3 Fotos: Schülerbefreiung am »Schmutzige Dunschdig«, Fasnacht 1999

Archiv der Realschule

Auf diesen Moment warten die Schüler*innen der Realschule (und vielleicht auch die Lehrer*innen?) schon sehnlichst den ganzen Vormittag: Die Stadtmusik und die »Hansele« kommen zur Schülerbefreiung! Erst ist die Grund- und Hauptschule an der Reihe, aber jetzt nähert sich der bunte Haufen endlich der Realschule. Gleich beginnen die Fasnachtsferien!

Der Blick fällt aus dem Fenster der Lehrerzimmers auf die Festhallenstraße. Fotografiert wird mit einer neuen Digitalkamera, deren Bildauflösung noch recht bescheiden ist.

Standort des Fotografen: 47.883688, 8.347804

Hintereingang zum ehemaligen Gasthaus »Adler«, 1998

Sammlung Familie Waßmer

Drei Zeitschichten überlagern sich am Hintereingang des früheren Gasthauses »Adler« (Untere Hauptstr. 2). Über dem Türstürz ist die Jahreszahl »1748« und die Initialen »J.G.L« angebracht. Johannes Georg Lutz (1733-1766) war seinerzeit »Adler«-Wirt und hatte das Gasthaus von seinem Vater übernommen. Er baute den »Adler« neu.

Darunter hängt ein Namensschild: »Fritz Seilnacht« ist darauf zu lesen. Der Metzgermeister Fritz Seilnacht (1901-1987) übernahm 1955 mit seiner Ehefrau Mathilde Seilnacht (geb. Faller, 1904-1996) das Gasthaus von ihren Eltern, den früheren Wirtsleuten Faller. Sowohl Fritz als auch Mathilde Seilnacht sind bereits tot, als das Foto aufgenommen wird. Das Namensschild wird bald darauf abmontiert.

Die jüngste Inschrift auf dem Foto datiert vom Januar 1998, als die Sternsinger durch das Städtchen zogen und den Segensspruch »19*C+M+B*98« auf der Tür anschrieben. Das »C+M+B« steht nicht, wie oftmals angenommen wird, für die angeblichen Namen der heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar, sondern sind die Anfangsbuchstaben des lateinischen Segens: »Christus mansionem benedicat» und bedeutet »Christus segne dieses Haus«.

Standort des Fotografen: 47.883611, 8.343528

Klasse 9a der Realschule mit Lehrer Grünsteidl, 1993

Archiv der Realschule

Die Klasse 9a tritt im Schulhof der Realschule an, um zusammen mit ihrem Klassenlehrer Hans Grünsteidl fotografiert zu werden. 14 Mädchen und acht Jungs sind auf dem Foto zu sehen. Ihr Lehrer Hans Grünsteidl unterrichtet seit 1977 an der Schule. Damals waren die Neuntklässler*innen noch kleine Babies. Nach 35 Jahren Lehrtätigkeit an der Realschule wird der Pädagoge 2012 in den Ruhestand verabschiedet.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Natascha Gauger, 2 Heiko Walz, 3 Regina Marx
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Gabi Marx, 2 Daniela Wangler, 3 Frank de Rosso, 4 Carmen Vierlinger, 5 Katharina Werne, 6 Antje Ganter
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Klassenlehrer Hans Grünsteidl, 2 Sonja Maier, 3 Katrin Schwarz, 4 Sascha Knöpfle, 5 Andreas Furtwängler, 6 Ulla Kramer, 7 Udo Jehle, 8 Martina Kaltenbach
4.Reihe, v.l.nr.: 1 David Neumann, 2 Simone Ebi, 3 Vera Kaschig, 4 Heiko Zorn, 5 Ralf Oschwald, 6 Bianca Lehmann

Auf dem Foto fehlt Raphael Streit.

Standort des Fotografen: 47.883726, 8.347327

2 Fotos: Zeltlager des Hexen-Nachwuchses in Friedenweiler, August 1993

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der Nachwuchs der Löffinger Hexen verbringt ein dreitägiges Zeltlager beim Sportplatz in Friedenweiler. Rund 30 Kinder kann Hexenchef Franz Hofmeier mit seinen Helfern willkommen heißen. Für das abwechslungsreiche Programm sind Inno Zahn und Lothar Trenkle verantwortlich. Man besucht gemeinsam das Freibad in Friedenweiler und die Floßbachanlage, man spielt und wird am Lagerfeuer von Zauberer »Amando«, d.i. Egon Bader (1933-1999), verzaubert.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Dominik Osek, 2 Katrin Hauger, 3 Sabine Müller, 4 Benjamin Hofmeier, 5 Marco Burgbacher, 6 Christopher Schropp, 7 Manuel Kienzler, 8 Fabian Guderian, 9 Stefanie Osek, 10 Matthias Jonner, 11 Michael Fuß
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Stefan Müller, 2 Nicole Fuß, 3 Jörg Ganter, 4 Jens Hauger, 5 Matthias Effinger, 6 Thorsten Zahn, 7 Sebastian Schropp, 8 Daniela Trenkle, 9 Tobias Nägele, 10 Ramona Trenkle, 11 Christina Fehrenbach, 12 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Diethelm Fuß, 2 Patrick Osek, 3 Peter Osek, 4 Tobias Guth, 5 Karl-Heinz Guderian, 6 Inno Zahn, 7 Bernd Burgbacher, 8 Achim Schropp, 9 Herbert Kienzler, 10 Lothar Trenkle, 11 Jürgen Jonner, 12 Rudolf Nägele, 13 Maria Schropp

Standort des Fotografen: Friedenweiler

Sanierung des Demetriusbrunnens, Mai 1994

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

40 Jahre ist der Demetriusbrunnen alt. Seit einiger Zeit ist der Brunnen undicht, sodass Wasser austritt. Eine Waldshuter Firma ist deshalb gerade damit beschäftigt, den Brunnen zu sanieren und das Brunnenbecken abzudichten. Die Zeltplane, die über dem Brunnen angebracht ist, schützt die Arbeiter vor Regen und die Anwohner*innen vor der starken Staubentwicklung.

Schon 1912 war an dieser Stelle ein Brunnen eingeweiht worden, auf dessen Säule bereits die Figur des Demetrius stand. 1945 wurde der Brunnen bei einem Luftangriff zerstört, die Figur blieb aber unversehrt und schmückt seit 1954 auch wieder den neuen Demetriusbrunnen.

Standort des Fotografen: 47.883815, 8.343776

3 Fotos: Christbaumverkauf beim Bauhof in der Bittengasse, Dezember 1993

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Großer Andrang herrscht zwei Wochen vor Weihnachten beim Christbaumverkauf. 600 Fichten, Kiefern und Weißtannen, die aus dem Stadtwald stammen, werden auf dem Bauhofareal in der Bittengasse verkauft. Für die Käufer*innen, die schwer bepackt nach Hause ziehen, kann der Heiligabend nun kommen!

Zu sehen sind u.a. Eugen Beha, Helmut Laufer und Lothar Trenkle.

Standort des Fotografen: 47.882881, 8.345392

Geschäftsschild der Metzgerei Nickel, ca. 1995

Sammlung Familie Waßmer

Nicht nur traditionsreiche Gasthäuser, wie der »Adler«, die »Sonne« und der »Pilgerhof« haben Wirtshausschilder. Auch die Metzgerei Nickel (Rathausplatz 4) hat ein Schild vor dem Laden mit Wiedererkennungseffekt. Es zeigt ein Beil, auf das in geschwungener Schrift »Metzgerei Nickel« geschrieben ist.

Nach dem Großbrand von 1921 und dem Wiederaufbau eröffneten hier der Metzgermeister Johann Riegger (?-?) und seine Ehefrau Maria Riegger (geb. Diesberger, 1866-1927) eine Metzgerei. Sie wurde 1938 von Metzgermeister Max Rohrer (1901-1954) und dessen Ehefrau Maria Rohrer (geb. Saile, 1901-1990) gekauft und weitergeführt. 1976 übernahm das Geschäft dann die Tochter Edeltraud Nickel (geb. Rohrer, 1932-?) zusammen mit ihrem Ehemann Bernhard Nickel (1921-1999).

Standort des Fotografen: 47.884017, 8.344412

2 Fotos: Klassentreffen des Jahrgangs 1936 vor der Kirche, 1996

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

60 Jahre sind sie alt, die ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 1936. Geboren wurden sie in dem Jahr, in dem die Volksschule an der »Hasle« eingeweiht wurde. Und dort haben sie denn auch die Schulbank gedrückt! Für einen Gruppenfoto stellen sie sich auf den Treppenstufen vor der katholischen Pfarrkirche St. Michael auf.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Edith Ehinger (geb. Guth), 2 ???, 3 ???, 4 Ingeborg Frank-Ludwig (geb. Wiek), 5 ???, 6 Maria Fischer (geb. Rappenegger, 1936-2002)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Gerda Wach (geb. Waibel), 3 Rosemarie Göpper
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Josef Beha (1936-2018), 2 Hildegard Hepting (geb. Fehrenbach), 3 Johannes (»Hans«) Hasenfratz (1935-2022), 4 Lothar Zepf (1936-2022), 5 Erich Beha (geb. 1936)
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Adolf Hermann, 2 Erich Riedlinger (1936-1997), 3 ???, 4 Bernhard Jonner (1936-2005), 5 Friedrich (»Fritz«) Kaiser (1936-2021)

Standort des Fotografen: 47.882865, 8.344359

Klassentreffen des Jahrgangs 1941 am Demetriusbrunnen, 1996

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Vor 40 Jahren wurden sie aus der Volksschule entlassen. Wenn das kein Grund ist, ein Klassentreffen zu veranstalten! Und wenn man schon zusammenkommt, dann muss natürlich auch ein Gruppenfoto her. Vor dem Demetriusbrunnen lassen sich die Angehörigen des Jahrgangs 1941 fotografieren.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Hans Riedlinger, 2 Christel Kaiser (geb. Jordan, 1941-2022), 3 Karin Vögtle (geb. Schulz), 4 Brigitte Sahr (geb. Schweizer, geb. 1941), 5 Marie-Luise (Marlies) Fehrenbach geb.Laufer (geb. 1941), 6 Lisa Schwörer (geb. Radke, geb. 1941), 7 Antonie (Toni) Thomas geb. Laufer (geb. 1941), 8 Lothar Schultheiß
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Peter Kaiser (1941-2018), 3 Rudolf van den Heuvel, 4 ???, 5 Gudrun Wiek (geb. Strobel, geb. 1941), 6 ???, 7 Rita Zimmermann (geb. Hepting), 8 Anneliese Heizmann (geb. Mayer), 9 Gerd Fritsche, 10 Willi Fehrenbach (1941-2018), 11 ??? (halb verdeckt), 12 Horst Fehrenbach, 13 [Ehefrau von Horst Fehrenbach?]

Standort des Fotografen: 47.883810, 8.343801

Schulklasse mit Fußballprofi Martin Braun, Juni 1993

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

»Wir grüßen unseren Bundesligaspieler Martin Braun« – so steht es groß an die Tafel geschrieben. Die 6. Klasse der Grund- und Hauptschule mit ihrem Lehrer Manfred Schönau (1938-2023) hat heute einen ganz besonderen Gast im Unterricht: Martin Braun, gebürtiger Löffinger, der mit dem SC Freiburg in der Bundesliga spielt. Die Schüler*innen haben ihr Klassenzimmer im Dachgeschoss mit SC-Schals und -Fahnen geschmückt. Martin Braun steht ihnen nicht nur Rede und Antwort, sondern gibt auch geduldig Autogramme: auf Bälle, Schals, Trikots, Heften und sogar Federmäppchen. Und natürlich spricht sich im Schulgebäude im Windeseile herum, dass ein Fußballprofi im Haus ist. Scharenweise kommen andere Schüler*innen zur Autogrammstunde.

Die Fußballkarriere von Martin Braun (geb. 1968) begann 1974 beim FC Löffingen. Er setzte sie dann beim FV Donaueschingen fort. Ab der Saison 1990/91 spielte er für den damaligen Zweitligisten SC Freiburg, mit dem er 1993 in die 1. Bundesliga aufstieg.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Thomas Petermann, 2 Stefan Wider, 3 Martin Braun
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Daniel Rosenstiel, 3 Oliver Zumstein, 4 Roland Pich, 5 Konstantin Falkenstern, 6 Manuela Saar, 7 Habibe Bilgi, 8 ???
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Klaus Fehrenbach, 2 Tobias Knittel, 3 Daniel Heizmann, 4 Michael Hasenfratz, 5 Cornelia Rohrbeck, 6 Anna Wick, 7 Michael Längin, 8 Eva Bausch, 9 Silvia Neumeier

Standort des Fotografen: 47.882553, 8.347881

2 Fotos: Ehrung der ältesten Teilnehmer*innen beim Volksradfahren, Juni 1990

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Am Sonntag, den 10. Juni 1990 veranstaltet der Sportverein das traditionelle Volksradfahren. Für die Teilnehmer*innen stehen zwei Strecken zur Auswahl, eine 25 km und eine 45 km lange Route mit verschiedenen Kontrollpunkten, die beide rund um Löffingen führen. Einzige Teilnahmebedingung ist, dass das Fahrrad verkehrssicher ist.

Die ältesten Teilnehmer*innen sind Elvira Fischer (geb. Egle, 1925-2020) mit 65 Jahren und Karl Guth (1912-2002) mit 78 Jahren. Sie bekommen vor der Festhalle eine Urkunde und einen kleinen Pokal überreicht. Trotz der schlechten Witterung haben sie sich nicht abhalten lassen, sich auf ihren Drahtesel zu schwingen.

Standort des Fotografen: 47.883001, 8.347661

3 Fotos: Verkehrszählung an der B31, 1996

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Um ihrer Forderung nach besserem Lärmschutz mehr Nachdruck zu verleihen, führen die Anwohner*innen der Bundesstraße auf eigene Faust eine Verkehrszählung durch. Am Rande der B31 haben sie sich in Gartenstühlen niedergelassen, schließlich zählt man über einen längeren Zeitraum die vorbeirauschenden PKW und LKW. Auch ein Schild haben sie aufgestellt, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Darauf sind verschiedene Laster und Busse zu sehen, deren Abgase eine große Wolke bilden. Die ironische Inschrift lautet: »Unsere Wolke an der B31 als idealer Lärmschutzwall«.

In den Gartenstühlen sitzen Roland Müller (Wartenbergstr. 13) und Gerold Bächle (Wartenbergstr. 9). Neben dem Schild posieren v.l.n.r.: 1 Fritz Kaufmann, 2 Johannes Kaufmann (Kind), 3 Micha Bächle (Kind), 4 Marietta Müller, 5 Emanuel Kaufmann (Kind), 6 Lukas Kaufmann (Kind), 7 Elisabeth Kaufmann

Im Rahmen des dreispurigen Ausbaus der B31 im Baubschnitt Löffingen-Mitte wird schließlich 2013 auch eine Schallschutzmauer gebaut, um die Anwohner*innen am hinteren Alenberg vom Verkehrslärm zu entlasten.

Standort des Fotografen: 47.887770, 8.349139