Narrengruppe »Tibetanische Gua-gänmusik« in der Maienlandstraße, Fasnacht 1992

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Diese Narrengruppe präsentiert sich selbstbewusst als »Tibetanische Gua-gänmusik«. In rosafarbenen Gewändern stehen die Männer in Reih und Glied, mit Holzperlenketten um den Hals und fantasievollen Kopfbedeckungen – von Zipfelmütze über Strohhut bis hin zu selbstgebastelten »Mönchshauben«. Es sind die Mitglieder des »Wodan-Club«, die sich auch in diesem Jahr zu einer Narrengruppe zusammengetan haben.

Im Mittelpunkt stehen ihre Instrumente: eine lange Röhre, fast wie eine alpinhafte Variante eines Tempelhorns, dazu kleinere Schlaginstrumente und allerlei kurioses Zubehör. Das handgemalte Schild verrät mit einem Augenzwinkern das Programm. Hier geht es weniger um ethnografische Genauigkeit als um närrische Weltläufigkeit. Die Gruppe spielt sichtbar mit der Vorstellung fernöstlicher Klostermusik, wie man sie mit den langen, tief tönenden Hörnern des tibetischen Buddhismus verbindet – eine Fasnachtsfantasie mit bewusst überzeichneter Exotik.

V.l.n.r.: 1 Christian Fesenmeier, 2 Thomas Frei, 3 Uwe Heizmann, 4 Ralf Bednarz, 5 Harri Burger, 6 Gerd Burger (vorne), 7 Achim Gauger (hinten), 8 Dietmar Buchmeier, 9 Albert Vögt, 10 Rudolf Lasson

Im Hintergrund hängen bunte Fasnachtsbändel am Haus Waßmer (Maienlandstr. 12), als hätte das ganze Haus beschlossen, mitzufeiern. Eine ausgestopfte Hexe reitet auf einem Besenstiel. Die Sonne scheint, die letzten Schneereste schmelzen dahin. Albertina Glunk, die im Maienland wohnt, geht im Hintergrund vorüber.

Standort des Fotografen: 47.885360, 8.342469

2 Fotos: Hexengruppe mit Junghexen, Fasnacht 1995

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Mitten im Trubel des »Fasnet Mändig« bahnt sich die Hexengruppe ihren Weg durch die Menge – laut, ausgelassen und furchteinflößend. Die Masken mit ihren geschnitzten Fratzen blitzen in der Sonne, rote Kopftücher flattern, gelbe Schürzen leuchten. Besen werden geschwungen, zwei Hexen legen sich auf die Straße.

Auf einem Karren sitzen die beiden Junghexen, die an diesem Tag »getauft« werden. Stefan Pfeifer und Berthold Ruf – von links nach rechts – werden durch die Straßen gefahren. Noch tragen sie nicht das vollständige »Häs«. Stattdessen halten sie ihre Masken fest umklammert auf dem Schoß – selbst geschnitzt in den Wochen zuvor, unter der Anleitung von Roland Müller. Man spürt förmlich den Stolz, aber auch die Anspannung: Erst wenn sie die Taufe am Hexenbrunnen überstanden haben, dürfen sie das »Häs« offiziell anlegen.

Hinter ihnen rollt der Hexenwagen mit der »großen Hexe«, die über das närrische Geschehen wacht. Auf dem Dach des Lastwagens hat es sich eine besonders fußfaule – oder vielleicht besonders listige – Hexe gemütlich gemacht und verfolgt das Treiben aus sicherer Höhe.

Standort des Fotografen: 47.884196, 8.345205

Narrengruppe »Piraten« in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1997

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine Gruppe Piraten hat sich in den Narrenumzug am »Fasnet Mändig« gemischt. In der Oberen Hauptstraße, auf der Höhe des »Küferstüble« (Obere Hauptstr. 5), kommt der wilde Haufen zum Stehen. Das Motto der Fasnacht lautet in diesem Jahr: »Wasserwelt, wie’s euch gefällt« – und die Seeräuber liefern die passende Szenerie gleich mit.

Bis an die Zähne bewaffnet mit Säbeln, Haken und Spielzeugpistolen posieren sie vor ihrem Schiff, auf dem die Totenkopf-Flagge weht. Das Gefährt ist mit Kanone und Anker ausstaffiert. Mit breitem Grinsen und drohenden Gesten wenden sich die Piraten dem Publikum zu und lassen keinen Zweifel daran, dass sie hier das Kommando führen.

Ihre Kostüme wirken wie direkt aus einem klassischen Piratenfilm entlehnt: Kopftücher, Augenklappen, Westen und Stiefel gehören ebenso dazu wie Bärte und wilde Frisuren. Der Auftritt ist laut. Für die Zuschauer*innen am Straßenrand ist klar: Diese Piraten sind gekommen, um zu erobern – zumindest die Aufmerksamkeit des Publikums.

Wenn nicht gerade Fasnacht ist, gehören die Piraten dem Fußballclub an – und sind seine AH-Mannschaft.

V.l.n.r.: 1 Jürgen Köpfler, 2 Martin Höcklin, 3 Gerold Happle, 4 ??? (verdeckt, vorne), 5 Klaus Auer (verdeckt, hinten), 6 Ingo Küssner, 7 Rainer Knöpfle oder Frank Schreiber, 8 Rolf Schiesel

Standort des Fotografen: 47.884510, 8.345765

Kommunionkinder vor dem Hochaltar, 23. April 1995

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Vor dem Hochaltar der katholischen Pfarrkirche St. Michael haben sich die Kommunionkinder zum Gruppenfoto versammelt. In festlicher Kleidung – die Mädchen in weißen Kommunionkleidern, die Jungen überwiegend im dunklen Anzug – stehen sie gestaffelt auf den Stufen des Altars. In den Händen halten viele ihre Gebetbücher.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Julia Müller
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Bianca Straub (verh. Sigwarth), 2 ???, 3 ???, 4 Claudia Benz, 5 ???, 6 Sarah Egle oder Janine Egle, 7 Sarah Egle oder Janine Egle, 8 ???, 9 Tamara Gierloff
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 Tilman Dilger (1985-2023), 9 Marco Burgbacher, 10 Matthias Wehrle
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 ??? Trenkle, 2 André Olveira, 3 ???
5.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Andreas Kirner, 3 Micha Bächle, 4 Tobias Runge, 5 Frank Bausch, 6 ???, 7 Patrick Marx, 8 Pfarrer Hermann Litterst (1929-2013)

Hinter den Kindern erhebt sich der reich geschmückte Hochaltar mit Kerzen und Figuren, der dem Foto einen feierlichen Rahmen gibt. Rechts am Rand steht Stadtpfarrer Hermann Litterst (1929-2013), der den Kindern das Sakrament der ersten heiligen Kommunion spendete. Das Bild wird an einem Tag aufgenommen, der den Kindern und ihren Familien lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Standort des Fotografen: 47.882408, 8.344676

Damenmeisterschaft der Tennisgilde, September 1990

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Bei den Tennis-Damenmeisterschaft der Tennisgilde nehmen acht Paare teil. Unter der Turnierleitung von Sportwart Peter Rieck siegt das Nachwuchsdoppel Christine Amann und Tanja Riedlinger. Auf Platz 2 kommen Andrea Meutner und Bärbel Wider. Auf Platz 3 folgen Marianne Brugger und Martina Masuch und auf Platz 4 Ella Studer und Marina Pfaff.

1.Reihe, hockend, v.l.n.r.: 1 Martina Masuch, 2 Andrea Meutner, 3 Silvia Grieshaber (geb. Sibold), 4 Christine Amann
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Bärbel Wider, 2 Ursula Kramer (geb. Rieck), 3 Ella Studer (geb. Beck), 4 Marina Pfaff (geb. Studer), 5 Tanja Riedlinger, 6 Marianne Brugger (geb. Fehrenbach)

Standort des Fotografen: 47.900605, 8.333646

Schulklasse 8b der Realschule mit Lehrerin Heiler, 1996

Archiv der Realschule

Bunte Pullover, weite Schnitte, kräftige Farben und Muster, Sweatshirts und Jeans bestimmen das Bild. Die Klasse 8b hat sich im Schulhof aufgestellt, manche sitzen, andere stehen dahinter, alle dicht beieinander. Für einen kurzen Moment hält dieses Klassenfoto den Alltag an der Realschule fest. Man kennt sich gut, verbringt täglich Stunden miteinander, und doch ist spürbar, dass sich hier jede und jeder langsam seinen eigenen Weg sucht. Schule ist nicht nur Unterricht, sondern auch sozialer Raum: Freundschaften entstehen, Konflikte werden ausgetragen, erste Zukunftspläne geschmiedet. Noch scheint alles offen. Mitten unter den Schüler*innen steht Klassenlehrerin Ulrike Heiler, die seit 1979 an der Realschule unterrichtet.

1.Reihe, kniend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Goran Koren, 3 ???
2.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 Silvia Brunner, 4 Sarah Schmitt, 5 Benjamin Schelb, 6 Thomas Morent, 7 ???
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 Patrick Nikolaus, 2 Simon Fechti, 3 Mirijam Knöbel, 4 ???, 5 ???, 6 N. Köhler, 7 Lehrerin Ulrike Heiler
4.Reihe, stehend, v.l.n.r.: 1 ??? Volk, 2 Stefan Müller, 3 Tobias Oschwald, 4 N. Köhler, 5 Simon Huber, 6 ???, 7 Matthias Burger

Standort des Fotografen: 47.883761, 8.347388

Sanierung des Kirchturms der katholischen Pfarrkirche, Sommer 1990

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der Kirchturm verschwindet im Sommer 1990 fast vollständig hinter einem Gerüst. Die Uhr ist abmontiert, ganz oben auf der Kirchturmspitze befindet sich ein kleines Häuschen – ein provisorischer Arbeitsplatz in schwindelerregender Höhe. Hier oben wird gerade am höchsten Punkt der katholischen Pfarrkirche St. Michael gearbeitet, sichtbar für alle, die durch das Städtchen gehen und den Blick nach oben richten.

Vier Jahrzehnte sind seit der letzten großen Turmrenovierung vergangen, nun steht wieder eine umfassende Sanierung an. Die Fassade erhält einen neuen Anstrich, das Dach neue Ziegel, und auch der Kirchturm wird renoviert. In dem kleinen Häuschen an der Spitze ist der Restaurator Klaus Sigwart (1935-2018, Hüfingen) beschäftigt: Er reinigt das Turmkreuz und vergoldet es neu.

Der Turm selbst blickt zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Errichtet wurde er zwischen 1855 und 1857 am Westgiebel des Langhauses. Ein älterer Turm an der Südseite des Kirchenschiffes war nach einem Blitzeinschlag im Jahr 1834 so stark beschädigt, dass er abgetragen wurde. Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ deutliche Spuren: Luftangriffe beschädigten die Kirche, Fenster zerbrachen, das Dach musste nach Kriegsende notdürftig repariert werden.

In den 1950er Jahen und 1961 folgten schrittweise Erneuerungen. Neue Glocken ersetzten 1951 die im Krieg eingeschmolzenen, Dach, Putz und schließlich auch der Turm wurden instand gesetzt. 1955 wurde das Kirchendach neu eingedeckt. 1958 wurden Chor und Schiff neu verputzt. Im Sommer 1961 wurde der Kirchturm renoviert: Die Verputzarbeiten übernahm Gipsermeister Franz Schweizer, die Zimmerarbeiten führten Eugen Fehrenbach und Fritz Sibold aus. Der Turmhelm wurde mit neuem Kupferblech durch die Blechnermeister Anton Geisinger und Josef Heiler sowie Hubert Fuß (Reiselfingen) eingedeckt. Die Reinigung der Uhrenzifferblätter verantwortete Malermeister Karl Sibold. Die Reinigung und Vergoldung des Turmkreuzes übernahm damals Malermeister Karl Hepting.

Jetzt, im Jahr 1990, schließt sich dieser Kreis erneut. Noch ist der Turm verhüllt, doch bald wird das Gerüst verschwinden und das Kreuz auf der Turmspitze wieder von weitem zu sehen sein.

Standort des Fotografen: 47.882175, 8.344133

2 Fotos: Vergolden des Kreuzes auf der Kirchturmspitze, 1990

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.

Das Blattgold schimmert warm im gedämpften Licht unter der Plane. Hoch oben auf dem eingerüsteten Turm der katholischen Pfarrkirche St. Michael arbeitet der Hüfinger Restaurator Klaus Sigwart (1935-2018) mit ruhiger Hand am Kreuz der Kirchturmspitze. Jeder Handgriff muss sitzen, denn hier, 51 Meter über dem Boden, ist kein Platz für Hast.

Der zwischen 1855 und 1857 errichtete Kirchturm wird gerade umfassend renoviert und ist vollständig eingerüstet. Kreuz und Kugel an der Spitze werden neu vergoldet. Rund 6.000 hauchdünne Blättchen reinen Blattgolds werden einzeln aufgetragen. Was hier oben entsteht, soll Wind und Wetter viele Jahre standhalten. Noch ist alles hinter Planen verborgen. Doch bald wird das Gerüst verschwinden, und das frisch vergoldete Kreuz wieder über Löffingen leuchten.

Standort des Fotografen: 47.882524, 8.344101

2 Fotos: Ski-Club auf der Loipe in der »Breiten«, 1991

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Nach zwei Wintern ohne ausreichende Schneedecke ist es endlich wieder soweit: Der Skiclub kann zu einem Langlauf einladen. Bei strahlendem Winterwetter stehen 22 Teilnehmer*innen an der Loipe in der »Breiten« bereit. Für viele bietet sich damit die Gelegenheit, die 15-Kilometer-Strecke für das Deutsche Sportabzeichen zu nutzen.

Der älteste Starter ist Walter Egle, Ehrenvorsitzender des Skiclubs. Zu den jüngsten gehören Thomas Volk, Martin Heiler und Thomas Morent. Auch politischer Einsatzwille zeigt sich auf den Skiern: Die Stadträte Theo Walz und Hubert Volk sind mit am Start.

Die Organisation liegt in den bewährten Händen des Vorsitzenden Erich Satler und seines Mitstreiters Peter Conzelmann. Die Zeitmessung übernehmen Karl Schreiber und Irene Egy. Bei der anschließenden Siegerehrung überreicht Erich Satler allen Teilnehmenden eine Urkunde. Ihre gelaufenen Zeiten fließen zugleich in die Dreierkombination des Skiclubs ein – neben Langlauf gehören auch Riesenslalom und Kegeln zu dieser Wertung.

Zu sehen sind u.a. Walter Egle (18), Otmar Heiler (12), Peter Conzelmann, Erich Satler (5) und Fritz Höcklin.

Standort des Fotografen: 47.883152, 8.336272

Klassentreffen des Jahrgangs 1926/27 am »Spritzestägli«, ca. 1990

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Karl Koch zur Verfügung.

Rund fünf Jahrzehnte nach ihrer gemeinsamen Schulzeit haben sich die ehemaligen Mitschüler*innen des Jahrgangs 1926/27 zu einem Klassentreffen versammelt. Die Aufnahme entsteht am »Spritzestägli« – einer kleinen Treppe, die die Alenbergstraße mit der Vorstadtstraße verbindet.

12 Frauen und Männer posieren in zwei Reihen, freundlich lächelnd, manche Arm in Arm. Man spürt Vertrautheit und Wiedersehensfreude. Ihre Kleidung ist elegant, aber unaufgeregt – Anzüge, Kostüme, gemusterte Blusen, Krawatten. Im Hintergrund sind die Häuser der Vorstadtstraße zu erkennen.

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Helmut Münzer (1926-2015), 2 Anneliese Roth (geb. Fehrenbach, 1926-2016), 3 Erich Adrion (1926-2001), 4 Herta ??? (geb. Hofmaier), 5 Elisabeth Dunkels (geb. Geisinger?), 6 Rosel Nägele
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 Anton Heizmann (1927-2015), 2 Lore Echtle (geb. Ganter, 1926-2014), 3 Andreas Nobs (1926-2005), 4 Liesel Kirner, 5 Hermann Sibold, 6 Franz Rosenstiel (1927-2006)

Zum Jahrgang gehören außerdem: Rudolf Egle, Hermann Geisinger (1926-1989), Mathilde Schmid (geb. Geisinger, 1926-1989), Walter Köpfler

Standort des Fotografen: 47.884529, 8.345473

Narrenvater Josef Hoitz beim Briefkasten der »Laternenpost«, Januar 1994

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz (1930-2024) hat bei der Volksbank wieder den Narrenbriefkasten installiert. Er hofft auf viele kreative Zuschriften für die Narrenzeitung »Laternenpost«. Auf dem Briefkasten ist ein Aufkleber angebracht, der die Laterne der »Laternenbrüder« und die Masken der »Hansele« und »Hexen« zeigt.

Standort des Fotografen: 47.883745, 8.344859

2 Fotos: Ehrung von Rosa Köpfler im Gasthaus »Ochsen«, 1998

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Der über der Eingangstür angebrachte Segen der »Sternsinger« verrät das Jahr, in dem dieses Foto entsteht: 1998. Seit 35 Jahren betreibt Rosa Köpfler (1926-2015) das Gasthaus »Ochsen« in Löffingen. Zu diesem Jubiläum wird sie gemeinsam mit ihrer Tochter Erika Köpfler geehrt. Ein großer Blumenstrauß und ein Geschenk werden überreicht – Zeichen der Anerkennung für jahrzehntelanges Engagement in der Gastronomie. Neben den beiden Frauen steht ein Mann im Anzug: Es ist Gerd Hug, der Bezirksvertreter der Fürstlich Fürstenberigschen Brauerei Donaueschingen.

V.l.n.r.: 1 Rosa Köpfler (1926-2015), 2 Gerd Hug, 3 Erika Köpfler

Rosa Köpfler, gebürtig aus Immendingen, hatte 1951 den Metzgermeister Helmut Köpfler (1925-1980) geheiratet. 1963 übernahm das Ehepaar das Traditionshaus von Helmut Köpflers Mutter, Anna Köpfler (geb. Gromann). Das Gasthaus wurde 1968 teilweise abgebrochen und modernisiert, wobei man ein zusätzliches Stockwerk aufsetzte. Nach dem frühen Tod ihres Mannes führte Rosa Köpfler den Betrieb allein weiter – eine enorme Aufgabe, denn der »Ochsen« war Treffpunkt für viele Vereine und bot auch Gästezimmer an. Ferien oder Ruhetage gönnte sie sich kaum.

1999 verkauft sie schließlich den »Ochsen«, der daraufhin von Alexandra und Peter Faißt übernommen wurde. Die langjährige Wirtin, deren Name seit Jahrzehnten mit der Gaststätte verbunden ist, stirbt am 20. Juli 2015 im Alter von 88 Jahren.

Standort des Fotografen: 47.884005, 8.345292