Drei Frauen beim Mittagsschläfchen, ca. 1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Dieses Foto ist ein echter Schnappschuss. Zumindest scheint die Szene nicht gestellt zu sein, die Frauen scheinen tatächlich erschöpft eingeschlafen zu sein und gerade ein Nickerchen zu machen. Die Frau links hat ihren Kopf auf der Tischplatte abgelegt. Die beiden älteren Frauen auf dem Sofa sind auch vom Schlaf übermannt worden, wobei unklar ist, ob die Frau rechts tatsächlich noch in ihrem Buch liest, oder ob auch ihr bereits die Augen zugefallen sind. Im Bilderrahmen über dem Sofa hängt eine Darstellung von Jesus Christus mit Dornenkrone.

Die Frau in der Mitte ist Maria Ganter geb. Bader (1881-1962). Sie ist mit dem Schneidermeister Edmund Ganter (1879-1956) verheiratet. Gemeinsam wohnen sie in der Seppenhofer Straße. 

Die Frau links ist die Pfarrhaushälterin von August Ganter (1907-1970). Er wurde am 21. Juni 1907 in Löffingen geboren und 1933 zum Priester geweiht. Ganter war Vikar in St. Märgen, Donaueschingen und Todtnau. Ab 1942 wirkt er zunächst als Pfarrverweser, dann als Stadtpfarrer in Ewattingen. Von 1954 bis zu seinem Tod ist der Geistliche in Obersasbach tätig. Er stirbt am 17. Juni 1970 auf einer Wallfahrt nach Altötting.

Standort des Fotografen: Katholisches Pfarrhaus Ewattingen.

Soldat Franz Schweizer im Ersten Weltkrieg, 1917

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Der Gipsermeister Franz Schweizer (1871-1938) dient als Soldat im Ersten Weltkrieg. Auf dem Foto trägt er seine feldgraue Uniform. Verheiratet ist er seit 1897 mit Anna Schweizer geb. Götz. Seine Frau und seine Kinder bangen um ihn. Ihre Hoffnung, dass er aus dem Krieg nach Hause zurückkehren möge, geht in Erfüllung.

Franz Schweizer stirbt am 22. August 1938 im Alter von 67 Jahren, rund einen Monat vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges.

Standort des Fotografen: unbekannt.

Klassenausflug mit Lehrerin Klose bei der Öle, ca. 1958

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Ursula Weißenfels zur Verfügung.

Die Lehrerin Waltraud Klose unternimmt mit ihrer Volksschulklasse einen Ausflug ins Grüne. Die Schüler gehören dem Geburtsjahrgang 1951 an. Bei einer Rast auf einer Wiese am hinteren Bannholz in Richtung Dittishausen, kurz vor dem steilen Abstieg zur Öle, entsteht dieses Gruppenfoto.

  1. Reihe, v.l.n.r.: Manfred Kienzler, Daniel Fehrenbach, Detlef Seidenberg, Klaus Baader, Wilfried Vogt, Walter Hauser, Josef Wölfle, Bernhard Adrion, Lehrerin Frau Klose.
    2. Reihe, v.l.n.r.: ???, Klaus Heizmann, Werner Meyer, Hansjörg Waibel, Hanspeter Kuster, Ernst Effinger, Michael Kasprowicz.

Standort des Fotografen: 47.895258, 8.346635

Musterriege des Turnerbunds beim Deutschen Turnfest in München, Juli 1923

Sammlung Familie Waßmer

Neun Turner des Turnerbundes Löffingen haben sich der Größe nach in einer Reihe von links nach rechts aufgestellt. Sie tragen ihre weiße Sportkleidung mit Hosenträgern und weiße Sportschuhe. Alle halten Stäbe in der Hand. Das Foto wird nicht in Löffingen aufgenommen, sondern in München, denn die Turner nehmen dort am 13. Deutschen Turnfest teil, dem ersten Turnfest seit dem Ersten Weltkrieg. 250.000 Turnerinnen und Turner sind nach München gekommen. Für ihre Stabübung erhalten die Turner aus Löffingen die Note »sehr gut«. Mit stolz geschwellter Brust präsentieren sie sich dem Fotografen. Ganz rechts steht der Sportwart Fritz Adrion, der braune Lederschuhe trägt.

V.l.n.r.: Jakob Schreiber (?-?), Anselm Zepf (1898-1989), Konrad Sibold (1900-1979), Willi Faller (?-?), Ernst Fehrenbach (?-?), Karl Sibold (?-?), Rupert Hepting (1905-1990), Emil Fürst (1898-1944), Albert Rebholz (?-?), Fritz Adrion (1897-1971).

Standort des Fotografen: München.

Musterriege des Turnerbunds, 1908

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dieter Vierlinger zur Verfügung.

Auf dem Barren im Hintergrund steht mit weißer Farbe geschrieben: »Musterriege 1908 Löffingen«. Und im Vordergrund wird die Jahreszahl auf einem Lederball wiederholt. 13 Turner des drei Jahre zuvor gegründeten Turnerbunds versammeln sich für dieses Gruppenfoto. Sie tragen Sportkleidung, unter ihren weißen Hemden sind ihre Gürtel zu sehen mit dem Turner-Gruß »Gut Heil«.  Zwei der Turner sind mit Siegerkränzen aus Eichenlaub bekrönt. In ihrer Mitte steht ein Mann im Anzug.  Er hält eine gerahmte Siegerurkunde. Es könnte sich um den ersten Vorsitzenden, den Kaufmann Karl Nägele handeln.

Ein Blick in die Vereinschronik lässt vermuten, dass das Foto in Hüfingen aufgenommen wurde. Denn im August 1908 beteiligte sich der Turnerbund am dortigen Gauturnfest und errang einen ersten Preis.

Wer weiß, wie die Turner heißen?

  1. Reihe (liegend), v.l.n.r.:
    2. Reihe (sitzend), v.l.n.r.: Karl Schmid, ???, ???,  Karl Häusle.
    3. Reihe (stehend), v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: Hüfingen.

Blechnermeister Robert Geisinger, ca. 1902

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Michael Rösch zur Verfügung.

Ein junger Mann mit Schnurrbart lässt sich in einem Photoatelier in Basel fotografieren. Er trägt einen dunklen Anzug und ein weißes Einstecktuch. Der Porträtierte ist Robert Geisinger (1882-1952), geboren am 13. Februar 1882 in Löffingen und verheiratet mit Maria Magdalena Geisinger geb. Benz. Er ist Blechnermeister von Beruf und u.a. der Lehrmeister von Anton Geisinger, genannt »Blechtoni«. Am 27. Mai 1952 stirbt Robert Geisinger im Alter von 70 Jahren.

Standort des Fotografen: Atelier C.F. Schmid, Basel.

Junge Männer mit Auto vor dem Gasthaus »Schattenmühle«, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Zugegeben: Das Foto ist nicht in Löffingen entstanden, sondern in Göschweiler, das damals noch nicht eingemeindet war. Zu sehen ist eine Gruppe junger Männer, die auf dem Parkplatz vor dem Gasthaus »Schattenmühle« stehen. Lässig lassen sie sich neben einem Mercedes fotografieren, der das Autokennzeichen »FB-31-3580« trägt. Das Foto muss folglich in den 1950er Jahren entstanden sein, denn dieses Nummernschild war in Südbaden von 1949 bis 1956 gebräuchlich. Das »F« stand für die französische Besatzungszone, das »B« für Baden. Neben dem Mercedes parkt ein weiteres Fahrzeug, das in der britischen Besatzungszone in Nordrhein-Westfalen zugelassen ist.

Wer erkennt die jungen Männer? Der 1.v.r. ist Ernst Fritsche (1937-2005), der in der Ringstr. 5 in Löffingen wohnt. Wie heißen seine Kumpels?

Standort des Fotografen: 47.842816, 8.320946

Zwei Turner in Sportkleidung, 1906

Samson & Cie, Freiburg / Stadtarchiv

Der Turnergruß »Gut Heil« steht deutlich lesbar auf dem Gürtel der beiden Turner, die sich in einem Freiburger Fotostudio ablichten lassen. Sie gehören dem ein Jahr zuvor gegründeten Turnerbund Löffingen an. Links steht der 26-jährige Josef Bader (1880-1959) und rechts der 28-jährige Karl Häusle (1878-1956).

Standort des Fotografen: Freiburg.

Hochzeitsfoto von Leopold Geisinger und Veronika Mauthe, 10. Juni 1901

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Michael Rösch zur Verfügung.

Am 10. Juni 1901 geben sich der Landwirt Leopold Geisinger (1878-1938) und die Hebamme Veronika Mauthe (1878-1958) das Ja-Wort. Im Photoatelier Ohlenschläger in Donaueschingen lässt sich das junge Paar fotografieren.

Leopold Geisinger ist 22 Jahre alt, er wurde am 20. November 1878 in Löffingen als Sohn der Eheleute Karl Geisinger (1847-1918) und Antonia Geisinger geb. Bader (1848-1907) geboren. Sein Elternhaus stand in der Kirchstraße. Veronika Mauthe ist 23 Jahre alt, sie stammt aus Döggingen, wo sie am 2. Februar 1878 zur Welt kam.

Nach ihrer Eheschließung erwerben die Geisingers das Haus Alenbergstr. 6, das zuvor Karolina Bausch geb. Fahrer gehört hat.

Standort des Fotografen: Photoatelier Jos. Ohlenschläger, Donaueschingen.

Gruppenfoto der Laternenbrüder, 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gaby Vogt zur Verfügung.

Die Laternenbrüder haben sich zu einem Gruppenfoto versammelt. Sie sind in Radolfzell und nehmen am ersten Narrentreffen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs teil. Die Laternen stehen vor ihnen auf dem Tisch und erleuchten den Raum. Sie tragen Fuhrmannskittel und weiße Zipfelmützen und nuckeln gemütlich an ihren Pfeifen.

1. Reihe, sitzend v.l.n.r.: Narrenvater Josef Heiler, Josef Guth, Jakob Zahn (1909-2002), Fritz Seilnacht, Paul Bugger (1916-1990).
2. Reihe, stehend v.l.n.r.: Hermann Geisinger (1926-1989), Franz Isele als 20-Jähriger, Walter Ratzer (1928-1998), Leonhard Vergut, Franz Vogt (1913-2002).

Standort des Fotografen: Radolfzell

Gruppenfoto der Laternenbrüder, 28. Januar 1928

Foto Kühn, Freiburg
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Conrad Bader sowie Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Da stehen sie, die Laternenbrüder, in ihren blauen Kitteln, mit Zipfelmützen bzw. Rundhut und Tabakspfeifen – und natürlich mit ihrem Markenzeichen, den Laternen! 1889 wurde der Verein gegründet bzw. wiedergegründet, denn bereits 1840 gab es schon einmal einen Narrenverein. Die Jahreszahl »1840« steht denn auch auf der großen Laterne, die die Laternenbrüder auf dem Foto mit sich führen. Das Foto wird in Freiburg aufgenommen, wo die Laternenbrüder am Narrentreffen teilnehmen.

V.l.n.r.: Josef Fritschi, Paul Benitz, Konrad Bader, Heinrich Wider, Julius Limb, Fritz Seilnacht, Ernst Meßmer, Ernst Ritter, Josef Benitz.

Standort des Fotografen: Freiburg.

Kirchenchor bei einem Ausflug, ca. 1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Der Kirchenchor der katholischen Pfarrgemeinde kommt nicht nur zu Gesangsproben und zu Auftritten bei Festgottesdiensten zusammen, sondern pflegt auch ein geselliges Vereinsleben. Mit dem Dirigenten des Chores, Oberlehrer Eugen Steidlinger (1873-1939), unternehmen die Chormitglieder einen gemeinsamen Ausflug. Steidlinger, gebürtig aus Stuttgart und seit 1905 in Löffingen als Lehrer tätig, übt sein Dirigentenamt bereits seit 1914 aus.

Auf dem Gruppenfoto sind u.a. zu sehen: Schneidermeister Hermann Ganter, Friseurmeister Julius Limb, Albert Benitz, Landwirt Konrad Bader. Wer erkennt die anderen Personen?

Standort des Fotografen: unbekannt.