Narrengruppe in der Maienlandstraße, Fasnacht 1974

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Durch die Maienlandstraße zieht diese Narrengruppe. Auf Höhe des Hauses von Paul und Margarete Maier (Maienlandstr. 9) präsentiert sie sich dem Fotografen. Das Lachen ist nicht nur für die Kamera bestimmt. Die Sieben scheinen auch sonst viel Spaß zu haben!

Die Närrinnen gehören der katholischen Frauengemeinschaft an.

1.Reihe, v.l.n.r.: Hannelore Egle und Elisabeth Ratzer
2.Reihe, v.l.n.r.: Petra Beha, Martin Beha?, Renate Hepting
3.Reihe, v.l.n.r.: Agnes Beha (1931-1993) und Claudia Beha

Standort des Fotografen: 47.885714, 8.342409

2 Fotos: Klassentreffen des Jahrgangs 1938/39 beim Mailänder Tor, 1999

Diese Fotos stellten uns dankenswerterweise Silvia und Gerold Bächle zur Verfügung.

Nein, es ist keine Straßenblockade, die hier gerade stattfindet. Wobei der Durchgangsverkehr in das Maienland für einen kurzen Moment tatsächlich lahm gelegt ist. Denn die ehemaligen Schüler*innen des Jahrgangs 1938/39 sind zu einem Klassentreffen zusammengekommen und versammeln sich im Torbogen des Mailänder Tores für ein Erinnerungsfoto. 60 Jahre sind die einstigen Schüler*innen alt.

Unteres Foto
1.Reihe, v.l.n.r.: Josef Maier, Johann Fritsche, Margret Marx (geb. Beha), Ottilie Fellner (geb. Kienzler), Lore Timeus (geb. Selb), Clara Kreischer (geb. Sibold, 1939-2005), Rosa Braun, Ferdinand Schultheiß, Helga Küßner (geb. Stöhr), Sabine Hornstein (geb. Strobel)
2.Reihe, v.l.n.r.: Julia Jufer (geb. Mürb), Kurt Frey, Hans-Peter Fehrenbach, Horst Gauger, Ferdinand Bernauer, Franz Braun (1937-2021), Inge Mayer (geb. Hepting), Roswitha Ehrat (geb. Kurz), Karl Schreiber, Marlies Rothfuß (geb. Willmann), Karl Heizmann (halb verdeckt), Gisela Knöpfle (geb. Fehrenbach), Franz Vogelbacher, Manfred Wagner

Zum Jahrgang gehören außerdem Brunhild Stockmar (geb. Bader, 1938-2006) und Carola Scherer (geb. Laule), die aber auf dem Foto fehlen.

Standort des Fotografen: 47.883944, 8.343745

Personengruppe vor dem Gasthaus »Witterschnee« in der Maienlandstraße, ca. 1920

Sammlung Familie Waßmer

Die Fotografie ist so verblichen, dass das Gebäude im Hintergrund leider nur noch schemenhaft zu erkennen ist. Deutlich zu lesen ist eigentlich nur das Wirtshausschild, das an der Fassade angebracht ist. »Gasthaus zum Witterschnee« ist darauf zu lesen. Links ist die Tür zur Gastwirtschaft zu sehen, die gerade offen steht. Es folgen zwei Fenster, die zur Gaststube gehören. Rechts schließen sich Werkstatträume an. Am linken Bildrand ist ein Briekasten zu sehen, der an der Hauswand hängt. Ein Posthorn ist darauf abgebildet.

Bereits seit 1877 gibt es das Gasthaus »Witterschnee« (Maienlandstr. 26). Seit 1904 wird es von dem Gast- und Landwirt Robert Rosenstiel (1873-1932) und seiner Ehefrau Maria geb. Selb (1879-1959) betrieben.

Die Personengruppe im Vordergrund ist deutlich besser als das Gebäude zu erkennen. Sechs Männer und zwei Frauen stehen vor dem Gasthaus. Zwei der Männer haben Fahrräder dabei, obgleich die Witterungsverhältnisse nicht gerade optimal zum Fahrradfahren sind, denn es liegt richtig Schnee. Vielleicht handelt es sich um Mitglieder des Radfahrvereins? Drei der Männer spielen auf Musikinstrumenten, einem Akkordeon, einer Mandoline und einer Gitarre.

Standort des Fotografen: 47.887245493803476, 8.341409280373876

Hochzeitsgesellschaft Müller / Bausch vor dem Gasthaus »Pilgerhof«, ca. 1952

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christoph und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

»Glück und Segen dem Brautpaar« steht auf dem Schild, das – von Girlanden eingerahmt – über der Eingangstür zum Gasthaus »Pilgerhof« hängt. Davor hat sich das frischvermählte Paar mit seiner Hochzeitsgesellschaft für ein Erinnerungsfoto versammelt. Vorne in der Mitte stehen der Bräutigam Walter Müller (1923-2009) und die Braut Paula geb. Bausch (1928-1978). Vor ihnen stehen stolz drei Kinder und lächeln in die Kamera. Es sind v.l.n.r.: ???, Manfred Gaede (1946-2022), Rosemarie Jester (geb. 1942, verh. Steurenthaler).

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, Luise Müller geb. Vogel (1900-1982, 3.v.r.), Engelbert Müller (1896-?, 2.v.r.), ???
2.Reihe, links, stehend, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, ???, ??? Bausch, ??? Bausch, Agnes Bausch (verh. Duttlinger), ???, ???
2.Reihe, rechts, stehend, v.l.n.r.: Hans Müller (1926-2014), Elisabeth Müller geb. Egle (1927-2019), Rita Gaede (verh. Podlech, 1933-1990), ???, ???, Horst Gaede (1934-1966), ???, Maria Jester, Paula Gaede (geb. Vogel, 1907-1990), Alfred Gaede (1902-1961), ???
3.Reihe, stehend, v.l.n.r.:

Der »Pilgerhof« ist noch nicht modernisiert. Die Tür links ist die Stalltür, die in den Ökonomiebereich führt.

Standort des Fotografen: 47.886957, 8.341649

Drei Kinder vor dem Haus Walz in der Maienlandstraße, ca. 1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

Das Haus Walz (Maienlandstr. 47) ist zur Maienlandstraße hin nur einstöckig. Die Fensterläden sind auf der Straßenseite gerade verschlossen. Zur Rückseite hin ist das Haus zweistöckig und es verfügt außerdem über einen gewölbten Keller, eine Scheuer und eine Stallung. Das Haus gehört dem Polizeisekretär Karl Walz (1891-1969) und seiner Ehefrau Anna Theresia Walz geb. Frey (1900-1992), die es von ihren Eltern geerbt hat.

Die Kinder, die auf der anderen Straßenseite auf einem Holzgeländer sitzen, gehören nicht zur Familie Walz, wie man annehmen könnte, sondern zur Familie Fehrenbach, die vis-à-vis wohnt. Es handelt sich um Hilda Fehrenbach (verh. Hepting), Hans-Peter Fehrenbach (1939-2013) und Rita Fehrenbach. 

Am Seitengiebel vom Haus Walz vorbei fällt der Blick auf das ehemalige Gasthaus »Engel« (Beim Schneekreuz 1).

Standort des Fotografen: 47.888640, 8.341900

Zwei Mädchen am Kachelofen, ca. 1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Die beiden scheinen soeben aus der Kälte von draußen gekommen zu sein. Verfroren setzen sich die beiden Mädchen in ihren Winterjacken an den Kachelofen in der Stube. Selbst die Mützen nehmen sie nicht ab.

Das Mädchen links ist Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), das Mädchen rechts ihre jüngere Schwester Lore Ganter (verh. Echtle, 1926-2014). Die beiden wachsen in ihrem Elternhaus in der Maienlandstraße auf.

Ob das Foto auch dort aufgenommen wird, ist unbekannt.

Standort des Fotografen: ???

Familie Fehrenbach, ca. 1928

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hilda Hepting zur Verfügung.

Am 4. Juni 1903 hatten der Landwirt Julius Fehrenbach (1877-1967) und seine Frau Luise geb. Jordan (1879-1945) geheiratet. Sechs Kinder bekam das Ehepaar, der Erstgeborene ist Fritz Fehrenbach (1904-1973), der am 25. Oktober 1904 geboren wurde. Gemeinsam betreiben die Fehrenbachs ihre Landwirtschaft in der Maienlandstraße. Das Familienfoto wird vermutlich anlässlich der Silbernen Hochzeit aufgenommen.

1.Reihe, sitzend: Luise Fehrenbach geb. Jordan, Julius Fehrenbach
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: ???, ???, ???, ???, ???, ???, ???, Sofie Fehrenbach (geb. Guth, 1909-1999) und Fritz Fehrenbach (1904-1973)

Standort des Fotografen: 47.888675, 8.341901

Famlie Glunk, ca. 1914

Fotostudio Leo Molitor, Neustadt
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Familie Glunk betreibt eine Landwirtschaft im Maienland. Was mag der Anlass sein, dass sie sich heute im Sonntagsstaat im Fotostudio Leo Molitor in Neustadt fotografieren lässt? Vielleicht wird der Sohn Karl Glunk (1897-1980) ins Heer einberufen, um im Krieg zu kämpfen? Schließlich weiß man nie, ob man sich wiedersehen wird.

1.Reihe, v.l.n.r.: Maria Glunk geb. Bader (1866-1956), Josefa Glunk (verh. Beha, 1904-1964), Maria Glunk (verh. Fehrenbach, 1902-?)
2.Reihe, v.l.n.r.: Johann Glunk (1865-1921), Karl Glunk (1897-1980)

Johann Glunk stirbt am 14. März 1921 im Alter von 55 Jahren. Seine Witwe überlebt ihn um 35 Jahre. Maria Glunk stirbt 89-jährig am 9. März 1956 an Altersschwäche.

Standort des Fotografen: Neustadt

»Pilgerstüble« im Gasthaus »Pilgerhof«, ca. 1970

Druckerei J. Steinhart, Neustadt / Sammlung Familie Waßmer

»Café«, »Gasthof«, »Pension«: Der »Pilgerhof« (Maienlandstr. 24) vereint alles drei in sich. Betreiber sind seit 1960 Josef Hoitz und seine Ehefrau Anita geb. Gaede. Die junge Küchenmeisterin hatte das Traditionshaus von ihrer Tante Rosa Müller geb. Vogel (1896-?) übernommen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann »Jupp«, einem Bäcker- und Konditormeister aus dem Rheinland, führt sie den »Pilgerhof« 26 Jahre lang.

In dieser Zeit wird das Gebäude durch Umbaumaßnahmen mehrfach außen und innen verändert. Die Postkarte zeigt das »Pilgerstüble«. Am linken Bildrand ist ein offener Kamin zu sehen, die Fensterfront auf der rechten Seite führt zur Gartenterrasse.

Standort des Fotografen: 47.886966, 8.341802

Luftbild auf das Städtchen, 1972

Sammlung Familie Waßmer

Diese Ansichtskarte wird am 23. Juli 1973 versendet. Ein kleines Mädchen namens Sabine schreibt mit ihrer krakligen Kinderschrift: »Heute war ich im Wildpark. Da war ein großer Bär.« Der 1968 eröffnete Wildpark ist auf dem Luftbild leider nicht zu sehen, aber dafür viele andere Details, die darüber hinaus dabei helfen, das Foto ziemlich genau zu datieren.

Besonders ins Auge sticht die riesige Baustelle in der Festhallenstraße. Dort wurde im Mai 1971 mit dem Bau der Sporthalle begonnen. Von 1972 bis 1974 wird gleich nebenan der Rohbau des Realschulgebäudes erstellt. Weitere Neubauten im Städtchen sind bereits errichtet oder befinden sich gerade im Bau: Neben dem Farrenstall und Bauhof werden 1971 zwei Mehrfamilienhäuser erbaut (Bei der Kirche 1 und 2), die hier bereits weitgehend fertiggestellt sind. Der Supermarkt »Gottlieb« (Demetriusstr. 18) wird ebenfalls gerade gebaut, sein Dach ist noch nicht mit Ziegeln gedeckt und ein Kran in der rückseitigen Ringstraße zeugt noch von den Bauarbeiten. In der Bahnhofstraße ist derweil das 1968 erbaute Fabrikgebäude der Firma Prause & Unger (Bahnhofstr. 13) zu erkennen, in der Maienlandstraße steht bereits das 1970 erbaute Haus Müller (Maienlandstr. 5). Mitten im Städtchen ist die »alte Sonne« (Rathausplatz 9-10) noch zu sehen, die 1973 abgerissen wird. Wer gute Augen hat, kann auch die rege Bautätigkeit im Neubaugebiet Am Kurpark, in der Wartenbergstraße und in der Fürstenbergstraße genauer unter die Lupe nehmen.

Narrengruppe in der Maienlandstraße, Fasnacht 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

»»» Trigger-Warnung

Es gibt Traditionen, bei denen zu wünschen ist, dass sie gepflegt und weitergegeben werden, und solche, bei denen es besser wäre, wenn mit ihnen bewußt gebrochen würde, damit sie aussterben. Das Beispiel auf diesem Foto zählt zur letzteren Kategorie. Natürlich ist an Fasnacht (fast) alles erlaubt und es geht nicht um »political correctness«. Und doch gibt es eine Grenze, an der etwas aufhört, lustig zu sein, und ins Rassistische kippt.

Diese Narrengruppe verkauft auf ihrem umgebautem Leiterwagen geräucherte Blutwurst. Und weil diese schwarz ist, haben sich die Narren als »Schwarze« kostümiert. Und die »frische« Blutwurst wird mit einem Begriff angepriesen, der auch 1975 bereits problematisch ist, da er das »N-Wort« benutzt. Darüber hinaus wird mit kannibalistischen Assoziationen gespielt. Wir wollen der Gruppe unterstellen, dass sie lustig sein will, auch wenn sie es in diesem Fall nicht ist.

Wir zögern bei solchen Fotos, sie auf unserer Website zu veröffentlichen, da wir die rassistischen Bilder eigentlich nicht weiter reproduzieren wollen. Es würde aber auch ein unvollständiges Bild der Fasnacht zeigen, würde man sie einfach weglassen. Vielmehr scheint es uns wichtig, dass – auch in Löffingen – über Rassismus an Fasnacht reflektiert wird.

Standort des Fotografen: 47.885253, 8.342649

Kinder vor dem Haus Trenkle im Maienland, ca. 1956

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Gertrud Heitzmann zur Verfügung.

Vier Kinder vergnügen sich auf einem hölzernen Leiterwagen. Sie thronen obenauf und schauen auf den Erwachsenen herab, der das Foto aufnimmt. Im Hintergrund ist das Haus Trenkle (Maienlandstr. 17) zu sehen, das dem Former Albert Trenkle (1910-1960), der als Kriegsinvalide aus dem Zweiten Weltkrieg heimgekehrt ist und bereits 1960 im Alter von nur 49 Jahren stirbt, und seiner Ehefrau Martha Trenkle (geb. Brugger, 1919-2013) gehört. Es ist ihr Elternhaus.

Bei den Kindern handelt es sich vermutlich um die beiden Töchter Renate Trenkle (geb. 1951) und Hedwig Trenkle (geb. 1953). Zu ihnen gesellt haben sich ihre Spielkameraden aus der Nachbarschaft, Elvira Heizmann und Klaus Heizmann.

Standort des Fotografen: 47.885878, 8.342006