Kirchstraße mit viel Schnee, 1979

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Beim Schelling (Kirchstr. 11) herrscht dieser Tage bestimmt Hochbetrieb. »Ski Schelling Wagnerei« steht über der Werkstatt. In den beiden schmalen Schaufenstern präsentiert Wagnermeister Hermann Schelling (1914-1998) einige Skier. Wer noch keine hat oder alte reparieren lassen muss, kommt in den nächsten Tagen bestimmt vorbei, denn es herrschen zur Zeit ideale Bedingungen für den Wintersport. Die Kirchstraße hat sich in eine Winterlandschaft verwandelt und die Schneeberge ragen auf.

Vor der Bäckerei Zahn (Kirchstr. 13) und dem Eisenwarengeschäft Walz (Kirchstr. 15) ist der Schnee geräumt, damit die Kunden den Laden betreten können. Das Haus von Bäckermeister Hermann Zahn und seiner Ehefrau Elisabeth Zahn geb. Hirt (1937-2019) ist bereits modernisiert. Aber das »Postbögle« existiert noch nicht. An seiner Stelle befindet sich noch der frühere Ökonomiebereich des Hauses Schelling, wie am Scheunentor zu erkennen ist.

Standort des Fotografen: 47.883570, 8.345166

Rückseite vom Haus Schelling in der Bittengasse, ca. 1976

Stadtarchiv

Noch ist das Postamt (Bittengasse 15) nicht gebaut. Und auch den Durchgang von der Bittengasse zur Kirchstraße, »Postbögle« genannt, gibt es folglich noch nicht. Dort, wo er kurze Zeit später geschaffen wird, befindet sich noch der Ökonomiebereich vom Haus Schelling (Kirchstr. 11) mit einem Scheunentor.

Kinder, die es aber z.B. auf dem Schulweg eilig haben, weil sie spät sind, nehmen gerne mal die Abkürzung durch die Werkstatt von Wagnermeister Hermann Schelling (1914-1998). Sie stürmen von der Kirchstraße aus in die Werkstatt hinein und flitzen durch die Hintertür zur Bittengasse wieder hinaus.

Standort des Fotografen: 47.883381, 8.345720

Haus Schelling in der Kirchstraße, ca. 1965-1970

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»Wagnerei Skiwerkstätte Hermann Schelling« steht auf dem Schild, das zwischen der Haustür und der Werkstatttür hängt. 1947 übernahm Hermann Schelling (1914-1998) nach dem Tod seines Vaters die Werkstatt. Und da er auch Skier repariert, wird er auch »Ski-Schelling« genannt.

Das Foto dokumentiert das Aussehen des Hauses, bevor es sich kurz darauf mehrfach verändert. Anfang der 1970er Jahre wird der Ökonomiebereich umgebaut. Das Scheunentor wird durch ein Garagentor ersetzt. Dieses weicht einige Jahre später einem Durchgang, der zur neu gebauten Post in der Bittengasse führt: das »Postbögle«. Auch das Nachbarhaus Zahn (Kirchstr. 13) ist noch nicht modernisiert. Noch steht auch der Schriftzug »Jakob Zahn« an der Fassade. Im Vordergrund tollen zwei Kinder im Schnee.

Standort des Fotografen: 47.883557, 8.345111

Haus Schelling mit »Postbögle«, 2002

Sammlung Familie Waßmer

Der einstige Ökonomiebereich des Hauses Schelling (Kirchstr. 11) ist umgebaut. Das »Postbögle« schafft eine Verbidnung für Fußgänger vom Städtchen in die Bittengasse, wo das Postamt steht. Neben dem Tordurchgang befindet sich der Naturkost-Laden »Utes Korn-Kiste«.

Standort des Fotografen: 47.883552, 8.345149

Haus Schelling in der Kirchstraße, ca. 1976

Stadtarchiv

In der Werkstatt im Erdgeschoss fertigt Wagnermeister Hermann Schelling (1914-1998) Ski und anderes Zubehör für den Wintersport. Seine Produkte sind im weiten Umkreis bekannt und geschätzt. Skier sind denn auch in den beiden Glasvitrinen zwischen der Werkstatt und der Haustür ausgestellt. »Ski-Schelling« steht darüber.

Wenige Jahre später wird der Ökonomiebereich in der rechten Gebäudehälfte umgebaut. Dort, wo sich auf dem Bild das Scheunentor befindet, wird ein Durchgang zur Bittengasse geschaffen, der den Namen »Postbögle« erhält. Rechts daneben ist die Bäckerei Zahn (Kirchstr. 13) zu erkennen.

Standort des Fotografen: 47.883552, 8.345149