Narrenpolizei in der Maienlandstraße, Fasnacht 1971

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vor dem Haus Glunk (Maienlandstr. 22) steht die männliche Narrenpolizei, in Reih und Glied angetreten. Die Polizisten tragen ihre Uniform mit Pickelhaube, das Gewehr steht bei Fuß. Es ist Schmutziger Dunschdig und gleich wird die Narrenpolizei gebraucht, um den unteren Rathausplatz abzusperren und für Ordnung zu sorgen, wenn dort der Narrenbaum aufgestellt wird.

Im Hintergrund ist das Gästehaus vom »Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.886571, 8.341819

2 Fotos: 20-Jährige mit Narrenbaum im Maienland, Fasnacht 1974

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Gegenüber des Gasthauses »Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) haben sich die Zwanzigjährigen an ihrem Narrenbaum versammelt. Sie alle tragen blaue Fuhrmannskittel und Gesichtsmasken. Es ist Schmutziger Dunschdig. Gleich werden sie den Narrenbaum durch das Maienland in Richtung Städtchen tragen, begleitet von Stadtmusik, Hansele, Narrenpolizei und Laternenbrüdern. Am Mailänder Tor wird dann der Narrenbaum auf dem unteren Rathausplatz aufgestellt.

Wer weiß, wer die Zwanzigjährigen sind?
V.l.n.r.: 

Standort des Fotografen: 47.886566, 8.341829

Laternenbrüder in der Oberen Hauptstraße, 1967

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Heike Soldan-Bölle zur Verfügung.

Die Laternenbrüder versammeln sich zu einem Gruppenfoto. Sie sind beim Narrenvater Friedrich Knödler (1920-1988) zu Gast, der in der Bildmitte steht und einen großen Löffel hält. Knödler ist Maler und lebt seit 1964 in Löffingen, da seine Ehefrau Helene Knödler in diesem Jahr die Stadtapotheke (Obere Hauptstr. 7) übernommen hat. 1967/68 amtiert Knödler als Narrenvater.

1. Reihe, kniend, v.l.n.r.: Karl Sibold, Rolf Echtle, Hermann Geisinger, Hermann Zahn.

2. Reihe, stehend, v.l.n.r.: Hans Schwarz, Josef Guth, Bruno Laule, Friedrich Knödler, Franz Schweizer, Hugo Schropp, Josef Heiler II, Engelbert Müller, Ernst Krauß.

Standort des Fotografen: 47.884546, 8.346425

Fasnachtsgruppe Sonnenanbeter in der Oberen Hauptstraße, ca. 1939

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Die Sonne ist das Erkennungszeichen dieser Fasnachtsgruppe. Sie strahlt hoch oben auf dem – von Kühen – gezogenen Umzugswagen. Die Gruppe selbst ist in lange wallende Gewänder gekleidet, die strahlend weiß sind. Offenbar verehren sie das Sonnenlicht. Und tatsächlich hat sich die Sonne an diesem Rosenmontag hinter den Wolken hervorgewagt und scheint. Der Schnee in der Oberen Hauptstraße ist fast vollkommen weggeschmolzen. Im Hintergrund sind die Häuser von Ida Jordan (Obere Hauptstr. 21) und Karl Wölfle (Obere Hauptstr. 23) zu sehen.

Das Foto könnte an Fasnacht 1939 entstanden sein. Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der »Laternenbrüder« ging es thematisch um »die Heimat in grauer Vorzeit«, um »Sitten und Gebräuche, Leben und Treiben der Vorfahren aus der Stein-, Bonze- und Eisenzeit bis zur Besiedlung des Landes durch die Kelten«. Auch in der Religion der Germanen galten die Sonnenfeste wie Mittsommerfest und Mittwinterfest als hohe Feiertage. In der nordischen Mythologie wird die Sonne als Sonnengöttin Sol verehrt.

Standort des Fotografen: 47.885134, 8.349883

Trachtengruppe auf dem Alenberg, ca. 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Trachtengruppe wieder belebt. Der Fremdenverkehr blüht auf, da braucht es die Gruppe, um die Kurgäste zu unterhalten. Engelbert Müller führt die Tanzpaare an. Bei einem Fotoshooting lassen sich die Mitglieder an verschiedenen Stellen im Städtchen fotografieren, z.B. vor dem Gasthaus »Gebert«, am Pavillion an der »Wanne« und schließlich wie hier auf dem Alenberg, am Rande des Kurparks.

V.l.n.r.: Edmund Laufer (1922-1990), Josefa Mayer geb. Gebert (1920-2010), Engelbert Müller (1896-?), Maria Sattler (aus Seppenhofen)

Standort des Fotografen: 47.885803, 8.344618

Familienfeier im Haus Adrion, ca. 1950-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Fritz Adrion zur Verfügung.

Feucht-fröhlich geht es bei Adrions auf dem Alenberg zu. Der Zweite Weltkrieg ist vorüber, die 1950er Jahre sind angebrochen. Der Gipsermeister Fritz Adrion (1897-1971) und seine Ehefrau Rosa Adrion geb. Berger (1898-1973) haben sich mit ihren Kindern und Schwiegerkindern in ihrer Stube versammelt. Erich Adrion, genannt »Drilli«, greift zur Gitarre.

Vorne, v.l.n.r.: Erich Adrion (mit Gitarre), Martha Adrion geb. Fehrenbach, Genoveva Kinast geb. Adrion, Ernst Heiler (Schwiegersohn von Fritz Adrion sen.) und Arno Adrion

Hinten, v.l.n.r.: Rosa Adrion geb. Berger (1898-1973), Fritz Adrion sen. (1897-1971), Fritz Adrion jun., davor Margarethe Adrion geb. Bierle (Neuenburg /Rh.) und Irma Adrion geb. Schmid

Standort des Fotografen: 47.886434, 8.342911

Revierleiter des Forstbezirks Löffingen, 1933-1937

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Bölle zur Verfügung.

Die Aufnahme entstand vermutlich zwischen 1933 und 1937. Zu sehen sind die Forstwarte, wie sie damals genannt wurden, des Forstamtes Löffingen. Das Amt war am 1. Oktober 1905 durch das großherzogliche badische Staatsministerium geschaffen worden. Ihm gehörten die Gemeinden Löffingen, Bachheim, Göschweiler, Seppenhofen, Reiselfingen, Dittishausen, Unadingen, Rötenbach und Bubenbach. 

Wahrscheinlich wurde hier ein Schießen auf die Ehrenscheibe veranstaltet, da einige mit Gewehr ausgestattet sind. Die Ehrenscheibe mit Hirsch, die im Vordergrund zu sehen ist, ist auch durchlöchert.

  1. Reihe, knieend, v.l.n.r.: Franz Rappenegger (Forstwart von Löffingen) und Eugen Maier (Forstwart von Dittishausen).
  2. Reihe, stehend, v.l.n.r.: ???

Standort des Fotografen: ???

Kaminfeger auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1924

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Elisabeth Rosenstiel zur Verfügung.

Acht Paare haben sich auf dem oberen Rathausplatz versammelt, die identisch gekleidet sind: Die Männer sind als Schornsteinfeger verkleidet, die Frauen an ihrer Seite tragen Kleider und halten einen Kaminbesen in ihren Händen.

Der Platz selbst ist verschneit. Im Hintergrund sind die Gasthäuser »zum Löwen« (Rathausplatz 11) und »zum Ochsen« (Rathausplatz 12) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883922, 8.344824

3 Fotos: Lehrerkollegium auf dem unteren Rathausplatz, Fasnacht 1971

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nicht nur die Schüler*innen werden bei der Schülerbefreiung am »Schmutzigen Dunschdig« befreit, um sich an der Straßenfasnacht beteiligen zu können. Auch die Lehrer*innen werden losgelassen und strömen in das Städtchen. Auf dem unteren Rathausplatz versammeln sie sich zu einem Gruppenfoto.

Im Hintergrund sind das Mailänder Tor und daneben eine Baulücke zu sehen: Die Brandruine des Hauses von Mechanikermeister Müller (Demetriusstr. 13) ist abgetragen. An seiner Stelle wird bald ein Neubau der Sparkasse entstehen. Daneben stehen wie eh und je das Haus Egle (Demetriusstr. 14) und die Metzgerei Butsch (Demetriusstr. 15).

V.l.n.r.: Günter Leber, Josef Rohrwasser, Marianne Glaser, Maria Oser, Karl Hauger, Werner Waßmer, Hannelore Cremer, Maria Waßmer, Helene Waßmer, Ursula Krusekamp, Gundula Hoede, Gudrun Ewert, Siegfried Ewert, Hedy Staub, Theo Herbstritt, Willibald Petelka

Standort des Fotografen: 47.883787, 8.343915

Kinder vor einem »Indianer«-Wigwam in der Bittenwiese, 1958

Diese Fotos stellte uns dankenwerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die närrische Zeit geht zu Ende. Einige Kinder, darunter »Indianer« und »Cowboys« stehen stolz  vor ihrem Wigwam in der Bittenwiese. Dazu haben sie bei den Landwirten mit einem Ziehwägelchen Stroh eingesammelt und dann mit  Stroh und Holz eine Hütte aufgetürmt.

Bei den beiden Kindern mit Cowboyhut handelt es sich um Rosemarie Hauser und Walter Hauser. Mit auf dem Bild sind außerdem Joachim Rogg und Rudi Laufer sowie Eberhard Müller.

Die Tradition bricht in den 1960er Jahren ab, als die Bauern kein loses Stroh mehr haben – weil dieses nun in Ballen eingelagert wird. Im Hintergrund sind die Häuser der Bittengasse und der neu erbaute Bauhof zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.882590, 8.346023

Familie Brugger vor ihrem Haus in der Maienlandstraße, ca. 1928-1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

Familie Brugger sitzt vor ihrem Haus im Maienland auf einem Bänkchen. Karl Brugger (1890-1947) hatte das Haus 1917 gekauft. Er ist Schreiner von Beruf und verdient sich ein Zubrot als Rechner des Elektrizitätswerkes. Auf dem Foto trägt er seine Schreinerschürze. Zweimal ist er verheiratet, doch beide Ehefrauen sterben bereits in jungen Jahren. Die erste Ehefrau Karolina Brugger geb. Burkard (1890-1923) starb im Alter von 32 Jahren. 1924 heiratete der Witwer daraufhin Maria Brugger geb. Mayer (1890-1935), die auf dem Foto links zu sehen ist.

Zwischen dem Ehepaar sitzen die beiden Töchter aus der ersten Ehe: Martha Brugger (verh. Trenkle, 1919-2013), die später das Elternhaus übernehmen wird, und Gertrud Brugger (verh. Heitzmann, 1921-2006), die später im Haus gegenüber wohnen wird. Der Junge im Bildvordergrund ist unbekannt. Er trägt ein Matrosenhemd und hält ein großes Kuscheltier im Arm.

Standort des Fotografen: 47.885894, 8.341759

Taufe eines Segelflugzeuges vor der Festhalle, 16. Oktober 1981

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Anlässlich des 20. Gründungsjubiläums der Segelfluggruppe Reiselfingen wird ein Segelflugzeug des Modells Astir CS auf den Namen »Löffingen« getauft. Man versammelt sich vor der Festhalle. Mit dabei ist Bürgermeister Dieter Mellert und seine Frau. Mit Sekt wird auf den Täufling angestoßen. 

Standort des Fotografen: 47.883025, 8.347733