Neubau vom Haus Sibold in der Kirchstraße, 1983

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Zur Zeit klafft mitten im Altstadtring eine Lücke, durch die man von der Kirchstraße aus zum Farrenstall in der Bittengasse hindurchblicken kann. Aber die Vorbereitungen zur Errichtung eines Neubaus sind in vollem Gange. Die Brandmauern von den beiden Nachbarhäusern, Laufer zur linken (Kirchstr. 17) und Stephani zur rechten (Kirchstr. 21), werden abgestützt.

Am 15. Juli 1982 war das Haus von Landwirt Adolf Sibold abgebrannt. Zerstört wurden sowohl der Wohnbereich als auch die Ökonomie, in der das Feuer ausgebrochen war. Die Brandruine wurde im September 1983 abgetragen. Der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses erfolgt nach Plänen des Rötenbacher Architekten Eugen Knöpfle. Im Herbst 1984 wird der Bau fertiggestellt und die Dorgeriemarkt-Kette »Schlecker« eröffnet im Erdgeschoss eine Filiale.

Standort des Fotografen: 47.883119, 8.344534

Haus Kuster in der Kirchstraße mit Brunnen, ca. 1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Kuster zur Verfügung.

Das Haus Kuster (Kirchstr. 14) ist nach seinem Umbau kaum mehr wiederzuerkennen. In der rechten Gebäudehälfte, in der sich der Ökonomiebereich befand, sind jetzt moderne Garagentore, zurückgesetzte Balkone und Fenster zu sehen. Doch auch die linke Gebäudehälfte ist modernisiert: Der »Kolonialwarenladen«, der schon in zweiter Generation betrieben wird, hat einen neuen Eingang und breite Schaufenster erhalten. Die hölzernen Fensterläden im ersten und zweiten Obergeschoss sind entfernt worden. Auch das Dach ist komplett erneuert.

Das Haus gehört Hans Kuster (1918-1967) und seiner Ehefrau Maria Kuster geb. Häusle (1921-2006). Die beiden führen darin bis 1972 das von den Eltern übernommene Lebensmittelgeschäft.

Der Brunnen im Vordergrund wird von der Figur der Heiligen Elisabeth gekrönt. Das Wasserbecken ist zur Zeit leer. Da der Brunnen zunehmend zum Verkehrshindernis wird, muss er zehn Jahre später weichen.

Standort des Fotografen: 47.883012, 8.344007

2 Fotos: Narrengruppe in der Maienlandstraße, Fasnacht 1986

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Acht Putzfrauen, mit Eimern, Reinigungsmittel, Kehrschaufel, Staubwedel und Klopapierrollen bewaffnet, ziehen durch die Maienlandstraße. Es geht laut her, denn es wird nicht nur eifrig geputzt, sondern auch viel getratscht und gelacht. Hahn im Korb ist der achtjährige Andreas Feser, der seine Mutter begleitet. Im Hintergrund gesellt sich außerdem Anton Heizmann (1927-2015) als Passant mit auf das Foto.

Oberes Foto
V.l.n.r.: ???, Anton Heizmann, ???, ???, Lydia Kaiser, Andreas Feser, ???, Renate Fehrenbach (geb. Satler), Waltraud Knöpfle, Gertrud Feser (geb. Lux)

Auf dem Bild sind außerdem Hella Schreiber und Maria Jaschke zu sehen.

Im Hintergrund ist das Haus Honold (Maienlandstr. 2) eingerüstet. Der Ökonomiebereich wurde abgerissen und die rechte Gebäudehälfte als Wohnhaus neu erbaut. Die Fassade ist frisch verputzt und gestrichen.

Standort des Fotografen: 47.884357, 8.343356

2 Fotos: Vesperpause der Laternenbrüder im Mailänder Tor, 1976

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Nein, »s’goht« noch lange nicht »dagege«! Und trotzdem sind die »Laternenbrüder« im Einsatz. Ihre typische Kleidung tragen sie nicht, denn die Fasnacht ist noch weit. Kein blauer Kittel, kein schwarzer Rundhut und auch kein Barett sind zu sehen. Statt dessen sitzen sie bei einer Vesperpause zusammen.

Das Mailänder Tor ist für den Verkehr gesperrt, denn dort haben die »Laternenbrüder« ein Gerüst aufgebaut. Sie nehmen die Renovierung des Torgebäudes in die eigene Hand, verputzen es teilweise neu und streichen die Fassade. Nur die Materialkosten in Höhe von 500 DM stellen sie der Stadt in Rechnung. Als sichtbares Zeichen ihres Arbeitseinsatzes hängen sie zum Abschluss eine große Laterne in der Tordurchfahrt als Lampe auf.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: Franz Schweizer, Josef Guth, Karl Sibold, Siegfried Dieterle, Michael Kasprowicz, Josef Hoitz
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Josef Benitz, Heinrich Wider, Wilfried Vogt, Nicolai Belcic

Standort des Fotografen: 47.883968, 8.343711

Renovierung des ehemaligen Pfarrhauses, ca. 1952

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Mathilde Ganter zur Verfügung.

Sieben Jahre ist es her, dass das katholische Pfarrhaus (Untere Hauptstr. 10) bei einem Fliegerangriff am Ende des Zweiten Weltkrieges stark beschädigt wurde. Der Stadtpfarrer und die Vikare fanden in der Kaplanei eine neue provisorische Bleibe, bis im Pfarrweg ein moderner Neubau errichtet wurde. Das ehemalige Pfarrhaus wird zur Zeit renoviert, wie der Blick vom Kirchturm zeigt. Es ist eingerüstet, das Dachgeschoss wird ausgebaut, mit Dachgauben versehen und neu eingedeckt. Nach dem Abschluss der Renovierungsarbeiten wird darin die Landwirtschaftsschule eröffnet.

Es ist ein altehrwürdiges Gebäude, das 1788 als Barockhaus erbaut wurde. Die Pfarrscheuer, die ursprünglich daneben stand, musste dem Bahnbau weichen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite standen bis zum Fliegerangriff am 25. Februar 1945 zwei weitere Gebäude, die komplett zerstört wurden. Das Haus Kaus, ebenfalls ein Barockhaus, wurde nicht wieder aufgebaut. Anstelle des Hauses Zepf steht nun ein Neubau (Untere Hauptstr. 9), dessen Rohbau vollendet ist: Er gehört dem Schuhmachermeister Arno Adrion. 1956 wird das Haus von der Drogistin Rosa Pacher übernommen.

Standort des Fotografen: 47.882599, 8.343920

Haus Mestag in der Vorstadtstraße, ca. 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Egon Bader zur Verfügung.

Als »einstöckiges Wohnhaus mit gewölbtem Keller« wird das kleine, neu erbaute Haus in der Vorstadtstraße im Feuerversicherungsbuch 1909 genannt. Viele Jahre war es im Besitz der Familie Selb. 1922 erbte es der Uhrmachermeister Friedrich Wilhelm Selb. 1970 ging es dann an Franz Bader sowie Michael Mestag und Elke Mestag geb. Wiek. Äußerlich hat es sich in all den Jahren kaum verändert.

Standort des Fotografen: 47.884688, 8.346271

Blick auf das Städtchen und den eingerüsteten Kirchturm, 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Vom Haus von Dr. med. Lüdemann-Ravit in der Bonndorfer Straße fällt der Blick über die Bahnlinie hinweg in Richtung Städtchen. Zu sehen sind die beiden Häuser im Pfarrweg: Das Haus von Landwirt Ernst Heiler (Pfarrweg 1) und das Haus von Witwe Emma Butsch (Pfarrweg 2). Das katholische Pfarrhaus ist noch nicht erbaut, sodass der Blick über Gärten hinweg ungehindert bis zum 1949 erbauten Haus von Zahnarzt Paul Gwinner (Seppenhofer Str. 2) fällt.

Ins Auge sticht aber vor allem der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Der 57 Meter hohe Kirchturm ist gerade eingerüstet, denn er wird renoviert. Bislang war das Mauerwerk des Turmes sichtbar, jetzt wird er verputzt.

Standort des Fotografen: 47.880836, 8.343981

Blick auf die Bahnlinie und das Städtchen, 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Wolfgang Lüdemann-Ravit zur Verfügung.

Eine große Rauchwolke stößt die Dampflokomotive aus, die am Städtchen vorüber fährt. Es handelt sich um eine badische Vlc der Baureihe 75.4. Der Zug kommt vom Bahnhof Löffingen und fährt weiter in Richtung Donaueschingen. Eben fährt der Zug unter einer Eisenkonstruktion hindurch, die vom Pfarrweg über die Bahnlinie zur Göschweiler Straße hinüber gespannt ist. Sie dient vermutlich als Rohr- oder Leitungsüberführung.

Noch ist der Neubau des katholischen Pfarrhauses (Pfarrweg 3) nicht gebaut. Stattdessen erstrecken sich dort große Gärten. Der Blick fällt zum Haus Gwinner (Seppenhofer Str. 2), das der Zahnarzt Paul Gwinner 1949 baute. Der dahinter aufragende Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist gerade eingerüstet: Er wird renoviert und das Mauerwerk verputzt.

Standort des Fotografen: 47.880848, 8.343958

2 Fotos: Renovierung der Witterschneekirche, 1977/78

Diese Fotos stellte uns dankenwerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.

76 Jahren nach der feierlichen Weihung der neoromanischen Wallfahrtskirche wird die Außenfassade der Witterschneekirche 1977/78 unter Stadtpfarrer Hermann Litterst renoviert. Als das Gerüst entfernt wird, erstrahlt das Kirchengebäude in neuem Glanz.

1983 erfolgt dann noch eine Innenrenovierung, bei der Verputz- und Feuchtigkeitsschäden an der Decke und den Wänden behoben werden.

Standort des Fotografen: 47.892913, 8.336620

Blechnerarbeiten bei der Kirchturmrenovation, 1990

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Karl Hauger zur Verfügung.

Der Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist eingerüstet und wird renoviert. Nicht nur das Kreuz auf der Kirchturmspitze in 57 Meter Höhe wird vergoldet. Auch die Fassade wird frisch gestrichen und Blechnerarbeiten durchgeführt. Aus schwindelerregender Höhe hat man einen grandiosen Blick auf das Städtchen. Blechnermeister Josef Heiler und seine Tochter Anette Heiler machen ein Päuschen und genießen die Aussicht.

Standort des Fotografen: 47.882635, 8.344047

Hansele am Mailänder Tor, Fasnacht 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Dichtes Gedränge herrscht am Schmutzigen Dunschdig auf dem unteren Rathausplatz. Gleich werden die Zwanzigjährigen den Narrenbaum vor dem Café Fuss aufstellen. Zwei Hansele stehen dicht umringt von anderen Schaulustigen.

Im Hintergrund ist die Ruine des Hauses Müller (Demetriusstr. 13) zu sehen, das 1969/70 abgebrannt war. Das Haus Egle (Demetriusstr. 14) ist gerade eingerüstet und wird renoviert. Offenbar muss der durch das Löschwasser entstandene Schaden behoben werden.

Standort des Fotografen: 47.883922, 8.343750

Blick auf den eingerüsteten Kirchturm, 1961

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der 1855 gebaute Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist komplett eingerüstet. Er wird saniert, das Kupferdach erneuert und sein Mauerwerk verputzt. Das Foto wird vom Rathausturm aufgenommen. Der Blick fällt über die Dächer der Häuser am Rathausplatz, der Eggertenstraße und der Kirchstraße.

Standort des Fotografen: 47.883856, 8.344266