2 Fotos: Sankt Nikolaus beim Turnernachwuchs in der Sporthalle, Dezember 1974

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der heilige Nikolaus ist nach Löffingen gekommen, um die kleinen Turner*innen des Turnerbundes zu überraschen. Begleitet wird er nicht etwa vom Knecht Ruprecht, sondern vom Vereinsvorsitzenden Karl Guth. Er ist dabei, als der Nikolaus den Kindern seine Gaben überreicht. Geduldig warten sie in einer langen Schlange, bis sie an der Reihe sind.

Zu sehen sind u.a. Dietmar Vogt, Birgit Knöpfle (geb. 1969), Heike Bölle (geb. 1969) und Jeanette Heizmann (geb. 1969) zu sehen.

Die Fotos werden in der neu erbauten Sporthalle aufgenommen.

Standort des Fotografen: 47.883605, 8.346982

8 Fotos: Sommerfest im Kindergarten in der Bahnhofstraße, 1974

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eigentlich sollte der alte Kindergartens in der Bahnhofstraße längst geschlossen sein. Denn 1965 öffnete der neu gebaute Kindergarten im Schulweg seine Pforten. Aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge wurde der alte, 1908 eingeweihte Kindergarten am 1. September 1967 wieder vorläufig in Betrieb genommen. Besucht wird er vor allem von Kindern aus Stettholz, dem Maienland, der Hohlgasse und der Bahnhofstraße, aber auch aus Dittishausen, wo erst 1974 ein eigener Kindergarten eröffnen wird. 1977 wird der alte Kindergarten in der Bahnhofstraße dann schließlich endgültig geschlossen.

Heute wird hier ein Sommerfest veranstaltet. Erzieherin Maria Baumann und die anderen »Kindergartentanten« haben alle Hände voll zu tun. Für Essen und Getränke ist gesorgt. Auf einer langen Tafel wird »Obst und Gemüse« angeboten, aber auch »Fleisch und Wurst«, »Bratwürste« sowie »Bier und Cola«. Darüber hinaus gibt es, wie auf einem richtigen Flohmarkt, »Luftballons«, ausrangiertes Spielzeug, »Blumen«, »Schlankheitspillen« und Secondhand-Kleidung zur Auswahl. Das ganze Sortiment dient offenbar auch als Kulisse für ein kleines Theaterstück, das aufgeführt wird.

Wer erkennt die Kinder? Zu sehen sind u.a. Cordula Heizmann, Karin Fritsche, Rita Maier (Dittishausen, geb. 1968) und Ruth Maier (Dittishausen, geb. 1968), Jürgen Fehrenbach, Daniela Wider, Birgit Merk (Dittishausen) , Matthias van Dungen, Karin Fehrenbach, Martina Knöpfle und Helga Frische.

Standort des Fotografen: 47.885535, 8.341036

Städtlelauf auf dem unteren Rathausplatz, 1974

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Auch in diesem Jahr findet wieder anlässlich vom »Tag des Sports« ein Städtelauf statt. Vorbildlich vom Sportverein organisiert, sind im Städtchen verschiedene Hindernisse aufgebaut, die die antretenden Teams überwinden müssen.

Auf dem unteren Rathausplatz besteht der Parcours aus Wippen, über die – mit Wasser gefüllte – Schubkarren balanciert werden müssen. Befüllt werden sie vermutlich aus dem benachbarten Demetriusbrunnen. Beim Überwinden des Hindernisses soll das Wasser natürlich möglichst im Schubkarren bleiben. Tatsächlich schwappt das Wasser aber Literweise raus, sodass der Untergrund auch immer rutschiger wird und die Aufgabe umso schwieriger zu bewältigen ist.

Bei den Sportlern sind Christian Bayer (303) und Herbert Kienzler (303) sowie Günter Schelb (324) und Karlheinz Keßler (324) zu sehen. Unter den Zuschauern sind ??? Dorer, Hubert Fuß (Reiselfingen), Franz Schweizer, Ruth Wendelgaß (geb. Malenk), Florian Wendelgaß, Manfred Schmid und Walter Zepf zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883778, 8.343889

Konfirmanden mit Pfarrer Waßmer, 1974

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es sind 12 Konfirmand*innen, die heute in der evangelischen Kirche ihre Konfirmation feiern. Sie bekräftigen im Gottesdienst öffentlich ihren Glauben und erneuern damit das Taufversprechen. Sie haben den Segen empfangen und einen Konfirmationsspruch erhalten, der sie durch das weitere Leben begleiten soll. Zusammen mit Pfarrer Dieter Waßmer (1940-2021) lassen sich die Jugendlichen vor dem Altar der Johannes-Kirche fotografieren.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Pfarrer Dieter Waßmer, 2 Christian Drescher, 3 Kurt Dominke, 4 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anette Jabs, 2 [Anne Gothe?], 3 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Anette Zirn, 3 [Marina Letz?], 4 ???, 5 Cornelia Drescher, 6 Pia Walz

Standort des Fotografen: 47.881398, 8.348664

2 Fotos: Närrinnengruppe vor dem Feuerwehrhaus, Fasnacht 1974

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

An der Straßenkreuzung vor dem Feuerwehrhaus wird eine Gruppe Närrinnen fotografiert. Sie sind einheitlich kostümiert: Die meisten tragen zur blauen Jeans ein rotes Oberteil, über das ein weißes T-Shirt gezogen ist. Die T-Shirts sind mit bunten Motiven selbst bemalt – und den Pinsel und die Mischpaletten zum Mischen der Farben halten die Frauen und Kinder in den Händen.

Die Närrinnen gehören zur Gymnastikgruppe des Sportvereins Göschweiler, die von Friedel Bölle geleitet wird. Zu sehen sind u.a. Friedel Bölle, Traudel Raufer, Hedwig Geng, Margot Frey, Paula Albert, Else Bölle, Lina Binder, ??? Körner, Rosel Ganter, Hanni Bölle, Luise Dresel und Helene Hensler. Bei den Kindern handelt es sich u.a. um Tanja Raufer, Volker Bölle, Andrea Bölle, Markus Bölle, Jutta Bölle und Dagmar Bölle.

Im Hintergrund ist der große Hexenwagen zu sehen. Offenbar stellt sich der Umzug im Florianweg auf.

Standort des Fotografen: 47.884639, 8.348028

Tischtennisplatten beim Waldbad, 1974

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Großer Beliebtheit erfreuen sich die Tischtennisplatten, die beim Waldbad aufgestellt sind. Hier sind nicht etwa Jugendspieler des 1959 gegründeten Tischtennisclubs zu sehen, sondern Mitglieder des Jugendrotkreuzes. Offensichtlich wird gerade ein Turnier veranstaltet. Kinder in Badehosen sind wohl vom Waldbad rübergekommen und springen zwischen den Tischtennisplatten herum.

V.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Marietta Wehrle, 5 Eugen Münzer, 6 Pia Walz

Im Hintergrund liegt Alfons Durst im Gras.

Standort des Fotografen: 47.900028, 8.333500

Narrenumzug mit Fahrrad am »scharfen Eck«, Fasnacht 1974

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Ölkrise bescherte den Bundesbürger*innen im November und Dezember 1973 vier autofreie Sonntage. Kein Wunder, dass ein paar Monate später beim Narrenumzug am »Fasnet Mändig« Alternativen zum Autofahren in Szene gesetzt werden, noch dazu, wo das Motto »Närrisch kritisch« heißt.

Auf einem Tandem radeln diese beiden Narren die Umzugsstrecke mit. Eben fahren sie am »scharfen Eck« an der »Shell«-Tankstelle (Alenbergstr. 1) vorüber. Dass der Schnappschuss zufälligerweise gerade hier aufgenommen wird, könnte nicht passender sein, schließlich geht es bei der Ölkrise um die Abhängigkeit der Industriestaaten von fossilen Treibstoffen der erdölexportierenden Ländern (OPEC). Auch die Tankstelle des Mineralölunternehmens »Shell« hat ihre Preise seit dem Ölpreisschock deutlich erhöht.

Standort des Fotografen: 47.884360, 8.345386

Maimarkt auf dem oberen Rathausplatz, 1974

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Von altersher diente der Rathausplatz als Marktplatz. Diese Tradition wird heute nur noch an zwei Terminen im Jahr fortgeführt: mit dem Weihnachtsmarkt in der Adventszeit und dem Maimarkt.

Die Durchfahrt zwischen dem Gasthaus »Löwe« und dem Rohbau der neu erbauten »Volksbank« ist von Verkaufsbuden gesäumt: Hier werden Klamotten zum Verkauf angeboten. Weiter hinten auf dem Rathausplatz befindet sich ein Eisstand und darüber hinaus biete viele andere Händler ihre Waren an. Das Wetter scheint auch mitzuspielen: Laufkundschaft ist jedenfalls vorhanden. Bei den Passanten ist u.a. Albin Zepf (1934-2009) zu erkennen.

Noch befindet sich im Erdgeschoss des Rathauses die »Volksbank«. Wenige Monate später wird sie neue Räumlichkeiten im neu erbauten Geschäftshaus (Rathausplatz 10) beziehen.

Standort des Fotografen: 47.883700, 8.345044

Umzugswagen »Müllabfuhr« in der Maienlandstraße, Fasnacht 1974

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Närrisch kritisch« lautet das diesjährige Fasnachtsmotto. Welche Kritik diese Narrengruppe wohl an der »Städtischen Müllabfuhr« übt, dass sie ihren Umzugswagen so betitelt?

Der Umzug zieht durch die Maienlandstraße in Richtung Mailänder Tor und kommt gerade am Haus Honold (Maienlandstr. 2) vorbei. Auf dem Wagen der »Müllabfuhr« sind u.a. Waltraud Egle, Rene D. Egle, Hilda Köpfler (geb. Leithold) und Anni Hauger zu sehen. Hinter dem Wagen folgt die Trachtenkapelle Göschweiler. Zu erkennen sind: Joachim Frey, Helmut Agostini, Oswald Hasenfratz, Josef Wehrle und Johann Kessler.

Standort des Fotografen: 47.884280, 8.343478

»Narrensamen« der Laternenbrüder beim Umzug, Fasnacht 1974

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Beim Narrenumzug am »Fasnet Mändig« fährt der »Fässlewagen« der »Laternenbrüder« durch die Obere Hauptstraße – gerade am »Küferstüble« (Obere Hauptstr. 5) vorüber. Acht »Laternenbrüder« sitzen darauf. Aber Moment mal? Wo ist denn der Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz, der seit 1972 amtiert? Und auch sonst sehen die Mitglieder des Narrenrates so verändert und verdammt jung aus! Es ist der Nachwuchs der »Laternenbrüder«, der auf dem eigenen, kleinen »Fässlewagen« mitfährt.

V.l.n.r.: 1 Michael Meßmer, 2 Bernd Wider, 3 Christian Sibold, 4 ??? (Gesicht verdeckt), 5 ??? (Gesicht verdeckt), 6 ??? (Gesicht verdeckt), 7 Jörg Wider, 8 Birgit Sibold

Vor der Tür des »Küferstüble« ist die Wirtin Traudel Jordan zu sehen. Daneben steht u.a. Leopold Strobel.

Standort des Fotografen: 47.884479, 8.345895

Einrichtung des Sprachlabors in der Realschule, September 1974

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Ein Techniker der Firma Studer-Revox ist dabei, in der neu erbauten Realschule ein Sprachlabor einzurichten. Es verfügt über 36 Plätze für Schüler*innen und einen Platz für die Lehrkraft. An jedem Platz gibt es eine HSA-Anlage (HSA steht für Hören, Sprechen, Aufnehmen) mit Tonbandgerät. Der Techniker ist eventuell Hugo Dörflinger.

In einem Artikel in der Lokalzeitung werden die Vorzüge der modernen Technik angepriesen und die Bedienung des Sprachlabors ausführlich geschildert: »Ein Lehrer bringt (neben seinen üblichen Unterlagen) ein Tonband mit zum Unterricht. Er legt das Band in sein Tonbandgerät ein, drückt eine Taste, alle (nicht direkt zugänglichen) Schüler-Tonbandgeräte laufen zum Bandanfang. Dem Lehrer wird diese Position signalisiert. Mit einem ‘Schlüssel-Druck’ überspielt er das Programm auf seinem Band automatisch an alle (oder einzelne) Schüler. Während des Überspielvorganges kann er sich über Mikrofon und Kopfhörer mit den Schülern unterhalten. Ist die Überspielung beendet, können die Schüler individuell arbeiten: Hören, Nachsprechen, Antworten. Auch ist es dem Schüler möglich, sein eigenes Sprechen auf dem Tonband aufzunehmen und es beim Abhören zu kontrollieren. Tippt der Lehrer eine Einzel-Schülertaste an, so hört er ‘diskret’ (ohne dass der Schüler es bemerken kann) die Schülerarbeit mit; zugleich kann er die Funktion des Schüler-Tonbandgerätes überwachen.«

Standort des Fotografen: 47.883920, 8.347945

Postamt am oberen Rathausplatz, 1974

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Das Postamt am oberen Rathausplatz ist wirklich ein richtiges Amt. Denn die Deutsche Bundespost ist ein staatseigener Betrieb der Bundesrepublik Deutschland. Das Amtsschild mit dem Bundesadler ist an der Hausecke über dem Briefkasten und dem Briefmarkenautomaten angebracht. Darüber hängt ein – bereits von weitem lesbares – Schild: »POST«. Rechts um die Ecke befindet sich ein Telefonhäuschen mit öffentlichem Münzfernsprecher. Das Häuschen entspricht dem 1953 eingeführten Typ FeH53 oder dem Nachfolgemodell FeH/TelH55.

Dahinter steht eine Litfaßsäule, die von Werbung für die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei gekrönt wird. Darunter ist ein Werbeplakt der Zigarettenmarke »Camel« plakatiert. Der Werbeslogan lautet:  »Ich geh’ meilenweit für Camel Filter«. Im darauffolgenden Jahr wird die Werbung für Zigaretten im Fernsehen und Radio übrigens bundesweit verboten. Das Verbot von Außenwerbung folgt erst 2022.

1980 endet die Geschichte des Postamtes am oberen Rathausplatz. Denn am 6. September 1980 wird das neu erbaute Postamt in der Bittengasse eingeweiht. Nach dem Wegzug der Post eröffnen Bruno und Lisbeth Laule in den bisherigen Räumlichkeiten am oberen Rathausplatz ein Sportgeschäft.

Standort des Fotografen: 47.884154, 8.345121