4 Fotos: Abholung von Primizant Franz Benitz am Bahnhof, 6. April 1935

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Feierlich zieht eine große Prozession vom Bahnhof in Richtung Städtchen. Vorneweg gehen die Ministranten in ihren weißen Chorhemden, dahinter folgt eine Gruppe von Geistlichen. In ihrer Mitte steht derjenige, dem an diesem Tag die besondere Aufmerksamkeit gilt: Franz Benitz (1908-1944) in schwarzer Soutane. Am Vorabend seiner Heimatprimiz wird der Neupriester am Bahnhof abgeholt und von Familie, Geistlichkeit und Gemeinde zu einer Andacht in der katholische Pfarrkirche St. Michael begleitet.

Zahlreiche Löffinger*innen säumen die Bahnhofstraße. Auch aus den geöffneten Fenstern des »neuen Benzbaus« (Ringstr. 8) verfolgen Bewohner*innen den vorbeiziehenden Zug. Die Angehörigen der Familie Benitz haben sich festlich gekleidet.

Frühlingshaft ist das Wetter an diesem Apriltag allerdings nicht. Die Bäume sind noch kahl, auf der Straße liegt Schneematsch. Festtagskleidung, Chorhemden und Soutanen treffen auf nasses, kaltes Aprilwetter. Dennoch haben sich viele Menschen eingefunden, denn eine Primiz ist für eine katholisch geprägte Gemeinde ein besonderes Ereignis – auch in der NS-Zeit.

Franz Benitz wurde am 31. März 1935 durch den Freiburger Erzbischof Conrad Gröber zum Priester geweiht. Am 7. April feiert er in seiner Heimatgemeinde Löffingen seine erste Messe. Geboren wurde er am 2. April 1908 als Sohn des Weinhändlers Joseph Benitz und dessen Ehefrau Anna Benitz (geb. Glunk). Er wuchs in einer tief im katholischen Milieu verwurzelten Familie auf. Nach der Priesterweihe wirkt er als Vikar in Sinzheim bei Rastatt, Weingarten bei Karlsruhe, Schwetzingen und Mannheim. Am 5. Dezember 1940 wird Franz Benitz zur Wehrmacht eingezogen und verbringt als Sanitäts-Obergefreiter rund drei Jahre an der Ostfront in der Sowjetunion. Dort erkrankt er an Fleckfieber. Während eines Heimaturlaubs in Löffingen bricht die Krankheit aus. Er wird in das Lazarett nach Donaueschingen gebracht, wo er am 30. März 1944 stirbt – nur wenige Tage vor seinem 36. Geburtstag. Beigesetzt wird er auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde.

Bei den Familienangehörigen sind Joseph Benitz (1897-1981), Hedwig Benitz (geb. Steidlinger, 1900-1995), Paul Benitz (1899-1979) und Albert Benitz (1905-1996) zu erkennen.

Unter den Zuschauer*innen am Straßenrand stehen u.a. Hilda Schultheiß (verh. Schulz) und Josepha Roth (verh. Rappenegger, 1915-1993).

Standort des Fotografen: 47.883737, 8.342193

Stadtmusik beim Umzug in der Bahnhofstraße anlässlich des Sängerfestes, 31. Juli 1927

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Die Bahnhofstraße ist festlich herausgeputzt. Girlanden aus Reisig sind entlang der Straße gespannt, an hohen Masten wehen Fahnen. Zwei Radfahrer sind am Straßenrand stehen geblieben und schauen dem herannahenden Festzug entgegen. Die Stadtmusik ist im Anmarsch. Vorneweg wird der Schellenbaum getragen, dahinter folgen die Musiker.

Anlass ist das große Sängerfest des Schwarzwaldgau-Sängerbundes, das drei Tage lang in Löffingen gefeiert wird. Zahlreiche Gesangvereine reisen dafür an. Beim großen Festumzug am 31. Juli 1927 ziehen schätzungsweise 4.000 bis 5.000 Teilnehmer*innen durch das Städtchen – für Löffingen ein außergewöhnliches Großereignis. Für drei Tage wird Löffingen damit zum Treffpunkt zahlreicher Sänger und Vereine aus der Region.

Die Aufnahme entsteht in der Bahnhofstraße beim Bahnübergang. Am rechten Bildrand ist ein Teil des katholischen Pfarrhauses (Untere Hauptstr. 10) angeschnitten. Weiter hinten ist der sogenannte »neue Benzbau« (Ringstr. 8) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.882438, 8.343013

Umzugswagen »Römerwache« in der Bahnhofstraße, Fasnacht 1952

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Mitten durch die Bahnhofstraße verläuft plötzlich der Limes. Zwei Ochsen ziehen einen Umzugswagen, auf dem sich ein römischer Wachturm erhebt. Oben hat eine ganze »Römerwache« Aufstellung genommen. Männer und Frauen in antik anmutenden Kostümen blicken von der Plattform herab, einer der Wächter steht unten am Wagen und hält die Stellung. Hinter dem Wagen folgt der weitere Narrenumzug in der verschneiten Straße.

1.Reihe: 1 ???
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 ???, 3 ???, 4 ???, 5 ???, 6 ???, 7 ???, 8 ???

Die Fasnacht steht in diesem Jahr unter dem Motto »Als die Römer frech geworden«. Dazu passt die »Römerwache« natürlich bestens. Ganz neu ist die Gruppe allerdings nicht. Kostüme und Wagen kommen bereits im Vorjahr beim Festumzug zur Stadterhebung 1951 zum Einsatz. Es wäre auch zu schade, wenn die aufwendigen Verkleidungen und der mächtige Wagen nach nur einem einzigen Auftritt wieder in der Versenkung verschwänden. So erhält das Ganze 1952 ein närrisches zweites Leben.

Der Wagen stellt einen römischen Wachturm aus dem 3. Jahrhundert dar. Für einen Augenblick wird die Bahnhofstraße damit zur Grenze des Römischen Reiches umgedeutet. Im Hintergrund ist der »neue Benzbau« (Ringstr. 8) zu erkennen, ein Mehrfamilienhaus für Arbeiter des Sägewerks Benz und ihre Familien. Daneben steht das Haus des Revierförsters Franz Rappenegger und seiner Ehefrau Josefa Rappenegger (geb. Roth) (Ringstr. 6).

Standort des Fotografen: 47.883316, 8.342488

Luftbild des Städtchens von Südwesten aus, 1961

Photo Moser | Verlag A. Rebholz, Löffingen | Sammlung Familie Waßmer

»Löffingen vom Flugzeug aus« lautet die Bildunterschrift der Ansichtskarte. Das Flugzeug befindet sich über dem noch unbebauten Gewann »Breiten«, das schon bald als Neubaugebiet erschlossen wird. Von hier öffnet sich ein weiter Blick über das Städtchen und seine Umgebung.

Viele markante Gebäude sind aus der Luft gut zu erkennen: die katholische Pfarrkirche St. Michael, das Rathaus und die Gasthäuser »Ochse«, »Löwe« und »Linde« sowie die »alte Sonne«. Am Rand des historischen Stadtkerns stehen die Festhalle und die Volksschule. Diesseits und jenseits der Bahnlinie befinden sich der Bahnhof und das weitläufige Sägewerk Benz. Auch neuere Gebäude prägen inzwischen das Ortsbild, darunter das mit einem Neubau erweiterte städtische Krankenhaus, die evangelische Kirche sowie der Farrenstall und der Bauhof. Die neue Trasse der Bundesstraße 31 führt den Durchgangsverkehr bereits am Städtchen vorbei.

Das Luftbild lässt sich anhand mehrerer baulicher Veränderungen recht genau datieren. Der Turm der katholischen Pfarrkirche ist frisch verputzt und gestrichen – diese Renovierungsarbeiten finden 1961 statt. Das neue katholische Pfarrhaus im Pfarrweg steht noch im Rohbau und wird erst 1962/63 bezogen. Der Kindergarten im Schulweg, dessen Bau 1964 folgt, fehlt hingegen noch.

Auch die Rückseite der Ansichtskarte liefert einen Hinweis: Sie trägt eine 15-Pfennig-Briefmarke mit dem Bild Martin Luthers aus der Serie »Bedeutende Deutsche«, die am 18. September 1961 erscheint. Die Marke belegt zwar nur, dass die Karte frühestens von diesem Zeitpunkt an verschickt werden kann. Zusammen mit dem frisch renovierten Kirchturm spricht jedoch alles dafür, dass die Luftaufnahme im Jahr 1961 entsteht.

Luftbild des Städtchens von der »Hasle« aus, ca. 1957

Verlag Cramers Kunstanstalt KG, Dortmund | Stadtarchiv

Ein Flugzeug zieht seine Kreise über Löffingen. An Bord befindet sich ein Fotograf im Auftrag der Cramers Kunstanstalt aus Dortmund. Der Verlag vertreibt unter der Bezeichnung »Cekade« Ansichtskarten mit Luftaufnahmen aus Städten und Gemeinden in ganz Deutschland. Vermutlich entsteht das Bild während eines größeren Rundfluges, bei dem mehrere Orte der Region aus unterschiedlichen Richtungen fotografiert werden. Aus einem der Negative wird später diese Ansichtskarte.

Aus luftiger Höhe öffnet sich der Blick über das Städtchen. Der mittelalterliche Stadtring mit seinen dicht gedrängten Häusern ist noch deutlich zu erkennen. In seiner Mitte steht das Rathaus, während die katholische Pfarrkirche St. Michael außerhalb der alten Stadtbefestigung liegt.

Doch Löffingen wächst längst über seinen historischen Kern hinaus. Entlang der Ausfallstraßen entstehen immer mehr Häuser und neue Siedlungen. Das Gewann »Breiten« ist hingegen noch vollständig unbebaut; Wiesen und Felder reichen bis an die bewaldeten Höhenzüge am Horizont.

In der Bittengasse stehen der nach dem Krieg neu errichtete Farrenstall und der städtische Bauhof. Daneben befindet sich das Schlachthaus, unmittelbar dort, wo der unterirdisch verlaufende Stettbach als Bittenbach wieder ans Tageslicht tritt. Das Gebäude wird 1968 abgerissen. Auch der Kindergarten im Schulweg ist noch nicht gebaut; er entsteht erst 1964. Wo später die Realschule ihren Platz findet, erstreckt sich noch die »Linden«-Wiese, die zum gleichnamigen Gasthaus gehört.

Der 1957 eingeweihte Bahnhof ist zu erkennen. Der Neubau ersetzte die provisorische Bahnhofsbaracke, die seit dem Zweiten Weltkrieg als Bahnhofsgebäude diente. Jenseits der Bahnlinie nimmt das Sägewerk Benz ein weitläufiges Areal ein. Der hohe Fabrikschornstein und der markante Späneturm an der Rötenbacher Straße ragen weithin sichtbar aus den Werkhallen heraus.

Hinter dem Städtchen öffnet sich ein weites Panorama. Am Horizont zeichnen sich verschiedene Höhenzüge des Hochschwarzwaldes ab. Besonders markant sind der 1.493 Meter hohe Feldberg und der Hochfirst mit 1.192 Metern. Weiter rechts erhebt sich die 1.190 Meter hohe Weißtannenhöhe.

Luftbilder müssen damals behördlich freigegeben werden; entsprechende Vermerke finden sich auf zahlreichen »Cekade« Ansichtskarten. Die Genehmigungspflicht für Luftaufnahmen besteht in der Bundesrepublik noch bis 1990.

Hexengruppe beim Umzug in der Bahnhofstraße, Fasnacht 1966

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hans-Peter Hepting zur Verfügung.

Mitten auf der Bahnhofstraße haben es sich zwei Hexen auf dem Asphalt gemütlich gemacht – oder besser: sie lauern. Die eine liegt flach auf dem Bauch, den Besen quer vor sich, die andere hockt daneben, den Reisigbesen fest in beiden Händen, bereit zum nächsten Streich. Ihre geschnitzten Holzmasken mit den weit aufgerissenen Augen und den markanten Nasen wirken unheimlich.

Im Hintergrund naht der Rest der Hexengruppe mit dem Hexenwagen. Der Rhythmus des Umzugs scheint fast hörbar: das Schaben der Besen auf dem Asphalt, das Rufen, das Lachen der Zuschauer*innen am Straßenrand. Zwei Männer stehen etwas abseits auf dem Gehweg und beobachten das närrische Treiben mit verschränkten Armen – vielleicht schmunzelnd, vielleicht schon auf der Hut vor dem nächsten Besenstreich.

Standort des Fotografen: 47.882416, 8.343145

Umzugswagen in der Bahnhofstraße, Fasnacht 1957

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Edith Biedenbach zur Verfügung.

Bei strahlendem Sonnenschein findet am »Fasnet Mändig« der Narrenumzug statt. In der Bahnhofstraße steht dieser Umzugswagen, von einer Kuh gezogen. Darauf lächeln zwei Närrinnen in die Kamera. Eine der beiden umfasst eine Gitarre.

V.l.n.r.: 1 Edith Koch (verh. Biedenbach, geb. 1940), 2 Antonie Laufer oder Maria Laufer (geb. 1941)

Im Hintergrund ist der »neue Benzbau« (Ringstr. 8) zu sehen, ein Mehrfamilienhaus, das ursprünglich für die Werksangehörigen des Sägewerks Benz gebaut worden war. Dahinter ist der Altstadtring mit den Rückseiten der Häuser der Demetriusstraße zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883915, 8.342048

Frauengruppe in der Ringstraße, ca. 1940

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hans-Martin Konhäuser zur Verfügung.

Der Bahnhof ist bereits in Sichtweite. Ob die fünf Frauen und das Kind dorthin unterwegs sind? Am Berg, der vom Städtchen zur Bahnhofstraße hinaufführt, stellt sich die Gruppe für ein Foto auf. Es ist Sommer. Die Frauen tragen Sommerkleider. Rechts steht die »Modistin« und »Putzmacherin« Klara Egle und links ihre Tochter Rosalie Egle, die ebenfalls »Modistin« wird. Im Schatten der Bäume lässt es sich gut verweilen.

V.l.n.r.: 1 Rosalie Egle (verh. Konhäuser, 1917-2014), 2 ???, 3 ???, 4 Kind ???, 5 ???, 6 Klara Egle (geb. Wintermantel, 1889-1964)

Rechts im Hintergrund ist der »neue Benzbau« (Ringstr. 8) zu sehen, in dem Werksangehörige des Sägewerks Josef Benz mit ihren Familien wohnen. Der Bahnhof wird bei einem Luftangriff im Frühjahr 1945 zerstört. Der Hang, der zur Bahnhofstraße hinaufführt, wurde nach dem Großbrand 1921 mit Trümmerschutt der Brandruinen aufgeschüttet.

Standort des Fotografen: 47.883583, 8.342972

Kommunionkind Walter Maier im Garten, 1937

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Im Garten vom »neuen Benzbau« (Ringstr. 8), in dem Sägearbeiter mit ihren Familien wohnen, steht der kleine Walter Maier (1927-?). Er trägt einen schwarzen Anzug. In der rechten Hand hält er eine Kerze und in der linken einen Rosenkranz und ein Gebetbuch. Er geht zur ersten heiligen Kommunion und zur Feier des Tages wird ein Foto von ihm aufgenommen.

Standort des Fotografen: 47.883736, 8.342885

Abbruch in der Demetriusstraße, März 1982

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Ein ungewöhnlicher Blick bietet sich zur Zeit im Städtchen. Nach dem Abbruch eines landwirtschaftlichen Gebäudes (Demetriusstr. 16), das ursprünglich zum Gasthaus »Adler« gehörte, klafft im Altstadtring eine bauliche Lücke. Zwischen dem – ebenfalls neu gebauten – Haus Weißenfels (Demetriusstr. 17a) auf der linken und der Metzgerei Butsch (Demetriusstr. 15) auf der rechten Seite fällt der Blick ungehindert zum »neuen Benzbau« in der Ringstraße. Die Lücke wird allerdings rasch geschlossen, denn Axel Smidt errichtet einen Neubau für sein Brillenmode-Geschäft »Axel S.«.

Standort des Fotografen: 47.883672, 8.343590

Abholung von Kurgästen am Bahnhof, 28. Mai 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Irmgard Timm zur Verfügung.

Kurgäste sind am Bahnhof angekommen! Während für sie der Urlaub begonnen hat, beginnt jetzt für die 13-jährige Irmgard Bader (verh. Timm, geb. 1942, 1.v.r.) die schweißtreibende Arbeit. Denn sie wurde von ihrer Mutter Luise Bader (geb. Straub, 1914-2009, 2.v.r.) mitgenommen, die Kurgäste in Empfang zu nehmen und das Gepäck auf dem Leiterwagen nach Hause in die Haslachstraße zu transportieren.

Wie andere Löffinger auch vermieten die Baders Gästezimmer an Kurgäste. Luise Bader, die Witwe des 1946 verstorbenen Kaufmanns Konrad Bader (1915-1946), steht mit vier kleinen Kindern allein da. Da ist dieser Nebenverdienst sehr willkommen, um die Haushaltskasse aufzufüllen.

Im Hintergrund ist der »neue Benzbau« (Ringstr. 8) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883715, 8.342325

3 Fotos: Blick vom Kirchturm in Richtung Landwirtschaftsschule und Sägewerk, ca. 1957

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Blick vom Kirchturm der katholischen Pfarrkirche fällt in Richtung Bahnlinie. Von hier oben kann man sich davon überzeugen, wie sehr der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg fortgeschritten ist. Die Kriegsschäden sind weitgehend aus dem Stadtraum verschwunden.

Das alte Pfarrhaus (Untere Hauptstr. 10), das stark beschädigt wurde, ist renoviert und beherbergt seit 1952 die Landwirtschaftsschule. Auch die Bahnhofsruine ist beseitigt und an ihrer Stelle steht das 1957 eingeweihte neue Bahnhofsgebäude, dessen Fassade auf dem Foto noch frisch gestrichen leuchtet.

Noch etwas sticht von hier oben ins Auge: Das Sägewerk Benz, das sich jenseits der Bahnlinie mit seinem großen Werksgelände erstreckt. Landmarken sind der Schornstein, der in den Himmel ragt, und der Späneturm an der Rötenbacher Straße. Mit der Geschichte der Holzindustriewerke Josef Benz AG sind aber noch zwei weitere Gebäude verknüpft, die auf den Fotos ebenfalls zu sehen sind: Der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) und der »neue Benzbau« (Ringstr. 8). Beide Gebäude dien(t)en seit ihrer Erbauung als Werkswohnungen für Arbeiter des Sägewerks und ihre Familien. Sie bezeugen damit, welch ein wichtiger Arbeitgeber das Sägewerk für Löffingen darstellt.

Standort des Fotografen: 47.882626, 8.344065