Blick vom Rathausplatz in Richtung Eggertenstraße, Januar 1973

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.

Nach dem Abbruch der »alten Sonne« (Rathausplatz 10) ist für kurze Zeit ein ungehinderter Blick vom oberen Rathausplatz über die Freifläche bis zu den dahinter liegenden Häusern in der Eggertenstraße möglich. Rechts ist das Rathaus und links das Gasthaus »Löwen-Post« zu sehen.

Die »alte Sonne« war im Zuge der Stadtsanierung abgerissen worden. Damit war ein Stück Alt-Löffingen aus dem Stadtbild verschwunden, das Jahrhundertelang zur Altstadt gehört hatte. Auf dem abgeräumten Grundstück errichtete die Volksbank ein Wohn- und Geschäftshaus. In der Lokalzeitung wird am 5./6. Januar 1973 versichert, dass sich der Neubau »harmonisch in den alten Löffinger Stadtkern einfügen« werde.

Standort des Fotografen: 47.884080, 8.344931

Drei Ansichten der Eggertenstraße mit Baustelle, 1973

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Brigitte und Günter Leber zur Verfügung.

Nach dem Abbruch des früheren Gasthauses »zur Sonne« am oberen Rathausplatz ist ein ungehinderter Blick vom Rathaus zur heutigen Eggertenstraße möglich. Da zwei Jahre zuvor auch das Haus Köpfler (Eggertenstr. 3) abgebrannt ist, ist nun im einst sehr eng bebauten »Eckeret« Freiraum entstanden. Im Moment dient er als Stellplatz für Bauwagen und als Lagerort für Holz und andere Baumaterialien zum Bau des Wohn- und Geschäftshauses der Volksbank.

Auf den Fotos sind die Rückseiten der Häuser der Kirchstraße zu sehen: Die Häuser von Richard Funk (Kirchstr. 10) und von Erich Freund (Kirchstr. 12), deren altes Mauerwerk unter dem bröckelnden Verputz durchschaut, und das bereits modernisierte Haus Kuster (Kirchstr. 14), das mit neuen Dachziegeln eingedeckt und dessen Mauern weiß verputzt sind.

Standort des Fotografen: 47.883556, 8.344392

Rückansicht des Hauses Willmann, ca. 1960-1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Dieses Foto wurde in der Eggertenstraße aufgenommen. Es zeigt die Rückansicht des Hauses Willmann (Rathausplatz 8) vor seiner Renovierung. Der bröckelnde Putz gab den Blick frei auf sehr unterschiedliches Mauerwerk, das Rückschlüsse auf die Baugeschichte des Hauses erlaubt: Neben den fein säuberlich gemauerten Ziegelsteinen sind im Erdgeschoss auch Natursteine zu erkennen, die sicherlich weitaus älteren Datums sind, Die Holzbeuge im Vordergrund, das Bäumchen mit seiner stattlichen Krone, daneben das kleine Gärtchen mit einem hölzernen Lattenzaun und die weiße Wäsche, hoch oben auf der Leine, muten heutigen Betrachtern fast idyllisch an.

Standort des Fotografen: 47.883545, 8.344398

Rückansicht der Häuser Brunner und Heiler im »Eckeret«, 1957

In dem Anwesen in der Bildmitte betrieb der Schmiedemeister Hermann Brunner seine Werkstatt. Rechts grenzte die Landwirtschaft von Josef Heiler an. Sogar ein Misthaufen musste inmitten der engen Bebauung in der heutigen Eggertenstraße seinen Platz finden. Die Bäume (links vorne) gehörten zum früheren Schulhof, als sich die Volksschule noch im Rathausgebäude befand.

Rückansicht des Hauses Funk im »Eckeret«, 1973

Dieses Foto stelle uns dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.

Fast mittelalterlich mutete das Mauerwerk des Hauses Funk an, wie es sich bis in die 1970er Jahre an seiner Rückseite zur heutigen Eggertenstraße hin dem Betrachter darbot. Im Haus Funk gab es einen Durchgang, der wegen des daneben liegenden Schweinestalls »Stinktörle« genannt wurde. Das Gebäude wurde 1974 abgerissen. Es fiel damit genauso dem modernen Zeitgeist zum Opfer wie kurz zuvor das alte Gasthaus »Sonne« in unmittelbarer Nachbarschaft. Das Foto wurde vom Grundstück der abgerissenen »Sonne« aus aufgenommen.  

Standort des Fotografen: 47.883511, 8.344616

Kinder beim Spielen im »Eckeret«, ca. 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Kuster zur Verfügung.

Selbst im engen und meist schattigen »Eckeret« fanden Kinder im hintersten Winkel noch Platz zum Spielen. Die Häuser im Hintergrund sind die rückseitigen Ansichten der Geschäftshäuser in der Unteren Hauptstraße. Steile Stiegen führten zu den Hauseingängen hinauf.

Standort des Fotografen: 47.883328, 8.344208

Blick in den hintersten Winkel im »Eckeret«, ca. 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Heinz und Emilie Albrecht zur Verfügung.

Eng ging es zu im »Eckeret«! Nicht nur, dass dort, wo sich heute ein Parkplatz befindet, zwei weitere Häuser standen, deren Rückansicht am linken Bildrand zu sehen sind. Darüberhinaus herrschte eine regelrechte »Hüttlewirtschaft«, bis alles Hab und Gut einen Platz fand. Selbst die Wäscheleine musste in diesem schattigen Loch untergebracht werden. Das Foto wurde direkt hinter dem Haus von Uhrmachermeister Maier aufgenommen.

Standort des Fotografen: 47.883297, 8.344013

Haus Köpfler als Brandruine, Januar 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Heinz Albrecht zur Verfügung.

Am 20. Januar 1971 brannte dieses Gebäude in der heutigen Eggertenstraße vollständig ab. Damaliger Besitzer war der kaufmännische Angestellte Alfred Köpfler. Das Haus wurde nicht wieder aufgebaut. Stattdessen legte man auf der Freifläche einen Parkplatz an, sodass das bis dahin eng verwinkelte »Eckeret« sein typisches Gepräge verlor.

Standort des Fotografen: 47.883562, 8.344323

Familie Preuß mit Kühen vor ihrem Haus, ca. 1920-1925

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Zu diesem Gruppenfoto versammelte sich die Familie von Architekt und Landwirt Johann Preuß vor ihrem Haus in der heutigen Eggertenstraße. Sogar die Kühe und Ochsen holten sie aus dem Stall und präsentierten sie stolz dem Fotografen. Preuß hatte 1909 nach Löffingen eingeheiratet. Seine Frau Agathe geb. Sibold hatte das Anwesen von ihren Eltern übertragen bekommen. Das Haus brannte 1971 ab. Die Brandruine wurde abgetragen und das Haus nicht wiederaufgebaut.

Standort des Fotografen: 47.883490, 8.344412