3 Fotos: Schreimaschinenschreiben-AG in der Realschule, 1992

Foto-AG der Realschule

Tipp, tipp, tipp… Richtig, hier erlernen gerade Schülerinnen und Schüler der Realschule in der AG Schreibmaschinenschreiben das Zehnfingersystem und das Schreiben von korrekten Bewerbungsschreiben und Geschäftsbriefen. Die Kurse leitet der Lehrer Arno Gärtner, der durch die Bankreihen geht und den Schüler*innen über die Schulter schaut. Als der Computer wenige Jahre später in der Realschule Einzug hält, endet dieses besondere Lernangebot.

Standort des Fotografen: 47.883776, 8.347773

Gestaltung eines Wandbildes an der Realschule, 1990

Foto-AG der Realschule 

Graue Wände hat die Realschule genug, dachte sich die Schülerin Anne Schweinfurt wohl. Nach ihrer Idee wird die westliche Außenwand neben dem Haupteingang neu gestaltet. Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Rektor Günter Leber und Konrektor Karl Hauger setzen einen Farbakzent. Mit Hilfe eines Projektors werden Schattenrisse von Schüler*innen auf die Wand projiziert, als Skizze festgehalten und dann in verschiedenen Blautönen ausgemalt. Das neue Wandbild ist ein echter Hingucker und Kunst am Bau!

Standort des Fotografen: 47.883811, 8.347323

Im Klassenzimmer der Realschule, 1991

Foto-AG der Realschule

Mitten im Unterricht wird dieser Schnappschuss aufgenommen. Die Lehrerin Helga von Holdt steht vorne am Pult. Die Schülerinnen und Schüler sitzen in einer hufeisenförmigen Anordnung an ihren Tischen. Vor ihnen liegen Bücher und Hefte aufgeschlagen, Stifte zum Schreiben sind im Federmäppchen griffbereit. Einige Schüler*innen melden sich eifrig, um eine Frage zu beantworten.

Der Blick aus dem Fenster ist an diesem grauen Wintertag nicht gerade einladend. Zu sehen sind das Dach des Kindergartens, der Bauhof und daneben in den »Bitten« das Mehrfamilienhaus (Bei der Kirche 1-2).

Standort des Fotografen: 47.883759, 8.347827

Drei Schüler am Brunnen vor der Festhalle, 1990

Foto-AG Realschule

Drei Schüler der Realschule haben sich für ein Gruppenfoto am Brunnen vor der Festhalle aufgestellt. Sie gehören der Foto-AG an und lernen, (analog) zu fotografieren, die Filme zu entwickeln und im Fotolabor Bildabzüge herzustellen.

Der Brunnen fällt ca. 2011 der Neugestaltung des Vorplatzes der Festhalle zum Opfer.

Standort des Fotografen: 47.883048, 8.347487

Sternsinger im Maienland, Januar 1990

Sammlung Familie Waßmer

»Wir kommen daher aus dem Morgenland«, singen die Sternsinger, die rund um den 6. Januar von Haus zu Haus durch das Maienland ziehen. Die drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar sind allesamt Ministrant*innen der katholischen Pfarrgemeinde. Verstärkt werden sie von einem Sternträger und einer Sackträgerin, die auf einem mitgeführten Leiterwagen die geschenkten Süßigkeiten transportiert.

Die Stersinger haben eine Spendenbüchse dabei und sammeln Geld für Misereor. Über den Türstürz der Häuser schreiben sie den Segen: »19+C+M+B+90«, wobei das »C+M+B« nicht für die drei Namen der Könige steht, sondern für »Christum mansionem  benedicat« (»Christus segne dieses Haus«).

V.l.n.r. Heidi Heizmann, Susanne Waßmer, Monika Heizmann, Jörg Waßmer, Michael Bader.

Standort des Fotografen: 47.885574, 8.342666

Mehrbildkarte mit vier Ansichten, ca. 1990

Feldmann Verlag / Sammlung Familie Waßmer

Um 1990 wird diese Ansichtspostkarte vertrieben. Noch werden Urlaubsgrüße per Postkarte versandt, denn mobile Messenger-Dienste, mittels derer man Textnachrichten und Fotos versendet, gibt es noch nicht. Die Mehrbildkarte zeigt vier Ansichten des Städtchens:

Oben links sticht der untere Rathausplatz ins Auge, mit dem Mailänder Tor und den Häusern der Demetriusstraße mit ihren Staffelgiebeln. Davor steht der 1954 errichtete Demetriusbrunnen, der von Autos zugeparkt ist.

Unten rechts ist ein weiterer Brunnen zu sehen: Der 1975 geschaffene Hexenbrunnen in der Kirchstraße. Die Straße selbst wurde wenige Jahre zuvor saniert, teils gepflastert, teils asphaltiert und mehrere neue Bäume wurden gepflanzt.

Oben rechts ist eine Ansicht der Wallfahrtskirche Witterschnee abgebildet, mit der in den 1890er Jahren erbauten Kirche im neoromanischen Stil und der alten hölzernen Kapelle. Hübsch von Bäumen und Blättern eingerahmt ist der Bildausschnitt gewählt.

Noch eine Attraktion für Einheimische und Gäste ist unten links zu sehen: Das Waldbad mit der 1986 installierten Riesenrutsche, die nicht nur bei den Kleinen für viel Vergnügen sorgt.

Blechnerarbeiten bei der Kirchturmrenovation, 1990

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.

Der Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist eingerüstet und wird renoviert. Nicht nur das Kreuz auf der Kirchturmspitze in 57 Meter Höhe wird vergoldet. Auch die Fassade wird frisch gestrichen und Blechnerarbeiten durchgeführt. Aus schwindelerregender Höhe hat man einen grandiosen Blick auf das Städtchen. Blechnermeister Josef Heiler und seine Tochter Anette Heiler machen ein Päuschen und genießen die Aussicht.

Standort des Fotografen: 47.882635, 8.344047

Fahrradständer im Hof der Realschule, 1990

Foto-AG der Realschule Löffingen

Die Schüler*innen der Realschule kommen ganz offensichtlich nicht nur zu Fuß zur Schule und sie lassen sich auch nicht nur von den Eltern im Auto kutschieren. Auch das Fahrradfahren steht hoch im Kurs, jedenfalls nach der Anzahl der Räder zu urteilen, die in dem hölzernen Unterstand im Schulhof angeschlossen sind.

Standort des Fotografen: 47.884182, 8.347272

Deckengemälde in der früheren Gaststube vom »Adler«, ca. 1998

Sammlung Familie Waßmer

Seit vielen Jahren bereits ist der Gastbetrieb im früheren Gasthaus »zum Adler« eingestellt. Die einstige Gaststube steht leer und ist für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Dem Vergessen anheimgefallen sind auch die Deckengemälde mit verschiedenen religiösen Motiven. Der Fotograf verschafft sich Zugang zur alten Gaststube, um mit Fotoapparat und Stativ die Gemälde fotografisch zu dokumentieren. Die Lichtverhältnisse sind widrig, sodass manche Gemälde nur schlecht zu erkennen sind. Sie sind in geschnitzten Holzrahmen in die Decke eingelassen. Auf diesen beiden Gemälden ist vermutlich der auferstandene Jesus mit den Emmaus-Jüngern zu sehen.

Der Evangelist Lukas berichtet, dass zwei Jünger am Tag nach Pessach von Jerusalem nach Emmaus gegangen und dabei dem auferstandenen Jesus begegnet seien, ohne ihn jedoch zu erkennen. Der unbekannte Begleiter habe ihnen im Gespräch die Schrift ausgelegt und erklärt, das Leiden des Messias sei gemäß den Verheißungen der Propheten notwendig gewesen. In Emmaus angekommen, erkannten sie ihn schließlich, als er beim Abendmahl das Brot brach.

Wer die Deckengemälde geschaffen hat, ist unbekannt.

Standort des Fotografen: 47.883589, 8.343578

Bauland für das interkommunale Gewerbegebiet, ca. 1995

Sammlung Familie Waßmer

Heute steht auf diesem Flurstück der Supermarkt LIDL (Studerstr. 2). Aber Mitte der 1990er Jahre war dieses Feld neben der B31 noch unbebaut. Es gab auch noch keinen Lärmschutzwall. Der Blick ging über die Felder und die Bundesstraße 31 hinweg in Richtung der Wohnblocks der Oberen Hauptstraße.  1995 wurde ein Bebauungsplan genehmigt. Die Stadt Löffingen schloss sich mit den Nachbargemeinden Breitnau, Feldberg, Friedenweiler, Lenzkirch, Schluchsee und Titisee-Neustadt zusammen und wies eine Fläche von 23 ha neben der B31 als Interkommunales Gewerbegebiet aus.

Standort des Fotografen: 47.887253, 8.352078

Haus Münzer in der Alenbergstraße, ca. 1995

Sammlung Familie Waßmer

Schon seit einigen Jahren steht das Haus in der Alenbergstraße leer. Seit 1955 wohnte hier die Witwe Hermine Münzer geb. Bauer (1911-?). Jetzt sind die Fensterläden verschlossen. Das Dach wird undicht, Feuchtigkeit dringt allmählich ein und das Gemäuer verfällt nach und nach.

Das Haus zählt zu denjenigen Gebäuden auf dem Alenberg, die beim Großbrand am 28. Juli 1921 nicht eingeäschert wurden. Der Funkenflug des Feuers übersprang das Haus und mehrere Nachbarhäuser, zerstörte aber weiter oben auf dem Alenberg weitere Gebäude. 

Standort des Fotografen: 47.886066, 8.343343

Letzter Bulle vor dem Farrenstall in der Bittengasse, 1996

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maximilian Isele zur Verfügung.

Am 27. Juni 1996 endet die Geschichte des Farrenstalls in der Bittengasse. Im Foto ist der letzte Bulle zu sehen. Wenige Stunden später ist der Farrenstall aufgelöst und damit Geschichte. Links im Bild steht Heinrich Kopp, der den Farrenstall viele Jahrzehnte leitete. 2019 soll das Gebäude abgerissen werden.

Standort des Fotografen: 47.882817, 8.345234