Hochzeitsgesellschaft Meßmer / Kaier, 22. November 1927

Fotograf: Leo Molitor, Neustadt | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Heute wird im Gasthaus »Linde« Hochzeit gefeiert – und diesmal ist der Wirt selbst der Bräutigam. Ernst Meßmer jr. (1897-1950), Sohn der Wirtsleute Ernst Meßmer sen. (1869-1943) und Josephine Meßmer (geb. Benitz, 1867-1932), heiratet Paula Kaier (1903-1984). Für das Erinnerungsfoto versammelt sich die Hochzeitsgesellschaft auf dem heutigen »Linden«-Parkplatz.

Braut und Bräutigam stehen in der Mitte der großen Gruppe. Die Braut trägt ein helles Brautkleid mit Schleier und hält einen üppigen Blumenstrauß in den Händen. Der Bräutigam ist in einen dunklen Anzug gekleidet. Um sie herum haben sich Angehörige beider Familien aufgestellt. Unter den Gästen befindet sich auch Stadtpfarrer Josef Schlitter (1877-1942), der das Paar in der Pfarrkirche getraut hat. Zwei weitere Geistliche sind ebenfalls auf dem Foto zu sehen. Ihre Anwesenheit verweist auf die enge Bindung der Familie Meßmer an die katholische Kirche und das katholische Milieu.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 »Linden«-Wirt Ernst Meßmer sen. (1869-1943), 4 ???, 5 ???, 6 »Linden«-Wirtin Josephine Meßmer (geb. Benitz. 1867-1932), 7 Stadtpfarrer Josef Schlitter (1877-1942), 8 ???, 9 ???, 10 Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 Braut Paula Meßmer (geb. Kaier, 1903-1984), 5 Bräutigam Ernst Meßmer jr. (1897-1950), 6 Joseph Benitz (1897-1981), 7 Hedwig Benitz (geb. Steidlinger, 1900-1995), 8 ???, 9 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Vikar ???, 2 Vikar ???, 3 ???, 4 Paul Benitz (1899-1979), 5 ???, 6 Albert Benitz (1905-1996), 7 ???, 8 ???, 9 Franz Benitz (1908-1944), 10 ???

Standort des Fotografen: 47.884299, 8.346942

4 Fotos: Abholung von Primizant Franz Benitz am Bahnhof, 6. April 1935

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Feierlich zieht eine große Prozession vom Bahnhof in Richtung Städtchen. Vorneweg gehen die Ministranten in ihren weißen Chorhemden, dahinter folgt eine Gruppe von Geistlichen. In ihrer Mitte steht derjenige, dem an diesem Tag die besondere Aufmerksamkeit gilt: Franz Benitz (1908-1944) in schwarzer Soutane. Am Vorabend seiner Heimatprimiz wird der Neupriester am Bahnhof abgeholt und von Familie, Geistlichkeit und Gemeinde zu einer Andacht in der katholische Pfarrkirche St. Michael begleitet.

Zahlreiche Löffinger*innen säumen die Bahnhofstraße. Auch aus den geöffneten Fenstern des »neuen Benzbaus« (Ringstr. 8) verfolgen Bewohner*innen den vorbeiziehenden Zug. Die Angehörigen der Familie Benitz haben sich festlich gekleidet.

Frühlingshaft ist das Wetter an diesem Apriltag allerdings nicht. Die Bäume sind noch kahl, auf der Straße liegt Schneematsch. Festtagskleidung, Chorhemden und Soutanen treffen auf nasses, kaltes Aprilwetter. Dennoch haben sich viele Menschen eingefunden, denn eine Primiz ist für eine katholisch geprägte Gemeinde ein besonderes Ereignis – auch in der NS-Zeit.

Franz Benitz wurde am 31. März 1935 durch den Freiburger Erzbischof Conrad Gröber zum Priester geweiht. Am 7. April feiert er in seiner Heimatgemeinde Löffingen seine erste Messe. Geboren wurde er am 2. April 1908 als Sohn des Weinhändlers Joseph Benitz und dessen Ehefrau Anna Benitz (geb. Glunk). Er wuchs in einer tief im katholischen Milieu verwurzelten Familie auf. Nach der Priesterweihe wirkt er als Vikar in Sinzheim bei Rastatt, Weingarten bei Karlsruhe, Schwetzingen und Mannheim. Am 5. Dezember 1940 wird Franz Benitz zur Wehrmacht eingezogen und verbringt als Sanitäts-Obergefreiter rund drei Jahre an der Ostfront in der Sowjetunion. Dort erkrankt er an Fleckfieber. Während eines Heimaturlaubs in Löffingen bricht die Krankheit aus. Er wird in das Lazarett nach Donaueschingen gebracht, wo er am 30. März 1944 stirbt – nur wenige Tage vor seinem 36. Geburtstag. Beigesetzt wird er auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde.

Bei den Familienangehörigen sind Joseph Benitz (1897-1981), Hedwig Benitz (geb. Steidlinger, 1900-1995), Paul Benitz (1899-1979) und Albert Benitz (1905-1996) zu erkennen.

Unter den Zuschauer*innen am Straßenrand stehen u.a. Hilda Schultheiß (verh. Schulz) und Josepha Roth (verh. Rappenegger, 1915-1993).

Standort des Fotografen: 47.883737, 8.342193

Haus Benitz in der Alenbergstraße, ca. 1923-1927

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Noch ist das Wohn- und Geschäftshaus Benitz (Alenbergstr. 7/9) ein Neubau. Nach dem verheerenden Großbrand vom 28. Juli 1921, bei dem Familie Benitz gleich drei Häuser verliert, entsteht das stattliche Doppelhaus nach Plänen der Wiederaufbaukommission unter Leitung des Freiburger Architekten Carl Anton Meckel (1875-1938). Anfang 1923 werden die Wohn- und Geschäftsräume nach und nach bezogen.

Das Gebäude überragt die benachbarten Häuser der Alenbergstraße deutlich. Für den Fotografen ist die Familie auf beide Balkone getreten. Unten stehen mehrere Angehörige um Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959), oben haben die beiden erwachsenen Söhne Joseph Benitz und Paul Benitz Platz genommen. So wird aus der Aufnahme zugleich ein Familienfoto und ein stolzes Bild des gerade erst wiederaufgebauten Hauses.

Unterer Balkon, v.l.n.r.: 1 Albert Benitz (1905-1996), 2 ???, 3 Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959), 4 ???
Oberes Balkon, v.l.n.r.:
1 Joseph Benitz (1897-1981), 2 Paul Benitz (1899-1979)

Besonders interessant ist eine handschriftliche Ergänzung auf dem Abzug. Quer über die Fassade steht in blauer Schrift: »Weinkellerei – Joseph Hogg – Branntweine«. Offenbar dient das Foto als eine Art Entwurf: Familie Benitz plant, mit einer großen Werbeschrift auf die im Haus betriebene Weinhandlung aufmerksam zu machen. Noch existiert die Beschriftung nur auf dem Foto – auf Aufnahmen von 1927 ist sie dann tatsächlich an der Fassade angebracht.

Standort des Fotografen: 47.885040, 8.344570

Narrengruppe »Eintracht«, Fasnacht 1933

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Fast wie eine kleine Theaterszene wirkt das Gruppenfoto. Vier Personen haben an einem mit weiß karierter Decke gedeckten Tisch Platz genommen. Im Mittelpunkt sitzen eine Frau und ein Mann, beide umfassen ihre Weinkrüge und blicken einander tief in die Augen. Links lehnt sich ein Mann mit Melone und kleinem Schnurrbart ins Bild – seine Aufmachung erinnert unverkennbar an Charlie Chaplin. Rechts sorgt ein Akkordeonspieler für die passende musikalische Begleitung.

Hinter der Tischgesellschaft stehen sechs weitere Männer. Mit Hüten, ungewöhnlichen Kleidungsstücken, geschminkten Gesichtern und angeklebten Nasen haben auch sie sich für die Fasnacht herausgeputzt. Die ganze Szene ist sorgfältig arrangiert. Vielleicht posieren die Beteiligten nur für das Foto, vielleicht führen sie aber auch einen kleinen Sketch auf, bei dem die beiden Trinkenden am Tisch die Hauptrollen spielen.

Wo die Aufnahme entsteht, ist nicht bekannt. Die gemusterte Tapete und die Bilder an der Wand könnten zu einer Wirtsstube ebenso gehören wie zu einem privaten Wohn- oder Geschäftsraum. Denkbar wäre beispielsweise auch die Weinhandlung Hogg – belegen lässt sich das bislang jedoch nicht.

Rätsel gibt außerdem die rückseitige Beschriftung »Eintracht Löffingen« auf. Sind die Männer Mitglieder des Männergesangvereins »Eintracht«, die gemeinsam Fasnacht feiern? Dann stellt sich die Frage, welche Rolle die einzige Frau in der Runde spielt. Oder bezeichnet »Eintracht« gar nicht den Verein, sondern lediglich die närrische Gemeinschaft auf dem Foto? Geradezu einträchtig sitzen und stehen sie jedenfalls beisammen.

Wer erkennt die Personen – und weiß vielleicht, wo diese Fasnachtsszene aufgenommen wird und was es mit der Beschriftung »Eintracht« auf sich hat?

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Paul Benitz (1899-1979), 4 [Albert Benitz?]
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???

Standort des Fotografen: ???

Familie Benitz vor ihrem Haus, April 1935

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Familie Benitz hat sich vor ihrem Haus in der Alenbergstraße zum Gruppenfoto versammelt. Im Mittelpunkt sitzt Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959), umgeben von ihren Kindern, Schwiegertöchtern und Enkelkindern. Die Haustür hinter ihnen ist mit Reisiggirlanden und weißen Papierblumen geschmückt, zwei Tännchen rahmen den Eingang ein. Der Anlass ist ein besonderer: Franz Benitz (1908-1944), rechts in der hinteren Reihe, feiert seine Heimatprimiz. Am 31. März 1935 wurde der 27-Jährige durch den Freiburger Erzbischof Conrad Gröber zum Priester geweiht. Eine Woche später, am 7. April, zelebriert er in seiner Heimatgemeinde Löffingen erstmals die Messe. Familie und katholische Kirchengemeinde feiern den Neupriester, und auch das Elternhaus wird für diesen Tag festlich geschmückt.

Für Anna Benitz ist es ein Familienfest nach Jahren, in denen sie bereits schwere Schicksalsschläge hinnehmen musste. Seit 1919 ist sie Witwe. Mit ihrem Mann, dem Weinhändler Joseph Benitz (1859-1919), hatte sie sieben Kinder. Zwei von ihnen leben 1935 nicht mehr: Friedrich Benitz (1902-1908) starb bereits als Kind, die Tochter Anna (1896-1922) im Alter von 26 Jahren. Beim Großbrand von 1921 traf es die Familie besonders hart: Gleich vier ihrer Häuser wurden zerstört. Das Wohn- und Geschäftshaus in der Alenbergstraße, vor dem die Familie sich nun versammelt, entstand beim anschließenden Wiederaufbau.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Joseph Benitz (1928-2012), 2 Hedwig Benitz (geb. Steidlinger, 1900-1995), 3 Elisabeth Benitz (verh. Burger, 1930-2019), 4 Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959), 5 Josefine Benitz (geb. Klaus, 1903-1991), 6 Anna Maria Benitz (1934-2021), 7 Maria Benitz (verh. Wiedemann, 1911-?)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Joseph Benitz (1897-1981), 2 Albert Benitz (1905-1996), 3 Paul Benitz (1899-1979), 4 Franz Benitz (1908-1944)

Franz Benitz ist der einzige der Söhne, der Priester wird, doch die gesamte Familie ist sehr religiös und tief im katholischen Milieu verwurzelt. Familienmitglieder engagieren sich im kirchlichen Leben, etwa im Kirchenchor und im Stiftungsrat, und politisch in der Zentrumspartei. Gerade deshalb geraten sie nach der nationalsozialistischen Machtübernahme ins Visier der örtlichen Nationalsozialisten. Joseph Benitz (1897-1981) wurde im August 1933 für zwei Tage in sogenannte »Schutzhaft« genommen – eine willkürliche Inhaftierung, die der Einschüchterung politischer Gegner dient.

Als das Foto aufgenommen wird, ist es noch keine zehn Monate her, dass Stadtpfarrer Guido Andris am 23. Juni 1934 gewaltsam aus Löffingen vertrieben wurde. Joseph Benitz und Albert Benitz gehörten zu den mutigen Männern, die offen gegen das Vorgehen der Nationalsozialisten protestieren. Beide wurden daraufhin verhaftet. Vor diesem Hintergrund ist die Primiz von Franz Benitz im Frühjahr 1935 nicht nur ein Familienfest. Sie ist zugleich ein sichtbares Bekenntnis zum Katholizismus, der vom NS-Regime zunehmend unter Druck gesetzt wird.

Standort des Fotografen: 47.885270, 8.344131

Mitglieder des Roten Kreuzes vor der Volksschule, 1963

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Manfred Lauble zur Verfügung.

Der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes feiert 1963 sein 50-jähriges Gründungsjubiläum. Für die Festschrift muss ein aktuelles Gruppenfoto der Mitglieder her. Vor dem Eingang zur Volksschule lassen sich die Bereitschaftsmitglieder deshalb fotografieren. Im Jubiläumsjahr gehören dem Ortsverein drei Ärzte, 24 aktive Helfer und 16 aktive Helferinnen sowie 92 passive Mitglieder an.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Oskar Lux, 2 Bernhard Studer, 3 Bürgermeister Paul Benitz, 4 Emil Schmid, 5 Werner Lubrich, 6 Hermann Bader, 7 Arzt Dr. med. Hermann Lüdemann-Ravit
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Waltraud Klose, 2 Maria Münzer, 3 Klara Schmid, 4 Gisela Lüdemann, 5 Gertrud Brugger, 6 Ursula Wangler, 7 Walburga Kuttruff, 8 Gertrud Lauble
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Paul Schondorf, 2 Thadäus Winter, 3 Julius Dorer, 4 Ferdinand Hasenfratz, 5 Bernd Studer, 6 Wolfgang Walz
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hans Schwarz, 2 Klaus Becke, 3 Dieter Vierlinger, 4 Anton Schmid, 5 Josef Senn

Standort des Fotografen: 47.882312, 8.347831

Familie Benitz auf einer Treppe, ca. 1930

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Klaus Eggert zur Verfügung.

Familie Benitz hat sich auf vor einem Haus versammelt. Damit alle auf dem Gruppenfoto zu sehen sind, stellt man sich vor und auf der steinernen Außentreppe auf. Die Männer tragen formelle Anzüge, Krawatten und teils Taschenuhren, die Frauen überwiegend dunkle Kleider. Das junge Mädchen im Vordergrund trägt ein Kleid mit einer Blume am Revers. Insgesamt 16 Personen sind zu sehen.

Das Foto wird anlässlich eines besonderen Ereignisses aufgenommen, etwa einer Feier oder eines Familientreffens. Paul Benitz und Josefine Benitz (geb. Klaus), die oben auf der Treppe in der Mitte stehen, heiraten am 8. Juni 1931. Vielleicht entsteht das Bild anlässlich ihrer Verlobung?

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Joseph Benitz (1897-1981), 2 ???, 3 Emma Klaus (verh. Eggert, 1918-1950), 4 ???, 5 ???, 6 Albert Benitz (1905-1996)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959), 3 ???, 4 Maria Benitz (1911-?), 5 Josefine Benitz (geb. Klaus, 1903-1991), 6 Paul Benitz (1899-1979), 7 ???, 8 ???, 9 ???
3.Reihe: 1 ???

Es gibt ein weiteres Foto (ID: 58590): Die Laternenbrüder stehen ca. 1930 auf derselben Treppe.

Standort des Fotografen: ???

2 Fotos: Ehrung beim Schwarzwaldverein, 1974

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

»20 Jahre Schwarzwaldverein« ist auf dem Banner zu lesen, das auf der Festhallenbühne angebracht ist. Das runde Jubiläum wird gefeiert! Gegründet wurde der Ortsverein am 15. Mai 1954. Seinen Mitgliedern wird die Teilnahme an geführten Wanderungen geboten, man pflegt zusammen Wanderwege und verbringt gesellige Stunden miteinander.

Anlässlich des Jubiläums werden einige verdiente Mitglieder geehrt. Darunter auch Oberforstrat Wilhelm Engler, der seit der Gründung 1954 den Ortsverein leitet. Man stellt sich zu einem Gruppenfoto auf.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Bürgermeister Josef Brunner (Seppenhofen), 2 ???, 3 ???, 4 Oberforstrat Wilhelm Engler, 5 Engelbert Straetker (1923-2017)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Paul Benitz, 2 ???, 3 Franz Rappenegger

Im Hintergrund sind einige Musiker der Stadtmusik zu erkennen: Lothar Baader, Franz Benz, Ferdinand Hasenfratz und Lothar Zepf.

Standort des Fotografen: 47.882862, 8.347772

Laternenbrüder auf einer Treppe, Fasnacht ca. 1930

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Hermann Egle und Gaby Vogt zur Verfügung.

In Fuhrmannskitteln und weißen Zipfelmützen lassen sich die »Laternenbrüder« fotografieren. Einige führen eine Laterne als Erkennungszeichen mit sich – und sei es nur in Miniaturgröße. Und eine Tabakpfeife darf offenbar auch nicht fehlen. Joseph Benitz (1897-1981) ist außerdem mit mehreren Militärorden dekoriert.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Joseph Benitz, 2 ???, 3 Julius Limb, 4 Hermann Ganter [oder Engelbert Müller?], 5 Albert Benitz
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Wilhelm Vogt sen., 2 Heinrich Wider, 3 Paul Benitz, 4 ???, 5 Fritz Seilnacht
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ??? (am Fenster)

Das Foto wird vermutlich nicht in Löffingen, sondern auswärts aufgenommen.

Standort des Fotografen: ???

Bürgermeister Benitz vor dem Mailänder Tor, ca. 1951

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Konrad Schlude zur Verfügung.

Welches Fest wohl gerade gefeiert wird? Ist es die Stadterhebung, die im Mai 1951 begangen wird? Anlass ist die Wiederverleihung der Stadtrechte. Am Sonntag, den 27. Mai 1951 versammelt man sich nach dem Festgottesdienst auf dem unteren Rathausplatz zum Totengedenken. Vor dem Mailänder Tor steht eine Schar Kinder und der Spielmannszug der Feuerwehr ist vor dem Nachbarhaus von Karl Müller (Demetriusstr. 13) angetreten. Die Fassade ist mit einer dicken Girlande geschmückt.

Bürgermeister Paul Benitz (1899-1979), der von 1947 bis 1965 amtiert, steht im schwarzen Gehrock auf dem unteren Rathausplatz. Um den Hals trägt er die Amtskette des Bürgermeisters. Er hält offensichtlich gerade eine Ansprache.

Zu sehen sind außerdem Karin Schulz (geb. 1941), Elvira Schultheiß (verh. Laufer, geb. 1942) und Gerda Rappenegger (verh. Fehrenbach, geb. 1943). 

Standort des Fotografen: 47.883966, 8.343892

Familie Benitz beim Autofahren, 1926

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Klaus Eggert zur Verfügung.

Ein Opel mit dem badischen Autokennzeichen »IVB 34412« fährt einen Hang hinunter. Wer am Steuer sitzt, ist auf Anhieb kaum zu erkennen, da die Windschutzscheibe so spiegelt. Auf dem Beifahrersitz jedenfalls sitzt Paul Benitz (1899-1979). Gelenkt wird das Fahrzeug von Josefine Klaus (1903-1991), die er 1931 heiraten wird. Ein Automobil ist Mitte der 1920er Jahre noch ein seltener Anblick in Löffingen! Und eine Frau am Steuer ist noch ungewöhnlicher. Wohin mag die Fahrt gehen? Vielleicht ein Ausflug »ins Blaue«?

Auf dem Rücksitz hocken Pauls Bruder Albert Benitz (1905-1996) und Josefines jüngere Schwester Emma Klaus (1918-1950). Beide lassen sich (Fahrt-)Wind um die Nase wehen.

Standort des Fotografen: ???

4 Fotos: Altennachmittag im Gasthaus »Linde«, ca. 1957/58

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Gesellige Stunden verbringen die älteren Einwohner beim Altennachmittag im Gasthaus »Linde«. Es ist Adventszeit, wie die Tischdekoration, aber vor allem der Christbaum im Herrgottswinkel verraten, und da ist es nicht schön, alleine zu Hause zu sein. Die Stadtgemeinde hat zu dem Beisammensein eingeladen und Bürgermeister Paul Benitz gesellt sich als Jüngster in die Runde der Senioren. Helferinnen vom Roten Kreuz sind mit dabei und unterstützen die betagten Mitbürger*innen.

erstes Foto
V.l.n.r.: 1 ???, 2 Bürgermeister Paul Benitz (1899-1979), 3 ???, 4 Schneidermeister Johann Schmitt (1878-1967) oder Otto Geisinger (1878-1967), 5 Ratschreiber a.D. Wilhelm Krauß (1871-1970)
Im Hintergrund am Nebentisch u.a. Friedrich Weickhardt (1881-1961), Kaufmann Wilhelm Vogt, Veronika Geisinger (geb. Mauthe, 1878-1958), Gertrud Lauble (geb. Wider, in Rot-Kreuz-Uniform)

zweites Foto
V.l.n.r.: ???, ???, Hafnermeister Josef Bader (1880-1959), ???, [Landwirt Severin Kirner (1875-1958)?]

drittes Foto
V.l.n.r.: 1 [Frieda Walz?], 2 Johanna Brugger (1881-1982), 3 Mathilde Brugger (1880-1969), 4 ???
Im Hintergrund am Nebentisch u.a. Lehrerin Waltraud Klose (stehend, in Rot-Kreuz-Uniform), Anna Benitz (geb. Glunk, 1870-1959) oder Luise Berger (geb. Nülling, 1887-1969), Rosa Biedermann (geb. Schilling, 1881-1969)

viertes Foto
V.l.n.r.: 1 ???, 2 [Schuhmachermeister Julius Zürcher (1873-1955)?], 3 ???, 4 ???

Standort des Fotografen: 47.884269, 8.346541