20-Jährige mit Narrenbaum im Maienland, Fasnacht 1979

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vis-à-vis vom Gasthaus »Pilgerhof« im Maienland sammeln sich die Zwanzigjährigen. Sie sind in ein einheitliches rot-blaues Kostüm gekleidet. Der geschmückte Narrenbaum liegt hinter ihnen auf Holzböcken. Gleich werden sie ihn in das Städtchen tragen und vor dem Café Fuss aufstellen.

Wer erkennt die Zwanzigjährigen?
1. Reihe (liegend), v.l.n.r.:
2. Reihe, v.l.n.r.:
3. Reihe, v.l.n.r.:
4. Reihe, v.l.n.r.:

Standort des Fotografen: 47.886633, 8.341805

Goldene Hochzeit von Justus und Albertine Benz, Juni 1932

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.

Das Jubelpaar Justus Benz (1855-1935) und Albertine geb. Merz (1862-1936) sitzt in der Mitte. Sie feiern ihre Goldene Hochzeit. Kinder und Enkelkinder sind zusammen gekommen, um zu gratulieren. Geheiratet haben die beiden am 12. Juni 1882. Das Foto entsteht im Garten hinter ihrem Haus (Maienlandstr. 27). Drei Jahre nach der Goldenen Hochzeit stirbt Justus Benz am 14. Februar 1935 im Alter von 79 Jahren. Seine Witwe Albertine, die gebürtig aus Bruggen bei Wolterdingen stammt, folgt ihm ein Jahr später am 24. Februar 1936.

  1. Reihe, v.l.n.r.: ???
    2. Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, Kind, Albertine Benz geb. Merz, Justus Benz, Kind, Hedwig Maier geb. Benz, ???, Agathe Faller geb. Benz, ???
    3. Reihe, v.l.n.r.: ??? Strobel (Vater von Hans und Hermine Strobel)
    4. Reihe, v.l.n.r.: Else Rokoschoski geb. Benz, ???, Maria Faller, Hermine van Dungen geb. Strobel (1917-?)
    5. Reihe, v.l.n.r.: Architekt Hans Strobel (1913-1964), Mathilde Schilling geb. Strobel, Ernst Faller, Beppi Benz (»de Diese«), ???, ???, Franz Faller

Standort des Fotografen: 47.886458, 8.340933

20-Jährige mit Narrenbaum im Maienland, Fasnacht 1970

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Beim Gasthaus »Pilgerhof« sammeln sich die Zwanzigjährigen des Geburtsjahrgangs 1949/50. Heute ist Schmutziger Dunschdig, also ihr großer Tag. Gleich werden sie den Narrenbaum in das Städtchen tragen und ihn dort auf dem Rathausplatz aufstellen.

Rechts im Hintergrund ist das Haus Benz (Maienlandstr. 27) zu sehen. Eigentümer des Anwesens war bis 1969 der Landwirt Fritz Benz (1925-?). Dann kauften die Wirtsleute Josef und Anita Hoitz das Anwesen. Im selben Jahr, in dem die beiden Fotos der Zwanzigjährigen aufgenommen werden, brennt das Anwesen bis auf die Grundmauern ab. Es wird nicht wieder aufgebaut. Stattdessen wird ein Parkplatz für die Gäste des Gasthauses »Pilgerhof« angelegt.

1. Reihe, v.l.n.r.: Gabi Vogt, Irene Mürb (verh. Benz), Rosi Bader (verh. Straub), Irmentrude Eggert (verh. Knöpfle), Roswitha Bader (verh. Berberich) und Elfriede Fehrenbach.
2. Reihe, v.l.n.r. (leicht knieend): Erika Köpfler (verh. Rogg) und Marianne Fehrenbach (verh. Brugger).
3. Reihe, v.l.n.r.: Lore Vogelbacher (verh. Jordan), Christel Mayer (verh. Wehrle), Rita Schmid (verh. Bölle), Lydia Trenkle (verh. Reichmann) und Ursula Kühl (verh. Sigwart).

Auf dem unteren Gruppenfoto sind zusätzlich folgende Zwanzigjährige zu sehen: Wilfried Münzer (2.v.l.), Clemens Rebholz (1.v.r.) und Mechthilde Binder (verh. Rheiner) (3.v.r.).

Standort des Fotografen: 47.886776, 8.341651

Gasthaus »Pilgerhof« in der Maienlandstraße, ca. 1959

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Das Gasthaus »Pilgerhof« wird seit dem Tod ihres Ehemannes 1940 von der Witwe Rosa Vogel geb. Faller betrieben. Seit 1871 besitzt das Gasthaus im Maienland, ideal am Weg der Wallfahrer zum Witterschneekreuz gelegen, das Schankrecht. Doch die modernen Zeiten machen auch nicht vor dem »Pilgerhof« Halt. Auf dem Foto ist zu sehen, dass gerade bauliche Veränderungen durchgeführt werden, die das Aussehen der Bauernwirtschaft stark verändern. Im Obergeschoss wurden alle Sprossenfenster durch moderne Fenster ersetzt, ein besonders breites Fenster wurde über der Stalltür in die Fassade gebrochen. Bald wird der Ökonomieteil vollständig verschwinden.

1963 übernimmt Anita Hoitz geb. Gaede mit ihrem Ehemann Josef zunächst als Pächter, später als Eigentümer das Gasthaus. Sie bauen das Gebäude vollständig um und führen die traditionsreiche Wirtschaft zu einer neuen Blüte. 30 Jahre später verkauft das Ehepaar Hoitz den »Pilgerhof« an die Wirtsleute Manfred und Rita Karbacher. Im November 1993 wird das Gebäude bei einem Großbrand zerstört. 2001 wird Brandruine der linken Gebäudehälfte abgetragen

Standort des Fotografen: 47.887106, 8.341441

Zwanzigjährige in der Maienlandstraße, Fasnacht 1984

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Dietmar Vogt zur Verfügung.

Eine grüne Hose? Ein gelbes Hemd? Und rote Haare? Wenn das nicht der Klabautermann Pumuckl ist! Anfang der 1980er Jahre erfreut sich die Figur duch die gleichnamigen Kinderbücher, aber vor allem durch die Fernsehserie »Meister Eder und sein Pumuckl« (ab 1982) großer Popularität. Ein Grund für die Zwanzigjährigen, an Fasnacht als Kobolde ihr Unwesen zu treiben. Auf dem Foto sammeln sie sich gerade vor dem Gasthaus »Pilgerhof« in der Maienlandstraße, bevor sie gleich den Narrenbaum in das Städtchen tragen, um ihn auf dem Rathausplatz aufzustellen.

Wer weiß, wie die Zwanzigjährigen heißen?

Standort des Fotografen: 47.886657, 8.341805

Haus Fehrenbach mit Autogarage in der Maienlandstraße, ca. 1950

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Sigrid und Eugen Fehrenbach zur Verfügung.

Dieses Foto wurde nicht aufgenommen, um das Haus Fehrenbach (Maienlandstr. 29) am rechten Bildrand oder das Haus Benz (Maienlandstr. 27) im Hintergrund festzuhalten. Das Interesse des Fotografen galt vielmehr der neugebauten Autogarage, die offenbar der ganze Stolz von Familie Fehrenbach war.

Zuvor hatte sich an der Stelle ein Misthaufen befunden, der von den Fehrenbachs und vom gegenüber liegenden Gasthaus »Pilgerhof« gemeinsam genutzt wurde. Der Misthaufen wurde nun wegrückt und weiter nach unten verbannt. Dadurch entstand Platz für die Garage. Nur schade, dass das Auto nicht mit auf dem Foto zu sehen ist.

Standort des Fotografen: 47.886984, 8.341573

Bombenschaden am Haus Benz in der Maienlandstraße, Februar 1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Anni Zumstein zur Verfügung.

Vier Männer stehen in der Maienlandstraße und starren vor sich hin. Nach dem Fliegerangriff vom 19. Februar 1945 ist vorerst wieder Ruhe eingekehrt, aber von Normalität kann keine Rede sein. Die Zerstörungen sind unübersehbar: Beim Haus Benz ist das Dach abgedeckt und die Fenster sind beschädigt. Dabei hatte der Landwirt Johann Benz noch Glück im Unglück. Das Nachbarhaus von Familie Reichhart wurde durch einen Volltreffer komplett zerstört. Zwei Kinder, Lothar Heinz Maier (1942-1945) und Siegfried Schiehle (1936-1945), wurden verschüttet und konnten nur tot geborgen werden.

Standort des Fotografen: 47.886653, 8.341696

Zerbombtes Haus Reichhart in der Maienlandstraße, Februar 1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Lotte Ratzer zur Verfügung.

Am 19. Februar 1945 heulen gegen 15.20 Uhr die Sirenen. Alliierte Jagdflieger werfen Fliegerbomben auf Löffingen ab. Das Haus Reichhart in der Maienlandstraße wird durch einen Volltreffer komplett zerstört. Zwei Todesopfer sind hier zu beklagen. Verschüttet und nur tot geborgen werden Lothar Heinz Maier (1942-1945), der nur 2 Jahre und 4 Monate alt wurde, und Siegfried Schiehle (1936-1945), der im Alter von 8 Jahren und 4 Monaten zu Tode kommt.

Standort des Fotografen: 47.886653, 8.341696

Brand des Hauses Benz in der Maienlandstraße, 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.

Schaulustige sind in der Maienlandstraße zusammengeströmt. Sie schauen zu, wie das Haus Benz (Maienlandstr. 27) in Schutt und Asche sinkt. Der Dachstuhl ist komplett ausgebrannt, ebenso der Ökonomieteil auf der rechten Seite. Das Haus Benz war ein typisches einstöckiges Tagelöhner-Häuschen. Die Ökonomie mit ihrer Wiederkehr zum Garten hin war aber durchaus groß. Eigentümer des Anwesens war seit 1957 der Landwirt Fritz Benz (1925-?), der es nach dem Tod seines Vaters Johann Benz (1885-1955) übernommen hatte. Ein Jahr vor dem Brand hatte das Ehepaar Jupp und Anita Hoitz das Anwesen gekauft, die den gegenüberliegenden »Pilgerhof« betreiben. Sie lassen die Brandruine abreißen und legen einen Parkplatz für ihre Gäste an.

Standort des Fotografen: 47.886768, 8.341845

Brand des Hauses Benz in der Maienlandstraße, 1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Werner Lubrich zur Verfügung.

Schaulustige schauen zu, wie das Haus Benz in der Maienlandstraße in Schutt und Asche sinkt. Der Dachstuhl ist komplett ausgebrannt, ebenso der Ökonomieteil auf der rechten Seite. Ein Feuerwehrmann richtet den Wasserstrahl auf das Nachbarhaus, um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern.

Das Haus Benz war ein typisches einstöckiges Tagelöhner-Häuschen. Die Ökonomie mit ihrer Wiederkehr zum Garten hin war aber durchaus groß. Eigentümer des Anwesens war seit 1957 der Landwirt Fritz Benz (1925-?), der es nach dem Tod seines Vaters Johann Benz (1885-1955) übernommen hatte. Ein Jahr vor dem Brand hatte das Ehepaar Jupp und Anita Hoitz das Anwesen gekauft, die den gegenüberliegenden »Pilgerhof« betrieben. Sie ließen die Brandruine abreißen und legten einen Parkplatz für ihre Gäste an.

Standort des Fotografen: 47.886768, 8.341845

Zwanzigjährige mit Narrenbaum in der Maienlandstraße, Fasnacht 1968

Dieses Foto stellte uns Oskar Baader dankenswerterweise zur Verfügung.

Am Schmutzigen Dunschdig tragen die Zwanzigjährigen den geschälten und geschmückten Narrenbaum durch das Maienland. Eben laufen sie am Haus Benz (Maienlandstr. 27), gegenüber vom Gasthaus »Pilgerhof«, vorbei. Auf ihrem Weg ins Städtchen werden sie von der Stadtmusik, der Narrenpolizei und den Laternenbrüdern begleitet. Am Mailändertor wird dann der Narrenbaum vor der Bäckerei Fuß aufgestellt. Anschließend werden die Zwanzigjährigen auf die Laterne vereidigt, um ihre Treue zur Löffinger Fasnet zu schwören. Vorneweg marschiert Georg Willmann.

Standort des Fotografen: 47.886532, 8.341808