmessen einzustudieren und zu üben. Ihr Wirken bleibt meist im Hintergrund – und ist doch aus dem musikalischen Leben der Gemeinde nicht wegzudenken.

Standort des Fotografen: 47.882533, 8.344125

2 Fotos: Närrin in unterschiedlichen Kostümen, Fasnacht 1925

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

In der »Hintergasse« posiert eine Frau vor der Kamera – einmal im aufwendigeren Kostüm mit Samtweste, Knopfschmuck und gemustertem Hüfttuch, ein anderes Mal mit einfachem Kleid und großem Fransenschal. Die beiden Aufnahmen zeigen, dass sie sich für die Fasnacht gleich mehrfach verkleidet oder ihren Auftritt variiert. Der Schnee am Boden lässt erahnen, wie kalt es beim Fotografieren ist – lächelnd hält sie trotzdem still.

Das Fenster hinter ihr gehört zur Werkstatt der Buchbinderei und Buchdruckerei von Anton Rebholz (Rathausplatz 3). Vermutlich drückt er selbst auf den Auslöser: Als leidenschaftlicher Fotograf hält er das Löffinger Fasnachtstreiben auf Glasplatten- und Papierabzügen fest.

Wer weiß, wer die Frau ist?

Standort des Fotografen: 47.884200, 8.344369

Narrenvater Josef Hoitz beim Briefkasten der »Laternenpost«, Januar 1994

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz (1930-2024) hat bei der Volksbank wieder den Narrenbriefkasten installiert. Er hofft auf viele kreative Zuschriften für die Narrenzeitung »Laternenpost«. Auf dem Briefkasten ist ein Aufkleber angebracht, der die Laterne der »Laternenbrüder« und die Masken der »Hansele« und »Hexen« zeigt.

Standort des Fotografen: 47.883745, 8.344859

Karl Glunk als Soldat, 1917

Fotograf: Eduard Heid, Rastatt
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Glunk zur Verfügung.

Drei Tage nach seinem 19. Geburtstag wurde Karl Glunk (1897-1980) zum Militär eingezogen. Er kam nach Rastatt zum badischen Infanterie-Regiment 111. Dort lässt sich der Landsturmmann in seiner Uniform in einem Fotoatelier ablichten.

Das Porträt zeigt ihn in feldgrauer Uniform: ein hochgeschlossener Waffenrock mit blanken Knöpfen, dazu die Mütze mit Reichs- und Landeskokarde. Mit ernster Miene steht der junge Soldat vor einem gemalten Atelierhintergrund, der einen idyllischen Wald zeigt und dem Foto einen friedlicheren Rahmen verleiht. Seine rechte Hand ruht auf einem Holzpodest.

Geboren wurde Karl Glunk am 12. Oktober 1897 als Sohn des Landwirts Johann Glunk und dessen Ehefrau Maria Glunk (geb. Bader). In seiner Kriegsstammrolle ist als Beruf ebenfalls »Landwirt« eingetragen. Er ist noch nicht volljährig und muss schon in den Krieg ziehen.

Standort des Fotografen: Rastatt

Rita Willmann, ca. 2020

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Familie Willmann zur Verfügung.

Über Jahrzehnte hinweg gehörte Rita Willmann (1938–2025) fest zum Bild des städtischen Lebens: Wo in Löffingen gefeiert wurde, war sie mit ihrer Kamera zur Stelle. Ob Festumzüge, Fasnacht, Erstkommunion oder Hochzeitsfeier – sie hielt die großen und kleinen Momente fest, die das Gemeinschaftsleben prägten. Zehntausende Aufnahmen entstanden im Laufe der Jahre. Ihre Negative stellte sie dankenswerterweise für unsere Website loeffingen-damals.de zur Verfügung – ein unschätzbares Geschenk an das kollektive Gedächtnis der Stadt.

Geboren wurde Rita Wittler am 20. März 1938 in Bochum. Nach dem frühen Tod des Vaters zog sie mit ihrer Mutter Klara Wittler (geb. Assmuth, 1907–1999) nach Löffingen. Dort heiratete die Mutter Anselm Zepf (1898–1989). Nach der Volksschule begann Rita Wittler 1952 eine Lehre im Schreibwaren- und Druckereigewerbe. 1958 heiratete sie den Buchbinder Albert Rebholz (1907–1962). Gemeinsam eröffneten sie 1960 am Rathausplatz eine Druckerei mit angeschlossenem Schreibwarengeschäft. Zwei Jahre später starb ihr Ehemann am 21. April 1962 nach langer Krankheit. Sie stand nun als alleinerziehende Mutter eines Kindes und mit einem Geschäft allein da. Sie verkaufte die Druckerei und führte das Schreibwaren- und Fotogeschäft weiter. Am 16. September 1967 heiratete sie den Postbeamten Josef Willmann aus Neustadt. Mit ihm bekam sie zwei weitere Kinder. 1985 zwang sie ihre Gesundheit, beruflich kürzerzutreten, und sie verpachtete das Geschäft. Neben ihrer Arbeit engagierte sich Rita Willmann mit großem Herz in der Gemeinschaft: im Turnverein und im Schwarzwaldverein ebenso wie in der katholischen Kirchengemeinde, wo sie im Pfarrgemeinderat und Stiftungsrat mitarbeitete und als Lektorin und Kommunionhelferin tätig war. Rita Willmann verstarb am 8. Oktober 2025. Sie wurde auf dem Friedhof in Löffingen beigesetzt. Das hier gezeigte Porträtfoto zierte das Programmblatt ihrer Trauerfeier – und zeigt sie so, wie sie vielen in Erinnerung bleibt: mit einem offenen Lächeln, freundlich und zugewandt.

Standort des Fotografen: ???

Josef Schweizer als Soldat, ca. 1914-1916

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Die Uniform sitzt straff, die Haltung ist aufrecht, fast steif – so, wie es sich für ein Soldatenporträt gehört. Josef Schweizer (1897-1916) schaut ernst in die Kamera, die Hand lässig auf die Lehne gestützt. Er ist noch sehr jung, nicht einmal volljährig. Geboren wurde er am 17. März 1897 als Sohn des Gipsers Franz Schweizer und dessen Ehefrau Anna Schweizer (geb. Götz). Er wirkt fast ein wenig unsicher, als würde er sich erst an den Gedanken gewöhnen, in Soldatenuniform abgelichtet zu werden. Darüber kann auch das glänzende Koppelschloss, die Knopfreihe und die Schirmmütze mit Kokarde nicht hinwegtäuschen.

Josef Schweizer stirbt am 21. Oktober 1916. Er wird nur 19 Jahre alt.

Standort des Fotografen: ???

Agnes Siefert geb. Egle, ca. 1890

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Emma Binder zur Verfügung.

Das würdige Porträt einer alten Frau, die mit ernstem Blick und faltigem Gesicht innehält. Agnes Siefert (geb. Egle, 1827-1904) sitzt in Tracht vor der Kamera und hält still. Das Kopftuch mit Haube ist eng um den Kopf gebunden. Ein Besuch im Fotoatelier ist für viele Menschen ein besonderes Ereignis. Schließlich wird man nicht jeden Tag fotografiert. Und das Bild bleibt für die Nachwelt, wenn man selbst längst gestorben ist.

Agnes Siefert wurde 1827 geboren. Sie soll aus dem Dorf Gruorn bei Münsingen auf der Schwäbischen Alb stammen. Seit 1863 ist sie mit dem Taglöhner Albert Siefert (1828-1894) verheiratet und wohnt in Löffingen. Die beiden lebten in ihren ersten Ehejahren in einem kleinen Haus in der Rötenbacher Straße (das später für den Bahnbau abgerissen wird). 1867 zogen sie dann in die Bittengasse. Ihr Mann stammt aus einer Handwerkerfamilie – sein Vater war Uhrenmacher. Das Leben als Taglöhner bedeutet harte Arbeit, wenig Sicherheit, kaum Besitz. Ihr Mann stirbt 1894. Agnes Siefert überlebt ihn um zehn Jahre. Am 11. Mai 1904 stirbt auch sie im Alter von 77 Jahren.

Standort des Fotografen: ???

Hermann und Maria Fehrenbach in der Alenbergstraße, ca. 1940

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Gabi Senn zur Verfügung.

Der Landwirt Hermann Fehrenbach (1866-?) und seine Ehefrau Maria Fehrenbach (geb. Selb, 1869-1946) stehen vor ihrem landwirtschaftlichen Anwesen in der Alenbergstraße. Beide tragen einfache Arbeitskleidung: Maria Fehrenbach ein langes Kleid mit Schürze und ein Kopftuch, Hermann Fehrenbach Hemd, Hosenträger und einen Hut, in seinem Mundwinkel steckt eine Pfeife. Hinter ihnen ist ein Stapel Holzbretter zu sehen. Links im Hintergrund steht der Schopf (Alenbergstraße 11), rechts das Wohnhaus (Alenbergstraße 13). Die beiden können auf ein arbeitsreiches Leben zurückblicken.

Das Paar hatte am 22. Juni 1891 geheiratet. Als Beruf des Bräutigams wurde im Ehebuch der Kirchengemeinde »lediger Dienstknecht« angegeben. Die Fehrenbachs bekamen acht Kinder: Josefa Schelling (geb. Fehrenbach, 1893-?), Julius Fehrenbach (1894-1918), der kurz nach Kriegsende in einem Berliner Lazarett seiner Kriegsverwundung erlag, Karl Fehrenbach (1896-1956), Luise Binder (geb Fehrenbach, 1898-?), Eugen Fehrenbach (1901-?), Klara Zepf (geb. Fehrenbach, 1902-?), Lina Vogelbacher (geb. Fehrenbach, 1906-?) und Mathilde Schlenker (geb Fehrenbach, 1907-1980).

Hermann Fehrenbach wurde am 9. Juli 1866 als Sohn des Landwirts und Sägers Michael Fehrenbach und dessen Ehefrau Aloisia Fehrenbach (geb. Faller) geboren. Maria Fehrenbach (geb. Selb) kam am 28. Dezember 1869 als Tochter von Zimmermann Josef Selb und dessen Ehefrau Josefa Selb (geb. Benz) zur Welt. Anlässlich ihrer Hochzeit übernahm sie das Anwesen ihrer Eltern in der Alenbergstraße. Sie stirbt am 12. Januar 1946 im Alter von 76 Jahren. Hermann Fehrenbach stirbt am …

Standort des Fotografen: 47.885734, 8.343645