3 Fotos: Jugendliche im Karateclub, Juli 1993

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der Karateclub Löffingen ist noch jung, doch der Andrang ist groß. Erst im November wird er von Trainer Thomas Werner aus Neustadt gegründet – und stößt sofort auf unerwartet großes Interesse, vor allem bei Jugendlichen. Nun legen 17 Nachwuchs-Karatekas erfolgreich ihre erste Prüfung ab und erwerben den gelben Gürtel. Im Training geht es nicht nur um Technik und Disziplin, sondern auch darum, Körper und Geist zu stärken und einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Die fernöstliche Kampfkunst soll helfen, Energie in geordnete Bahnen zu lenken.

1.Reihe, kniend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Olaf Spiegel, 4 ???, 5 ???, 6 Michael Sigwart, 7 ???
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Denis Leber, 4 Udo Jehle, 5 Robert Ravic, 6 Karin Müller, 7 ???

Außerdem bestehen folgende Jugendliche die Prüfung: Björn Spiegel, Sonja Stroucken, Kai Weißenberger, Thorsten Bartz, Mike Schreiber, Jonas Javers, Philipp Javers, Kevin Wiedensohler, Georg Schmidle, Matthias Schmidle und Timo Reichhardt.

Trainiert wird regelmäßig in der Sporthalle. Aufgrund der großen Nachfrage ist bereits für Frühjahr 1994 ein weiterer Anfängerkurs geplant.

Standort des Fotografen: 47.883907, 8.346953

5 Fotos: Volkstrauertag auf dem unteren Rathausplatz, November 1999

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Traditionell findet das Totengedenken am Volkstrauertag auf dem unteren Rathausplatz statt. Am Mailänder Tor befinden sich seit 1930 die Gedenktafeln mit den Namen der Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Der 1954 geschaffene Demetriusbrunnen erinnert zudem an die Gefallenen und Vermissten des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Kirchgang versammelt sich hier die Gemeinde.

Der Volkstrauertag wurde 1922 als Gedenktag für die Kriegstoten des Ersten Weltkriegs eingeführt. In der Bundesrepublik Deutschland wird er seit 1952 als staatlicher Gedenktag begangen und erinnert heute allgemein an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Dieses Gedenken ist jedoch nicht unproblematisch. Lange Zeit wurde pauschal der Gefallenen gedacht – und damit auch Soldaten eingeschlossen, die Teil eines verbrecherischen Angriffskrieges waren. Spätestens seit der Wehrmachtsausstellung von 1995, die in verschiedenen Städten gezeigt wurde und eine öffentliche Debatte entfachte, ist bekannt, dass nicht nur SS und Waffen-SS, sondern auch Teile der Wehrmacht an Kriegsverbrechen beteiligt waren und Mitverantwortung für den Holocaust trugen. Der Volkstrauertag steht seither stärker im Spannungsfeld zwischen persönlichem Gedenken, historischer Aufarbeitung und kritischer Erinnerungskultur.

Auf den Fotos ist die Gedenkfeier zu sehen: Die Stadtmusik spielt, die Feuerwehr tritt an und senkt die Fahne. Während sich die Anwesenden zum stillen Gedenken versammeln, hält Bürgermeister Frank Schmitt (1963-2005) eine Ansprache. Für ihn ist es eine Premiere: Erst seit Kurzem ist er Bürgermeister von Löffingen.

Standort des Fotografen: 47.883707, 8.343856

2 Fotos: Kommunionkinder mit Palmen am Palmsonntag, 4. April 1993

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Es ist Palmsonntag, der Beginn der Karwoche. Die katholische Kirche erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem. Der Überlieferung nach ritt Jesus auf einem Esel in die Stadt ein. Die Menschen begrüßten ihn wie einen König: Sie breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus und schwenkten Palmzweige. Auch in unseren Breiten hat sich dieser Brauch erhalten – nur wachsen hier keine Palmen. Stattdessen werden kunstvoll geschmückte »Palmen« aus Tannenreisig und bunten Bändern gefertigt und z.B. mit Äpfeln verziert.

Früher waren diese »Palmen« nicht selten mehrere Meter hoch. Es entwickelte sich ein regelrechter Wettstreit darum, wer den größten und schönsten »Palmen« tragen konnte. Heute ist das seltener geworden. Die katholische Pfarrgemeinde hat die Tradition in die Hände der Erstkommunionkinder aus Löffingen und den Filialgemeinden Seppenhofen und Dittishausen gelegt, die ihre »Palmen« gemeinsam gestalten – kleiner, aber nicht weniger festlich. Hinter der Pfarrkirche St. Michael haben sich die Kinder mit ihren »Palmen« aufgestellt. Gleich werden sie – angeführt von Ministrant*innen – in einer Prozession in die Kirche einziehen. Dort werden die »Palmen« gesegnet und dann zu Hause aufgestellt.

Hat jemand ältere Fotos vom Palmsonntag, vielleicht aus den 1950er oder 1960er Jahren? Gerade die großen, selbst gefertigten »Palmen« wären eine spannende Ergänzung für unsere Sammlung!

Zu sehen sind u.a. Micha Bächle (geb. 1985)

Standort des Fotografen: 47.882367, 8.344491

Manfred Lauble mit Computer in DRK-Rettungswache, November 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der Computer hat Einzug in der DRK-Rettungswache (Bei der Kirche 3) gehalten: Ab jetzt wird hier mit moderner EDV gearbeitet. Am Bildschirm sitzt Manfred Lauble, Schriftführer des Ortsvereins, hauptamtlicher Rettungsassistent und Leiter der Rettungswache. Bestellungen, Inventar, Statistiken oder die Mitgliederverwaltung – all das wird nun am Computer erledigt. Die neue Technik erleichtert die Arbeit und bringt zugleich Ordnung in viele Abläufe.

Die DRK-Ortsgruppe versteht sich als Bindeglied zwischen Ehrenamt und hauptamtlichem Rettungsdienst, dessen Wache rund um die Uhr besetzt ist. Das Engagement ist vielfältig: vom Pflegedienst über Blutspenden und Altkleidersammlungen bis hin zur Seniorenarbeit oder den regelmäßig angebotenen Erste-Hilfe-Kursen.

Standort des Fotografen: 47.882336, 8.345100

2 Fotos: Fronleichnamsprozession in der Unteren Hauptstraße, 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Feierlich setzt sich die Prozession in Bewegung. Von der katholischen Pfarrkirche St. Michael kommend zieht sie durch die Untere Hauptstraße – langsam, geordnet, getragen von Gebet und Gesang. Soben kommt der Zug am Gasthaus »Sonne« vorbei. Voran schreitet die Feuerwehr, die den Zug begleitet und ihm einen würdigen Rahmen gibt. Es folgt der Kirchenchor. Die Sänger*innen halten Notenblätter in ihren Händen. Dahinter schreitet eine Schar Ministrant*innen, die Kirchenfahnen tragen.

Im Mittelpunkt der Prozession steht die Monstranz mit dem Allerheiligsten. Getragen wird sie von Tutilo (Heinz) Burger (geb. 1965), begleitet von Stadtpfarrer Hermann Litterst (1929-2013). Über allem liegt eine besondere Spannung – eine Mischung aus Andacht und öffentlichem Bekenntnis des Glaubens. Auffällig ist das Spalier der Feuerwehrmänner, die mit gezücktem Säbel neben der Monstranz schreiten. Ein durchaus martialisches Auftreten im Namen Jesu Christi, der Gewaltlosigkeit und Feindesliebe predigte. Zugleich ist es ein eindrucksvolles Bild, wie weltliche Ordnung und religiöse Tradition ineinandergreifen.

oberes Foto
Feuerwehr: 1 ???, 2 Albin Zepf, 3 Eugen Hasenfratz (Seppenhofen), 4 dahinter Elisabeth Benz- Keller
Kirchenchor: u.a. Luzia Vogelbacher, Bertel Burger, Alfons Beha, Renate Rosenfelder, Peter Schlegelberger, Margarete Senn, Regina Krupp (geb. Geisinger), Angelika Ganter, Elisabeth Keller (geb. Benz), Josef Burger, Elisabeth Burger, Josef Benitz, Emil Oschwald

unteres Foto
V.l.n.r.:
1 ??? (Ministrant), 2 ???, 3 Gerhard Pfeifer (Feuerwehr), 4 Stadtpfarrer Hermann Litterst (1929-2013), 5 ??? (Feuerwehr), 6 Tutilo (Heinz) Burger (geb. 1965), 7 Hugo Satler (Feuerwehr, Seppenhofen), 8 Christel Kaiser (Gemeinderat)

Standort des Fotografen: 47.883129, 8.343821

2 Fotos: Kleider- und Wäschefabrik »Sultan Konfektion« in der Bahnhofstraße, 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

In den ehemaligen Prause-Gebäuden in der Bahnhofstraße eröffnet der Unternehmer Ahmad Waseem die deutsche Filiale seiner Firma »Sultan Konfektion«. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Izmir in der Türkei. Waseem, ein gebürtiger Pakistani, der in Deutschland aufgewachsen ist, betreibt dort bereits seit den 1970er Jahren ein Textilunternehmen. Der Kontakt nach Löffingen kommt eher zufällig zustande. Während eines Aufenthalts in Deutschland trifft Waseem auf Ekkehard Marx (1928-2026), den stellvertretenden Ortsvorsteher von Unadingen. Aus diesem Gespräch entwickelt sich schließlich die Idee, einen Betrieb im Städtchen anzusiedeln.

Zum Zeitpunkt der Eröffnung arbeiten zunächst acht Beschäftigte in der Löffinger Filiale, mittelfristig sollen bis zu 15 Arbeitsplätze entstehen. In der Werkstatt werden Modelle entworfen und Stoffe zugeschnitten. Die eigentliche Produktion erfolgt anschließend in der Türkei. Die fertigen Kleidungsstücke kommen danach zurück nach Löffingen, wo sie gebügelt, verpackt und für den Versand vorbereitet werden. Hergestellt wird Oberbekleidung für Damen, Herren und Kinder. Die Produkte sind vor allem für Versandhäuser bestimmt.

oberes Foto
V.l.n.r.:
1 Doris Schneider, 2 ???, 3 Charlotte Weißer, 4 Ahmad Waseem, 5 ???

unteres Foto
V.l.n.r.:
1 Charlotte Weißer, 2 Ahmad Waseem, 3 Senta Ritzi

Standort des Fotografen: 47.886030, 8.340842

2 Fotos: Mini-Tischtennismeisterschaft in der Sporthalle, Dezember 1993

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Ein Samstag im Dezember 1993 – draußen vielleicht grau und winterlich, doch in der Sporthalle herrscht konzentrierte Spannung. Rund um die Tischtennisplatte drängen sich Mädchen und Jungen mit fest umklammerten Schlägern. Manche knien vorne auf dem Hallenboden, andere stehen dicht an dicht hinter der Platte.

28 Kinder sind an diesem Tag zur Mini-Tischtennismeisterschaft angetreten. Bundesweit hatte der Deutsche Tischtennisbund zu dieser Aktion aufgerufen, in Löffingen organisierten Grund- und Hauptschule gemeinsam mit dem Tischtennisclub das Turnier. Eigentlich hatten sich weit mehr angemeldet – doch am Ende kämpfen 28 Mädchen und Jungen der Jahrgänge 1981 und jünger um Punkte, Sätze und kleine Preise.

Gespielt wird im Pool-System mit anschließender K.-o.-Runde – für viele ist es das erste richtige Turnier überhaupt. Entsprechend ernst sind die Gesichter auf dem Foto, aber auch stolz. Unterstützt und angeleitet werden sie von Lehrer*innen und Vereinsmitgliedern, die im Hintergrund stehen.

Gewonnen haben an diesem Tag viele. Natürlich gibt es Sieger*innen in den verschiedenen Altersgruppen – doch durch Trostrunden und faire Spielmodi bleibt kaum jemand ohne Erfolgserlebnis. Genau das ist das Ziel der Mini-Meisterschaften: Freude am Spiel mit dem kleinen weißen Zelluloidball wecken – und vielleicht das ein oder andere Talent entdecken.

Standort des Fotografen: 47.883789, 8.347014

Historischer Zug mit Dampflok, 1996

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Inge Mayer zur Verfügung.

Auf der kleinen Brücke hinter dem Oberwiesenweg haben sich im Sommer 1996 Schaulustige versammelt. Seit dem Bau der Bahnlinie spannt sie sich hier über die Gleise – unscheinbar, aber mit weitem Blick in die Landschaft. Heute ist sie Logenplatz.

Unten ziehen sich die Schienen schnurgerade entlang. In der Ferne kündigt sich Rauch an. Eine historische Dampflok ist unterwegs – ein seltener Anblick in einer Zeit, in der längst moderne Züge den Takt bestimmen. Man wartet gespannt auf das langsame Heranschnaufen, das rhythmische Stampfen, die Dampfwolke über den Wiesen.

Links hat jemand ein Stativ aufgebaut, eine Filmkamera der Marke ARRI darauf montiert. Der Moment soll auf Film festgehalten werden. Daneben steht eine Familie: Eine Mutter hält ihr Kind auf dem Arm, ein anderes Kind klettert neugierig ans Geländer und späht hinunter auf die Gleise. Alle Blicke richten sich in dieselbe Richtung. Im Hintergrund liegen – eingebettet in die weite Landschaft – das Haus Kiechle (Beim Schneekreuz 1), das frühere Gasthaus »Engel« und daneben die Wallfahrtskirche Witterschneekreuz.

Mehr als zwanzig Jahre später, im Februar 2019, verschwindet die Brücke. Im Zuge der Elektrifizierung der Höllentalbahn und der Tieferlegung der Gleise am Bahnhof wird sie abgerissen. Aus Kostengründen entscheidet sich die Stadt gegen einen Neubau. Mit ihr geht nicht nur ein Bauwerk verloren, sondern auch ein beliebter Fußweg – und ein Aussichtspunkt, von dem aus man Züge kommen und verschwinden sehen konnte.

Standort des Fotografen: 47.888903, 8.338132

Narrengruppe »Tibetanische Gua-gänmusik« in der Maienlandstraße, Fasnacht 1992

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Diese Narrengruppe präsentiert sich selbstbewusst als »Tibetanische Gua-gänmusik«. In rosafarbenen Gewändern stehen die Männer in Reih und Glied, mit Holzperlenketten um den Hals und fantasievollen Kopfbedeckungen – von Zipfelmütze über Strohhut bis hin zu selbstgebastelten »Mönchshauben«. Es sind die Mitglieder des »Wodan-Club«, die sich auch in diesem Jahr zu einer Narrengruppe zusammengetan haben.

Im Mittelpunkt stehen ihre Instrumente: eine lange Röhre, fast wie eine alpinhafte Variante eines Tempelhorns, dazu kleinere Schlaginstrumente und allerlei kurioses Zubehör. Das handgemalte Schild verrät mit einem Augenzwinkern das Programm. Hier geht es weniger um ethnografische Genauigkeit als um närrische Weltläufigkeit. Die Gruppe spielt sichtbar mit der Vorstellung fernöstlicher Klostermusik, wie man sie mit den langen, tief tönenden Hörnern des tibetischen Buddhismus verbindet – eine Fasnachtsfantasie mit bewusst überzeichneter Exotik.

V.l.n.r.: 1 Christian Fesenmeier, 2 Thomas Frei, 3 Uwe Heizmann, 4 Ralf Bednarz, 5 Harri Burger, 6 Gerd Burger (vorne), 7 Achim Gauger (hinten), 8 Dietmar Buchmeier, 9 Albert Vögt, 10 Rudolf Lasson

Im Hintergrund hängen bunte Fasnachtsbändel am Haus Waßmer (Maienlandstr. 12), als hätte das ganze Haus beschlossen, mitzufeiern. Eine ausgestopfte Hexe reitet auf einem Besenstiel. Die Sonne scheint, die letzten Schneereste schmelzen dahin. Albertina Glunk, die im Maienland wohnt, geht im Hintergrund vorüber.

Standort des Fotografen: 47.885360, 8.342469

2 Fotos: Hexengruppe mit Junghexen, Fasnacht 1995

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mitten im Trubel des »Fasnet Mändig« bahnt sich die Hexengruppe ihren Weg durch die Menge – laut, ausgelassen und furchteinflößend. Die Masken mit ihren geschnitzten Fratzen blitzen in der Sonne, rote Kopftücher flattern, gelbe Schürzen leuchten. Besen werden geschwungen, zwei Hexen legen sich auf die Straße.

Auf einem Karren sitzen die beiden Junghexen, die an diesem Tag »getauft« werden. Stefan Pfeifer und Berthold Ruf – von links nach rechts – werden durch die Straßen gefahren. Noch tragen sie nicht das vollständige »Häs«. Stattdessen halten sie ihre Masken fest umklammert auf dem Schoß – selbst geschnitzt in den Wochen zuvor, unter der Anleitung von Roland Müller. Man spürt förmlich den Stolz, aber auch die Anspannung: Erst wenn sie die Taufe am Hexenbrunnen überstanden haben, dürfen sie das »Häs« offiziell anlegen.

Hinter ihnen rollt der Hexenwagen mit der »großen Hexe«, die über das närrische Geschehen wacht. Auf dem Dach des Lastwagens hat es sich eine besonders fußfaule – oder vielleicht besonders listige – Hexe gemütlich gemacht und verfolgt das Treiben aus sicherer Höhe.

Standort des Fotografen: 47.884196, 8.345205

Narrengruppe »Piraten« in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1997

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine Gruppe Piraten hat sich in den Narrenumzug am »Fasnet Mändig« gemischt. In der Oberen Hauptstraße, auf der Höhe des »Küferstüble« (Obere Hauptstr. 5), kommt der wilde Haufen zum Stehen. Das Motto der Fasnacht lautet in diesem Jahr: »Wasserwelt, wie’s euch gefällt« – und die Seeräuber liefern die passende Szenerie gleich mit.

Bis an die Zähne bewaffnet mit Säbeln, Haken und Spielzeugpistolen posieren sie vor ihrem Schiff, auf dem die Totenkopf-Flagge weht. Das Gefährt ist mit Kanone und Anker ausstaffiert. Mit breitem Grinsen und drohenden Gesten wenden sich die Piraten dem Publikum zu und lassen keinen Zweifel daran, dass sie hier das Kommando führen.

Ihre Kostüme wirken wie direkt aus einem klassischen Piratenfilm entlehnt: Kopftücher, Augenklappen, Westen und Stiefel gehören ebenso dazu wie Bärte und wilde Frisuren. Der Auftritt ist laut. Für die Zuschauer*innen am Straßenrand ist klar: Diese Piraten sind gekommen, um zu erobern – zumindest die Aufmerksamkeit des Publikums.

Wenn nicht gerade Fasnacht ist, gehören die Piraten dem Fußballclub an – und sind seine AH-Mannschaft.

V.l.n.r.: 1 Jürgen Köpfler, 2 Martin Höcklin, 3 Gerold Happle, 4 ??? (verdeckt, vorne), 5 Klaus Auer (verdeckt, hinten), 6 Ingo Küssner, 7 Rainer Knöpfle oder Frank Schreiber, 8 Rolf Schiesel

Standort des Fotografen: 47.884510, 8.345765

Kommunionkinder vor dem Hochaltar, 23. April 1995

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Vor dem Hochaltar der katholischen Pfarrkirche St. Michael haben sich die Kommunionkinder zum Gruppenfoto versammelt. In festlicher Kleidung – die Mädchen in weißen Kommunionkleidern, die Jungen überwiegend im dunklen Anzug – stehen sie gestaffelt auf den Stufen des Altars. In den Händen halten viele ihre Gebetbücher.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Julia Müller
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Bianca Straub (verh. Sigwarth), 2 ???, 3 ???, 4 Claudia Benz, 5 ???, 6 Sarah Egle oder Janine Egle, 7 Sarah Egle oder Janine Egle, 8 ???, 9 Tamara Gierloff
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 Tilman Dilger (1985-2023), 9 Marco Burgbacher, 10 Matthias Wehrle
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Trenkle, 2 André Olveira, 3 ???
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Andreas Kirner, 3 Micha Bächle, 4 Tobias Runge, 5 Frank Bausch, 6 ???, 7 Patrick Marx, 8 Pfarrer Hermann Litterst (1929-2013)

Hinter den Kindern erhebt sich der reich geschmückte Hochaltar mit Kerzen und Figuren, der dem Foto einen feierlichen Rahmen gibt. Rechts am Rand steht Stadtpfarrer Hermann Litterst (1929-2013), der den Kindern das Sakrament der ersten heiligen Kommunion spendete. Das Bild wird an einem Tag aufgenommen, der den Kindern und ihren Familien lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Standort des Fotografen: 47.882408, 8.344676