Kommunionkinder des Jahrgangs 1941/42 vor der Festhalle, 1951

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

In diesem Jahr werden die Kommunionkinder nicht wie sonst vor der katholischen Pfarrkirche St. Michael, sondern vor der Festhalle fotografiert. 16 Mädchen und 11 Jungen haben die erste heilige Kommunion empfangen. Traditionell tragen die Mädchen weiße Festkleider, während die Jungen in schwarze Anzüge gekleidet sind. 

Wer weiß, wie die Kommunionkinder heißen?
1.Reihe, v.l.n.r.: Rosemarie Jester (verh. Steurenthaler), Irmgard Bader (verh.Timm), ???, Elvira Schultheiß (verh. Laufer), Gerda Stöhr (1941-2010), Lisa Radke (verh. Schwörer), Helga Reichenbach (verh. Lessle), Brigitte Eggert (verh. Grüninger, aus Seppenhofen)
2.Reihe, v.l.n.r.: Bärbel Dell, ???, ???, ???, ???, Hildegard Meyer (verh. Engeln, aus Seppenhofen), Helga Dorer (verh. Beha)
3.Reihe, v.l.n.r.: ???, Klaus Tschiggfrei, Rudi Jordan, Peter Vierlinger (1942-1990), Hans-Jürgen (Hansi) Schweizer (1941-2021)
4.Reihe, v.l.n.r.: ???, Alexander Nüssle? (1941-2013), ???, Klaus Kuhlmann (geb. 1942), ???, ???

Auf dem Foto zu sehen sind u.a. Dietmar Münzer, Alexander Nüssle (1941-2013)

Standort des Fotografen: 47.882978, 8.347632

Heimatmuseum mit »Allianzwappen« und Truhe, ca. 1935

Verlag A. Rebholz / Stadtarchiv
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Wappen und Gemälde« lautet die Überschrift dieses Ausstellungssegments im 1935 eröffneten Heimatmuseum. Der Titel ist gut lesbar an der Wand angebracht, recht und links davon hängen die Wappen von St. Blasien (ein linksgewendeter, steigender Hirsch) und von Stühlingen (das »Stühlinger Männle« mit Wams, Bart und Kopfbedeckung). Sie erinnern daran, dass einst das Kloster St. Blasien Besitz und Rechtstitel auf der Gemarkung Löffingen besaß und Stühlingen bis 1723 als Residenz der Fürsten zu Fürstenberg fungierte.

In der Mitte der Wand hängt das »Allianzwappen«, das auch am früheren Fürstenbergischen Amtshaus (Rathauspatz 2) über dem Eingangsportal zu sehen ist. Es erinnert an die Hochzeit von Graf Froben Ferdinand zu Fürstenberg (1664-1741) mit Gräfin Maria Theresia Felicitas von Sulz (1671-1743) im Jahre 1690. Links sieht man das Wappen der Füstenberger, rechts das der Grafen von Sulz. Gewidmet ist diese Darstellung dem Grafen Karl Egon Fürst zu Fürstenberg (1665-1702), einem Bruder von Graf Froben Ferdinand zu Fürstenberg, der als kaiserlicher Feldmarschall-Leutnant im Spanischen Erbfolgekrieg am 14. Oktober 1702 in der Schlacht bei Friedlingen fiel. Bis 1702 hatten die beiden Brüder die Herrschaft gemeinsam verwaltet, dann erhielt Karl Egon die Ämter Löffingen und Hüfingen sowie weitere Ländereien als eigenes Herrschaftsgebiet. Vermutlich schuf Gewerbeschullehrer Karl Ehret diese Darstellung des »Allianzwappens«.

Darunter steht eine »Alte Truhe« aus dem Jahr 1795, wie auf das Holz geschrieben und auf dem kleinen Zettel zu entziffern ist, der an ihr angebracht ist. Woher die Truhe stammt, ob aus Löffingen oder einem der umgebenden Dörfer, darüber werden leider keine Angaben gemacht.

Standort des Fotografen: 47.882694, 8.347601

Feuerspritze im Heimatmuseum, ca. 1935

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Jutta Knöpfle zur Verfügung.

Kurz vor der Eröffnung des neu geschaffenen Heimatmuseums im Dezember 1935 wird das größte Exponat der heimatgeschichtlichen Ausstellung professionell fotografiert. Zu sehen ist die Feuerspritze aus dem Jahre 1806, »ein Schmuckstück Löffinger Handwerkskunst«, wie es in der Lokalpresse heißt, in der das Foto auch abgedruckt wird. Die Jahreszahl »1806« ist mit schwarzer Farbe auf die bunt bemalte Spritze geschrieben, hinter der Deichsel stehen die Namen des Malermeisters und der anderen Handwerker, die am Bau der Geräts beteiligt waren. Auffallend ist, wie aufwändig gestaltet die Spritze ist, an den Aufbauten finden sich Schnitzereien und kunstvoll verzierte Verstrebungen. Fotografiert wird die Spritze vor dunklen Tüchern, mit denen die restliche Ausstellung abgehängt ist, damit der Bildhintergrund nicht zu unruhig ist.

Als 1863 die Freiwillige Feuerwehr Löffingen gegründet wurde, erhielt sie diese Feuerspritze – und dazu eine bereits 1786 beschaffte Spritze, eine Spritze mit Windkessel aus dem Jahr 1843 und ein nagelneues Hydrophor. Die neue Feuerwehr verfügte demnach bei ihrer Gründung über vier Feuerlöschgeräte.

Seit 1935 hat die Feuerspritze einen Ehrenplatz im Heimatmuseum, zunächst im Mittelbau zwischen Festhalle und Schule, seit 1989 im neu gebauten Kultur- und Fremdenverkehrszentrum. Nur beim 100-jährigen Jubiläum der Feuerwehr 1963 wird sie für einen kurzen Moment hervorgeholt. Dafür muss sie zerlegt werden, weil sie anders nicht durch die schmale Tür des Museums passt.

Standort des Fotografen: 47.882688, 8.347853

Drei Jungen im Mitteltrakt der Volksschule, ca. 1956

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Oben auf der Galerie zwischen Volksschule und Festhalle haben sich diese drei Jungen aufgestellt. Natürlich stehen sie nicht hinter dem Geländer, sondern davor. Sonst würden ja auch ihre Anzüge nicht zur Geltung kommen. Wer so aus dem Ei gepellt ist, der feiert zweifelsohne einen besonderen Anlass! Die drei werden heute aus der Volksschule entlassen.

V.l.n.r.: Klaus Tschiggfrei, Peter Vierlinger (1942-1990), Hans-Jürgen (Hansi) Schweizer (1941-2021)

Standort des Fotografen: 47.882654, 8.347668

Festhalle und Volksschule, ca. 1951/52

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Auf der Suche nach winterlichen Postkartenmotiven bezieht der Fotograf auch Position in der Seppenhofer Straße beim Krankenhaus (Seppenhofer Str. 7). Sein Blick fällt in Richtung »Hasle«: Schön zu sehen sind die Festhalle, der Mitteltrakt mit dem Heimatmuseum und die Volksschule. Alles ist weiß verschneit. Durch den Holzzaun im Vordergrund wirkt das Foto aber nicht leer. Schneeverwehungen sind an den Holzlatten links zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.881864, 8.344891

2 Fotos: Personengruppe mit Hund vor einem Gartenhaus, ca. 1910-1920

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Auf den ersten Blick ist unklar, wo diese beiden Fotos aufgenommen werden. Zunächst sieht man einen Garten mit Gemüsebeeten und ordentlich geharkten Kieswegen. In einem Rondell steht ein holzverschindeltes Gartenhaus. Davor haben sich zwei Frauen mit drei Kindern und einem Hund niedergelassen, um fotografiert zu werden. Der Kleidung nach zu urteilen, entstehen die Fotos in den 1910er Jahren.

Der Garten wird von einem Staketenzaun begrenzt. Im Hintergrund geht es einen Hang hoch, auf dem ein Wäldchen steht. Von der Form des Geländes her könnte es sich um die »Hasle« handeln, bevor dort 1923 mit dem Bau der Festhalle und der Volksschule begonnen wird. Der Garten befände sich demnach beim heutigen Schulweg. Und tatsächlich ist auf der ersten Luftaufnahme des Städtchens, die aus den Jahren 1925-1928 datiert, ein Gartenhaus in diesem Bereich zu erkennen.

Erkennt jemand die Frauen und Kinder?
V.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.883446, 8.346145

Blick in den Schulweg zur Festhalle und Schule, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Noch ist der Kindergarten im Schulweg nicht gebaut. Zu beiden Seiten des schmalen Weges erstrecken sich Gärten. Am Ende des geht es bergauf zur ab 1923 gebauten Festhalle und Volksschule. Daneben steht die evangelische Kirche, deren Grundstein am 19. Juli 1953 gelegt und am Himmelfahrtstag 1954 eingeweiht wurde.

Im Vordergrund links ist ein Maschendrahtzaun zu sehen. Auf älteren Fotos handelt sich um noch um einen Staketenzaun. In dem Garten steht seit Jahrzehnten ein hölzerner Pavillon.

Standort des Fotografen: 47.883495, 8.345778

Blick von der »Breiten« auf das Städtchen mit Neujahrsgruß, ca. 1927/28

Verlag A. Rebholz / Sammlung Familie Waßmer

»Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel« ist auf diese Ansichtskarte gedruckt, die das Städtchen vom Gewann »Breiten« aus zeigt. Der Sägearbeiter Alois Breimaier schickt die Neujahrsgrüße nach Oggelshausen in Oberschwaben. Da die Briefmarke nicht mehr erhalten ist, ist auch kein Poststempel mehr vorhanden, sodass unklar ist, zu welchem Jahreswechsel Alois Breimaier die Karte versendet.

Ziemlich präzise datieren lässt sich allerdings, wann die Gesamtansicht des Städtchens fotografiert wurde. Ein erster Anhaltspunkt sind die Festhalle und die Volksschule bei der »Hasle«, die sich noch im Rohbau befinden. Noch sind nicht alle Fenster eingesetzt. In der Seppenhofer Straße steht bereits das 1927 erbaute Haus von Blechnermeister Robert Geisinger (Seppenhofer Str. 4), aber das 1929 errichtete Haus »Schönblick« (Stadionstr. 6) ist noch nicht gebaut. Und in der Kirchstraße sind noch Häuser zu erkennen, die bei einem Brand 1929 zerstört werden. Folglich muss das Foto 1927/28 aufgenommen worden sein.

Standort des Fotografen: 47.880780, 8.340002

Blick von der »Breiten« auf das Städtchen, ca. 1949

Verlag A. Rebholz / Stadtarchiv

Das Getreide steht hoch und wartet darauf, bald geerntet zu werden. Noch ist das Gewann »Breiten« nicht bebaut, es gibt noch keine Hebelstraße und keine Conradin-Kreutzer-Straße. Ungehindert wandert der Blick über Felder und Wiesen in Richtung Städtchen.

Die Perspektive des Fotografen ist so gewählt, dass die katholische Pfarrkirche St. Michael im Mittelpunkt des Bildes steht, aber zugleich die Festhalle und Volksschule an der »Hasle« zu sehen sind. Eingerahmt wird die Ansicht durch einen Baum, der an der Göschweiler Straße steht und am rechten Bildrand das Foto begrenzt.

Der Zeitpunkt, wann das Foto aufgenommen wird, lässt sich ziemlich präzise bestimmen. Das Haus von Zahnarzt Paul Gwinner (Seppenhofer Str. 2) wird gerade gebaut. Wir schreiben das Jahr 1949.

Standort des Fotografen: 47.880735, 8.340282

Blick vom Kurpark zum Städtchen, ca. 1940

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Vom Kurpark fällt der Blick über die Alemannenstraße und die Dächer des Städtchens hinweg in Richtung Seppenhofen. In der Bildmitte sind die »Bittenwiesen« zu erkennen, die von der Bahnlinie zerschnitten werden.

Links ist die »Hasle« mit der Festhalle und der 1936 eingeweihten Volksschule zu sehen. Die Außenanlage scheint frisch angelegt. Ein Fahnenmast steht vor dem Schulgebäude. Die 1953 erbaute Evangelische Kirche ist noch nicht erbaut. Im Städtchen sticht das markante Gebäude des Städtischen Krankenhauses (Seppenhofer Str. 7) ins Auge. In der Bonndorfer Straße stehen bereits die beiden Villen (Bonndorfer 7 und 8).

Standort des Fotografen: 47.885338, 8.345666

Blick von der »Breiten« auf das Städtchen, 1936

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Diese Ansichtskarte wird am 2. Mai 1936 auf dem Postamt in Löffingen aufgegeben und nach Badenweiler versandt. Darauf zu sehen ist eine Gesamtansicht des Städtchens, die vom Gewann »Breiten« aus aufgenommen wird.

Der Blick ist so gewählt, dass neben der katholischen Pfarrkirche St. Michael die Festhalle und Volksschule (Festhallenstr. 3-7) gut im Bild zu sehen ist. Denn der Gebäudekomplex an der »Hasle« ist der ganze Stolz der Einwohner, nachdem der 1923 begonnene Bau endlich fertiggestellt ist.

Im Vordergrund sind zwei neu erbaute Häuser in der Bonndorfer Straße zu sehen (Bonndorfer Str. 2 und 3). Die Häuser in der Seppenhofer Straße und im heutigen Pfarrweg sowie die beiden Barockhäuser in der Unteren Hauptstraße sind ebenfalls gut zu erkennen. Die gleichmäßigen Wolken am blauen Himmel sind vom Verlag A. Rebholz in das Bild hineinretuschiert.

Standort des Fotografen: 47.881350, 8.340162

Rohbau der Festhalle und Volksschule, ca. 1933

Universitätsarchiv der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Der Rohbau von Festhalle und Volksschule an der »Hasle« sind fertig, aber noch wartet der Gebäudekomplex auf seine Vollendung. Im August 1923 war mit dem Bau begonnen worden, aber infolge der Inflation war das Geld bald aufgebraucht. Erst 1925 konnte der Rohbau fertiggestellt werden.

Das Foto wird ca. 1933 von der »Bittenwiese« aus aufgenommen, als die Universität Freiburg ein Studentenlager in Löffingen plant und hierfür die Gegebenheiten vor Ort in Augenschein nimmt. Fertiggestellt und eröffnet wird der Bau schließlich erst im August 1936.

Standort des Fotografen: 47.882710, 8.346137