Familie Limb, ca. 1888-1890

Dieses Foto stellte uns dankenswertweise Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Eine echte Rarität ist dieses Foto von Adolf und Leopoldine Limb mit ihren Kindern. Zum einen hat es Seltenheitswert, weil um 1890 noch selten fotografiert wurde. Zum anderen ist es ein Glücksfall, dass dieses Familienfoto überhaupt erhalten geblieben ist, denn beim Großbrand 1921 brannte das Haus der Limbs auf dem Alenberg ab. Und mit dem Haus gingen sicherlich auch viele Fotografien in Flammen auf.

Vorne sitzen der Schreiner Adolf Limb (1844-1893) und seine Ehefrau Leopoldine geb. Kaiser (1852-1911). Für Adolf Limb, der aus Löffingen stammt, war es die zweite Ehe. 1871 hatte er zum ersten Mal geheiratet und Therese Bauer aus Donaueschingen das Ja-Wort gegeben. Drei Kinder gingen aus der ersten Ehe hervor, wovon zwei als Säuglinge starben. Der älteste Sohn Ernst, geboren 1872, ist als junger Mann auf dem Foto zu sehen.

Ein Jahr nach dem Tod der ersten Frau heiratete Adolf Limb 1882 Leopoldine Kaiser, die gebürtig aus Lanzenfurt bei Grafenhausen war. Das Paar bekam fünf Kinder. Zwei davon sind auf dem Foto zu sehen: Julius Limb (1883-1968), der später Friseurmeister wurde, und der ein Jahr jüngere Bruder August Limb (1884-1976), der wie sein Vater Schreinermeister wurde. Die übrigen Kinder der Limbs waren Karl Limb (1885-1886), Anna Maria Limb (1887-1890) und Anton Limb (1888-1890), die alle als Kleindkinder starben.

Standort des Fotografen: ???

Familienfeier im Haus Adrion, ca. 1950-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Fritz Adrion zur Verfügung.

Feucht-fröhlich geht es bei Adrions auf dem Alenberg zu. Der Zweite Weltkrieg ist vorüber, die 1950er Jahre sind angebrochen. Der Gipsermeister Fritz Adrion (1897-1971) und seine Ehefrau Rosa Adrion geb. Berger (1898-1973) haben sich mit ihren Kindern und Schwiegerkindern in ihrer Stube versammelt. Erich Adrion, genannt »Drilli«, greift zur Gitarre.

Vorne, v.l.n.r.: Erich Adrion (mit Gitarre), Martha Adrion geb. Fehrenbach, Genoveva Kinast geb. Adrion, Ernst Heiler (Schwiegersohn von Fritz Adrion sen.) und Arno Adrion

Hinten, v.l.n.r.: Rosa Adrion geb. Berger (1898-1973), Fritz Adrion sen. (1897-1971), Fritz Adrion jun., davor Margarethe Adrion geb. Bierle (Neuenburg /Rh.) und Irma Adrion geb. Schmid

Standort des Fotografen: 47.886434, 8.342911

Tanzstunde im Haus Adrion in der Alenbergstraße, ca. 1950-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Fritz Adrion zur Verfügung.

Bei Adrions auf dem Alenberg werden Tanzstunden abgehalten. Fünf junge Männer und fünf junge Frauen nehmen daran teil. Wer weiß, wie die Tanzpaare auf dem Foto heißen?

  1. Reihe, v.l.n.r.: ???, ???, ???, Walter Selb (geb. 1929), ???, Franz Isele (geb. 1933)
  2. Reihe, v.l.n.r.: ???, Bruno Nägele (geb. 1937), ??? Armbruster geb. Heizmann, ???

Standort des Fotografen: 47.886416, 8.342939

Holzmachen vor dem Haus Adrion in der Alenbergstraße, 1957

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Jutta Knöpfle zur Verfügung.

Noch ist der Winter weit, doch Adrions sorgen für die kalte Jahreszeit vor. Sie haben Holz gehackt. Jetzt werden die Holzscheite körbeweise in die Scheune getragen, um sie dort trocken zu lagern.

Links blickt Marta Adrion (geb. 1928) in die Kamera. In der Mitte ist Irma Adrion geb. Schmid (geb. 1927) und rechts ist Genovefa Adrion (geb. 1935, später verh. Sevecke/Kinast) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.886486, 8.343031

Fronleichnamsschmuck am Haus Adrion in der Alenbergstraße, 1938

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Konrad Kuster zur Verfügung.

Die Häuser in der Alenbergstraße sind an Fronleichnam festlich geschmückt. Im Vordergrund ist das Haus von Gipsermeister Erich Adrion zu sehen, dessen Festtagsschmuck besonders aufwändig ist. Die Fassade ist mit einer großen Girlande aus Tannenreisig dekoriert. Zwischen Haustür und Scheunentor ist ein Kreuz aufgebaut. Es wird von grünen Zweigen, die halbkreisförmig angeordnet sind, eingerahmt. Auch der Lattenzaun des angrenzenden Gartens wurde zur Feier des Tages aufgehübscht.

Standort des Fotografen: 47.886461, 8.343040

Blick über die Bahngleise zum Kindergarten, ca. 1953

Verlag A. Rebholz / Sammlung Familie Waßmer

»   -Kindergarten« lautet die Inschrift auf dem Schild an dem Gebäude Bahnhofstr. 9. Es wurde 1907 erbaut und diente von Anfang an als »Kinderschule«. Das Schild ist deshalb interessant, weil es die Entnazifizierung nach dem Ende der NS-Herrschaft zeigt. Bis 1945 hatte auf dem Schild »NSV-Kindergarten« gestanden, da der Kindergarten der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) unterstand. Damit war bei Kriegsende Schluß und die Buchstaben »NSV« wurden auf dem Schild weiß übermalt. Zurück blieb eine leere weiße Stelle.

Im Vordergrund sind die Bahngleise zu sehen. Holzbiegen sind aufgeschichtet. Schuppen stehen entlang der Bahnhofstraße. Sie dienen als Lager der Kohlenhandlung von Wilhelm Siefert. Hier werden Kohle und Briketts von Bahnwaggons zwischengelagert, daher auch die Klappen.

Der Giebel, der über die Schuppen ragt, gehört zum Haus Bahnhofstr. 11. Darin wohnt die Witwe Emma Willman geb. Gratwohl (1880-?). Sie ist eine Kriegerwitwe: Ihr Ehemann, der Bauunternehmer Robert Willmann (1874-1917), ist 1917 im Kriegslazarett Freiburg an den Folgen einer Gasvergiftung verstorben. 

Standort des Fotografen: 47.885528, 8.340140

Haus Adrion in der Alenbergstraße, 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Fritz Adrion zur Verfügung.

Der Gipsermeister Fritz Adrion (1897-1971) hatte das Grundstück in der Alenbergstraße 1923 nach dem Großbrand  gekauft. Er war mit Rosa Adrion geb. Berger (1898-1973) verheiratet. Sie errichteten auf dem Grundstück ein einstöckiges Wohnhaus mit Werkstatt und Scheune.  

Das Foto entstand vermutlich an Fronleichnam, denn die Fassade des Hauses ist mit Tannenreisig dekoriert.

Standort des Fotografen: 47.886463, 8.343046