Helene Häusler als junge Frau, 1933

Fotograf: Alfred Leoni, Laufenburg | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Mit einem leichten Lächeln blickt Helene Häusler (verh. Krauss, 1912-2006) in die Kamera. Die 21-Jährige sitzt im Fotostudio des Fotografen Alfred Leoni in Laufenburg. Ihr Körper ist leicht zur Seite gedreht, während sie den Kopf dem Fotografen zuwendet. Eine Hand ruht auf der geflochtenen Sitzbank, die andere liegt locker auf ihrem Oberschenkel.

Die junge Frau trägt ein dunkles, langärmeliges Kleid mit weitem Ausschnitt – und dazu eine feine Halskette. Ihr dunkles Haar ist gescheitelt und seitlich in weichen Wellen zurückgenommen. Vor dem hellen Hintergrund hebt sich ihre Gestalt deutlich ab. Die sorgfältig gewählte Haltung wirkt elegant, aber nicht steif.

Helene Häusler wurde 1912 als Tochter des Schlossers Ludwig Häusler (1883-1935) und seiner Ehefrau Maria Häusler (geb. Mäder, 1888-1951), geboren. Der Vater stammt aus der Oberpfalz, die Mutter aus Löffingen. Helene Häusler wuchs in der Hintergasse auf. Sie heiratet spät: Am 13. Mai 1960 verehelicht sie sich mit dem Sattlermeister Ernst Krauss (1897-1978). Das Ehepaar wohnt zusammen in der Demetriusstraße. Helene Krauss stirbt 2006 im Alter von 94 Jahren.

Standort des Fotografen: Laufenburg

Luftbild des Städtchens von Südwesten aus, 1961

Photo Moser | Verlag A. Rebholz, Löffingen | Sammlung Familie Waßmer

»Löffingen vom Flugzeug aus« lautet die Bildunterschrift der Ansichtskarte. Das Flugzeug befindet sich über dem noch unbebauten Gewann »Breiten«, das schon bald als Neubaugebiet erschlossen wird. Von hier öffnet sich ein weiter Blick über das Städtchen und seine Umgebung.

Viele markante Gebäude sind aus der Luft gut zu erkennen: die katholische Pfarrkirche St. Michael, das Rathaus und die Gasthäuser »Ochse«, »Löwe« und »Linde« sowie die »alte Sonne«. Am Rand des historischen Stadtkerns stehen die Festhalle und die Volksschule. Diesseits und jenseits der Bahnlinie befinden sich der Bahnhof und das weitläufige Sägewerk Benz. Auch neuere Gebäude prägen inzwischen das Ortsbild, darunter das mit einem Neubau erweiterte städtische Krankenhaus, die evangelische Kirche sowie der Farrenstall und der Bauhof. Die neue Trasse der Bundesstraße 31 führt den Durchgangsverkehr bereits am Städtchen vorbei.

Das Luftbild lässt sich anhand mehrerer baulicher Veränderungen recht genau datieren. Der Turm der katholischen Pfarrkirche ist frisch verputzt und gestrichen – diese Renovierungsarbeiten finden 1961 statt. Das neue katholische Pfarrhaus im Pfarrweg steht noch im Rohbau und wird erst 1962/63 bezogen. Der Kindergarten im Schulweg, dessen Bau 1964 folgt, fehlt hingegen noch.

Auch die Rückseite der Ansichtskarte liefert einen Hinweis: Sie trägt eine 15-Pfennig-Briefmarke mit dem Bild Martin Luthers aus der Serie »Bedeutende Deutsche«, die am 18. September 1961 erscheint. Die Marke belegt zwar nur, dass die Karte frühestens von diesem Zeitpunkt an verschickt werden kann. Zusammen mit dem frisch renovierten Kirchturm spricht jedoch alles dafür, dass die Luftaufnahme im Jahr 1961 entsteht.

Idealisierte Ansicht vom unteren Rathausplatz, ca. 1930

Sammlung Familie Waßmer

Ein Pferdefuhrwerk holpert zwischen der Bäckerei Ritter und dem Rathaus hindurch. Ein weiteres Gespann fährt die Demetriusstraße hinunter, zwei Schuljungen tollen mit einem Hund am Brunnen herum, ein Briefträger geht am Haus Willmann vorüber. Frauen stehen beieinander und unterhalten sich. Alles wirkt beschaulich und fügt sich zum Bild einer vermeintlich »guten alten Zeit«.

Geschaffen wird die Radierung von dem Berliner Grafiker und Maler Heinz Wehlisch (1925-?), der sich auf historische Stadt- und Ortsansichten spezialisiert. Als Vorlage dienen ihm offenbar ältere Postkarten oder Fotografien. Seine Beschriftung »Löffingen um 1910« führt jedoch in die Irre: Zu sehen ist das Städtchen nach dem Wiederaufbau infolge des Großbrandes von 1921. Auch die 1930 am Mailänder Tor angebrachten Gefallenentafeln und die Madonnenfigur über dem Torbogen sind bereits dargestellt.

Mit der historischen Wirklichkeit nimmt es der Künstler ohnehin nicht allzu genau. Die Straßenszene ist stark idealisiert, die Figuren dienen vor allem der Belebung des Platzes. Auch der Demetriusbrunnen entspricht in seinen Einzelheiten weder dem 1912 errichteten und 1945 zerstörten Brunnen noch seinem 1954 geschaffenen Nachfolger. Wehlisch entwirft keine genaue Momentaufnahme, sondern ein nostalgisches Bild des alten Löffingen.

Später findet die Ansicht weite Verbreitung. 1986 schmückt sie das Titelblatt der Festschrift des Männergesangvereins »Eintracht«. Auch Emil Ketter verwendet sie zur Illustration seiner Stadtchronik. Dort wird sie um 1930 datiert, ihr Schöpfer jedoch nur als »unbekannter Maler« bezeichnet.

Standort des Künstlers: 47.883736, 8.343648

Fronleichnamsprozession in der Demetriusstraße, 1939

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Der Kirchenchor biegt beim Haus Fürst (Demetriusstr. 5) in die Demetriusstraße ein. Frauen und Männer gehen in festlicher Kleidung, die Frauen tragen Hüte, die Männer schwarze Anzüge. Hinter ihnen folgen die Ministranten mit Kreuz und Fahnen sowie die Erstkommunikantinnen in ihren weißen Gewändern. Gemeinsam tragen sie eine Girlande aus Reisig.

Ende der 1930er Jahre ist die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession keine Selbstverständlichkeit mehr. Die kirchenfeindliche Haltung des NS-Regimes macht sich auch in Löffingen bemerkbar. Zwischen der katholischen Kirchengemeinde und der Stadtverwaltung kommt es zu Auseinandersetzungen über die Streckenführung. Die Prozession darf nicht mehr wie früher durch die Hauptstraße ziehen und wird auf Seitenstraßen verwiesen. Zugleich nimmt die Zahl der Teilnehmer*innen ab. Wer mitgeht, bekennt sich sichtbar zum katholischen Glauben und zum katholischen Milieu.

Auffällig ist, dass vor dem Haus Fürst jeder Festschmuck fehlt. Keine »Maien« sind in das Hofpflaster gesteckt, um den Weg der Prozession mit jungem Grün zu säumen. Das dürfte kein Zufall sein: Schmiedemeister Otto Fürst gilt als »alter Kämpfer« der nationalsozialistischen Bewegung. Bereits am 1. November 1930 trat er der Löffinger NSDAP-Ortsgruppe bei (Mitgliedsnummer 358.280). Aus seiner antiklerikalen Haltung macht Fürst keinen Hehl. Schon 1928 warf er die Fensterscheiben des Pfarrhauses ein. 1934 beteiligte er sich an der Vertreibung von Stadtpfarrer Guido Andris. Aus der katholischen Kirche trat er aus.

Bei den Mitgliedern des Kirchenchores sind u.a. zu sehen: Julius Limb, Hermann Ganter, Ernst Meßmer, Albert Benitz, Otto Ganter und Hedwig Limb (verh. Vogt).

Standort des Fotografen: 47.884332, 8.344581

Mailänder Tor, ca. 1972

Verlag C. Revellio KG, Villingen | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Susanne Obergfell zur Verfügung.

An einem sonnigen Tag fällt der Blick aus der Unteren Hauptstraße auf das Mailänder Tor. Der Fotograf steht etwa auf Höhe des Hauses Geisinger (Untere Hauptstr. 4). Dort befindet sich der Friseursalon von Hermann Geisinger. Ein großes Werbeschild mit der Aufschrift »Damen – Salon – Herren« weist auf das Geschäft hin. Am Balkon darüber blühen Geranien, die zusammen mit dem hellen Sonnenschein das Straßenbild prägen.

Am benachbarten Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2) sind gleich zwei Schilder zu sehen: das alte schmiedeeiserne Wirtshausschild, das weit über den Gehweg hinausragt, und darunter das moderne Schild der »Bezirkssparkasse«. Noch befindet sich die Bankfiliale im Erdgeschoss des Gasthauses.

Auf dem unteren Rathausplatz haben sich einige Passant*innen am Demetriusbrunnen versammelt. Man plaudert miteinander. Andere schlendern in Richtung Tordurchfahrt oder gehen zu ihren geparkten Autos. Der Platz wirkt belebt, beinahe wie eine kleine Flaniermeile. Zu sehen ist u.a. Cläre Grotz.

Das Mailänder Tor, das nach dem Großbrand von 1921 in seiner heutigen Form wiederaufgebaut wurde, präsentiert sich frisch renoviert. Die frisch gestrichene Fassaden, die roten Dachziegel und die blühenden Geranien an den Fenstern verleihen dem historischen Stadttor ein besonders gepflegtes Erscheinungsbild.

Standort des Fotografen: 47.883410, 8.343849

2 Fotos: Clowngruppe auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1995

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Bunter kann die Fasnacht kaum sein. Rot, Gelb, Grün, Blau und Weiß leuchten um die Wette. Allein beim Anblick dieser fröhlichen Clowngruppe hebt sich die Stimmung. Lachende Gesichter, knallige Perücken, gepunktete Kostüme, Luftballons, Tröten, zwei alte Kinderwagen und ein rot-weißer Sonnenschirm ergeben ein herrlich verspieltes Bild.

Die Gruppe hat sich direkt vor dem Mailänder Tor und dem »Heilkräuterstüble« für den Fotografen aufgestellt. Während ringsum das närrische Treiben weitergeht, nehmen sich die Clowns einen Moment Zeit für ein Erinnerungsfoto. Die beiden Kinderwagen gehören selbstverständlich mit zum Gesamtbild – was oder wer sich darin verbirgt, bleibt der Fantasie überlassen.

unteres Bild
1.Reihe, knieend, v.l.n.r.:
1 ???, 2 Maria Jaschke, 3 ???
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ??? Modrinski, 4 Lydia Kaiser, 5 ???

Die Clowngruppe besteht aus Frauen, die dem Turnerbund angehören.

Standort des Fotografen: 47.883863, 8.343889

Narrengruppe in der Demetriusstraße, Fasnacht ca. 1931

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Vier junge Frauen stehen dicht beieinander vor dem Haus Krauß in der Demetriusstraße. Sie lachen in die Kamera, haben die Arme ineinandergehakt und genießen ganz offensichtlich das närrische Treiben der Fasnacht.

Die Kostüme wirken improvisiert. Die Frau links trägt eine Pluderhose und ein gepunktetes Oberteil und erinnert an einen Clown. Daneben posiert wohl ein Zwerg, der spitze Zwergenhut ragt empor. Die Frau rechts trägt einen breiten Rüschenkragen und eine zackenförmig geschnittene Bluse, die an ein Harlekinskostüm erinnert. Offenbar entsteht der Reiz weniger durch perfekte Kostüme als vielmehr durch die gemeinsame Freude am Verkleiden.

V.l.n.r.: 1 Mathilde Keller (verh. Kranzer, 1911-?), 2 Sofie Jonner (verh. Hepting, 1909-1995), 3 ???, 4 ???

Standort des Fotografen: 47.884286, 8.344926

Haus Butsch in der Demetriusstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

Fotografien von der Jahrhundertwende bis in die Gegenwart zeigen, dass das Haus Butsch (Demetriusstr. 15) über lange Zeit hinweg erstaunlich unverändert geblieben ist. Auch die Fassade hat sich über Jahrzehnte kaum gewandelt. Seit 1957 ist dort der Schriftzug »Metzgerei Butsch« zu lesen; zuvor stand an gleicher Stelle in identischer Schrifttype »Metzgerei Werne«.

Im Jahr 1957 übernahm Metzgermeister Willy Butsch (1913-1991) das Anwesen und das Geschäft. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Emma Butsch (geb. Satler, 1911-2006) führte er die Metzgerei über viele Jahre. Eine Modernisierung erfolgte um 1964, als im Erdgeschoss ein breites Schaufenster eingebaut wurde. Abgesehen von diesem Eingriff blieb die äußere Gestaltung jedoch erhalten. 1972 ging der Betrieb an die nächste Generation über: Metzgermeister Dieter Butsch (1940–2023) übernahm das Geschäft und führt es seitdem gemeinsam mit seiner Ehefrau Uta Butsch.

Das Gebäude bildet den mittelalterlichen Stadtring. Seine Geschichte lässt sich weit in die Vergangenheit zurückverfolgen. Bereits 1494 ist an dieser Stelle das »11. Gut« des Klosters Friedenweiler erwähnt, das auch als »Uli Mayers Gut« bezeichnet wird. Dabei handelt es sich jedoch um einen Vorgängerbau, denn beim Stadtbrand von 1535 wurde das gesamte Städtchen – mit Ausnahme der Kirche – zerstört.

Standort des Fotografen: 47.883658, 8.343690

8 Fotos: Begrüßung des Heimkehrers Rudolf Egle vor seinem Elternhaus, Januar 1954

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser, Theo Walz und Robert Rosenstiel zur Verfügung.

Ein besonderer Tag für Löffingen: Im Januar 1954 kehrt Rudolf Egle (1927-1992) aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft in seine Heimat zurück. Der Sohn von August Egle und Klara Egle ist der letzte Kriegsheimkehrer des Städtchens – entsprechend groß ist der Empfang. Vor seinem Elternhaus (Demetriusstr. 14) hat sich eine Menschenmenge versammelt. Ein festlich geschmückter Eingang mit der Aufschrift »Herzlich willkommen« spannt sich über die Haustür. Vertreter der Gemeinde, Nachbarn und zahlreiche Neugierige sind gekommen, um den Heimkehrer zu begrüßen. Eine Schar Kinder drängt sich in der vordersten Reihe, um ja nichts zu verpassen.

Bürgermeister Paul Benitz (1899-1979) heißt Rudolf Egle offiziell willkommen. Ein Präsentkorb wird von zwei Mädchen in Tracht überreicht, Blumen wechseln die Hände. Die Szenen wirken feierlich – und zugleich persönlich, beinahe intim. Nach Jahren der Ungewissheit ist der Sohn, Nachbar und Freund endlich wieder da. Ein Wiedersehen mit seinem Vater August Egle bleibt ihm allerdings verwehrt: Er war bereits 1946 verstorben.

Auch Thaddäus Winter (1913-1977) gehört zu den Gratulanten. In welcher Funktion er auftritt, ist unklar. Vielleicht als Vertreter der DRK-Ortsgruppe?

viertes Foto
V.l.n.r.:
1 Thaddäus Winter (1913-1977), 2 Ferdinand Egle (1919-2010), 3 Rosalie Konhäuser (geb. Egle, 1917-2014), 4 Klara Egle (geb. Wintermantel, 1889-1964), 5 Rudolf Egle (1927-1992), 6 »Relli« (Kleinkind), 7 Willi Konhäuser (1920-?), 8 ??? (Präsentkorb), 9 Erika Kienzle (verh. Schweizer, geb. 1941, Präsentkorb) 

Standort des Fotografen: 47.883802, 8.343686

Rückseite vom Haus Scholz in der Ringstraße, ca. 1989

Stadtarchiv

Von der Ringstraße aus zeigt sich die Rückseite des Hauses Scholz (Demetriusstr. 7), in dem der Schuhmachermeister Gerhard Scholz (1925-1998) mit seiner Ehefrau Anneliese Scholz (geb. Wehrle, 1924-2011) lebt. Neben seinem Beruf engagiert sich Gerhard Scholz in der katholischen Pfarrgemeinde – unter anderem als Meßmer. Es ist ihm daher ein besonderes Anliegen, jedes Jahr zum Palmsonntag einen »Palmen« anzufertigen.

Auf dem Foto ist dieser gut zu erkennen: Neben der Tordurchfahrt bei der ehemaligen Molkerei (Demetriusstr. 6) ragt er hoch in den Himmel – schlicht gebunden, aber eindrucksvoll in seiner Höhe. Ein stiller Hinweis darauf, wie lebendig religiöse Bräuche auch im Alltag verankert sind.

Standort des Fotografen: 47.884435, 8.344030

Narrengruppe in der Demetriusstraße, Fasnacht ca. 1931

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Drei Mädchen haben sich Hand in Hand vor dem Haus Krauß (Demetriusstr. 2) aufgestellt. Es ist Fasnacht und der Ernst in ihren Gesichtern steht in einem reizvollen Kontrast zu ihren Kostümen.

Links trägt das älteste der drei Mädchen ein fröhlich gemustertes Kleid mit Luftballons in den Farben weinrot, flieder und hellgrün, darüber eine dunkle Weste mit Zierborten und ein Stirnband im Haar. Der Rock fällt weit, darunter weiße Strümpfe und geschnürte Halbschuhe. In der Mitte steht ein jüngeres Mädchen, die Kleinste der Gruppe. Sie trägt ein Kleid mit geschnürtem Mieder, darüber eine helle Schürze mit Spitzenbesatz. Ganz rechts schließlich steht ein Mädchen in Löffinger Tracht mit der charakteristischer Haube. In der Hand hält sie ein kleines Körbchen – ein liebevolles Detail, das die Tracht vervollständigt.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???

Standort des Fotografen: 47.884294, 8.344938

Narrengruppe vor dem Haus Engesser in der Demetriusstraße, Fasnacht ca. 1931

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Moch-Weiss zur Verfügung.

Vor der Haustür des Hauses Engesser (Demetriusstr. 4) hat sich diese Narrengruppe für ein Erinnerungsfoto aufgestellt. Zwei Cowboys stehen breitbeinig links und rechts, wie aus einem Westernfilm entnommen. Mit ihren großen Hüten, Halstüchern, breiten Gürteln und den auffälligen Fellhosen wirken sie kampfbereit und selbstbewusst. In ihren Händen halten sie »Käpselepistolen« – fest umklammert, als müssten sie jeden Moment zum Duell antreten.

Zwischen ihnen haben sich zwei junge Frauen eingehakt. Sie tragen Kostüme, die einer Pfadfinder-Kluft ähneln und wohl Cowgirls darstellen sollen: dunkle Kleider, Hüte und dekorative Halstücher. Die Vier posieren lässig vor der Hauswand, Schulter an Schulter, als gehörten sie zusammen zu einer eingeschworenen Bande.

V.l.n.r.: 1 [Ernst Geisinger (1909-1988)?], 2 ???, 3 Ida Schultheiß (verh. Maier, 1909-2001), 4 Wilhelm Fehrenbach (1908-1943)

Standort des Fotografen: 47.884361, 8.344722