Weibliche Narrenpolizei in der Maienlandstraße, ca. 1936

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Conrad Bader zur Verfügung.

Die weibliche Narrenpolizei gehört seit 1936 zur Löffinger Fasnacht. Bei Narrentreffen steht sie immer an der Spitze des Narrenaufgebots. Auf diesem Foto sind fünf Polizistinnen in ihren Uniformen zu sehen. Sie stehen in der Maienlandstraße stramm, vor dem schmiedeeisernen Gartenzaun von Gugelbergers (Maienlandstr. 6). Im Hintergrund ist das Haus Ganter (Maienlandstr. 8) zu sehen.  

Wer weiß, wie die Angehörigen der Narrenpolizei auf dem Foto heißen?
Handelt es sich um Anna Beha, Anna Fehrenbach, Sophie Hepting, Helene Krauß, und Elise Oschwald?

Standort des Fotografen: 47.885002, 8.342826

2 Fotos: Fasnachtsgruppe neben der Festhalle, ca. 1950-1960

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Luzia Bader zur Verfügung.

Acht Männer haben sich an Fasnacht als Frauen verkleidet. Der Tausch von Geschlechterrollen zählt zu den beliebtesten Verkleidungen überhaupt. Für die Gruppe ist es ein Riesengaudi. Was an anderen Tagen als »pervers« gelten würde, ist an Fasnacht plötzlich erlaubt: Sich als Mann weiblich zu kleiden, oder sich so zu verhalten, ohne deshalb geächtet zu werden.

Die Männergruppe hat sich, vermutlich von ihren Ehefrauen, einheitliche Kostüme nähen lassen.  Die Narren trägen Perücken mit langen Zöpfen. Vermutlich haben sie Make-up in ihr Gesicht geschmiert und ein bisschen Lippenstift aufgetragen. Sie stehen neben der Festhalle, hinter ihnen ist das Wäldchen der »Hasle« zu sehen.

Wer weiß, wer die Narren sind? Vermutlich handelt es sich um Mitglieder des Männergesangvereins Eintracht Löffingen. Bekannte Gesichter sind August Kienzler, Otto Schmitt, Karl Bader, Otto Schweizer, Ernst Krauß (im schwarzen Mantel) und Ewald Sibold.

Standort des Fotografen: 47.883185, 8.347864

Feuerwehrmänner vor der Festhalle, ca. 1945-1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Jutta Knöpfle zur Verfügung.

Der Anlass, zu dem dieses Foto aufgenommen wurde, ist unbekannt. Feuerwehrmänner stehen vor der Festhalle, ein paar Buben sind auch in Reih und Glied angetreten. Im Hintergrund ist die Festhalle und am Hang das kleine Häuschen von Peter Rombach (1891-?) und seiner Frau Anna (1889-?) zu sehen.

Weitere Häuser in der Haslachstraße sind nicht zu erkennen, so dass das Foto vermutlich vor Beginn der 1950er Jahre entstanden ist. Da aber – trotz des offiziellen Anlasses – auch keine Hakenkreuzfahnen zu erkennen sind, ist das Foto vermutlich in die frühe Nachkriegszeit zu datieren. 

Standort des Fotografen: 47.883132, 8.347734

Familie ??? nach der Taufe auf dem Heimweg in der Oberen Hauptstraße, ca. 1940-1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Kuster zur Verfügung.

Es ist Winter. Schnee liegt am Straßenrand. Eine Personengruppe steht an der Kreuzung von der Oberen Hauptstraße und der Dittishauser Straße. Man kommt gerade aus der katholischen Pfarrkirche St. Michael zurück, wo ein neugeborenes Baby soeben getauft wurde. Getragen wird es von der Hebamme Maria Häusle geb. Schultheiß (1883-1966). Der Vater trägt einen schwarzen Anzug und Zylinder. Die Mutter (oder die Patentante?) geht neben ihm, drei Kinder, die zur Feier des Tages herausgeputzt sind, springen herum.

Wer weiß, um welche Familie es sich handelt? Wie heißt der Täufling?

Standort des Fotografen: 47.884664, 8.348151

Taufgesellschaft nach einer Doppeltaufe vor der Pfarrkirche, ca. 1930-1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Emma Kienzle zur Verfügung.

Auf den Treppenstufen vor der katholischen Pfarrkirche St. Michael hat sich eine Taufgesellschaft zu einem Erinnerungsfoto aufgestellt. Zwei Neugeborene sind soeben getauft worden, ob es sich um Zwillinge handelt oder um Täuflinge aus zwei unterschiedlichen Familien ist unbekannt. Die Frau, die das Baby rechts trägt, ist die Hebamme Veronika Geisinger geb. Mauthe (1878-1958).

Wer weiß, wer die Männer (Väter? Taufpaten?) sind? Wer sind die beiden Frauen?

Standort des Fotografen: 47.882845, 8.344318

Familie Heizmann nach der Taufe auf dem Heimweg in der Festhallenstraße, ca. 1939

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Heizmann zur Verfügung.

Nach der Taufe in der katholischen Pfarrkirche St. Michael wird das frisch getaufte Kind durch das Städtchen nach Hause getragen. Der Vater und die Taufpatin werden von der Hebamme begleitet. Zu Hause wartet die Mutter, die noch im Wochenbette liegt und nach katholischem Brauch erst noch »ausgesegnet« werden muss.

Der Mann im schwarzen Anzug und mit Zylinder ist vermutlich der Landwirt Karl Heizmann (1911-1947). Neben ihm geht in einem schwarzen Kleid die Taufpatin Luise Bader geb. Straub (1914-?). Sie trägt den Täufling auf dem Arm, vermutlich Karl Heizmann jr., der am 11. August 1939 zur Welt kam. Rechts geht die Hebamme Veronika Geisinger geb. Mauthe (1878-1958), die eine schwarze Tracht trägt.

Standort des Fotografen: 47.884102, 8.347891

Familie Heizmann nach der Taufe vor der Pfarrkirche, ca. 1939

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Heizmann zur Verfügung.

Die Taufgesellschaft verlässt die katholische Pfarrkirche St. Michael. Sie kommt nicht durch das Hauptportal, sondern durch eine Seitentür. Von dort führt eine Treppe direkt in die Bittengasse herunter. Die Gruppe bleibt dort für ein Erinnerungsfoto stehen. Die Vater trägt einen schwarzen Anzug und Zylinder. Die Frau neben ihm ist vermutlich die Taufpatin. Sie trägt ein schwarzes Kleid. Auf ihrem Arm hält sie den Täufling. Begleitet werden die beiden von der Hebamme, die eine schwarze Tracht trägt.

Bei dem Täufling handelt es sich vermutlich um Karl Heizmann jr., der am 11. August 1939 zur Welt kam. Der Mann links müsste demnach der Landwirt Karl Heizmann (1911-1947) sein. Seine Ehefrau Notburga Heizmann geb. Schwanz (1912-?) ist bei der Taufe nicht anwesend, da sie noch im Wochenbett liegt und nach katholischem Brauch noch »ausgesegnet« werden muss.  Vertreten wird sie von der Taufpatin, vermutlich Luise Bader geb. Straub (1914-?). Rechts steht die Hebamme Veronika Geisinger geb. Mauthe (1878-1958). Zwei Kinder nähern sich neugierig. Im Hintergrund sind weitere Kinder zu sehen, die beim Heruntergehen auf der Treppe herumalbern und sich gegenseitig schubsen.

Standort des Fotografen: 47.882756, 8.344682

Kind vor dem Gasthaus »Engel« beim Schneekreuz, ca. 1940-1945

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Erika und Norbert Freudenberg zur Verfügung.

Ein kleines Mädchen füttert die Hühner im Hof. Im Hintergrund ist das frühere Gasthaus »Engel« zu sehen, dessen Fassade ziemlich renovierungsbedüftig ist. Links ist der Ökonomieteil mit Scheunentor und Stalltür und rechts der Wohnbereich zu erkennen. Der Gast- und Landwirt Heinrich Mayer hatte den Schankbetrieb 1934 eingestellt.

Standort des Fotografen: 47.891696, 8.336306

Stadtpfarrer Karl Weickhardt mit zwei Geistlichen, ca. 1950-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Cindy Küßner zur Verfügung.

In schwarze Soutanen gekleidet sind Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977), 1.v.r., und zwei Mitgeistliche. Bis weit in die 1960er Jahre hinein ist die Soutane als Alltagsbekleidung eines Priesters der römisch-katholischen Kirche üblich.  Beim Anlegen der Soutane spricht der Kleriker das lateinische Ankleidegebet: »Dominus pars hæreditàtis meæ et calicis mei: tu es qui restitutes hæredìtatem meam mihi« (dt. »Der Herr ist mein Erbteil, der Anteil meines Kelches. Du bist es, der mein Erbteil wiederhergestellt hat«). 

Wer weiß, wer die beiden Mitgeistlichen sind? Wo wurde das Foto aufgenommen?

Standort des Fotografen: ?

Sägearbeiter der Firma Benz mit Gattersägen, ca. 1925

Sammlung Familie Waßmer

Sechs Sägearbeiter der Holzindustriewerke Josef Benz AG unterbrechen ihre Arbeit für einen Augenblick und stellen sich zu einem Gruppenfoto auf. Sie stehen in einem der Maschinenhäuser. Hinter ihnen sind zwei Gattersägen zur Herstellung von Bauholz und Brettern zu erkennen. Die Sägen wurden von der 1876 gegründeten Firma Wurster & Dietz in Tübingen produziert, die seit 1916 unter diesem Namen firmiert.

Standort des Fotografen: 47.883462, 8.339477

Tanzstunde im Haus Adrion in der Alenbergstraße, ca. 1950-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Fritz Adrion zur Verfügung.

Bei Adrions auf dem Alenberg werden Tanzstunden abgehalten. Fünf junge Männer und fünf junge Frauen nehmen daran teil. Wer weiß, wie die Tanzpaare auf dem Foto heißen?

  1. Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, Walter Selb (geb. 1929), ???, Franz Isele (geb. 1933)
  2. Reihe, v.l.n.r.: ???, Bruno Nägele (geb. 1937), ??? Armbruster geb. Heizmann, ???

Standort des Fotografen: 47.886416, 8.342939

Agathe Hepting mit ihren Enkeln im Wohnzimmer in der Dittishauserstraße, ca. 1927

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Else Egle zur Verfügung.

Eine Großmutter lässt sich mit ihren Enkeln fotografieren. Agathe Hepting geb. Bader (1865-1939), die Ehefrau des Landwirts und Drehers Rupert Hepting (1866-1932), sitzt in ihrem Wohnzimmer im Haus Dittishauser Str. 7. Drei Enkel sind bei ihr. An der Wand hängt eine Gitarre. Auf der Couch liegt die Zeitschrift »Die Lesestunde«, die von der Deutschen Buch-Gemeinschaft vertrieben wird.

Standort des Fotografen: 47.885283, 8.348792