Kandidaten der FDP/FW für die Gemeinderatswahl vor der Festhalle, 1975

Dieses Foto stellte und dankenswerterweise Vera Hepting zur Verfügung.

Bald finden Kommunalwahlen statt, die ersten Wahlen seit der Gemeindereform und der Eingemeindung der anderen Ortsteile. Für den Ortsteil Löffingen schickt die FDP zusammen mit den Freien Wählern (FW) neun Gemeinderatskandidat*innen ins Rennen. Am 26. März 1975 stellen sie sich bei einem Fototermin vor der Festhalle der Öffentlichkeit vor.

1.Reihe, v.l.n.r.: Gudrun Ewert, Peter Diehr (1935-2005), Oswald Laufer, Karl Bächle
2.Reihe, v.l.n.r.: Theo Walz (1927-2015), Bernhard Adrion, Martin Mayer (1922-2008), Johann Fehrenbach (1922-2020), Erich Adrion (1926-2001)

Standort des Fotografen: 47.883018, 8.347621

2 Fotos: Sitzungssaal im Rathaus mit Wandgemälde, 2009

Sammlung Familie Waßmer

Der Sitzungssaal des Gemeinderates im Rathaus präsentiert sich rund 50 Jahre lang mit dieser Innengestaltung, die aus den 1960er Jahren stammt. Neben der bleiverglasten Eingangstür ist ein Wandgemälde zu sehen. Es erinnert an die jahrhundertelange Tradition Löffingens als »Kornmarkt der Baar«. Schließlich diente das 1832 erbaute Rathaus viele Jahre auch als Kaufhaus mit Markthalle. Das Gemälde zeigt das Rathaus mit dem Rathausbrunnen davor, daneben das 1973 abgerissene Gasthaus »Sonne« und ein Pferdefuhrwerk.

In den Jahren 2016-2018 wird das Rathausgebäude durch das Architekturbüro Gäbele & Raufer grundlegend saniert. Dabei wird auch der Ratssaal in den ehemaligen Kornspeicher im Dachgeschoss verlegt, wo der Gemeinderat fortan in repräsentativen Räumlichkeiten tagt.

Standort des Fotografen: 47.883850, 8.344208

Sitzungsaal im Rathaus, 2009

Sammlung Familie Waßmer

Bis zur grundlegenden Sanierung des Rathausgebäudes in den Jahren 2016-2018 und der Verlegung des Ratssaales in den ehemaligen Kornspeicher im Dachgeschoss, tagt der Gemeinderat in diesem Sitzungssaal. Die Innengestaltung (Kronleuchter und Wandverkleidung) stammt aus den 1960er Jahren. Eng geht es in dem Saal zu, wenn die 25 Mitglieder zusammen kommen. Für Besucher*innen der öffentlichen Sitzungen ist kaum Platz vorgesehen.

Der Saale, wie er auf dem Foto zu sehen ist, ist für eine Trauung hergerichtet. Denn der Sitzungssaal dient zugleich als Trauzimmer. Das Mobiliar wurde um das Jahr 2000 angeschafft. Die dekorative Wanduhr im Hintergrund hing ursprünglich im Grundbuchamt und fand dann im Sitzungssaal ein neues Zuhause.

Standort des Fotografen: 47.883850, 8.344208

Gemeindediener Karl Maier, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.

Als es noch kein gedrucktes »Mitteilungsblatt« gibt, werden die Einwohner noch mündlich über Beschlüsse des Gemeinderats und anstehende Termine informiert: Dafür verantwortlich ist Karl Maier (?-?), genannt »Kuli Maier«. Der Landwirt, der in der Kirchstraße wohnt, ist als Ratsdiener im Einsatz. In seiner rechten Hand hält er ein Büchlein, in dem die Bekanntmachungen notiert sind, in seiner linken eine Glocke. Sie bringt ihm auch die Bezeichnung »Ausscheller« ein. Damit zieht er durch das Städtchen und verkündete an verschiedenen Straßenecken, wie hier vermutlich in der Rötengasse, seine Neuigkeiten.

Standort des Fotografen: 47.885305, 8.342761

1. Mai-Streich am Rathaus, 2004

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gerhard Pfeifer zur Verfügung.

Vorhang auf! Das Rathaus hat sich über Nacht in ein Theater verwandelt. Am Eingang der Stadtverwaltung, durch den Bürgermeister Dr. Frank Schmitt (1963-2005) und die Gemeinderäte hindurchgehen, ist ein Vorhang angebracht. Daneben ist mit großen Buchstaben angeschlagen, was im »Statt-dheater« dargeboten wird. »Gespielt wir ein Drama in X Akten«. Die Vorstellung findet statt am Dienstag, 4. Mai oder jeden Donnerstag, wenn der Gemeinderat traditionell tagt. Zu den Mitwirkenden zählen allen voran Bürgermeister Dr. Schmitt als »Souffleur« und Alt-Bürgermeister Dr. Dieter Mellert (1942-2019) in der »Regie«.

Der 1. Mai-Streich spielt auf die Querelen zwischen Bürgermeister Schmitt und dem Gemeinderat an. Alt-Bürgermeister Dr. Mellert, der bei der Wahl 1999 nach 24 Amtsjahren gegen seinen Herausforderer verlor, kandidierte nach seiner Niederlage für den Gemeinderat und gehört ihm drei Legislaturperioden bis 2014 an. Nach Meinung des Witzbolds, der den Mai-Streich verübte, gibt er wohl immer noch den Ton in der Gemeindepolitik an, während der eigentliche Bürgermeister nur als »Souffleur« fungiert.

Der gebürtig aus Schwenningen stammende Dr. Frank Schmitt wird 1999 zum Bürgermeister gewählt. Anlässlich seiner ersten Halbzeit als Bürgermeister 2003 stellt die »Badische Zeitung« in einem Interview fest: »Zumindest Teile des Gemeinderats beäugen sehr argwöhnisch den neuen Bürgermeister, zu Beginn Ihrer Amtszeit kam es immer wieder zu heftigen Disputen in öffentlichen Sitzungen, in nichtöffentlichen soll es manchmal noch heftiger zur Sache gegangen sein.« Bürgermeister Schmitt stirbt 2005 nach schwerer Krankheit.

Standort des Fotografen: 47.883744, 8.344350

Wahlkampf zur Gemeinderatswahl, 1957

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Über die Straße beim Rathaus ist ein Seil gespannt, an das Wahlaufrufe verschiedener Kandidaten geheftet sind. Die Gemeindesratswahl steht kurz bevor und der Wahlkampf ist in die heiße Phase getreten. Mit kurzen knappen Slogans werben die Kandidaten für ihre Wahl: »Endlich Industrie: Paul Bugger«, »???: Eugen Hepting«, »So muß es sein: W. Maier«, »Beruf und Scholle: Eugen Fehrenbach«, »Ohne Knechtschaft«, »in der Zukunft!« und »Jetzt!! oder? Nie!« 

Im Hintergrund ist das Gasthaus »zum Ochsen« (Rathausplatz 12) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884006, 8.344534

Wahlkampf zur Gemeinderatswahl, 1957

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Wahlkampf zur Gemeinderatswahl ist in die heiße Phase getreten. Über die Straße beim Rathaus ist ein Seil gespannt, an das Wahlaufrufe verschiedener Kandidaten geheftet sind. Mit kurzen knappen Slogans werben sie für ihre Wahl: »Ohne Bosheit: ???«, »Der rechte Mann am rechten Platz: ??? Heiler«, »Schluß mit Benitz: Alfred Egle«, »Für Fortschritt: Ed. Laufer«, »Wählt recht nach Bürgerrecht: ???«, »In der Heimat«, »Mit voller Fahrt voraus«, »Strebe zum Ganzen«, »Jetzt oder nie«; »Immer aktiv: August Fehrenbach«, »In dieser Zeit«, »Wacht endlich auf: Paul Bugger« und »Dann kommt ihr zum Zug!«

Standort des Fotografen: 47.884006, 8.344534

Gemeinderäte und Ortschaftsräte, 1989

Sammlung Familie Waßmer

Die Legislaturperiode 1984-1989 ist zu Ende. Nach den Gemeinderatswahlen werden einige Gemeinderäte und Ortschaftsräte aus ihrem Amt scheiden. Sie werden in der letzten Sitzung von Bürgermeister Dr. Dieter Mellert verabschiedet, der sich für ihr ehrenamtliches Engagement bedankt. Ein letztes Mal versammeln sich die Gemeinderäte und Ortschaftsräte zu einem Gruppenfoto – nicht etwa im Sitzungssaal im Rathaus, sondern im Saal des neu erbauten und im April 1989 eröffneten Kultur- und Fremdenverkehrszentrums. 29 Personen sind auf dem Gruppenfoto zu sehen, davon nur drei Frauen (d.h. nur 10%), die in der ersten Reihe Platz genommen haben. Kommunalpolitik 1989 ist offensichtlich noch eine Männerdomäne.

1.Reihe, v.l.n.r.:  Norbert Brugger, Georg Rieple (Ortsvorsteher von Dittishausen), Helga Beck, Erika Ketterer, Elvira Fischer geb. Egle (1925-2020), Ekkehard Marx, Franz-Josef Mayer, Hugo Ketterer (Ortsvorsteher von Unadingen).

2. Reihe, v.l.n.r.: Hubert Katla, Gerhard Raufer, Klaus Wider, Georg Mayer, Ernst Wider, Josef Hoitz, Eugen Doser, Josef Bayer, Theo Walz, Bruno Kramer, Bernhard Blatter (Ortsvorsteher von Göschweiler), Bürgermeister Dr. Dieter Mellert, Hugo Mayer (Ortsvorsteher von Bachheim).

3. Reihe, v.l.n.r: Hans Frei, Berthold Meister, Dieter Vierlinger, Uli Reichenbach, Werner Waßmer, Fritz Isele, Herbert Wiggert, Emil Frei (Ortsvorsteher von Reiselfingen).

Standort des Fotografen: 47.884060, 8.345621

Fronleichnamsprozession in der Maienlandstraße, 14. Juni 1990

Sammlung Familie Waßmer

Bei strahlendem Sonnenschein zieht die Fronleichnamsprozession durch die Maienlandstraße und biegt in die Rötengasse ein. Hinter den Ministranten schreitet der Priester mit der Monstranz und dem Allerheiligsten. In diesem Jahr ist es nicht Stadtpfarrer Hermann Litterst (1929-2013), sondern Stephan Burger (geb. 1962). Er ist wenige Wochen zuvor am 20. Mai 1990 im Freiburger Münster zum Priester geweiht worden und hat anschließend seine Heimatprimiz in Löffingen gefeiert. Vier uniformierte Feuerwehrmänner geben mit gezücktem Schwert ein Ehrengeleit. Im Prozessionszug folgen Bürgermeister Dr. Dieter Mellert (1941-2019) und die Damen und Herren Gemeinderäte.

Standort des Fotografen: 47.885417, 8.342689