Sofie Hepting bei einer Radtour, ca. 1937

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Ein Ausflug an der frischen Luft: Sofie Hepting (geb. Jonner, 1909-1995) ist mit ihrem kleinen Sohn Ewald Hepting (1933-2010) per Fahrrad unterwegs. Die beiden befinden sich auf einer ruhigen Landstraße, gesäumt von Böschung und Wald. Vielleicht ist es die Straße zwischen Löffingen und Dittishausen. Es scheint ordentlich Bergauf zu gehen.

Sofie Hepting steht neben ihrem Fahrrad und hält es sicher fest, während der kleine Ewald im Kindersitz Platz genommen hat. Der Sitz ist vorne am Lenker angebracht, sodass Mutter und Kind sich beim Fahren sehen können. Das Fahrrad selbst ist ein klassisches Herrenrad mit hoher Querstange. Für Sofie Hepting bedeutet es ein Stück Mobilität und Freiheit: für ein paar Stunden hinaus aus dem Städtchen, hinaus in die Landschaft.

Standort des Fotografen: evtl. 47.896982, 8.356340

Klassenausflug in der Wutachschlucht, Juli 1957

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Eberhard Müller zur Verfügung.

Die Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse der Volksschule sind auf Klassenausflug. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Karl Burkhart haben sie sich auf den Weg in die Wutachschlucht gemacht. Oberhalb der Lotenbachklamm wird eine Pause eingelegt. Vor einem Wegweiser stellt sich die Gruppe für ein Erinnerungsfoto auf. Die Kinder drängen sich dicht zusammen, einige stehen, andere sitzen im Gras. Viele lachen – die fröhliche Stimmung ist deutlich spürbar.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Peter Keller, 2 Rolf Imbery, 3 Eberhard Müller, 4 Werner Kienzler, 5 Wolfgang Schmitt, 6 Werner Adrion (1948-2023), 7 Gottfried Herrmann, 8 Karl-Heinz Hahn, 9 Willi Geisinger (1949-2024)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Werner Hasenfratz, 2 Walter Frey (1948-2009), 3 Marianne Zepf (verh. Grieshaber), 4 Elisabeth Wölfle (verh. Ratzer), 5 Hannelore Gedack, 6 Stephanie Fehrenbach, 7 Theresia Guth (verh. Ganter), 8 Gertrud Heizmann
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Norbert Brugger, 2 Gretel Jordan (verh. Ganter), 3 Maria Hall (Begleitperson), 4 Angela Reichenbach, 5 Elfriede Hall (verh. Faller), 6 Gisela Höfler
4.Reihe: Lehrer Karl Burkhart

Standort des Fotografen: 47.837671, 8.311185

Turnerbund beim Wandern im Mauchachtal, ca. 1955

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Eine größere Gruppe hat sich am Rand einer Wiese versammelt, vermutlich im Mauchachtal in der Nähe der »Öle«. Für ein Gruppenfoto legt man einen kurzen Zwischenstopp ein: Man stellt sich zusammen, rückt ein wenig enger, einige setzen sich ins Gras, andere stützen sich auf ihre Wanderstöcke.

Die Mitglieder des Turnerbundes unternehmen einen gemeinsamen Ausflug. Solche Wanderungen gehören selbstverständlich zum Vereinsleben dazu – sie stärken nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch den Zusammenhalt.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Edmund Kaltenbrunner, 2 ???, 3 ???, 4 Hans Streit, 5 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 Ernst Göhry, 10 Brunhilde Zepf, 11 Margarete Zepf (verh. Senn, 1932-2021), 12 Hilda Hepting (geb. Fehrenbach), 13 Ewald Hepting (1933-2010)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 Anselm Zepf (1898-1989), 6 Hermann Jordan (geb. 1935), 7 ???, 8 ???

Standort des Fotografen: 47.896470, 8.349946

Anton Beha als Soldat, ca. 1914-1918

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Der junge Anton Beha steht in Uniform vor der Kamera. Er ist Musketier im Infanterie-Regiment Nr. 170. Geboren am 1. April 1899 als Sohn des Landwirts Johann Beha und seiner Ehefrau Wilhelmine Beha (geb. Schultheiß), wächst er in der Vorstadtstraße im Haus Nr. 10 auf. Seine Kriegsstammrolle vermerkt seinen Einsatz an der Westfront: Vom 27. Mai bis 9. Juni 1918 nimmt er an den Kämpfen bei Soissons und Reims teil.

Am 28. Oktober 1918, nur wenige Tage vor dem Ende des Ersten Weltkriegs, wird Anton Beha in den Argonnen an beiden Beinen schwer verwundet. Er erliegt seinen Verletzungen im Alter von nur 19 Jahren, 7 Monaten und 3 Tagen. 1919 wird sein Leichnam geborgen und am 6. November 1919 auf dem Soldatenfriedhof in Froidos (Département Meuse) beigesetzt. Sein Name ist auf dem 1930 eingeweihten Gefallenendenkmal am Mailänder Tor verzeichnet.

Standort des Fotografen: ???

Männergruppe bei einem Ausflug, ca. 1910

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Eine große Schar Männer hat sich vor einem Gebäude zu einem Gruppenfoto versammelt. In fünf Reihen liegen und stehen sie dicht beieinander, geschniegelt in Anzügen und mit Hüten – einheitlich im Auftreten und doch individuell in Haltung und Ausdruck. Einige rauchen, andere halten Spazierstöcke in den Händen. Ein Mann in der zweiten Reihe hat ein Buch aufgeschlagen, als wolle er dem Moment eine besondere Bedeutung verleihen.

Auffällig ist, dass das Foto nur fragmentarisch überliefert ist: Die Anordnung der Gruppe deutet auf eine ursprünglich ausgewogene, wohl symmetrische Komposition hin. Am rechten Bildrand bricht diese jedoch ab – mehrere Personen sind angeschnitten, sodass anzunehmen ist, dass dort mindestens eine Handvoll Personen verloren gegangen ist.

Im Hintergrund sind an den Fenstern weitere Personen zu sehen, darunter auch Frauen und Kinder, die sich neugierig zum Fotografen wenden. Das Gebäude selbst wirkt wie ein Ausflugslokal. Vielleicht entsteht die Aufnahme bei einem Vereinsausflug, möglicherweise zum Titisee?

Wer weiß, wo das Foto aufgenommen wird? Wer erkennt die Männer? Sind sie Mitglieder der 1846 gegründeten Museumsgesellschaft?

1.Reihe, liegend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 [Eugen Hepting (1891-1915)], 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 [Hans Scheuregger], 8 ???, 9 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Pfarrer ???, 4 [??? Thoma], 5 Alfred Köpfler (1880-1939) (mit Buch), 6 ???, 7 [Ferdinand Eggert], 8 ???, 9 ???, 10 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 ???
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Konrad Bader (1868-1958), 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 Rupert Hepting (1866-1932), 9 ???, 10 ???, 11 ???
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 [Karl Ritter (1850-1927)], 5 [Johann Preuß???], 6 ???, 7 ???, 8 Leo Münzer (1871-1952), 9 ???, 10 ???

Standort des Fotografen: ???

Turnerbund beim Jugendturntag in Bräunlingen, 19. Juni 1921

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Sabine Hornstein zur Verfügung.

Streng aufgereiht stehen sie da, die Turner des 1905 gegründeten Turnerbundes Löffingen. Weiße Turnkleidung, verschränkte Arme, ernste Blicke – ein Gruppenfoto, das Disziplin und Gemeinschaft ausstrahlt. Einige der Jüngeren haben sich im Vordergrund ins Gras gesetzt oder gelegt, während die Älteren im Hintergrund stehen. In der Mitte im Anzug ist der Vorsitzende Julius Fehrenbach (1877-1967) und rechts neben ihm der Turnwart Fritz Adrion zu sehen, der einen Lorbeerkranz in den Händen hält.

Aufgenommen wird das Bild beim Jugendturntag in Bräunlingen am 19. Juni 1921. Links neben dem Vorsitzenden hält ein Turner ein Schild mit der Aufschrift »Turnverein Löffingen« – ein sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit und des Stolzes auf den eigenen Verein. Solche Jugendturntage sind Höhepunkte im Jahreskalender: Wettkämpfe, Begegnungen und das Messen mit anderen Vereinen aus der Region.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ??? (mit Urkunde), 3 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 Otto Schweizer???, 7 Fritz Strobel (1906-1997), 8 ???, 9 Albert Rebholz (1907-1962)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Rupert Hepting (1905-1990), 4 ???, 5 ???, 6 Vorsitzender Julius Fehrenbach (1877-1967), 7 Turnwart Fritz Adrion, 8 ???, 9 ???, 10 ???, 11 ???, 12 August Fehrenbach (1906-2000), 13 ???

In der unteren linken Ecke ist das Monogramm des Fotografen zu erkennen: »H.F.«.

Standort des Fotografen: Bräunlingen

Martin und Luise Laufer, ca. 1900

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Der Landwirt Martin Laufer und seine Ehefrau Luise Laufer (geb. Siefert) lassen sich im Fotostudio fotografieren – ein bewusster Schritt, kein beiläufiger Schnappschuss. Solche Porträts entstehen nicht nebenbei. Man zieht das beste Gewand an, nimmt Haltung an und lässt sich für die Nachwelt festhalten.

Martin Laufer (1854-1922) trägt Uniform. Der hochgeschlossene Waffenrock sitzt tadellos, auf der Schulter die Rangabzeichen. Am Revers ist deutlich das Ordensband des Eisernen Kreuzes zu erkennen – eine Auszeichnung, die er im Krieg 1870/71 erhalten haben dürfte. Für den Ersten Weltkrieg ist er bereits zu alt: Als dieser 1914 beginnt, ist er bereits 60 Jahre alt. Das Foto muss also deutlich früher entstanden sein.

Sein markanter Schnurrbart und der feste Blick verleihen ihm eine würdevolle Strenge. Neben ihm steht Luise Laufer (geb. Siefert, 1864-1929). Ihr Haar ist sorgfältig frisiert, das dunkle Kleid mit Spitzenbesatz und hoher Bluse zeugt von bürgerlichem Selbstverständnis. Ihr Gesicht wirkt ruhig, beinahe sanft – ein Gegenpol zur militärischen Strenge ihres Mannes.

Geheiratet hatten die beiden am 29. Mai 1884. Martin Laufer, geboren am 3. Oktober 1854 als Sohn des Landwirts Martin Laufer sen. und Ursula Laufer (geb. Schneider), führt mit Luise Laufer ihre Landwirtschaft in der Bittengasse. Luise Laufer war am 13. April 1864 als Tochter des Landwirts Albert Siefert und Agnes Siefert (geb. Egle) geboren worden. Zwei alteingesessene Familien verbanden sich.

1919 verkaufen sie ihr Anwesen. Zehn Jahre später, 1929, wird es beim Großbrand in der Kirchstraße ein Raub der Flammen. Martin Laufer erlebt das nicht mehr: Er stirbt am 29. Mai 1922 – auf den Tag genau 38 Jahre nach seiner Hochzeit. Luise Laufer überlebt ihn um sieben Jahre und stirbt am 27. Dezember 1929 im Alter von 65 Jahren.

Standort des Fotografen: Neustadt

Ernst Selb als junger Mann, ca. 1900

Fotograf: Bolton, Ely (England)
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Der junge Mann trägt Anzug, Weste und Fliege, geschniegelt, wie es um die Jahrhundertwende üblich ist, wenn man sich in einem Fotoatelier ablichten lässt. Wir befinden uns nicht in Löffingen, sondern in Ely in England. Hier, fern der Heimat, lässt sich Ernst Selb (1879-?) fotografieren.

Er wurde am 29. Januar 1879 in Löffingen als Sohn des Bierbrauers Hermann Selb (1840-1892) und dessen Ehefrau Sofie Selb (geb. Fischer, 1847-1922) geboren. Der Vater starb früh, schon 1892, und Ernst Selb verließ seine Heimat und wanderte nach Großbritannien aus. Das Foto stammt aus einem Atelier des Fotografen Bolton in Ely. Es ist ein bewusst gesetztes Bild: Kleidung, Haltung und Blick sollen Seriosität und Zukunftszuversicht ausstrahlen. Wer sich um 1900 fotografieren lässt, hält nicht einfach einen Moment fest, sondern trifft eine Entscheidung darüber, wie er gesehen werden möchte – von der Familie, von Freund*innen, vielleicht auch von sich selbst.

Für Ernst Selb ist dieses Bild Teil eines neuen Lebensabschnitts. Einige Jahre später, 1908, heiratet er in England Frances Emily Brasier. Das Porträt zeigt ihn an der Schwelle zwischen Herkunft und Neubeginn: geboren in Löffingen, nun zu Hause in einem anderen Land.

Standort des Fotografen: Ely (England)

Ehepaar mit Kind, ca. 1914-1918

Fotograf: Richard Marth vorm. Ohlenschläger, Donaueschingen
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Vor einem Atelierhintergrund steht eine Familie – Vater, Mutter und Sohn – und blickt ernst in die Kamera. Der Vater trägt die Uniform eines Soldaten des Ersten Weltkriegs, mit Stehkragen, Knopfreihe und Schirmmütze. Seine Haltung ist aufrecht, die Hand ruht auf der Koppel und Uniformjacke. Neben ihm steht die Ehefrau in einem dunklen, hochgeschlossenen Kleid mit Spitzenbesatz und Kreuzanhänger. Zwischen den beiden Eltern steht der Sohn, schlicht gekleidet in Jacke, Knickerbockerhose und Stiefel.

Das Foto zeigt eine Familie, die in den Kriegsjahren zusammenhält, während der Vater vermutlich kurz vor dem Fronteinsatz steht oder sich im Heimaturlaub befindet. Solche Atelieraufnahmen werden häufig als Erinnerung für die Daheimgebliebenen oder als Andenken für den Soldaten selbst angefertigt.

Wer erkennt die Familie?

Standort des Fotografen: Donaueschingen

Karl Glunk als Soldat, 1917

Fotograf: Eduard Heid, Rastatt
Dieses Foto stellte dankenswerterweise Ursula Glunk zur Verfügung.

Drei Tage nach seinem 19. Geburtstag wurde Karl Glunk (1897-1980) zum Militär eingezogen. Er kam nach Rastatt zum badischen Infanterie-Regiment 111. Dort lässt sich der Landsturmmann in seiner Uniform in einem Fotoatelier ablichten.

Das Porträt zeigt ihn in feldgrauer Uniform: ein hochgeschlossener Waffenrock mit blanken Knöpfen, dazu die Mütze mit Reichs- und Landeskokarde. Mit ernster Miene steht der junge Soldat vor einem gemalten Atelierhintergrund, der einen idyllischen Wald zeigt und dem Foto einen friedlicheren Rahmen verleiht. Seine rechte Hand ruht auf einem Holzpodest.

Geboren wurde Karl Glunk am 12. Oktober 1897 als Sohn des Landwirts Johann Glunk und dessen Ehefrau Maria Glunk (geb. Bader). In seiner Kriegsstammrolle ist als Beruf ebenfalls »Landwirt« eingetragen. Er ist noch nicht volljährig und muss schon in den Krieg ziehen.

Standort des Fotografen: Rastatt

Turnerinnen des Turnerbundes beim Gauturnfest in Bräunlingen, Juli 1949

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Am 24. Juli 1949 nehmen die Turnerinnen des Turnerbunds am 33. Gauturnfest in Bräunlingen teil. Sie tragen schlichte, einheitliche Turnkleidung – weiße Trikots und schwarze Shorts – und posieren am Rande der Wettkampfstätte für ein Erinnerungsfoto. Neben ihnen steht ihr Übungsleiter Anselm Zepf, stolz auf die Leistung seiner Gruppe.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Clara Götz (verh. Schuler, Seppenhofen), 3 ???, 4 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anselm Zepf (Übungsleiter), 2 Elvira Egle (verh. Fischer), 3 ???, 4 ???, 5 Frieda Rosenstiel (verh. Wörner), 6 Hedwig Egle (verh. Hepting), 7 ???, 8 Gertrud Limb (verh. Geisinger)

Für die Turnerinnen ist dieser Tag mehr als nur ein sportlicher Wettbewerb: Er markiert einen Neubeginn. Drei Jahre zuvor, im Juli 1946, war in Löffingen der Sportverein Löffingen gegründet worden. Die französische Besatzungsmacht hatte damals verfügt, dass alle Sportarten unter einem gemeinsamen Dach stattfinden mussten – alte Vereinsstrukturen wie der Turnerbund oder der Fußballclub durften zunächst nicht wieder entstehen. Auch das Turnen selbst war bis Anfang 1948 verboten. Erst nach der Aufhebung des Verbots wurde am 11. Januar 1948 die Turnabteilung im Sportverein neu ins Leben gerufen. Nun, im Sommer 1949, frönen die Turnerinnen wieder ihrem Sport.

Standort des Fotografen: 47.930500, 8.457861

Josef Schweizer als Soldat, ca. 1914-1916

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Die Uniform sitzt straff, die Haltung ist aufrecht, fast steif – so, wie es sich für ein Soldatenporträt gehört. Josef Schweizer (1897-1916) schaut ernst in die Kamera, die Hand lässig auf die Lehne gestützt. Er ist noch sehr jung, nicht einmal volljährig. Geboren wurde er am 17. März 1897 als Sohn des Gipsers Franz Schweizer und dessen Ehefrau Anna Schweizer (geb. Götz). Er wirkt fast ein wenig unsicher, als würde er sich erst an den Gedanken gewöhnen, in Soldatenuniform abgelichtet zu werden. Darüber kann auch das glänzende Koppelschloss, die Knopfreihe und die Schirmmütze mit Kokarde nicht hinwegtäuschen.

Josef Schweizer stirbt am 21. Oktober 1916. Er wird nur 19 Jahre alt.

Standort des Fotografen: ???