Blick vom Kirchturm in Richtung Maienland, ca. 1950-1954

Verlag A. Rebholz

Rund 25 Jahre nachdem dieser Blick schon einmal aufgenommen wurde (siehe Foto), entsteht diese Ansicht des Städtchens. Vom Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael fällt der Blick auf den Altstadtring, der sich die Demetriusstraße entlangzieht. In der Bildmitte ist das Mailänder Tor zu sehen, an dessen geflicktem Dach die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges noch deutlich zu erkennen ist. Der alte Demetriusbrunnen, der beim Bombenangriff 1945 zerstört wurde, fehlt auf dem Bild, und der neue Brunnen, der 1954 geschaffen wird, existiert noch nicht. Schön sind die Häuser im Maienland zu erkennen, die sich die Straße entlang ziehen. Am Horizont grüßte die Walltfahrtskirche Witterschneekreuz.

Standort des Fotografen: 47.882620, 8.344020

Trümmerfeld an der Einmündung von Demetriusstraße und Ringstraße nach dem Großbrand, Juli 1921

Verlag A. Rebholz

Der Brunnen in der Bildmitte steht an der Einmündung von Demetriusstraße (damals Hintergasse) und Ringstraße, an der Stirnseite des Hauses von Anton Engesser (Demetriusstr. 4). »Süßer Winkel« wird die Ecke im Altstadtring eigentlich genannt. Doch sie hat all ihre Süße eingebüßt, nur noch Schutt und Asche sind nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 übrig geblieben. Der Blick geht von der Demetriusstraße, an einem schief stehenden Strommasten vorbei, in Richtung Ringstraße und Alenberg. Die Ruinen gehören zu den Häusern von Katharina Mäder (Ringstr. 1), Wagnermeister Andreas Maier (Ringstr. 2) und Landwirt Karl Diesberger (Ringstr. 2*). Beim Wiederaufbau wurden die Grundstücke von Maier und Diesberger zusammengelegt.

Standort des Fotografen: 47°53’03.6″N 8°20’40.1″E

Trümmerfeld in der Ringstraße nach dem Großbrand, Juli 1921

Verlag A. Rebholz

Eine Trümmerwüste breitet sich nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 im Bereich der Ringstraße aus. Eine grobe Orientierung, wo dieses Foto aufgenommen wurde, bietet zunächst der gespenstisch aufragende Giebel des Hauses Benitz (Alenbergstr. 7-9), der im Hintergrund zu sehen ist. Das eingeäscherte Haus im Vordergrund (rechts) gehörte bis vor kurzem das Witwe Katharina Mäder (Ringstr. 1). Die Mauerreste daneben sind die letzten Überreste des Hauses von Wagner Andreas Maier (Ringstr. 2).

Standort des Fotografen: 47.884504, 8.344493

Blick über das Trümmerfeld in Richtung Alenberg nach dem Großbrand, Juli 1921

Verlag A. Rebholz

Nach der Brandkatastrophe vom 28. Juli 1921 wird dieses Foto vom Rathaus aus aufgenommen. Der Blick fällt auf die Trümmerreste, die am unteren Rathausplatz von den Häusern von Metzgermeister Johann Riegger und von Landwirt Anton Brunner übrig geblieben sind. Der Giebel ganz rechts gehört zum Postamt (Rathausplatz 3), das vor dem Abbrennen gerettet werden konnte. Dahinter sind die vollkommen zerstörten Straßenzüge der Demetriusstraße und der Ringstraße zu sehen. Der Giebel des eingeäscherten Hauses Benitz am Alenberg ragt gespenstisch empor.

Standort des Fotografen: 47.883913, 8.344266

Aufräumungsarbeiten in der Ringstraße nach dem Großbrand, August 1921

Verlag A. Rebholz

Zwei Kinder gesellen sich zu den Angehörigen der Gruppenpolizei V aus Mülheim, die nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 mit den Aufräumungsarbeiten betraut sind und sich zu einem Gruppenfoto aufstellen. Die Polizisten leisteten große Arbeit: Sie richteten das Trümmerfeld für den Wiederaufbau in nur 34 Arbeitstagen her. Dabei sortierten sie auch Rohstoffe wie verkohlte Holzbalken und Eisen. Das Material und die Trümmerteile wurden über Förderbahngleise abtransportiert. Im Hintergrund ist die Alenbergstraße zu erkennen, mit dem Haus von Landwirt Konstantin Ganter (Alenbergstr. 2), das unbeschädigt blieb.

Standort des Fotografen: 47.884392, 8.344238

Aufräumungsarbeiten nach dem Großbrand in der Ringstraße, August 1921

Verlag A. Rebholz

Die Aufräumungsarbeiten nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 dauerten nur bis Mitte September 1921. Die Gruppenpolizei V aus Mülheim leistete große Arbeit: Sie richtete das Trümmerfeld für den Wiederaufbau in nur 34 Arbeitstagen her. Auf dem Bild haben sich die Männer der Gruppenpolizei zu einem Foto aufgestellt. Sie stehen auf dem Brandplatz des eingeäscherten Hauses von Landwirt Alois Fritsche (Ringstr. 5). Sie haben Schaufeln bei sich, mit denen sie den Trümmerschutt in die Lorenbahn laden.

Im Hintergrund ist das Haus von Landwirt Ferdinand Schultheiß in der Maienlandstraße zu sehen, das vom Feuer verschont blieb. Auch der Giebel des Bahnhofes ist zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.884359, 8.343831

Bombenschaden am »Benzbau« in der Ringstraße, Februar 1945

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Lotte und Walter Ratzer zur Verfügung.

Bei den schweren Fliegerangriffen am 22. Februar 1945 entstand ein großer Schaden. Das Bahnhofsgebäude wurde komplett zerstört und auch die Industrieanlagen des Sägewerkes Josef Benz AG wurden getroffen. Das Gelände am Bahnhof glich einem Kraterfeld. Auch das angrenzende Mehrfamilienhaus, der »Benzbau« (Ringstr. 8), wurde schwer beschädigt.

Malermeister Karl Sibold (1937-2016), der als siebenjähriger Junge den Fliegerangriff im »Benzbau« erlebt hatte und durch die Wucht des Bombardements die Treppe hinab gestürzt war, löste 2014 ein Versprechen ein. Er verschönerte zum Dank, dass der Stadtheilige das Baarstädtchen vor Schlimmerem verschont habe, die Brunnenstatue des Demetrius, indem er sie teilweise mit Blattgold überzog.

Standort des Fotografen: 47.883556, 8.342780

Frau mit zwei Kindern vor dem Haus Mayer in der Ringstraße, 1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

Ein knappes Jahrzehnt nach dem verheerenden Großbrand 1921 entstand diese Aufnahme in der Ringstraße, der damaligen »Hinterstraße«. Zu sehen ist das im Zuge des Wiederaufbaus errichtete Anwesen des Landwirts und Fuhrunternehmers Martin Mayer. Dazu hatte er den Bauplatz vom früheren Standort etwas verlegt. Der Neubau war ein zweistöckiges Wohnhaus und ein Ökonomiegebäude mit Stallung und Schopf. 

Im Vordergrund ist eine Personengruppe zu sehen: Elisabeth Schultheiß (1911-?) geht mit ihrer Nichte Gertrud Schmid (verh. Faller, 1925-2005) und einem weiteren Kind, das im Kinderwagen sitzt, spazieren.

Standort des Fotografen: 47.884707, 8.344270

Frau mit Kind in der Maienlandstraße vor dem Haus Fürst, 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Direkt hinter dem Mailänder Tor steht Hilda Schultheiß mit Rita Schmid auf dem Arm. Das kleide Mädchen winkt in die Kamera.

Hinter ihnen sind Riswellen säuberlich aufgeschichtet. Schön zu erkennen ist der Seitengiebel vom Haus Fürst (Demetriusstr. 10). Emil Fürst (1898-1944) war im letzten Kriegsjahr beim Schanzen im Elsass verstorben. Das Anwesen wurde von seiner Witwe Anna Maria Fürst geb. Scheier (1897-?) weiter betrieben und ging später an die Tochter Magdalena Kopp geb. Fürst (geb. 1932) über. Im Hintergrund links geht der Blick hinauf in die Ringstraße.

Standort des Fotografen: 47.884097, 8.343524

4 Fotos: Aufräumungsarbeiten in der Ringstraße nach dem Großbrand, September 1921

Verlag A. Rebholz

Die Aufräumungsarbeiten nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 dauerten nur bis Mitte September 1921. Die Gruppenpolizei V aus Mülheim leistete große Arbeit: Sie richtete das Trümmerfeld für den Wiederaufbau in nur 34 Arbeitstagen her. Die Gesamterdbewegung betrug mehr als 9.000 m³. Die Polizisten sortierten auch Rohstoffe wie verkohlte Holzbalken und Eisen. Im Vordergrund des Bildes sind Förderbahngleise zu sehen, die extra gelegt wurden. Auch Pferde kamen bei den Aufräumungsarbeiten zum Einsatz. Im Hintergrund sind die Häuser der Maienlandstraße und Alenbergstraße zu erkennen, die unbeschädigt blieben.

Standort des Fotografen: 47.884319, 8.344025

Blick auf die abgebrannten Häuser der Demetriusstraße nach dem Großbrand, Juli 1921

Verlag A. Rebholz

Unmittelbar nach dem verheerenden Großbrand entstand diese Fotografie, die das Trümmerfeld von einer erhöhten Position am Fuße des Alenbergs aus zeigt. Am unteren Bildrand ist die Säule des Laufbrunnens zu sehen, der an der Einmündung der Demetriusstraße in die Ringstraße steht. In der Bildmitte ist der abgebrannte Straßenzug in der Demetriusstraße zu sehen. Rauch steigt noch aus den Trümmern auf. Rechts ist die Ringstraße zu erkennen, die auf das stehen gebliebene Haus von Ferdinand Schultheiß (Maienlandstr. 1) zuläuft. Dahinter ist das Bahnhofsgebäude zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884699, 8.344792

Blick auf das Trümmerfeld in der Demetriusstraße nach dem Großbrand, Juli 1921

Verlag A. Rebholz

Nur noch ein Trümmerhaufen ist von den Häusern in der Demetriusstraße übrig geblieben. Ein Brandgiebel ragt noch aus dem Schutt heraus, ist aber selbst einsturzgefährdet. Ein verkohltes Bäumchen ist im Vordergrund zu erkennen, das vor dem Brand vor einer Hausfassade wuchs. Im Hintergrund sind Häuser in der Maienlandstraße und an der Einmündung zum Weberweg zu erkennen, die vom Feuer verschont blieben.

Standort des Fotografen: 47.884216, 8.344410