Erinnerungsblatt von Eugen Fehrenbach zur Erstkommunion, 30. März 1913

Dieses Dokument stellte uns dankenswerterweise Olga Streit zur Verfügung.

Zum »Andenken an die erste hl. Kommunion« erhielt der 11-jährige Eugen Fehrenbach dieses Erinnerungsblatt. Es ist illustriert mit einer Bibelszene, als Jesus von Nazareth das letzte Abendmahl mit seinen Aposteln feiert. Eugen Fehrenbach, Jahrgang 1901, feierte seine Erstkommunion am 30. März 1913. Die Eucharistie und auch dieses Erinnerungsblatt empfing er aus den Händen von Pfarrverweser August Hermann (1882-1933), der nur vier Jahre in Löffingen wirkte.

Erstkommunionkanten am Weißen Sonntag, 1910

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Olga Streit zur Verfügung.

Die Geschlechtertrennung wird bei der Erstkommunion 1910 streng eingehalten. Jungen und Mädchen werden getrennt voneinander vor der Pfarrkirche St. Michael fotografiert. Im Hintergrund ist das Langhaus zu sehen. Deutlich zu erkennen ist, dass die Glasfenster mit Bildern und Mustern verziert waren, die heute nicht mehr vorhanden sind.

49 Erstkommunionkanten sind auf dem Gruppenfoto versammelt. Ihre vier Lehrer rahmen sie ein: Franz Merk und ??? auf der linken Seite, Ferdinand Eggert und Eugen Steidlinger auf der rechten. In der Mitte stehen zwei Geistliche, einer von ihnen ist Stadtpfarrer Franz Jakob Müller, der von 1901 bis 1912 als Seelsorger in Löffingen wirkte.

1. Reihe, v.l.n.r.:  Nr. 8: Josef Sibold (*1901), Nr. 12: Karl Bader (*1902).
2. Reihe, v.l.n.r.: Nr. 1: Eugen Fehrenbach (*1901), Nr. 2: August Zepf (*1900).
3. Reihe, v.l.n.r.: Nr. 3: Karl Beha (*1901).
4. Reihe, v.l.n.r.:
5. Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.882787, 8.344624

Erstkommunionkantinnen am Weißen Sonntag, 1910

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Olga Streit zur Verfügung.

Die Geschlechtertrennung wird bei der Erstkommunion 1910 streng eingehalten. Mädchen und Jungen werden getrennt voneinander vor der Pfarrkirche St. Michael fotografiert. Im Hintergrund ist das Langhaus zu sehen. Deutlich zu erkennen ist, dass die Glasfenster mit Bildern und Mustern verziert waren, die heute nicht mehr vorhanden sind.

46 Erstkommunikantinnen sind auf dem Gruppenfoto versammelt. Ihre vier Lehrer rahmen sie ein: Franz Merk und ??? auf der linken Seite, Ferdinand Eggert und Eugen Steidlinger auf der rechten. In der Mitte stehen zwei Geistliche, einer von ihnen ist Stadtpfarrer Franz Jakob Müller, der von 1901 bis 1912 als Seelsorger in Löffingen wirkte.

1. Reihe, v.l.n.r.: Nr. 8: Franziska Bieler (*1900, verh. Fehrenbach), Nr. 9: Klara Bieler (*1900), Nr. 11: ??? Kaufmann.
2. Reihe, v.l.n.r.:
3. Reihe, v.l.n.r.:
4. Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.882787, 8.344624

Innenraum der Pfarrkirche St. Michael, nach 1917

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Willman und Franz Isele zur Verfügung.

Diese Aufnahme entstand in der Advents- oder Weihnachtszeit. Der Kirchenraum der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist mit Tannenbäumen geschmückt, die die beiden Seitenaltäre einrahmen.

1917 wurde die Kirche an das seit 1916 in Löffingen bestehende elektrische Leitungsnetz angeschlossen. Im Kirchenraum hängen mehrere einfache elektrische Lampen. Der mit Kerzen bestückte Kronleuchter hängt weiterhin im Chorraum. Seit 1881 sind die Wände bemalt, bei einer späteren Innenrenovation wurden sie 1936/37 weiß übertüncht. Das Wandgemälde, das links im Chorbogen zu sehen ist, wurde bei der Kirchenrenovierung in den Jahren 1993-1996 wieder freigelegt, renoviert und sichtbar gelassen.

Standort des Fotografen: 47.882588, 8.344173

Köhlerfamilie Nägele bei der Arbeit im Stadtwald, 1911

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Käthe Kaufmann und Rita Willmann zur Verfügung.

Die Nägeles waren über mehrere Generationen Köhler, weshalb sie als »s’Kohle Nägeles« bekannt waren. Bis heute heißt der Platz im Stadtwald, an dem ihre Köhlerhütte stand und die Meiler abgebrannt wurden, »Kohlplatz«. Auf dem Foto ist der Aufbau des Holzkohlen-Meilers zu sehen. Der Meiler ist fast fertiggestellt. Die Hohlräume werden noch mit kleinen Holzstücken aufgefüllt.

Das Foto ist Teil einer Serie, die der Fotograf Anton Rebholz aufnahm.

Standort des Fotografen: 47.909612, 8.323702

Köhlerfamilie Nägele bei der Arbeit im Stadtwald, 1911

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Käthe Kaufmann zur Verfügung.

Die Nägeles waren über mehrere Generationen Köhler, weshalb sie als »s’Kohle Nägeles« bekannt waren. Bis heute heißt der Platz im Stadtwald, an dem ihre Köhlerhütte stand und die Meiler abgebrannt wurden, »Kohlplatz«. Auf dem Foto ist der Aufbau des Holzkohlen-Meilers zu sehen. Die Holzstücke wurden schräg gegen die Mitte auf der »Bruck« geschichtet. Der fertige Meiler konnte bis zu 80 m³ umfassen.

Das Foto ist Teil einer Serie, die der Fotograf Anton Rebholz aufnahm.

Standort des Fotografen: 47.909612, 8.323702

2 Fotos: Köhlerfamilie Nägele bei der Arbeit im Stadtwald, 1911

Verlag A. Rebholz
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Käthe Kaufmann zur Verfügung.

Die Nägeles waren über mehrere Generationen Köhler, weshalb sie als »s’Kohle Nägeles« bekannt waren. Bis heute heißt der Platz im Stadtwald, an dem ihre Köhlerhütte stand und die Meiler abgebrannt wurden, »Kohlplatz«. Auf dem Foto ist Konrad Nägele (1885-1960) zu sehen, der letzte Köhler. Er legt gerade den so genannten »Bruck«. Die Holzstücke werden zu einem Holzkohlen-Meiler aufgeschichtet, der bis zu 80 m³ umfassen kann.

Die Fotos sind Teil einer Serie, die der Fotograf Anton Rebholz aufnahm.

Standort des Fotografen: 47.909612, 8.323702

Haus Heizmann in der Festhallenstraße, ca. 1911

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Heizmann zur Verfügung.

Für das Foto hat sich Familie Heizmann vor ihrem holzverschindelten Wohnhaus aufgestellt. Drei Generationen sind zu erkennen. Der Landwirt Leopold Heizmann (1844-1920) kaufte 1868 das Anwesen »An der Haslach« in der heutigen Festhallenstraße. 1910 übergab er es an seinen Sohn Anton Heizmann (1879-1929), der ebenfalls Landwirt war und im selben Jahr seine Frau Anna geb. Faller (1884-1960) heiratete. Ein Jahr später wurde ihr erstgeborener Sohn Karl Heizmann (1911-1947) geboren, der auf dem Foto auf dem Arm seiner Mutter zu sehen ist.

Standort des Fotografen: 47.884063, 8.348065

Gasthaus »Engel« beim Schneekreuz, ca. 1914

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Erika und Norbert Freudenberg zur Verfügung.

»Gasthaus Engel L. Markstahler«, steht auf dem Wirtshausschild, das am Seitengiebel angebracht ist. Dank dieser Information lässt sich das Bild ziemlich genau datieren. Denn 1914 hat der Milchhändler Ludwig Markstahler das Gasthaus gekauft, das direkt neben der Witterschneekirche steht. Zuvor war der »Engel« seit 1873 im Besitz der Familie Guth gewesen. Ludwig Markstahler betreibt das Gasthaus aber nur kurze Zeit persönlich, denn er ist während des Ersten Weltkrieges Soldat und fällt am 30. Januar 1917. Seine Witwe führt die Land- und Gastwirtschaft weiter. 1924 verheiratet sie sich mit dem Landwirt Heinrich Mayer. Bis 1934 betreiben sie gemeinsam das Gasthaus und stellen dann den Schankbetrieb ein.

Standort des Fotografen: 47.891867, 8.336837

Heinrich Wider und Johann Schmitt als Soldaten in Flandern, 1917

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Heiner Wider zu Verfügung.

Nicht in Löffingen, sondern im fernen Flandern entstand dieses Doppelporträt von Heinrich Wider und Johann Schmitt. Die beiden Löffinger trafen sich dort an der Front während ihres Militärdienstes im Ersten Weltkrieg. Im Fotostudio ließen sie sich in ihrer Uniform ablichten. Auf der Rückseite ist das Foto mit den Worten beschriftet: »Das Wiedersehen in Flandern 1917. Eine Erinnerung aus der Jugendzeit.«

Beide kehrten in ihre Heimat und in ihr ziviles Leben zurück. Johann Schmitt (1878-1967), der ursprünglich aus Württemberg stammte, arbeitete weiterhin als Schneidermeister. Der fast 20 Jahre jüngere Heinrich Wider (1896-?) trat in das Baugeschäft seines Vaters ein und wurde Bauunternehmer.

Unbekannter Soldat im Fotostudio, ca. 1914-1918

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.

Ein unbekannter Soldat steht in feldgrauer Uniform in einem Fotostudio. Seine rechte Hand hat er auf das Tischchen neben sich gelegt, mit seiner linken Hand umfasst er die Koppel seiner Uniform. An seiner Kopfbedeckung sind zwei Kokarden zu sehen, die schwarz-weiß-rote Reichskokarde und eine weitere Kokarde, vermutlich in den badischen Farben.

Wer weiß, wer der junge Soldat ist?

Franz Schweizer als Soldat im Ersten Weltkrieg, 1914-1918

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Paula Veith zur Verfügung.

Der Gipsermeister Franz Schweizer (1871-1938) ist bereits 43 Jahre alt, als der Erste Weltkrieg im August 1914 beginnt. Geboren wurde er 1871 im schwäbischen Bad Ditzenbach. 1897 hatte er nach Löffingen eingeheiratet und eine Familie gergründet. Jetzt ist er Soldat. Seine Frau Anna Schweizer geb, Götz und seine Kinder bangen um ihn und hoffen, dass ihr Ehemann und Vater gesund nach Hause zurückkehrt. Franz Schweizer stirbt 1938 im Alter von 67 Jahren.