Schäfer mit Schafherde, ca. 1925

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine Schafherde zieht (vermutlich) über den Ochsenberg, behütet von ihrem Hirten und dessen Hund. Sie sucht sich ihren Weg durch offenes, allgemein zugängliches Land. Der Beruf des Schäfers beschränkt sich nicht nur darauf, Produzent von Schaffleisch und Schafswolle zu sein. Er ist gleichzeitig auch eine Art Landschaftspfleger, denn er verhindert, dass die landwirtschaftlich genutzen Flächen mit Sträuchern und Bäumen zuwachsen.

Es handelt sich vermutlich um einen auswärtigen Schäfer, denn im Adressbuch von Löffingen aus dem Jahr 1928/29 ist kein Schäfer als Einwohner verzeichnet.

Standort des Fotografen: ???

Familie Hepting vor einem Haus, ca. 1933

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Eine Personengruppe steht vor einem Haus. Man hat sich für das Gruppenfoto untergehakt. In der Mitte steht die Jüngste, ein etwa 10-jähriges Mädchen. Vor ihr sitzt ein Hund.

V.l.n.r. Sophie Hepting geb. Jonner (1909-?), Rupert Hepting (1905-1990), ???, ???, Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), Mathilde Hepting (verh. Bacher), [Ernst Keller?], ???

Unbekannt ist auch, wo das Foto aufgenommen wird. In Löffingen oder bei einem Ausflug in der Umgebung?

Standort des Fotografen: ???

Junge mit Kaninchen und Hund, ca. 1910

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vorhang auf! Zur Vorführung des großen Zauberers! Oder besser: des kleinen Zauberers! Denn ein Junge steht hinter dem Haus neben einem kleinen Tischchen, über das eine Tischdecke mit Jugendstil-Stickerei geworfen wurde. Darauf befindet sicht ein halbes Dutzend Kaninchen – die wohl ausgestopft sind und deshalb so reglos da sitzen. Oder hat der kleine Junge sie gerade herbeigezaubert? Vermutlich handelt es sich bei dem Jungen um Albert Rebholz (1907-1962). Er ist chic gekleidet und trägt ein Hemd mit Spitzenkragen.

Neben dem Tischchen hockt ein Hund, eine deutsche Dogge, die an die Kette gelegt ist. Sie wirkt neben den Kaninchen und dem kleinen Jungen geradezu riesig. Das Foto wird vermutlich in der Demetriusstraße hinter dem Postamt (Rathausplatz 3) aufgenommen. Darauf deutet der Verputz der Fassade mit dem abgesetzten Sockel hin.

Standort des Fotografen: 47.884246, 8.344547

Narrengruppe »Eskimo« in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1913

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

1913 wird die Fasnacht groß gefeiert, da die »Laternenbrüder« ihr 25. Gründungsjubiläum feiern. Im Vorjahr ließ man die Fasnacht extra ausfallen, damit sich alle Narren auf das Jubiläumsjahr konzentrieren können. Besonders ideenreich und aufwändig gestaltet fallen denn auch die Kostüme und Umzugswagen in diesem Jahr aus.

Als »Gesangsverein Polaris Eskimo« bezeichnet sich diese Narrengruppe, die vor dem Haus des Landwirts Konrad Bader (Obere Hauptstr. 17) posiert. Die bis heute übliche Bezeichnung »Eskimo« meint unterschiedliche indigene Völker im nördlichen Polargebiet. Auch wenn in Löffingen keine arktischen Temperaturen herrschen, so sind die Närrinnen und Narren doch warm angezogen und tragen Felle um ihre Köpfe. Die (aneinandergebundenen?) Schlitten, auf denen sie hintereinander sitzen, werden von Hunden gezogen, die gerade links und rechts neben den Schlitten stehen. Vermutlich handelt es sich um Mitglieder des »Männergesangsvereins Eintracht«.

Der Umzugswagen dahinter, der von Pferden gezogen wird, stellt laut Tafel »Germania Reisen« dar.

Standort des Fotografen: 47.884894, 8.349137

2 Fotos: Personengruppe mit Hund vor einem Gartenhaus, ca. 1910-1920

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Auf den ersten Blick ist unklar, wo diese beiden Fotos aufgenommen werden. Zunächst sieht man einen Garten mit Gemüsebeeten und ordentlich geharkten Kieswegen. In einem Rondell steht ein holzverschindeltes Gartenhaus. Davor haben sich zwei Frauen mit drei Kindern und einem Hund niedergelassen, um fotografiert zu werden. Der Kleidung nach zu urteilen, entstehen die Fotos in den 1910er Jahren.

Der Garten wird von einem Staketenzaun begrenzt. Im Hintergrund geht es einen Hang hoch, auf dem ein Wäldchen steht. Von der Form des Geländes her könnte es sich um die »Hasle« handeln, bevor dort 1923 mit dem Bau der Festhalle und der Volksschule begonnen wird. Der Garten befände sich demnach beim heutigen Schulweg. Und tatsächlich ist auf der ersten Luftaufnahme des Städtchens, die aus den Jahren 1925-1928 datiert, ein Gartenhaus in diesem Bereich zu erkennen.

Erkennt jemand die Frauen und Kinder?
V.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.883446, 8.346145

Waldarbeiter im Wald, 1927

Sammlung Familie Waßmer

Im Wald stellen sich neben einer Holzbeige Waldarbeiter für ein Gruppenfoto auf. Sie halten ihre Werkzeuge in die Kamera. Auf das Sägeblatt der einen Säge wurden mit weißer Farbe die Worte geschrieben: »Holzhauerrotte Lanz, Frei & Isele 1927«.

Wer erkennt die Männer?

Standort des Fotografen: ???

Schulklasse des Jahrgangs 1913/14 mit Lehrer Zwingert, 1924

Fotograf: Georg Jung, Lenzkirch
Stadtarchiv

Als sich die Schüler*innen des Jahrgangs 1913/14 mit ihrem Klassenlehrer Alfred Zwingert auf der »Linden«-Wiese für ein Klassenfoto versammeln, ahnen sie noch nicht, dass dieser Ort später einmal zugebaut und der Standort der Werkreal- und Realschule sein wird. Noch befindet sich die Volksschule im Rathaus. Aber ganz in der Nähe der »Linden«-Wiese wird seit 1923 das neue Schulhaus und die Festhalle gebaut, weshalb das Klassenfoto, anders als in den Jahren zuvor, nicht vor dem Rathaus, sondern hier im Grünen aufgenommen wird.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: ???, Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005), ???, ???, ???, Hilde Schultheiß (verh. Schulz)
2.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, Johanna Ganter (verh. Rebholz, 1913-2003)
3.Reihe, v.l.n.r.: Josef Benz (1914-1962), ???, Hans Strobel (1913-?), ???, ???, ???, ???, ???, ???, Karl Rosenstiel (1913-1952)

Zum Jahrgang gehören auch: Willy Butsch (1913-1991), Elisabeth Schäfer (verh. Kaltenbrunner, 1913-1978).

Ein schwarzer Hund hat sich mit auf das Gruppenfoto geschlichen und sitzt in der ersten Reihe auf dem Schoß eines Mädchens. Im Hintergrund ist die katholische Pfarrkirche St. Michael und der alte Farrenstall in der Bittengasse zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883917, 8.347974

Im Garten vom Haus Rosenstiel in der Oberen Hauptstraße, 1946

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Hinter ihrem Haus in der Oberen Hauptstraße sitzt Cäcilie Rosenstiel (geb. Winterhalder, 1901-?) im Garten vor dem Schopf. Der Mann neben ihr ist Paul Thoma, der eigentlich in der Schweiz wohnt, aber während des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland ausgewiesen wurde. Bei den Rosenstiels hat er eine Bleibe gefunden. Daneben wacht Hund Asta.

Standort des Fotografen: 47.885473, 8.352663

Emma Limb mit Hund vor ihrem Elternhaus, ca. 1930-1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Vor dem Haus von Schreinermeister August Limb (Rötenbacher Str. 6) steht eine junge Frau. Es ist die Tochter Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005). Ein Schäferhund sitzt zu ihren Füßen und spitzt seine Ohren.

Am linken Bildrand ist vor dem Fenster vermutlich ein Einkochkessel zu sehen. Auf der Fensterbank dahinter sind diverse Flaschen mit Gummikappen zu erkennen. Vermutlich wird bei Limbs gerade Saft eingekocht.

Standort des Fotografen: 47.882184, 8.341713

Drei Mädchen mit Hund in der Unteren Hauptstraße, 1923

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Das Datum der Aufnahme ist am linken Bildrand aufgestempelt: »30. Juli 1923«. Vor dem Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) haben sich drei Mädchen auf einer Sitzbank niedergelassen. In der Mitte sitzt die 10-jährige Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005), die Tochter von Schreinermeister August Limb und dessen Ehefrau Anna Limb geb. Gebert. Sie hält ihren Hund an der Leine, der vor den Mädchen auf dem Straßenpflaster liegt. Neben Emma Limb sitzt links ihre Cousine Hedwig Limb (verh. Vogt, 1919-2010) und rechts deren Nachbarin Luise Straub (verh. Bader, 1914-2009).

Das von einem Zaun eingehegte Gärtchen im Hintergrund gehört zum Haus ihres Onkels, des Friseurmeisters Julius Limb.

Standort des Fotografen: 47.883494, 8.343777

Familie Limb mit Hundenachwuchs, 1936

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Vor ihrem Haus in der Rötenbacher Straße steht die Familie Limb. Der Schreinermeister August Limb (1884-1976) und seine Ehefrau Anna geb. Gebert (1890-1960) sowie ihre Tochter Emma (1913-2005) halten Welpen auf dem Arm. Im Vordergrund sitzt die Hündin Fraya, die die Welpen wohl geworfen hat.

Standort des Fotografen: 47.882164, 8.341614

Ehepaar Sperer vor ihrem Haus in der Dittishauser Straße mit Goggo, 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Xaver Sperer und seine Ehefrau Maria geb. Lohmüller stehen vor ihrem Haus in der Dittishauser Straße. Vor ihnen ist ein Kleinstwagen der Marke »Goggo« (ein »Goggomobil«) geparkt. Es wurde ab 1955 produziert. Auf dem Foto glänzt der Lack noch wie neu. Maria Sperer hält einen Hund in den Händen.

Am Haus Sperer sticht das große Scheunentor ins Auge. Rechts neben dem Ökonomiebereich befindet sich der Wohnbereich. Die Fenster sind mit hölzernen Fensterläden versehen. Geranien blühen üppig auf den Fensterbänken.

Standort des Fotografen: 47.885309, 8.348939