Zwei Mädchen in der Demetriusstraße, 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gudrun Wörner zur Verfügung.

Den Federballschläger in der linken Hand und den Federball in der rechten. So steht Gudrun Fuß da, den Arm um ihre jüngere Schwester Heike Fuß gelegt. Die beiden stehen in der Demetriusstraße, direkt hinter ihrem Elternhaus, der Bäckerei und dem Café Fuß.

Auf der gegenüber liegenden Straßenseite sind die Häuser Demetriusstr. 11 und 12 zu sehen, die beide nach dem Großbrand 1921 erbaut wurden und folglich ziemlich genau 50 Jahre alt sind. Im linken Gebäude betreibt Otto Kaltenbrunner (geb. 1940) ein Verkaufsbüro der Firma Raab-Karcher GmbH für Heizöl. Das rechte Gebäude gehört dem Landwirt Emil Kopp (geb. 1932) und dessen Ehefrau Magdalena Kopp geb. Fürst (1932-2015).

Standort des Fotografen: 47.884049, 8.343982

Frauengruppe in Biedermeierkleidern, Fasnacht 1953

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.

Auf der Freitreppe vor dem »Stadtbau« (Demetriusstr. 1) lässt sich diese Frauengruppe fotografieren. Die Damen sind mondän gekleidet, sie tragen Biedermeierkleider, passende Hütchen und sind mit Schirmchen ausstaffiert. Es ist Fasnacht und in der Festhalle findet später eine »Große Preis-Narren-Modenschau« statt. Die Frauen haben bestimmt Chancen, prämiert zu werden.

1.Reihe, hockend: Hans Jordan
2.Reihe, v.l.n.r.: ??? Wilhelm (?), Elisabeth Vogt (1929-1969), Hilde Maier (1927-?)
3.Reihe, v.l.n.r.: Lisette Zepf (1907-?), Karolina Auer (1907-?), ??? Strobel

Standort des Fotografen: 47.884191, 8.345066

20-Jährige vor dem Narrenbaum auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1952

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Es ist »Schmutziger Dunschdig«. Die 20-Jährigen hatten soeben ihren großen Auftritt. Ihr Werk ist vollbracht: Denn der Narrenbaum steht vor der Bäckerei und dem Café Fuß (Rathausplatz 5). Und die 20-Jährigen selbst sind bereits »auf die Laterne« – und damit die Löffinger Fasnacht – vereidigt worden.

Jetzt wird nur noch ein Gruppenfoto zur Erinnerung aufgenommen. Auf dem Foto sind in alphabetischer Reihenfolge zu sehen: Hedwig Egle (verh. Hepting, 1932-2020), Kurt Egle, Alice Faller (verh. Schilling), Alfred Fehrenbach, Johann Fehrenbach (»Molker Johann«), Richard Funk, Walter Fuß, Hedwig Hasenfratz (verh. Berger), Ewald Hepting, Johanna Geisinger (verh. Nägele), Kurt Jonner, Edmund Jordan, Emil Kopp, Christa Krauss (verh. Welte), Anneliese Laufer (verh. Lös), Helmut Laufer, Joachim Laufer, Christine Ritter (verh. Walz, 1932-2020), Edeltraud Rohrer (verh. Nickel), Friedhilde Rosenstiel (verh. Wörner), Otto Schwanz, Bernd Studer, Gottfried Vogelbacher, Margarete Zepf (verh. Senn), Eugen Zimmermann.

Standort des Fotografen: 47.883830, 8.343880

Trauerfeier auf dem unteren Rathausplatz, 1. August 1951

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Schnell machte die schreckliche Nachricht von dem Verkehrsunfall im Städtchen die Runde: Hans Egle (1926-1951) und Erna Wider (1926-1951) verunglückten bei einem Verkehrsunfall und erlitten beide Schädelbrüche. Die beiden starben am 30. Juli 1951 im Städtischen Krankenhaus in Lörrach.

Hans Egle war der Sohn von Korbmacher August Egle und dessen Ehefrau Klara geb. Wintermantel. Er war Schreiner von Beruf. Erna Wider aus Seppenhofen war die Tochter von Postbetriebsassistent Ernst Wider und dessen Ehefrau Frieda geb. Schopferer. Beide wurden nur 25 Jahre alt.

Die Leichen werden nach Löffingen überführt und am 1. August 1951 findet auf dem unteren Rathausplatz, direkt vor dem Elternhaus von Hans Egle, eine Trauerfeier statt, bei der die Einwohner Löffingens in großer Zahl Abschied nehmen. Anschließend zelebriert Stadtpfarrer Karl Weickhardt die Beerdigung auf dem Friedhof.

Standort des Fotografen: 47.883824, 8.343725

Umzugswagen »Herbst« auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1929

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Noch liegt Schnee auf dem unteren Rathausplatz und bis zum Frühling ist es noch ein bisschen hin. Wer mag da schon wieder an den nächsten Herbst denken? Diese Fasnachtsnarren tun genau dies. Vor dem Café und der Bäckerei Ritter (Rathausplatz 5) posieren sie mit ihrem Umzugswagen, der den »Herbst« darstellt. Sie reihen sich damit in die insgesamt vier Themenwagen ein, die sich den vier Jahreszeiten widmen. Der geschmückte Wagen wird von vier Pferden gezogen.

Standort des Fotografen: 47.883915, 8.343819

Schulklasse der Gewerbeschule mit Lehrer Ehret, 1935

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Else Egle und Hermann Egle zur Verfügung.

25 Schüler und zwei Schülerinnen der Gewerbeschule haben sich in der Demetriusstraße vor der Freitreppe für ein Foto aufgestellt. In ihrer Mitte steht Gewerbelehrer Karl Ehret (1897-1974). Der Pädagoge ist bei seinen Schüler*innen äußerst beliebt.

Ehret ist seit 1919 als Lehrer in Löffingen tätig. Er unterrichtete zunächst an der Volksschule und ab 1923 an der Gewerblichen Fortbildungsschule. Verdienste erwirbt er sich auch beim Aufbau des Heimatmuseums in den Jahren 1934 bis 1937.

Wer erkennt die Schüler*innen?
1.Reihe, hockend, v.l.n.r.: ???, ???, ???
2.Reihe, v.l.n.r.: ???, Karl Binder (1921-?), ???, ???, ???, ???, Agathe Köpfler (verh. Jordan, 1922-1982), Albert Wehrle
3.Reihe, v.l.n.r.: Walter Egle (1920-2010), Anna Köpfler (verh. Zepf, 1920-2010), ???
4.Reihe, v.l.n.r.: ???, Alfred Egle (1920-2001), ???
5.Reihe, v.l.n.r.: Lehrer Karl Ehret
6.Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.884265, 8.344998

Grab von Soldat Ernst Brugger in Frankreich, ca. 1917

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

»Hier ruht in Gott«, lautet die obere Inschrift auf dem Holzkreuz, das auf dem Grab des Soldaten Ernst Brugger steht. Er starb am 17. April 1917 im Alter von 32 Jahren. Er gehörte dem Infanterie-Regiment 112 (12. Kompanie) an und kämpfte im Ersten Weltkrieg an der Westfront.

Schwer verletzt wurde er bereits zwei Jahre zuvor zum ersten Mal: Am 25. Mai 1915 traf ihn in der Schlacht bei La Bassée und Arras ein Artilleriegeschoss am rechten Oberschenkel, sodass er bis Dezember 1915 im Reservelazarett in Dortmund zubringen musste. Zurück an der Westfront war er an den Stellungskämpfen in der Champagne und an der Somme beteiligt. Am 17. April 1917 wurde er in der Schlacht an der Aisne bei Nauroy durch einen »Granatsplitter im Oberkörper« tödlich verwundet. Beerdigt wurde er »an der Baumgruppe, 1 km östlich Epoyé, an der Straße nach Pontfaverger«, wie es in der Kriegsstammrolle heißt. Ob das Foto dort oder nach einer späteren Umbettung auf einen Soldatenfriedhof aufgenommen wurde, ist unbekannt. »Ruhe in Frieden« steht unterhalb des Kreuzbalkens.

Geboren wurde er am 14. Juli 1884 in Löffingen als Sohn des Uhrkastenschreiners Matthias Brugger und dessen Ehefrau Adelheid geb. Schwarz. Ernst Brugger war Landwirt von Beruf und ledig. Zusammen mit seinen Geschwistern wohnte er im Mailänder Tor. Seit 1930 steht sein Name eingemeißelt auf den Gedenktafeln, die am Tor angebracht sind, um an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges zu erinnern.

Standort des Fotografen: evtl. Epoyé (Départment Marne, Frankreich).

Umzugswagen »Die Fürsten vom Rhein« in der Demetriusstraße, Fasnacht 1927

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.

In der Demetriusstraße steht an Fasnacht ein Umzugswagen, der von zwei Pferden gezogen wird, und einen kleinen Palast mit Säulen darstellt. Sein Motto lautet: »Die Fürsten vom Rhein«. Am dreieckigen Giebel ist das Stadtwappen von Worms, einer der ältesten Städten Deutschlands, angebracht. Es zeigt einen Schlüssel und einen fünfzackigen Stern. Daneben steht »Worms 1495«. In diesem Jahr fand in der am Oberrhein gelegenen Stadt ein Reichstag statt, auf dem die Reichssteuer, das Reichskammergericht und das Fehdeverbot des Ewigen Landfriedens eingeführt wurden.

Auf dem Wagen stehen einige Männer in historischen Kostümen. Vor dem Wagen steht ganz links Fritz Adrion sen. Neben ihm stehen Frauen, auf deren Kostümen der Reichsadler zu sehen ist. Sie gehören vermutlich der Damenriege des Turnerbunds an. Zu sehen ist u.a. Elise Braun.

Standort des Fotografen: 47.883968, 8.343816

Johanna Fürst in Tracht am Brunnen in der Ringstraße, ca. 1950-1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Eine Frau lässt sich am Brunnen in der Ringstraße fotografieren. Es ist Johanna Fürst geb. Biethinger (1907-1955), die im Nachbarhaus im »Süßen Winkel« wohnt. Der Platz um den Laufbrunnen ist gepflastert, die Brunnensäule wird von einer Schale mit blühenden Blumen geschmückt. Der Giebel im Hintergrund gehört zum Haus Götz (Demetriusstr. 4). Ein kleines Gärtchen, eingefasst von einem hölzernen Lattenzaun, befindet sich davor. An der Fassade wächst ein Spalierbaum.

Standort des Fotografen: 47.884550, 8.344533

Frau mit Kinderwagen in der Demetriusstraße, ca. 1931

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Vorbei am Haus Götz (Demetriusstr. 4) schiebt eine Frau einen Kinderwagen, in dem ein kleines Kind drin sitzt. Die Demetriusstraße ist noch nicht asphaltiert und das Kind wird sicherlich ordentlich durchgeschüttelt. Die Frau ist vermutlich Johanna Fürst geb. Biethinger (1907-1955). Das Kleinkind ist ihre Tochter Ursula Fürst (verh. Nobs, geb. 1930).

Im Hintergrund ist die Einmündung der Ringstraße mit dem Haus von Landwirt Gustav Egle (Ringstr. 1), dem Haus von Wagnermeister Andreas Maier (Ringstr. 2) und dem Haus von Landwirt Martin Mayer (Ringstr. 3) zu erkennen. Weiter den Alenberg hinauf thront das Haus Benitz (Alenbergstr. 7-9).

Standort des Fotografen: 47.884399, 8.344611

Fahrradgeschäft Müller in der Demetriusstraße, 1956

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Ein Mann steht angelehnt an den Wegweiser auf dem unteren Rathausplatz. Noch führt die »B 31« von Freiburg nach Donaueschingen mitten durch das Städtchen. Die holzgeschnitzten Hinweisschilder sind auch bereits zu sehen. Im Hintergrund fällt der Blick auf das Haus des Mechanikermeisters Karl Müller (Demetriusstr. 13). »Mechanische Rep[aratur] Werkstätte« steht an der Fassade. Vor dem Haus werden Fahrräder und auch motorisierte Zweiräder zum Verkauf angeboten.

Das Haus Müller wird bei einem Feuer im Oktober 1969 zerstört. Die Wehren aus Löffingen und Dittishausen bekämpfen den Brand. Auch wenn es ihnen nicht gelingt, das Haus Müller und das benachbarte Haus Koch (Maienlandstr. 1) zu retten, können sie doch immerhin ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbarhäuser verhindern.

Standort des Fotografen: 47.883836, 8.343858

Frau mit Kinderwagen vor dem Haus Fürst in der Demetriusstraße, ca. 1931

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Eine Frau schiebt stolz den Kinderwagen durch die Demetriusstraße. Im Hintergrund steht das Haus des Schmiedemeisters Otto Fürst (Demetriusstr. 5), das – zusammen mit den Nachbarhäusern – nach dem Großbrand 1921 neu erbaut wurde. Im Erdgeschoss befindet sich die Schmiede.

Die Frau ist vermutlich Johanna Fürst geb. Biethinger (1907-1955). Das Kleinkind im Kinderwagen ist ihre Tochter Ursula Fürst (verh. Nobs, geb. 1930).

Standort des Fotografen: 47.884393, 8.344633