2 Fotos: Sitzungssaal im Rathaus mit Wandgemälde, 2009

Sammlung Familie Waßmer

Der Sitzungssaal des Gemeinderates im Rathaus präsentiert sich rund 50 Jahre lang mit dieser Innengestaltung, die aus den 1960er Jahren stammt. Neben der bleiverglasten Eingangstür ist ein Wandgemälde zu sehen. Es erinnert an die jahrhundertelange Tradition Löffingens als »Kornmarkt der Baar«. Schließlich diente das 1832 erbaute Rathaus viele Jahre auch als Kaufhaus mit Markthalle. Das Gemälde zeigt das Rathaus mit dem Rathausbrunnen davor, daneben das 1973 abgerissene Gasthaus »Sonne« und ein Pferdefuhrwerk.

In den Jahren 2016-2018 wird das Rathausgebäude durch das Architekturbüro Gäbele & Raufer grundlegend saniert. Dabei wird auch der Ratssaal in den ehemaligen Kornspeicher im Dachgeschoss verlegt, wo der Gemeinderat fortan in repräsentativen Räumlichkeiten tagt.

Standort des Fotografen: 47.883850, 8.344208

Sitzungsaal im Rathaus, 2009

Sammlung Familie Waßmer

Bis zur grundlegenden Sanierung des Rathausgebäudes in den Jahren 2016-2018 und der Verlegung des Ratssaales in den ehemaligen Kornspeicher im Dachgeschoss, tagt der Gemeinderat in diesem Sitzungssaal. Die Innengestaltung (Kronleuchter und Wandverkleidung) stammt aus den 1960er Jahren. Eng geht es in dem Saal zu, wenn die 25 Mitglieder zusammen kommen. Für Besucher*innen der öffentlichen Sitzungen ist kaum Platz vorgesehen.

Der Saale, wie er auf dem Foto zu sehen ist, ist für eine Trauung hergerichtet. Denn der Sitzungssaal dient zugleich als Trauzimmer. Das Mobiliar wurde um das Jahr 2000 angeschafft. Die dekorative Wanduhr im Hintergrund hing ursprünglich im Grundbuchamt und fand dann im Sitzungssaal ein neues Zuhause.

Standort des Fotografen: 47.883850, 8.344208

Schneeberge in der Maienlandstraße, 2008

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

In Zeiten des Klimawandels sind Anblicke wie dieser selten geworden. Aber alle paar Jahre schneit es dann doch mal ordentlich und die weiße Pracht bleibt wenigstens ein paar Tage liegen. Die Maienlandstraße hast sich in eine Winterlandschaft verwandelt. Die Schneerberge türmen sich links und rechts der Fahrbahn.

Auf der linken Straßenseite ist das Haus Strobel (Maienlandstr. 3) zu sehen, das im April 2010 abgerissen wird. Es folgt das Haus Ganter (Weberweg 2) und am Ende der Straße das Haus Veith (Rötengasse 2).

Standort des Fotografen: 47.884196, 8.343567

Lehrerkollegium der Grund- und Hauptschule, 2003

Sammlung Familie Waßmer

Vor dem neu erbauten Schulhaus in der Festhallenstraße versammelt sich das Lehrerkollegium der Grund- und Hauptschule mit seinem Rektor Gustl Frey zu einem Gruppenfoto.

1.Reihe, v.l.n.r.: Sekretärin Irene Schwanz (1943-2011), Conny Kavouniaris, Silke Harmsen, Elfi Krämer, Ine Siersch, Michael ???, Peter Latzel, Maria Waßmer

2.Reihe, v.l.n.r.: Alexandra Federle, Judith ???, Gudrun Ewert, Maya Lang, Konrektorin Ruth Klemm, Dorothee Schlatter, Ursula Gaede, Agnes Willmann, Isabell Henning

3.Reihe, v.l.n.r.: Bruno Krämer (1945-2015), Johannes Wahl, Daniela Dengler, ???, Joachim Walz, Cordula Hellweg, Walburga Manthey, Dr. Lothar Hörner, Rektor Gustl Frey.

Standort des Fotografen: 47.883698, 8.347304

Schneeberge auf dem unteren Rathausplatz, 2008

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Fast könnte man meinen, das Städtchen sei von der Außenwelt abgeschnitten, wenn man die Schneeberge betrachtet, die sich auf dem unteren Rathausplatz in die Höhe türmen. Aber keine Sorge, die Straße wird noch freigeräumt und der Schnee nach und nach abtransportiert.

Bald geht es dem Winter ohnehin an den Kragen. Die Fasnachtsbändel, die in der Unteren Hauptstraße gespannt sind, künden schon von der fünften Jahreszeit. Und in der wird der Winter bekanntlich ausgetrieben.

Standort des Fotografen: 47.883798, 8.343915

Abriss der Tankstelle beim Autohaus Mayer, 2003

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Erwin und Luzia Mayer zur Verfügung.

Die Tankstelle in der Oberen Hauptstraße ist nach mehr als 30 Jahren Geschichte. Erwin Mayer und seine Ehefrau Luzia haben sich für ihren Abbruch entschieden. Das Geschäft mit dem Benzin lohnt sich nicht mehr. Strengere Umweltauflagen hätten eine umfangreiche Modernisierung der 1970 eröffneten Tankstelle notwendig gemacht.

Standort des Fotografen: 47.885215, 8.351911

Schließung der Tankstelle beim Autohaus Mayer, 2003

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Erwin und Luzia Mayer zur Verfügung.

1970 hatten Erwin Mayer und seine Ehefrau Luzia die Tankstelle in der Oberen Hauptstraße eröffnet. Nach mehr als 30 Jahren ist damit Schluss. Strengere Umweltauflagen hätten eine umfangreiche Modernisierung der Anlage notwendig gemacht. Die Mayers entscheiden sich dagegen und schließen die Tankstelle. Das Werbeschild, auf dem die Benzinpreise stehen, wird gerade abmontiert.

Standort des Fotografen: 47.885215, 8.351911

1. Mai-Streich am Rathaus, 2004

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gerhard Pfeifer zur Verfügung.

Vorhang auf! Das Rathaus hat sich über Nacht in ein Theater verwandelt. Am Eingang der Stadtverwaltung, durch den Bürgermeister Dr. Frank Schmitt (1963-2005) und die Gemeinderäte hindurchgehen, ist ein Vorhang angebracht. Daneben ist mit großen Buchstaben angeschlagen, was im »Statt-dheater« dargeboten wird. »Gespielt wir ein Drama in X Akten«. Die Vorstellung findet statt am Dienstag, 4. Mai oder jeden Donnerstag, wenn der Gemeinderat traditionell tagt. Zu den Mitwirkenden zählen allen voran Bürgermeister Dr. Schmitt als »Souffleur« und Alt-Bürgermeister Dr. Dieter Mellert (1942-2019) in der »Regie«.

Der 1. Mai-Streich spielt auf die Querelen zwischen Bürgermeister Schmitt und dem Gemeinderat an. Alt-Bürgermeister Dr. Mellert, der bei der Wahl 1999 nach 24 Amtsjahren gegen seinen Herausforderer verlor, kandidierte nach seiner Niederlage für den Gemeinderat und gehört ihm drei Legislaturperioden bis 2014 an. Nach Meinung des Witzbolds, der den Mai-Streich verübte, gibt er wohl immer noch den Ton in der Gemeindepolitik an, während der eigentliche Bürgermeister nur als »Souffleur« fungiert.

Der gebürtig aus Schwenningen stammende Dr. Frank Schmitt wird 1999 zum Bürgermeister gewählt. Anlässlich seiner ersten Halbzeit als Bürgermeister 2003 stellt die »Badische Zeitung« in einem Interview fest: »Zumindest Teile des Gemeinderats beäugen sehr argwöhnisch den neuen Bürgermeister, zu Beginn Ihrer Amtszeit kam es immer wieder zu heftigen Disputen in öffentlichen Sitzungen, in nichtöffentlichen soll es manchmal noch heftiger zur Sache gegangen sein.« Bürgermeister Schmitt stirbt 2005 nach schwerer Krankheit.

Standort des Fotografen: 47.883744, 8.344350

Rückseite der alten Witterschneekapelle, 2009

Sammlung Familie Waßmer

Auf älteren Ansichten waren an der Rückseite der Witterschneekapelle noch deutlich die Spuren der ehemaligen Kreuznische zu erkennen. Der Schindebeschlag war nämlich unterschiedlich und markierte dadurch den Ort, an dem das namensgebende »Witterschneekreuz« ursprünglich gestanden hatte. Bei einer Neuverschindelung 1994 beachtete man dies nicht. Dadurch verschwand die historische Spur unwiederbringlich.

Standort des Fotografen: 47.893176, 8.336068

Rückseite der Zehntscheuer und Haus Hasenfratz in der Bittengasse, ca. 2000

Sammlung Familie Waßmer

Bevor das Haus Hasenfratz in der Bittengasse 2004 abgerissen wird, entsteht dieses Farbfoto, um den baulichen Zustand vor dem Abbruch zu dokumentieren. Das holzverschindelte Haus schmiegt sich eng an die Häuser an, die seit dem Mittelalter den äußeren Stadtring bilden. Zwischen dem Haus Hasenfratz und der ehemaligen Zehntscheuer (Kirchstr. 9) befindet sich nur ein enger Durchgang.

Standort des Fotografen: 47.883437, 8.345624

Farrenstall in der Bittengasse, 2009

Sammlung Familie Waßmer

Die Tage des Farrenstalls in der Bittengasse sind gezählt. Bereits 1996 wurde der letzte Bulle der Stadtgemeinde abgeschafft. Seitdem dient das Gebäude nur noch als Lagerraum und als Schauplatz von Flohmärkten, die der Tierschutzverein in den Räumlichkeiten veranstaltet. 2018 findet der Ausverkauf statt und das Gebäude wird schließlich abgerissen, nachdem der benachbarte Bauhof bereits 2015 abgebrochen wurde.

Standort des Fotografen: 47.883134, 8.345355

Blick in die Dittishauser Straße mit viel Schnee, Februar 2006

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Es ist der alte Fasnet-Sunndig. Die närrische Saison endet mit dem Umsägen des Narrenbaums und dem Abbrennen des Fasentfunkens. Doch die Närrinnen und Narren scheinen in diesem Jahr den Winter nicht ausgetrieben zu haben. Denn die Schneemassen türmen sich. Allmählich weiß man nicht mehr, wohin mit dem Schnee. Insbesondere Fußgänger müssen sich in der Dittishauser Straße durch den Schnee kämpfen, während die Straße immerhin weitestgehend freigeräumt ist. Das Schild vor dem Haus Zepf (Dittshauser Str. 21) informiert, dass die »Ortsdurchfahrt« für einige Tage gesperrt ist. 

Standort des Fotografen: 47.886268, 8.350789