August Limb als Soldat, ca. 1906-1908

Fotograf: Anton Kuttruff, Konstanz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Im Fotoatelier von Anton Kuttruff in Konstanz (Untere Laube 13) lässt sich August Limb (1884-1976) fotografieren. Er dient von 1906 bis 1908 im badischen Infanterie-Regiment Nr. 114. Auf der schwarz-weiß-Aufnahme ist nicht zu erkennen, dass die Schulterstücke seiner Soldatenuniform grün und mit einem roten Monogramm »FR III« (für Kaiser Friedrich III.) sowie mit einem gelben badischen Emblem verziert sind. Das Fotoatelier retouchiert in das Porträt eine Trommel und Trompete und eine Fahne hinein.

Nach seinem Militärdienst kehrt August Limb nach Löffingen zurück. Er schließt seine Schreinerlehre ab und legt 1910 in Freiburg die Meisterprüfung ab. 1911 gründet er in Löffingen sein eigenes Schreinergeschäft.

Standort des Fotografen: Konstanz

Ausflug des Männergesangvereins »Eintracht«, 1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sabine Hornstein zur Verfügung.

Im Männergesangsverein »Eintracht« wird nicht nur der gemeinsame Gesang, sondern auch die Geselligkeit groß geschrieben. Bei einem Ausflug stellen die drei Mitglieder Fritz Strobel (1906-1997), Willi Siefert und Albert Benitz (1905-1996) nicht nur ihr gesangliches Können, sondern auch ihre »Eintracht« unter Beweis. Und Freude scheinen sie dabei auch noch zu haben!

Standort des Fotografen: ???

Frauen auf einem Wanderausflug, 12. Juni 1932

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Irgendwo im Wald zwischen Löffingen und Unterbränd legen diese jungen Frauen auf ihrem Wanderausflug eine Rast ein. Es ist Sonntag, der 12. Juni 1932. Sie lassen sich im Schatten auf Baumstämmen nieder, die gefällt am Wegesrand liegen. Ob sie im Kirnbergsee baden und sich in dem kühlen Nass erfrischen wollen?

Wer erkennt die jungen Frauen?

1.Reihe, v.l.n.r.: ???, Erna Schmid (verh. Biethinger), ???, [Agathe Kuster (verh. Schmidt, ?-1985)], ???
2.Reihe, v.l.n.r.: Maria Straub (verh. Willmann, 1911-2001), Else Häusle (verh. Weiss, 1911-?), Elise Schultheiß (1911-?), ???, ???, ???
3.Reihe, v.l.n.r.: Emma Limb (verh. Binder, 1913-2005), ???

Standort des Fotografen: ???

Turner des Turnerbundes in München, Juli 1923

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Stolz lassen sich diese Turner des Turnerbunds Löffingen fern ihrer Heimat in einem Fotoatelier in München ablichten. 13 Turner und eine Turnerin! Sie halten sich in der bayerischen Landeshauptstadt auf, wo sie am 13. Deutschen Turnfest teilgenommen haben, dem ersten Turnfest seit dem Ersten Weltkrieg. Gemeinsam mit rund 250.000 Turnerinnen und Turnern haben sie ihr Können unter Beweis gestellt und dabei offensichtlich ein paar Siege errungen, wie die Lorbeerkränze signalisieren.

Wer erkennt die Turner?
1.Reihe:
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Timotheus Schmid (1903-1984), Rosa Adrion geb. Berger (1898-1973), Fritz Adrion (1897-1971)
3.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, Karl Beha (?), Konrad Sibold (1900-1979), ???, Franz Schweizer (1899-1971), ???
4.Reihe, v.l.n.r.: ???, Jakob Schreiber, ???

Standort des Fotografen: München

Hochzeitsgesellschaft Benitz / Glunk, 5. November 1895

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Ines und Martin Benitz zur Verfügung.

Das Brautpaar posiert mit der Hochzeitsgesellschaft für ein Gruppenfoto. Aufgenommen wird das Bild nicht in Löffingen, dem Geburtort des Bräutigams, sondern in Bonndorf, dem Geburstort der Braut: Der Weinhändler Joseph Benitz (1859-1919) und Anna Glunk (1870-1959) geben sich dort am 5. November 1895 das Ja-Wort. Sie stehen in der Mitte und werden von ihren Familienangehörigen eingerahmt. Die Eltern des Bräutigams sind nicht mit auf dem Foto, denn sie starben beide 1890.

Joseph Benitz ist der Sohn von Uhrenhändler Josef Benitz (1827-1890) und dessen Ehefrau Barbara Benitz geb. Käfer (1827-1890). Sein Vater betrieb ein Uhrengeschäft in England und war viel auf Reisen. Joseph Benitz, dessen Elternhaus in der Rötengasse stand, besuchte die Volksschule und ging dann auf die Bürgerschule in Freiburg, um eine höhere Schulbildung zu erhalten. Danach absolvierte er eine Lehre im Handelshaus Faller & Co in Stockach und trat danach als Buchhalter und Reisender in die Weinhandlung Josef Hogg in Löffingen ein. Der damalige Besitzer ist der Weinhändler Josef Eggert (1831-1901), der kinderlos ist. 1895 übernimmt Joseph Benitz zusammen mit Josef Paul Thoma die Firma Hogg. 1919 stirbt er im Alter von nur 60 Jahren nach einer Magenoperation. Er hinterlässt seine Frau und fünf Kinder.

1.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, Anna Selb (verh. Bader, 1876-1918) 
2.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, Anna Benitz geb. Glunk, Joseph Benitz, ???, Josephine Meßmer geb. Benitz (1867-1932), ???, ???, ???
3.Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, Weinhändler Josef Eggert, ???, ???, Gastwirt Ernst Meßmer (1869-1943)

Standort des Fotografen: Bonndorf

Brautpaar Ernst Meßmer und Josephine Benitz, Mai 1895

Fotograf: Xaver Schönbucher, Donaueschingen
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Im Fotoatelier Schönbucher in Donaueschingen lässt sich ein Brautpaar fotografieren. Der Bräutigam ist der Land- und Gastwirt Ernst Meßmer (1869-1943). Er ist festlich gekleidet, mit einem schwarzem Anzug und Zylinder. Bei ihm eingehakt hat sich die Braut Josephine Benitz (1867-1932). Sie trägt ein schwarzes Hochzeitskleid mit einem weißen Schleier und hält ihren Brautstrauß in Händen. Die beiden heiraten im Mai 1895.

Standort des Fotografen: Donaueschingen

Familie Benitz (oder Glunk?), ca. 1903

Fotograf: H. Kaiser, St. Blasien
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Ines und Martin Benitz zur Verfügung.

Leider ist es unklar, wer auf diesem Familienfoto zu sehen ist. Wahrscheinlich handelt es sich doch nicht um die Familie Benitz, wie irrtümlich angenommen wurde. Vorläufig belassen wir aber den ursprünglichen Text:

Beim Großherzoglich Badischen Hofphotographen H. Kaiser in St. Blasien lässt sich Familie Benitz fotografieren. Hinten steht der Ehemann und Vater, der Weinhändler Joseph Benitz (1859-1919): Der Sohn eines Uhrenhändlers war in der Rötengasse aufgewachsen. Er hatte die Bürgerschule in Freiburg besucht und danach eine kaufmännische Ausbildung absolviert. 1895 hatte er zusammen mit Josef Paul Thoma die Weinhandlung Josef Hogg übernommen. Nach dem Ausscheiden von Thoma war Benitz 1902 alleiniger Inhaber geworden. Vor ihm sitzt seine Ehefrau Anna Benitz geb. Glunk (1870-1959), die aus Bonndorf stammt. Die beiden Kinder sind Joseph Benitz (1897-1981) und Paul Benitz (1899-1979), der später Bürgermeister in Löffingen wird.

Joseph Benitz muss sich 1919 einer Magenoperation in der Klinik in Freiburg unterziehen. Er übersteht den Eingriff, stirbt aber einige Tage später am 26. März 1919 im Alter von 60 Jahren an einer Embolie. Seine Witwe führt das Geschäft, unterstützt von ihren Söhnen, weiter. Sie stirbt am 2. März 1959 im Alter von 88 Jahren.

Standort des Fotografen: St. Blasien

Kommunionkind Egon Bader, 1942

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Im Fotoatelier Molitor in Neustadt wird der Erstkommunikant Egon Bader (1933-1999) zur Feier des Tages fotografiert. Er steht im schwarzen Anzug mit weißem Hemdkragen neben einem Sessel. In seiner rechten Hand hält er seine Kommunionkerze, in seiner linken das Magnificat.

Standort des Fotografen: Neustadt

Demeter Bader, ca. 1890

Fotograf: Carter’s Studio, Memphis, Tenn.
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Nach der gescheiterten badischen Revolution wanderte Demeter Bader (1824-1893) zusammen mit seiner Ehefrau Maria geb. Bader (1821-?) am 19. April 1849 in die USA aus. Das Ehepaar ging zunächst nach Frankreich. Zwei Jahre später schifften sich die Baders von Le Havre nach Amerika ein. Am 8. September 1851 kam der 26-Jährige mit seiner Ehefrau in New York an.

Geboren wurde Demeter Bader am 16. Dezember 1824 als Sohn des Landwirts und Müllers Michael Bader und dessen Ehefrau Katharina Faller. In den USA lassen sich die Baders im Bundesstaat Ohio nieder. Demeter Bader stirbt am 19. Dezember 1893 in Newark im Alter von 69 Jahren.

Standort des Fotografen: Memphis, Tennessee

Personengruppe bei einem Ausflug im Wald, 12. Juni 1932

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Sommer 1932: Die miteinander verwandten Familien Schmid und Schultheiß unternehmen am 12. Juni einen Ausflug in die Natur. Da sie mit Wanderstöcken ausgerüstet sind, scheint es kein kleiner Spaziergang, sondern eine richtige Wanderung zu sein. Es gibt vermutlich nach Unterbränd. Für eine kurze Rast haben sie sich am Wegesrand auf Baumstämmen niedergelassen. Eine gute Gelegenheit, um auch ein Foto als Erinnerung aufzunehmen. Fotografiert wird Anfang der 1930er Jahr noch sehr selten und meist nur zu besonderen Anlässen. Insofern ist das Foto durchaus besonders.

V.l.n.r.: Karl Schultheiß (1903-1986) mit Gertrud Schmid (verh. Faller, 1925-2005), Maria Häusle, Maria Straub (verh. Willmann), Elisabeth Schultheiß (1911-?), Maria Schmid geb. Schultheiß (1906-1974), Timotheus Schmid (1903-1984) mit Irma Schmid (verh. Adrion, 1927-2019).

Standort des Fotografen: ???

Maria Kirner geb. Trescher, ca. 1905

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dr. Lothar Hörner zur Verfügung.

Am 26. Januar 1884 wurde die junge Frau, die sich in einem Fotoatelier in Schwarzwaldtracht fotografieren lässt, in Friedenweiler geboren. Maria Trescher heiratet nach Löffingen ein. Ihr Ehemann ist der Landwirt Severin Kirner (1875-1958), der gebürtig aus Seppenhofen stammt. Gemeinsam betreiben sie das landwirtschaftliche Anwesen Alenbergstr. 3.

Drei Jahre nach ihrem Ehemann stirbt Maria Kirner am 5. Oktober 1961 im Alter von 77 Jahren.

Standort des Fotografen: Neustadt

Unbekannter Soldat mit unbekannter Frau, ca. 1942/43

Fotograf Grill, Donaueschingen
Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Wer weiß, wer der Soldat und die junge Frau sind?
Eventuell handelt es sich um Eugen Münzer. Er wurde am 27. Mai 1923 als Sohn des Metzgers Franz Xaver Münzer und dessen Ehefrau Emma geb. Hirt geboren. 1937 wurde er aus der Volksschule entlassen und arbeitete danach auf dem Bau. Im Zweiten Weltkrieg wurde er Soldat. Seinen letzten Heimaturlaub verbrachte er im Februar 1943. Der 20-Jährige fällt am 2. September 1943 in der Sowjetunion.

Standort des Fotografen: Donaueschingen