Haus Willmann in der Bahnhofstraße, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Lore Sibold zur Verfügung.

Das kleine Haus in der Bahnhofstraße wurde im Zuge des Bahnbaus gebaut. Es gehörte dem Bauunternehmer Robert Willmann (1874-1917). Nach seinem Tod 1917 im Kriegslazarett Freiburg an den Folgen einer Gasvergiftung, wohnte darin seine Witwe Emma Willman geb. Gratwohl (1880-?). 

Am linken Bildrand ist das Gebäude der Firma Prause und Unger OHG (Bahnhofstr. 13) zu sehen, das gerade umgebaut wurde und noch nicht verputzt ist.

Standort des Fotografen: 47.885572, 8.340710

Blick über die Bahngleise zum Kindergarten, ca. 1953

Verlag A. Rebholz / Sammlung Familie Waßmer

»   -Kindergarten« lautet die Inschrift auf dem Schild an dem Gebäude Bahnhofstr. 9. Es wurde 1907 erbaut und diente von Anfang an als »Kinderschule«. Das Schild ist deshalb interessant, weil es die Entnazifizierung nach dem Ende der NS-Herrschaft zeigt. Bis 1945 hatte auf dem Schild »NSV-Kindergarten« gestanden, da der Kindergarten der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) unterstand. Damit war bei Kriegsende Schluß und die Buchstaben »NSV« wurden auf dem Schild weiß übermalt. Zurück blieb eine leere weiße Stelle.

Im Vordergrund sind die Bahngleise zu sehen. Holzbiegen sind aufgeschichtet. Schuppen stehen entlang der Bahnhofstraße. Sie dienen als Lager der Kohlenhandlung von Wilhelm Siefert. Hier werden Kohle und Briketts von Bahnwaggons zwischengelagert, daher auch die Klappen.

Der Giebel, der über die Schuppen ragt, gehört zum Haus Bahnhofstr. 11. Darin wohnt die Witwe Emma Willman geb. Gratwohl (1880-?). Sie ist eine Kriegerwitwe: Ihr Ehemann, der Bauunternehmer Robert Willmann (1874-1917), ist 1917 im Kriegslazarett Freiburg an den Folgen einer Gasvergiftung verstorben. 

Standort des Fotografen: 47.885528, 8.340140