Kinder auf der Treppe vor dem Haus Selb, ca. 1929

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christa Egle und Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Eng geht es zu auf der Treppe vor dem Haus Selb (Rötengasse 2), wenn sich zehn Kinder der Nachbarschaft darauf drängen. Aber alle finden Platz, verdecken sich nicht gegenseitig und sind auf dem Gruppenfoto bestens zu erkennen. In der Tür steht Rosa Selb (geb. Schmidt, 1902-?).

1.Reihe, v.l.n.r.: Mathilde Wider, ???, Otto Selb (geb. 1927), ???
2.Reihe, v.l.n.r.: ???, Maria Egle (1925-2008), ???
3.Reihe, v.l.n.r.: Alfred Egle (1920-2001), Maria Wider (1922-2013), ???

Standort des Fotografen: 47.885362, 8.342169

Schneeberge in der Maienlandstraße, 2008

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

In Zeiten des Klimawandels sind Anblicke wie dieser selten geworden. Aber alle paar Jahre schneit es dann doch mal ordentlich und die weiße Pracht bleibt wenigstens ein paar Tage liegen. Die Maienlandstraße hast sich in eine Winterlandschaft verwandelt. Die Schneerberge türmen sich links und rechts der Fahrbahn.

Auf der linken Straßenseite ist das Haus Strobel (Maienlandstr. 3) zu sehen, das im April 2010 abgerissen wird. Es folgt das Haus Ganter (Weberweg 2) und am Ende der Straße das Haus Veith (Rötengasse 2).

Standort des Fotografen: 47.884196, 8.343567

Aufräumarbeiten in der Rötengasse nach dem Hochwasser, Juli 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zur Verfügung.

Der Spuk ist vorüber, jetzt können die Schäden in Augenschein genommen werden, die das kräftige Sommergewitter am Donnerstag, den 10. Juli 1975 angerichtet hat. Innerhalb von drei Stunden war ein Niederschlag von 86 Liter pro m² auf Löffingen runtergegangen. Der Stadtbach, der ab dem Maienland eingedohlt ist und normalerweise ruhig unter dem Städtchen durchfließt, konnte die Wassermassen nicht mehr fassen. Die Fluten bahnten sich am Haus von Paula Veith geb. Schweizer (Rötengasse 2) vorbei ihren Weg über die Maienlandstraße in Richtung Städtchen. Jetzt heißt es Keller auspumpen und aufräumen.

Standort des Fotografen: 47.885350, 8.342004

Hausschlachtung eines Schweines in der Rötengasse, ca. 1939

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Christa Egle zur Verfügung.

Das Foto wird vermutlich kurz vor dem Zweiten Weltkrieg aufgenommen. Denn während des Krieges sind Lebensmittel rationiert und nur über Bezugsscheine (Lebensmittelkarten) erhältlich. Gerne greift man daher auf die Möglichkeit der Hausschlachtung zurück, um den eigenen Haushalt mit Fleisch und Wurst zu versorgen. »Schwarzschlachten« ist strengstens verboten, denn natürlich wird das geschlachtete Fleisch auf die zustehenden Rationen angerechnet.

Familie Egle in der Rötengasse ist gerade dabei, ein Schwein zu schlachten. Das Scheunentor ihres Anwesens ist weit geöffnet. Alfred Egle (1920-2001) und Erwin Egle (1915-1948) stehen mit dem Tier am Zuber. Im Hintergrund steht Fritz Egle (1929-2017). Mit deutlichem Abstand beobachtet am rechten Bildrand die 7-jährige Hedwig Egle (1932-2020) das blutige Schauspiel.

Erwin Egle stirbt 1948 im Alter von 33 Jahren in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Alfred Egle kehrt wohlbehalten aus dem Krieg in die Heimat zurück.

Standort des Fotografen: 47.885325, 8.341479

20-Jährige mit Narrenbaum in der Maienlandstraße, Fasnacht 1982

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die 20-Jährigen tragen ihren Narrenbaum durch die Maienlandstraße in Richtung Städtchen. Es ist »Schmutziger Dunschdig« und wie jedes Jahr wird der Baum gleich auf dem unteren Rathausplatz aufgestellt. Soeben kommt der Zug der 20-Jährigen am Haus Müller (Maienlandstr. 5) vorüber. Hinter dem glänzenden Schaufenster sind Fahrräder und andere Zweiräder ausgestellt.

Standort des Fotografen: 47.884839, 8.342998

Blick vom Rathausturm ins Maienland, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vom Rathausturm fällt der Blick über die Dächer der Häuser in der Demetriusstraße mit ihren Staffelgiebeln hinweg in das Maienland. Zwischen dem Altstadtring und den ersten Häusern im Maienland erstrecken sich große Gärten. Weder das Haus Sibold (Maienlandstr. 4) noch das Haus Müller (Maienlandstr. 5) sind zu diesem Zeitpunkt bereits gebaut. Und auch die Villa Gugelberger (Maienlandstr. 6), die als Kinderheim genutzt wird, steht erst seit Mitte der 1930er Jahren.

Standort des Fotografen: 47.883840, 8.344186

Blick in die verschneite Rötengasse, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Die Rötengasse hinunter fällt der Blick in Richtung Bahnlinie. Alles ist tief verschneit. Es ist ein sonniger Wintertag. Das Sonnenlicht, das sich im weißen Schnee reflektiert, ist gleißend. Rechts ist der Schopf und das Wohnhaus von Pflästerer Ludwig Storz (Maienlandstr. 10) zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen die Häuser von Rentner Karl Selb (Rötengasse 2), Familie Wider (Rötengasse 4) und Mauermeister Alfred Egle (Rötengasse 6). Fotografiert wird das Winteridyll von Buchbinder Albert Rebholz (1907-1962), der mit seinem Fotoapparat losgezogen ist, um das verschneite Städtchen zu fotografieren.

Standort des Fotografen: 47.885286, 8.342816

20-Jährige mit Narrenbaum in der Maienlandstraße, Fasnacht 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Durch die Maienlandstraße tragen die 20-Jährigen den über 20 Meter langen Narrenbaum ins Städtchen. Sie hatten sich zuvor am Gasthaus »Pilgerhof« gesammelt. Gleich werden sie auf dem unteren Rathausplatz ankommen, den Baum vor dem Cafe Fuss aufstellen und auf die Laterne der Laternenbrüder vereidigt werden.

Auf dem Foto ist links Clemens Rebholz zu sehen. Die jungen Frauen daneben sind v.l.n.r. ???, Erika Kirner, Waltraud Kuttruff, ??? Bank, ???.
Dahinter marschieren Christa Trenkle und ??? Höcklin. Der Junge ganz rechts ist Thomas Rebholz.

Standort des Fotografen: 47.884819, 8.342990

Hochwasser in der Rötengasse, 10. Juli 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Fritz Adrion zur Verfügung.

An der Einmündung der Rötengasse in die Maienlandstraße hat sich ein großer See gebildet. Bei einem kräftigen Gewitterschauer wurden Heu und Stroh von den Feldern geschwemmt, die Abläufe und Kanäle verstopften. Der Stadtbach trat über die Ufer und suchte sich oberirdisch seinen Weg durch das Städtchen. Das Wasser in den Straßen erreicht eine Höhe von bis zu einem halben Meter.

Der Fotograf steht auf einem erhöhten Standort im oberen Teil der Rötengasse, um trockene Füße zu behalten. Sein Blick fällt auf die Wassermassen und die Häuser von Paula Veith geb. Schweizer (Rötengasse 2), von Albert und Mathilde Schwörer (Rötengasse 4), das gerade eingerüstet ist, und von Familie Egle (Rötengasse 6).

Standort des Fotografen: 47.885261, 8.342838

2 Fotos: »Bhagwan«-Gruppe der Realschule in der Maienlandstraße, Fasnacht 1988

Sammlung Familie Waßmer

Die Zehntklässler der Realschule haben sich an Fasnacht als Anhänger des indischen Philosophen Bhagwan (1931-1990) verkleidet, des Begründers der nach ihm benannten Bewegung. In den 1970er und 80er Jahren wird sie in der Öffentlichkeit, teilweise diffamierend, als »Sekte« bzw. »Jugendsekte« bezeichnet. Die Presse berichtet immer wieder reißerisch über den exzentrischen »Guru«. Seine vielen Rolls-Royce und seine brillantenbesetzte Armbanduhren sind beliebte Themen für die Berichterstattung. Grund genug für die Zehnklässler, in diese Rolle zu schlüpfen. Kostümiert mit roten wallenden Kleidern bewegen sie sich, eine Sänfte tragend, die Maienlandstraße hinab. Eben kommen sie am Haus ihres Klassenlehrers vorbei.

Standort des Fotografen: 47.885352, 8.342508

Ferienkinder des Kindererholungsheimes bei einem Spaziergang in der Rötengasse, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Maria Baumann zur Verfügung.

Es ist Winter und es liegt Schnee. Kinder, die ihre Ferien im Kindererholungsheim Gugelberger (Maienlandstr. 6) verbringen, brechen zu einem Spaziergang auf. Frische Luft ist schließlich gesund. Sie werden von der Kinderschwester Maria Frey begleitet.

Das Foto ist in der Rötengasse aufgenommen. Links ist das Haus Wider zu sehen, das später von der Tochter Mathilde Schwörer geb. Wider (1921-2015) übernommen wird. Das zweistöckige Haus verfügt noch über einen Ökonomieteil mit Stallung und Scheune.

Standort des Fotografen: 47.885269, 8.341717