Stadtmusik beim Hochzeitszug in der Unteren Hauptstraße, ca. 1960

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Feierliche Musik schallt durch die Untere Hauptstraße. Die Stadtmusik marschiert im Gleichschritt voran und führt einen Hochzeitszug zur katholischen Pfarrkirche St. Michael an. Direkt hinter den Musikern folgen das Brautpaar und die Festgesellschaft, festlich gekleidet und auf dem Weg zur Trauung. Soeben kommt der Zug am »alten Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) vorbei. Im Hintergrund ist bereits der untere Rathausplatz mit seinen markanten Staffelgiebeln zu erkennen.

Es ist keineswegs alltäglich, dass ein Hochzeitszug von der Stadtmusik angeführt wird. Vermutlich gehört der Bräutigam selbst den Musikern an oder die Familie der Braut steht der Kapelle auf andere Weise besonders nahe. Dass die Stadtmusik zur Hochzeit aufspielt, ist jedenfalls eine besondere Ehre und verleiht dem Fest einen besonders feierlichen Charakter. Vorneweg marschiert Dirigent Rupert Hepting (1905-1990), der die Stadtmusik bis 1964 leitet. Mit sicherem Schritt gibt er den Takt vor – und sorgt dafür, dass der Hochzeitszug im ganzen Städtchen auch gehört wird.

Standort des Fotografen: 47.882895, 8.343659

Prozession der Stadtmusik und Kommunionkinder in der Seppenhofer Straße, ca. 1942

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Feierlich zieht die Prozession durch die Seppenhofer Straße. Vorneweg marschiert die Stadtmusik in dunklen Anzügen und mit Zylindern. Der Klang der Musikinstrumente hallt zwischen den Häusern wider. An der Spitze wird der prächtige Schellenbaum getragen, der um 1870 von den Löffinger Handwerkern gestiftet worden war. Mit seinen Verzierungen, Quasten und kleinen Glöckchen ist er der stolze Blickfang des Zuges. Bei den Musiker ist u.a. Konrad Sibold (Piccoloflöte) zu sehen.

Hinter der Stadtmusik folgen die Ministranten. Zwar sind sie auf dem Foto nicht zu erkennen, doch ihre Kirchenfahnen und das Prozessionskreuz ragen deutlich über den Zug hinaus. Dahinter schreiten die Kommunionkinder, die nach dem Festgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Michael gemeinsam zur Kaplanei ziehen. Den Abschluss bildet der Stadtpfarrer.

Die Prozession wirkt auffallend zurückhaltend. Keine Menschenmengen säumen die Straße. Nur vereinzelt stehen Zuschauer*innen am Rand und beobachten den Zug. Es ist Kriegszeit. Zudem ist das öffentliche Bekenntnis zum katholischen Glauben im nationalsozialistischen Staat nicht erwünscht. Vielleicht erklärt das auch, weshalb vergleichsweise wenige Kinder zur Erstkommunion gehen.

Der Blick fällt zugleich auf die Bebauung am unteren Ende der Seppenhofer Straße an der Einmündung zur Unteren Hauptstraße. Dort steht noch das Haus Zepf (Untere Hauptstr. 9). 1945 wird es bei einem Bombenangriff vollständig zerstört. Der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) bleibt hingegen unbeschädigt.

Standort des Fotografen: 47.882303, 8.344076

2 Fotos: 20-Jährige beim Sammeln für den Fasnetfunken, Fasnacht 1973

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilie Runge zur Verfügung.

Ein letzter großer Auftritt, bevor die Fasnacht endgültig zu Ende geht: Die 20-Jährigen des Jahrgangs 1953 fahren mit einem voll beladenen Heuwagen durch das Städtchen. Der Traktor zieht gemächlich durch die Untere Hauptstraße, vorbei am Gasthaus »Adler«. Auf dem Anhänger sitzen die jungen Frauen und Männer dicht gedrängt zwischen Heu, Holz und Pappkartons, lachen in die Kamera, winken vielleicht Bekannten am Straßenrand zu.

Fast wirkt es wie eine späte Heuernte – doch das Ziel ist ein anderes. Das trockene Gras wird gebraucht für den »Fasnetfunken«, der am »alten Fasnetsunndig« auf der »Wanne« entzündet wird. Mit diesem Feuer verabschiedet sich die närrische Zeit.

Der Narrenbaum, den die 20-Jährigen am »Schmutzigen Dunschdig« unter großem Kraftaufwand aufgerichtet haben, ist bereits wieder gefällt. Ein Stück des Stammes liegt noch vor dem »Adler« auf dem Gehweg – sichtbares Zeichen dafür, dass sich der Kreis schließt. Aufstellen, feiern, abbauen, verbrennen.

Wenn der Funken schließlich lodert, ist die Fasnacht 1973 Geschichte.

Standort des Fotografen: 47.883725, 8.343923

2 Fotos: Stadtmusik bei der Erstkommunion, April 1970

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Beate Lubrich zur Verfügung.

Zu den festen Terminen im Jahreslauf der Stadtmusik gehört traditionell der Auftritt anlässlich der Erstkommunion am »Weißen Sonntag«. Für viele Löffinger Familien ist dies ein Höhepunkt im Kirchenjahr, und die Stadtmusik sorgt für den festlichen Rahmen.

Am Vormittag begleitet sie die Schar der Erstkommunionkinder unter feierlichen Klängen zur katholischen Pfarrkirche St. Michael. Nach dem Festgottesdienst erklingt erneut die Musik, als sich die Prozession in Bewegung setzt und in Richtung Kaplanei in der Seppenhofer Straße zieht. Die Musiker*innen in ihren dunklen Uniformen bilden ein eindrucksvolles Klangbild, das über die Straße hallt.

Zahlreiche Zuschauer*innen stehen am Straßenrand, um den Zug zu verfolgen – Eltern, Verwandte und viele Gemeindemitglieder. Noch in den 1970er Jahren ist die katholische Prägung der Stadt so selbstverständlich, dass sich kaum jemand fragt, warum die Stadtmusik bei der Erstkommunion spielt, nicht aber bei den Konfirmationsfeiern der evangelischen Kirchengemeinde.

zweites Bild
Zu sehen sind u.a. Ferdinand Hasenfratz (Klarinette), ??? (Saxofon), Eugen Hepting (große Trommel), ??? (Trompete), Rudi Jordan (Basstuba), ??? (Posaune), Rolf Dieterle (Posaune), Eugen Hepting (Trommel), Walter Müller (Schlagbecken), Jutta Adrion (kleine Trommel), Werner Hepting (Lyra), Franz Faller, Georg Dieterle, Lothar Zepf, Cornelia Benitz, Reinhold Hryzuniak, Dieter Gauger, Werner Hasenfratz, Franz Zepf, Franz Rosenstiel

Standort des Fotografen: 47.882264, 8.343964

3 Fotos: Prozession der Kommunionkinder zur Kaplanei, April 1970

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Beate Lubrich zur Verfügung.

Er ist Sonntag, der 5. April 1970 – und heute feiert die katholische Kirchengemeinde den »Weißen Sonntag«. Und da über die Nacht Neuschnee gefallen ist, ist es wirklich ein »weißer Sonntag«! Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael setzt sich der feierliche Zug der Erstkommunikanten in Bewegung. Die Stadtmusik führt die Prozession an, gefolgt von den Ministranten. Dahinter marschieren die Jungen in ihren dunklen Anzügen, jedes Kind eine Kommunionkerze in der Hand – sorgfältig verziert mit Schleifen. Ein paar Schritte dahinter folgen die Mädchen, ganz in Weiß gekleidet, mit Kränzchen im Haar (von denen manche verrutscht sind) und den gleichen festlich geschmückten Kerzen. Manche wirken aufgeregt, andere stolz oder ein wenig überwältigt vom großen Tag.

Am Straßenrand drängen sich Eltern, Geschwister, Großeltern und viele Gemeindemitglieder, um einen guten Blick zu erhaschen. Man sieht sonntägliche Hüte, Fotoapparate, erwartungsvolle Gesichter. Der Zug bewegt sich langsam die Seppenhofer Straße entlang in Richtung Kaplanei, wo der gemeinsame Abschluss stattfindet. Auch Stadtpfarrer Karl Weickhardt (1905-1977) ist zu erkennen, der die Erstkommunionkinder durch ihren Festtag begleitet.

erstes Foto
Zu sehen sind: u.a. Stadtmusikant Franz Faller (1916-1986, Tenorhorn)

zweites Foto
Zu sehen sind: u.a. Rainer Laule, Helmut Winkler, Christa Egle

drittes Foto
Zu sehen sind: u.a. Christa Egle

Standort des Fotografen: 47.882264, 8.343964

Prozession der Kommunionkinder in der Unteren Hauptstraße, 1943

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Lydia Zepf zur Verfügung.

Ein seltener Moment feierlicher Andacht inmitten eines vom Krieg geprägten Jahres: Die Kommunionkinder ziehen von der katholischen Pfarrgemeinde St. Michael kommend die Untere Hauptstraße entlang, um gleich darauf in die Seppenhofer Straße einzubiegen. Vorneweg marschieren Ministranten, die Kirchenfahnen aufrecht vor sich tragend. Ihnen folgt der Geistliche in priesterlichem Ornat – es ist Vikar Gerhard Schnetz, mit ernstem Blick und gefalteten Händen.

Die Jungen, festlich gekleidet in dunklen Anzügen mit weißen Schleifen, gehen in geordneten Reihen. Hinter ihnen reihen sich die Mädchen ein – ganz in Weiß, mit Haarschmuck. Alle tragen Kerzen, das Zeichen ihrer Erstkommunion. Schaulustige säumen den Weg. Der Rand der Straße ist gepflastert. Links ist der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) zu sehen und rechts der Ökonomiebereich des Gasthauses »Sonne« (Kirchstr. 29).

Standort des Fotografen: 47.882739, 8.343550

2 Fotos: Stadtmusik beim Festumzug in der Unteren Hauptstraße, ca. 1988

Archiv Stadtmusik Löffingen

Die Umzugsstrecke des Festumzuges ist dicht von Zuschauer*innen gesäumt. Auf den Gehwegen beim »alten Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) und beim Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29) drängen sich die Menschen. Die Straßen sind mit Fahnen geschmückt. Welches Fest hier gerade gefeiert wird? Vermutlich das Städtlefest!

Auch die Stadtmusik reiht sich in den Festumzug ein. Vorneweg marschiert der Trommlerzug. Es folgt mit dem Dirigentenstab Ingrid Zimmermann (verh. Fromm) aus Friedenweiler, die die Musiker anführt.

oberes Foto
V.l.n.r.:
1 Joachim Knöpfle, 2 Bernhard Adrion, 3 Matthias von Dungen, 4 Andreas Birkenberger, 5 Johann Maier (Jogi), 6 Edwin Kuttruff (große Trommel), 7 Joe Kuttruff, 8 Roland Vogt

unteres Foto
V.l.n.r.:
1 Ingrid Zimmermann (verh. Fromm), 2 Ulrich Keller (Posaune), 3 Klaus Köpfer (Tuba), 4 Klaus Egle (Trompete), 5 Karl Binder (Posaune), 6 Ralf Bausch (Waldhorn), 7 ???, 8 Georg Köpfler (Posaune), 9 Jürgen Gauger (Waldhorn), 10 ???, 11 ???, 12 Waldemar Zepf (Trompete)

Standort des Fotografen: 47.882770, 8.343520

»Ösch-Fuzzys« in der Unteren Hauptstraße, Fasnacht 1993

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Am »Schmutzigen Dunschdig« zieht das närrische Volk durch die Straßen des Städtchens. Da dürfen natürlich die »Ösch-Fuzzys« nicht fehlen. Vorneweg marschiert musizierend Dieter Vierlinger. Es folgen Franz Hofmeier, Georg Dieterle, [Achim Schropp] (verdeckt) und Konrad Schwörer.

Sie sind leicht »orientalisch« gekleidet – von den Strohschuhen einmal abgesehen. Aber die Pluderhose und die Kopfbedeckung erinnern doch an traditionelle Kleidung aus dem orientalischen Raum bzw. an deren fantasievolle Interpretation. Die Mützen, die sie tragen, könnten als »Fes« durchgehen. Sie scheinen an die klassische rote, flache, zylindrische Kopfbedeckung mit Quaste angelehnt zu sein, die in vielen Ländern des Nahen Ostens verbreitet ist. Offenbar wollen die Musiker der »Ösch-Fuzzys« Multikulti nach Löffingen bringen. Hinter ihnen folgen Mitglieder der Hexengruppe, die in europäische Nationalfarben gekleidet und geschminkt sind.

Im Hintergrund sind Zuschauer*innen auf dem Balkon vom Haus Hofmeier (Untere Hauptstr. 4) zu sehen, die das närrische Treiben beobachten.

Standort des Fotografen: 47.883568, 8.343905

2 Fotos: Narrengruppe in europäischen Nationalfarben, Fasnacht 1993

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Im Jahr 1993 ändert sich für Europa einiges: Mit dem Inkrafttreten des Vertrags von Maastricht am 1. November wird die Europäische Union (EU) gegründet, und Europa rückt enger zusammen. In Löffingen spiegelt sich diese neue europäische Perspektive sogar in der Fasnacht wider.

Das Motto lautet: »Europa kumm, mir sin so wit! Alli Narre mache mit.« Diese Narrengruppe hat sich in den Nationalfarben der europäischen Länder gekleidet und geschminkt. Ob Norwegen, Frankreich oder Polen – die Narren sind hier als farbenfrohe Symbole europäischer Vielfalt unterwegs. Ihre Kostüme bestehen aus großen, mit Stoff überzogenen Polsterungen, wodurch die Figuren besonders auffällig wirken. Dargestellt sind nicht nur die 12 Mitgliedsstaaten, sondern auch Beitrittskandidaten in Mittel- und Osteuropa. Die proeuropäische Botschaft des Mottos zeigt, wie auch im Schwarzwald und auf der Baar die Idee eines vereinten Europas gefeiert wird.

Es handelt sich um Mitglieder der Hexengruppe, die hier am »Schmutzigen Dunschdig« durch die Untere Hauptstraße ziehen. Zu sehen sind u.a. Markus Ratzer, Herbert Kienzler, Bernhard Vogelbacher, Georg Willmann, Bernd Burgbacher, Heinz Hauger, Roland Müller, Diethelm Fuß, Jürgen Jonner und Inno Zahn. Auch Musiker*innen der Stadtmusik sind zu sehen, darunter u.a. Lothar Zepf.

Im Hintergrund sind Zuschauer*innen auf dem Balkon vom Haus Hofmeier (Untere Hauptstr. 4) zu sehen, die das närrische Treiben beobachten. Sie stehen dicht beieinander, eingepackt in warme Kleidung, um sich gegen die winterlichen Temperaturen zu schützen.

Standort des Fotografen: 47.883568, 8.343905

4 Fotos: Bekanntgabe des Fasnachtsmottos am Hexenbrunnen, 11. November 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Es ist der 11. November. Pünktlich um 11.11 Uhr treten die Laternenbrüder mit Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz am Hexenbrunnen an, um das Fasnachtsmotto für die kommende Fasnacht bekannt zu geben. Eine große Schar Neugieriger hat sich versammelt, um live zu erfahren, wie das Motto lautet: »Mode im Wandel der Zeit – vom Bärenfell zum Tangaslip«. Manch einer hat wohl spontan gleich ein paar Ideen für mögliche Kostüme. Auch für Musik ist gesorgt: Die »Löffelguggis« unter Leitung von Lothar Mühlbauer heizen den rund 300 Närrinnen und Narren, die zum Hexenbrunnen gekommen sind, richtig ein. Die Bewirtung übernimmt traditionell die Hexengruppe: Es gibt Brezeln, Speckwecken und Glühwein.

Bei den Laternenbrüdern sind u.a. zu sehen: Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz, Conrad Bader, Johann Fritsche, Franz Scholz, Rudolf Gwinner, Franz Riede, Manfred Mayer, Jörg Wider, Hermann Nägele und Norbert Gottwalt. Für Narrenvater Josef (»Jupp«) Hoitz ist es die letzte Bekanntgabe eines Fasnachtsmottos. Er amtiert seit 1972 und wird 1996 sein Amt abgeben.

Bei den Musiker*innen der »Löffelguggis« sind u.a. Dietmar Hasenfratz und Edith Mühlbauer zu sehen. Unter die Zuschauer*innen haben sich u.a. Heinz Egle, Helga Keßler und Heinz Keßler gemischt.

Im Hintergrund ist das »Edeka«-Geschäft und »Mode Manock« (Kirchstr. 25) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883028, 8.344214

2 Fotos: Frauenwallfahrt in der Unteren Hauptstraße, September 1995

Diese Fotos stellten dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Wenn eine große Schar Frauen in einer feierlichen Prozession hinter Stadtpfarrer Hermann Litterst (1929-2013) herschreitet, dann findet die Frauenwallfahrt zur Wallfahrtskirche Witterschneekreuz statt. Der Zug hat sich soeben von der katholischen Pfarrkirche St. Michael aus in Bewegung gesetzt. Angeführt wird die Prozession von Ministranten (allesamt Jungs), die Kreuz und Fahnen durch die Straßen tragen. Es ist noch eine ordentliche Wegstrecke bis zum Schneekreuz!

Bei den Ministranten sind u.a. zu sehen: Michael Bader, Christian Braunigger (Priesterweihe 2015), Axel Köpfler, Konrad Isele, Christoph Wehrle

Standort des Fotografen: 47.883195, 8.343777

Hochzeitszug Maier / Wahler in der Unteren Hauptstraße, ca. 1954

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Die Spitze des Hochzeitszuges ist bereits auf Höhe des Gasthauses »Adler« (Untere Hauptstr. 2) angekommen. Doch die Hochzeitsfeier findet gar nicht in der dortigen Wirtsstube, sondern im Gasthaus »Ganterbräu« statt. Der Zug, in den sich die Familienangehörigen von Braut und Bräutigam eingereiht haben, zieht sich am Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) vorbei bis zur Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6).

Das frischvermählte Ehepaar sind der Sägearbeiter Franz Maier (1923-2006) und Melanie Maier (geb. Wahler, 1927-2020). Angeführt werden sie von zwei Blumenkindern (??? und ???) und zwei Brautjungfern (??? und Marlies Fritsche). Im Hochzeitszug sind u.a. Albert Fehrenbach (1919-2008) und Maria Fehrenbach (geb. Ganter, 1920-1998) zu erkennen.

Von neugierigen Kindern und anderen Passant*innen wird der Hochzeitszug begleitet. Ganz am Ende der Straße sind der »alte Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) und das 1952 neu erbaute Haus Adrion (Untere Hauptstr. 9) zu erkennen. Es steht an Stelle des 1945 bei einem Bombenangriff zerstörten Haus Zepf.

Standort des Fotografen: 47.883595, 8.343895