Haus Durst in der Ringstraße, ca. 1969

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Das Haus Durst (Ringstr. 1) wurde im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Großbrand 1921 errichtet. Es gehört der Witwe Frieda Durst geb. Egle (1929-?), die mit dem Betriebsschlosser Hans-Peter Durst (1926-1956) verheiratet war. Sie betreibt darin ein kleines Geschäft für Textilwaren. »Das beste für die Aussteuer« annociert sie in einer Werbeanzeige 1970.

Eigentümer des Hauses am linken Bildrand sind Albert Geschwill (1904-?) und seine Ehefrau Anna Geschwill geb. Maier (1916-2000), die das Anwesen von ihren Eltern geerbt hat.

Standort des Fotografen: 47.884616, 8.344256

Seifenkistenrennen in der Alenbergstraße, 5. Februar 1951

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Michael Rösch zur Verfügung.

Runter geht es immer, sagen sich die Kinder, die am Seifenkistenrennen teilnehmen. Sie bringen sich in der Alenbergstraße mit ihren selbst gebauten Kleinfahrzeugen in Startposition. Die Seifenkiste im Vordergrund mit der Nummer »22« trägt den Namen »Mailand«. Mit vollem Karacho wird es gleich den Hang der Alenbergstraße und der Ringstraße runtergehen. Im Hintergrund ist das Haus von Wagnermeister Andreas Maier (Ringstr. 2) zu sehen, »s’Wangers« genannt. Dort müssen die Rennfahrer die Kurve bekommen.

Zu dem Seifenkistenrennen kursiert eine weitere Geschichte: Demnach fand das Rennen nicht am 5. Februar 1951, sondern bereits ein Jahr früher statt. Weil 1950 wegen der Maul- und Klauenseuche keine Fasnacht gemacht werden durfte, veranstaltete man ersatzweise diesen Fasnachtsklamauk. Die Seuche soll bei den Landwirten Gottlieb Mayer und Franz Zepf ausgebrochen sein. Beide Anwesen wurden unter Quarantäne gesetzt.

Standort des Fotografen: 47.885052, 8.344610

Reisig und Reiswellen hinter dem Haus Fritsche in der Ringstraße, 1979

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Erika Fritsche zur Verfügung.

Im Hof von Ernst und Erika Fritsche (Ringstr. 5) sind Reisig und Reiswellen aufgestapelt. Denn der nächste Winter kommt gewiss. Die Fritsches sorgen vor und machen Reiswellen, also Bündel aus Reisig und Tannenästen, um den Kachelofen in der kalten Jahreszeit heizen zu können.

Im Hintergrund ist das Haus Geschwill (Ringstr. 2) und das Haus Mayer (Ringstr. 3) zu sehen, vor dessen Giebel ein Spalierbaum empor wächst.

Standort des Fotografen: 47.884428, 8.343681

Blick in die obere Ringstraße, ca. 1960

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Regina und Rudi van den Heuvel zur Verfügung.

Ein sonniger, aber kalter Wintertag. Schneereste liegen noch auf der Straße. Raureif hat sich angesetzt, an den Stromkabeln, die über die Ringstraße gespannt sind, und an den Bäumen hoch oben auf dem Alenberg. Der Blick fällt in Richtung Haus Durst (Ringstr. 1) und Haus Maier (Ringstr. 2).  Der Misthaufen im Vordergrund gehört zum Anwesen von Familie Mayer (Ringstr. 3).

Standort des Fotografen: 47.884525, 8.344063

Mädchen mit Puppenwagen vor Omnibus in der Ringstraße, ca. 1930-1935

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Petra Nobs zur Verfügung.

Hinter dem Haus Fürst (Demetriusstr. 5) schiebt ein Mädchen einen Puppenwagen. Ursula Fürst (verh. Nobs, geb. 1930), die Tochter von Schmiedemeister Otto Fürst, ist die stolze Puppenmutter. Ihr Vater ist nicht nur Schmied, Schlosser und Schweißer, sondern ist auch Betreiber eines kleinen Busunternehmens.

Die Häuser im Hintergrund wurden alle nach dem Großbrand 1921 neu erbaut. Zu sehen ist das Haus von Gustav Egle (Ringstr. 1), in dem sich ein Geschäft für Manufakturwaren befindet. Egle erwarb das Haus 1927. Links dahinter ist das Haus von Wagnermeister Andreas Maier (Ringstr. 2) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884540, 8.344481

Trümmerfeld an der Einmündung von Demetriusstraße und Ringstraße nach dem Großbrand, Juli 1921

Verlag A. Rebholz

Der Brunnen in der Bildmitte steht an der Einmündung von Demetriusstraße (damals Hintergasse) und Ringstraße, an der Stirnseite des Hauses von Anton Engesser (Demetriusstr. 4). »Süßer Winkel« wird die Ecke im Altstadtring eigentlich genannt. Doch sie hat all ihre Süße eingebüßt, nur noch Schutt und Asche sind nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 übrig geblieben. Der Blick geht von der Demetriusstraße, an einem schief stehenden Strommasten vorbei, in Richtung Ringstraße und Alenberg. Die Ruinen gehören zu den Häusern von Katharina Mäder (Ringstr. 1), Wagnermeister Andreas Maier (Ringstr. 2) und Landwirt Karl Diesberger (Ringstr. 2*). Beim Wiederaufbau wurden die Grundstücke von Maier und Diesberger zusammengelegt.

Standort des Fotografen: 47°53’03.6″N 8°20’40.1″E

Trümmerfeld in der Ringstraße nach dem Großbrand, Juli 1921

Verlag A. Rebholz

Eine Trümmerwüste breitet sich nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 im Bereich der Ringstraße aus. Eine grobe Orientierung, wo dieses Foto aufgenommen wurde, bietet zunächst der gespenstisch aufragende Giebel des Hauses Benitz (Alenbergstr. 7-9), der im Hintergrund zu sehen ist. Das eingeäscherte Haus im Vordergrund (rechts) gehörte bis vor kurzem das Witwe Katharina Mäder (Ringstr. 1). Die Mauerreste daneben sind die letzten Überreste des Hauses von Wagner Andreas Maier (Ringstr. 2).

Standort des Fotografen: 47.884504, 8.344493

Blick auf die Brandstätte am Alenberg nach dem Großbrand, Juli 1921

Verlag A. Rebholz

Das Foto wurde von einem Fenster des Rathauses nach dem Großbrand vom 28. Juli 1921 aufgenommen. Im Blickfeld sind die eingeäscherten Gebäude in der Demetriusstraße und der Ringstraße bis hoch zum Alenberg. Der Giebel vorne rechts gehört zum Postamt am oberen Rathausplatz, dessen Rettung gelang. Dahinter der Trümmerberg gehörte einst zum Haus des Schmiedemeisters Viktor Fürst (Demetriusstr. 5). Dahinter sind das ausgebrannte Answesen des Landwirts Martin Mayer (Ringstr. 3) und direkt daneben das zerstörte Haus des Landwirts Karl Diesberger (Ringstr. 2) zu sehen. Die Schneise der Zerstörung setzt sich in der Alenbergstraße fort. Besonders markant ist der stehengebliebene Giebel der Weinhandlung Benitz (Alenbergstr. 7-9), der aus dem Trümmerfeld emporragt.

Standort des Fotografen: 47.883974, 8.344235