Rückseite vom Haus Schelling in der Bittengasse, 1973

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Brigitte und Günter Leber zur Verfügung.

Wo heute das »Postbögle« ist, befand sich bis in die 1970er Jahre hinein der Ökonomieteil des Hauses Schelling (Kirchstr. 11). Das Farbfoto zeigt die Rückseite des Hauses von der Bittengasse aus. Zu sehen sind das große Scheunentor, ein Misthaufen und daran anschließend der Garten mit Gemüsebeeten.

Standort des Fotografen: 47.883390, 8.345563

Blick in die Kirchstraße, 1973

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Brigitte und Günter Leber zur Verfügung.

Bei diesem Blick in die Kirchstraße stehen die Häuser im Vordergrund, die beim Großbrand 1929 abbrannten und dann neu mit Staffelgiebeln wiederaufgebaut wurden. Das Haus von Landwirt Adolf Sibold (Kirchstraße 19) mit seiner rötlichen Fassade brannte knappe zehn Jahre nach dem Entstehen dieser Farbfotografie erneut ab.

Im Hintergrund sind das Haus Walz mit dem Ladengeschäft, die Bäckerei Zahn und das Haus Schelling zu erkennen. Beim Haus Schelling wird gerade der Ökonomieteil umgebaut und ein Garagentor eingesetzt. Einige Jahre später wird es seinerseits durch das »Postbögle« ersetzt, um einen Durchgang von der Kirchstraße in die Bittengasse und in Richtung Postamt und Schule zu ermöglichen.

Standort des Fotografen: 47.883068, 8.344496

Zwei Ansichten vom Bombenschaden am Haus Schelling, Februar 1945

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Lotte und Walter Ratzer zur Verfügung.

Eingestürzte Wände, abgedeckte Dächer, zerstörte Fensterscheiben und Türen, herumliegende Trümmerteile. Diese Verwüstung hatte ein alliierter Fliegerangriff im Februar 1945 in der Bittengasse zur Folge. Auf dem Foto ist die Rückseite des Hauses Schilling (Kirchstr. 11) und der beiden angrenzenden Häuser Zahn und Krieg zu sehen. Dort, wo das Heu im Ökonomieteil lagert, befindet sich heute der Tordurchgang »Postbögle«.

Standort des Fotografen: 47.883392, 8.345610

Rückseite der Häuser Zahn und Schelling, März 2013

Sammlung Familie Waßmer

An den Häusern Zahn (Kirchstr. 13) und Schelling (Nr. 11) sind rückseitig zur Bittengasse hin Anbauten angefügt, die kaum mehr den Verlauf der mittelalterlichen Stadtrings erkennen lassen. Das Foto entstand wenige Jahre vor der grundlegenden Sanierung des Hauses Zahn. Der in einem desolaten Zustand befindliche Anbau ist durch einen Bauzahn von der Fahrbahn abgetrennt. Neben dem »Postbögle« befinden sich Garagen, die zum Nachbarhaus Schelling gehören.

Standort des Fotografen: 47.883389, 8.345561

Wagnermeister Hermann Schelling mit Skiern, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Schelling zur Verfügung.

Mehrere Generationen lang wohnten und arbeiteten im Haus Kirchstraße 11 (vormals Hafnergasse 31) Wagnermeister. Auf den Wagner Wilhelm Schelling folgte dessen Sohn Adolf Schelling (1890-1947), der ebenfalls Wagner war. Nach seinem Tod übernahm Hermann Schelling (1914-?) in dritter Generation die Wagnerwerkstatt. 1953 wurde auch das Anwesen auf ihn übertragen. Nachdem im November 1959 ein Skiclub in Löffingen gegründet worden war, stieg auch die Nachfrage nach Skiern mehr und mehr an. Hermann Schilling führte deshalb auch dieses Sportgerät in seinem Sortiment, repapierte und wachste sie. Auf dem Foto betrachtet er gerade einen zerbrochenen Ski. Bald war seine Werktstatt vor allem unter dem Namen »Ski-Schelling« bekannt.

Standort des Fotografen: 47.883497, 8.345336

Haus Schelling in der Kirchstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

In der Werkstatt im Erdgeschoss fertigte Wagnermeister Hermann Schelling Ski und anderes Zubehör für den Wintersport. Seine Produkte waren im weiten Umkreis bekannt und geschätzt. Später wird der untere Teil der Ökonomie umgebaut. Dort, wo sich auf dem Bild das Scheunentor befindet, wird ein Durchgang zur Bittengasse geschaffen, der den Namen »Postbögle« erhält.

Fastnachtswagen vor dem Haus Schelling, ca. 1913

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elisabeth und Franz Isele zu Verfügung.

Ein von Pferden gezogener Fasnachtswagen zeigt unter dem Fastnachtsmotto »Völker und Nationen« Menschen in Afrika. Die Darstellung von Wilden entspricht dem damaligen Klischeebild von den Afrikanern in den deutschen Kolonien. Im Hintergrund steht fast verdeckt das Haus von Wagnermeister Adolf Schelling.

Blick auf die Häuser Schelling und Zahn, Februar 1965

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rosa Hauser zur Verfügung.

Ein Brand im Jahr 1842 zerstörte die drei Häuser auf dem Bild, rechts das Haus Walz, das gerade umgebaut wird, das Haus Zahn in der Bildmitte und das Haus Schelling. Das Haus des Bäckermeisters Jakob Zahn ist seit dem Wiederaufbau ein Geschäftshaus. Zunächst waren die Ladenbesitzer Metzgermeister. Es folgten die Bäckereien Robert Isele und Jakob Zahn.

Das Bild entstand nach der Wahl von Edmund Laufer zum neuen Bürgermeister am 14. Februar 1965. Vor dem Wohnhaus Laufers in der Kirchstraße wurde damals ein geschmückter Baum aufgestellt, dessen Stamm schräg im Bild zu erkennen ist. In der Straße steht der Bock, auf dem der Baum gelagert war. Die wenigen Zuschauer an der Häuserfront stehen dicht an den Hausmauern oder in den Eingangstüren. Mehr Menschen stehen auf der Straßenseite im Vordergrund. Diese Seite scheint bei dem Spektakel die ungefährlichere zu sein. Die Menschen schauen gespannt nach oben zur nicht sichtbaren Spitze des Baumes.

Die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl 1965 war hoch. 90 Prozent der Löffinger Bürger gaben ihre Stimme ab. Von 1.083 gültigen Stimmen fielen 596 auf Edmund Laufer, der damit im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichte.