Mutter mit Baby in der Rötengasse, ca. 1910

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine Frau sitzt mit ihrem Baby vor der Haustür. Stolz hält sie das neugeborene Kind in die Kamera des Fotografen. Im Hintergrund führt eine Treppe mit Geländer zum Eingang des Hauses empor.

Es handelt sich um das Haus Benitz, das unterhalb des Alenbergs in der Rötengasse steht. Es brennt beim Großbrand am 28. Juli 1921 nieder. Die Brandruine steht noch bis Mitte der 1930er Jahre. Sie wird erst abgeräumt, als der Arzt Dr. Gugelberger auf einem Teil des Grundstücks seine Villa (Maienlandstr. 6) errichtet. Bis heute sind im Bereich Rötengasse Trümmerteile des Gebäudes und exakt dasselbe Treppengeländer vorhanden.

Standort des Fotografen: 47.885139, 8.343611

Erstklässler in der Bahnhofstraße, Ostern 1957

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Sechs Jahre ist er alt, der kleine Michael Fehrenbach (geb. 1951). Heute ist ein besonderer Tag für ihn, denn er wird in die Volksschule eingeschult. Mit seinem Schulranzen und seiner Schultüte posiert er stolz vis-à-vis des Bahnhofs in der Bahnhofstraße – in unmittelbarer Nähe zu seinem Elternhaus. Im Hintergrund ist der Altstadtring mit den Häusern der Demetriusstraße zu sehen.

Noch beginnt das Schuljahr nicht nach den Sommerferien, sondern nach Ostern. Erst 1964 wird der Schuljahresbeginn in den Spätsommer verlegt.

Standort des Fotografen: 47.883389, 8.342528

Hochzeitszug Maier / Wahler in der Unteren Hauptstraße, ca. 1954

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Die Spitze des Hochzeitszuges ist bereits auf Höhe des Gasthauses »Adler« (Untere Hauptstr. 2) angekommen. Doch die Hochzeitsfeier findet gar nicht in der dortigen Wirtsstube, sondern im Gasthaus »Ganterbräu« statt. Der Zug, in den sich die Familienangehörigen von Braut und Bräutigam eingereiht haben, zieht sich am Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) vorbei bis zur Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6).

Das frischvermählte Ehepaar sind der Sägearbeiter Franz Maier (1923-2006) und Melanie Maier (geb. Wahler, 1927-2020). Angeführt werden sie von zwei Blumenkindern (??? und ???) und zwei Brautjungfern (??? und Marlies Fritsche). Im Hochzeitszug sind u.a. Albert Fehrenbach (1919-2008) und Maria Fehrenbach (geb. Ganter, 1920-1998) zu erkennen.

Von neugierigen Kindern und anderen Passant*innen wird der Hochzeitszug begleitet. Ganz am Ende der Straße sind der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) und das 1952 neu erbaute Haus Adrion (Untere Hauptstr. 9) zu erkennen. Es steht an Stelle des 1945 bei einem Bombenangriff zerstörten Haus Zepf.

Standort des Fotografen: 47.883595, 8.343895

2 Fotos: Siegerehrung nach dem Schülerskifest im Tischtennisraum, Februar 1979

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Kurzfristig veranstaltet der Skiclub am Sonntag die Schüler-Skiwettkämpfe an der »Wanne«. Trotz des wenigen Schnees waren die Loipe und Piste gut präpariert. 38 Torläufer und 23 Langläufer beteiligten sich an den Wettkämpfen. Am Abend findet im Tischtennisraum die Siegerehrung statt und Walter Egle überreicht Urkunden und Medaillen.

1.Reihe, hockend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Edith Fehrenbach, 3 Anette Fritsche, 4 Sabine Fehrenbach, 5 ???, 6 ???, 7 ???
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 Erich Satler (1937-2020)
4.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Walter Egle (1920-2010), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Günter Durst, 6 ???

Am Langlauf beteiligten sich: Achim Knöpfle, Axel von der Heyd, Lioba Höcklin, Stefanie Hauger, Ansgar Böhm, Matthias von Dungen, Wolfgang Streit, Ralf Egle, Jeanette Heitzmann, Stefan Hoch, Patricia Gauger, Heike Dickert, Volker Bächle, Birgit von der Heyd, Rainer Sibold, Roland Satler, Dietmar Hasenfratz, Frank Schreiber, Jürgen Schmid, Gerhard Satler, Axel Laule, Johannes Winkler und Lothar Frey.

Standort des Fotografen: 47.883086, 8.347854

2 Fotos: Maria Häusle mit drei Enkeln in der Vorstadtstraße, ca. 1955

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Vor dem Haus Weiss in der Vorstadtstraße hat es sich Maria Häusle (geb. Schultheiß, 1883-1966) auf einer Sitzbank bequem gemacht. Sie wurde am 12. Juli 1883 als Tochter von Maurer Wilhelm Schultheiß und dessen Ehefrau Katharina (geb. Sibold) geboren. Verheiratet ist sie mit dem Steinmetzmeister Karl Häusle (1878-1956). Viele Jahrzehnte war Maria Häusle als Hebamme tätig. Die drei Kinder, die neben ihr auf der Bank in der Sonne sitzen, hat sie aber nicht mit auf die Welt bringen helfen. Gleichwohl hat sie eine ganz besondere Verbindung zu ihnen, denn es sind ihre drei Enkelkinder: Ursula Weiss (geb. 1951), Doris Kuster (geb. 1952) und Hans-Peter Kuster (geb. 1951).

Maria Häusle stirbt am 28. März 1966 im Alter von 82 Jahren. Zwei Tage später wird sie auf dem Friedhof beerdigt, der nur wenige Meter von ihrem Wohnhaus entfernt ist.

Standort des Fotografen: 47.884667, 8.346556

Jugendspieler des Fußballclub, März 1987

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Für ein Gruppenfoto versammelt sich der Nachwuchs des Fußballclub. Die Jugendspieler haben gut lachen, denn die D-Jugend ist soeben Schwarzwaldmeister geworden. Im Endspiel gegen den SV St. Georgen gewannen die Löffinger 1:0 und qualifizierten sich damit auch für die Südbadischen Hallenmeisterschaften in Wehr. Dort erzielte man den sechsten Tabellenplatz. Auch die E-Jugend feiert stolz ihren sportlichen Erfolg: Sie wurde Bezirks-Hallenmeister und Vierter bei der südbadischen Meisterschaft.

In der ersten Reihe knieen die 6- bis 8-jährigen Spieler der F-1-Jugend, die von Norbert Schäfer sowie Michael Wetterer und Bertil Weißenberger trainiert und betreut werden. Dahinter stehen die E-1-Jugendspieler von 8 bis 10 Jahren. Sie werden von Volker Egy und Inno Zahn trainiert. In der dritten Reihe stehen die 10- bis 12-Jährigen, die der D-Jugend angehören. Ihre Trainer und Betreuer sind Ralf Bednarz und Klaus Kietruschat.

1.Reihe, knieend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Konrad Krämer, 4 Kai Weißenberger, 5 ???, 6 ???, 7 Oliver Diesberger, 8 Thorsten Wilde, 9 Daniel Stegerer, 10 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Denis Leber, 2 Andreas Furtwängler, 3 Christian Burkart, 4 Mark Markowiak, 5 Thorsten Pütz, 6 Philipp Krämer, 7 Sascha Kienzler, 8 Andreas Weißenberger
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Tobias Kleiser, 2 Dejan Schönfeld, 3 Mario Kietruschat, 4 Sascha Gobil, 5 Thorsten Kringe, 6 Thomas Hofmeier, 7 Robert Ravic, 8 Kevin Wiedensohler, 9 Jonny Bader

Zur F-Jugend gehören: Manfred Schätzle, Jörg Disch, Michael Fesenmeier, Tobias Beck, Volker Knöpfle

Standort des Fotografen: 47.883780, 8.346880

Hochzeitszug Hepting / Egle am Rathaus, 18. Juni 1960

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Nach der Trauung in der katholischen Pfarrkirche zieht der Hochzeitszug durch das Städtchen in Richtung Gasthaus »Linde«, wo die Hochzeitsfeier stattfindet. Man kommt gerade am Rathaus vorbei. Der Bräutigam ist der Malermeister Werner Hepting (1928-2011), die Braut ist Hedwig Hepting geb. Egle (1932-2020). Sie sind auf dem Foto gar nicht im Mittelpunkt, sondern nur halb verdeckt zu sehen.

Dafür sind die vier Blumenmädchen im Vordergrund umso besser zu erkennen. Vorneweg gehen Annemarie Hepting (verh. Kiermeier, geb. 1953) und Beatrix Konhäuser (geb. 1954), dahinter schreiten Hildegard Hepting (verh. Adrion, geb. 1949) und Marlies Müller (verh. Eberle, geb. 1951). Ihnen folgen die Brautjungfern Rita Hepting (verh. Zimmermann, geb. 1941) und Gisela Sibold (verh. Ketterer, geb. 1940). Hinter dem Bräutigam ist sein Vater Karl Hepting (1893-1979) zu sehen.

Das Ehepaar Hepting kann am 18. Juni 2010 das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Ein Jahr später stirbt Werner Hepting am 11. Mai 2011 im Alter von 82 Jahren. Hedwig Hepting folgt am 1. Januar 2020.

Standort des Fotografen: 47.883959, 8.344323

Familie Ganter, 1893

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Familie Ganter, die im Maienland wohnt, lässt sich fotografieren. Die Ehefrau sitzt auf einem Stuhl. Eingerahmt wird sie von ihren beiden Töchtern und ihrem Ehemann, der hinter ihr steht.

Der Schneidermeister Karl Ganter (1848-1917) und die Näherin Amalia Fahrer (1855-1936) heirateten am 12. November 1878. Sie bekamen acht Kinder zusammen: Edmund Ganter (geb. 1879), Anna Ganter (1880-1893), Otto Ganter (geb. 1881), Ernst Ganter (geb. 1884), Hermann Ganter (1887-1893), Anna Ganter (1894-?), Hermann Ganter (geb. 1895) und Amalie Ganter (1897-???).

Standort des Fotografen: ???

Schüler*innen beim Schnurren in einem Geschäft, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es ist »Schmutziger Dunschdig«. Nach der Schülerbefreiung ziehen verkleidete Schüler*innen und auch Lehrer*innen durch das Städtchen und beteiligen sich an der Straßenfasnacht. Dieser bunte Haufen hat ein Geschäft heimgesucht und schnurrt jetzt. Vermutlich stehen die Närrinnen und Narren im Schreibwarengeschäft Willmann (Rathausplatz 8),

Die Lehrer*innen sind v.l.n.r. Hedy Staub, Maria Oser, Maria Waßmer, Helene Waßmer und Siegfried Ewert.

Aber wer erkennt die Schüler*innen?
Zu sehen sind u.a. Jutta Bölle und Monika Kuster.

Standort des Fotografen: 47.883611, 8.344222

»Narrensamen« der Laternenbrüder beim Umzug, Fasnacht 1974

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Beim Narrenumzug am »Fasnet Mändig« fährt der »Fässlewagen« der »Laternenbrüder« durch die Obere Hauptstraße – gerade am »Küferstüble« (Obere Hauptstr. 5) vorüber. Acht »Laternenbrüder« sitzen darauf. Aber Moment mal? Wo ist denn der Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz, der seit 1972 amtiert? Und auch sonst sehen die Mitglieder des Narrenrates so verändert und verdammt jung aus! Es ist der Nachwuchs der »Laternenbrüder«, der auf dem eigenen, kleinen »Fässlewagen« mitfährt.

V.l.n.r.: 1 Michael Meßmer, 2 Bernd Wider, 3 Christian Sibold, 4 ??? (Gesicht verdeckt), 5 ??? (Gesicht verdeckt), 6 ??? (Gesicht verdeckt), 7 Jörg Wider, 8 Birgit Sibold

Vor der Tür des »Küferstüble« ist die Wirtin Traudel Jordan zu sehen. Daneben steht u.a. Leopold Strobel.

Standort des Fotografen: 47.884479, 8.345895

»Hansele« vor dem Mailänder Tor, Fasnacht 1957

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es ist »Schmutziger Dunschdig«. Auf dem unteren Rathausplatz ist das närrische Volk versammelt, um zuzuschauen, wie die 20-Jährigen den Narrenbaum aufstellen. Mit dabei sind natürlich auch die »Hansele«. Sie gehören zur Gruppe der Weißnarren. Zu erkennen sind sie an ihrem bemalten »Häs« mit Blumen und Rankenornamenten, Obst- und Beerenmotiven, Brezeln, Wecken und Würsten. Die Holzmaske und der Fuchsschwanz gehören genauso zu ihrer Ausstattung wie das Geschellband.

Laut der Festschrift der »Laternenbrüder« von 1989 gibt es »Kinderhansele« seit 1961. Auf dem Foto ist aber bereits ein kleines »Hansele« in vollem »Häs« zu sehen! Das Mädchen ist Dorothea Geisinger (verh. Kasprowicz, geb. 1950).

Zu erkennen ist außerdem Edeltraud Münzer (geb. 1929).

Standort des Fotografen: 47.883934, 8.343835

Maria Schweizer mit Kind, 1942

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Maria Schweizer (geb. Ganter, 1909-?) sitzt hinterm Haus auf einem Bänkchen. Sie hält ihren kleinen Sohn in Händen: Hans-Jürgen Schweizer (geb. 1941) wurde am 16. Dezember 1941 geboren – und ist hier schon einige Monate alt. Der Kinderwagen steht griffbereit daneben. Aufgenommen wird das Foto vermutlich von Ehemann und Vater Otto Schweizer (1906-1992). Die Familie wohnt in der Seppenhofer Straße.

Standort des Fotografen: 47.882285, 8.344300