Haus Kuster in der Maienlandstraße mit Schnee, ca. 1954

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Eine Winteridylle bietet sich dar: Das Haus von Landwirt Karl Kuster und seiner Ehefrau Lina Kuster geb. Heizmann (Maienlandstr. 7) ist tief eingeschneit. Auf dem Dach liegt die weiße Pracht, aber auch die Obstbäume im Garten sind bedeckt. Pittoresk wirkt der Holzzaun im Vordergrund, der die weiße Fläche belebt und das Foto nach unten einrahmt.

Im Hintergrund links ist das Dienstwohnungsgebäude der Deutschen Bahn (Bahnhofstr. 4) mit seiner Backsteinfassade zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.885006, 8.342809

Maienlandstraße mit viel Schnee, ca. 1954

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Es hat geschneit. Die Maienlandstraße ist noch nicht geräumt. Die Fahrbahn ist zugeschneit und auch am Straßenrand ist für Fußgänger kein Durchkommen. Eine Schar Kinder ist deshalb auf die Straße ausgewichen und zieht, vom Mailänder Tor kommend, in Richtung Maienland.

Auf der linken Straßenseite sind das Haus Honold (Maienlandstr. 2) und das Haus Fritsche (Ringstr. 6) zu sehen. Beide wurden nach dem Großbrand 1921 neu gebaut. Auf der rechten Straßenseite stehen das Haus Guth (Weberweg 2) und das Haus Strobel (Maienlandstr. 3). Die beiden Häuser, die rechts an das Mailänder Tor angebaut sind, werden bei einem Brand 1969 zerstört.

Standort des Fotografen: 47.884828, 8.342971

3 Fotos: Hochzeitsgesellschaft Kraus / Häusler im »Pilgerhof«-Garten, 1960

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Für den Sattlermeister Ernst Krauß (1897-1978) ist es die zweite Ehe, die er schließt. Denn seine erste Ehefrau Berta Krauß geb. Hofmann (1905-1957), die aus Hüfingen stammte, war am 28. September 1957 im Alter von nur 52 Jahren verstorben. Der Witwer heiratet daraufhin die 15 Jahre jüngere Helene Krauß geb. Häusler (1912-2006).

Die Hochzeitsgesellschaft versammelt sich für ein Gruppenfoto im Garten des Gasthauses »Pilgerhof«. Mit dabei ist der betagte Vater des Bräutigams, Wilhelm Krauß (1871-1970), der fast 90 Jahre alt ist.

1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: ???, Maria Jester geb. Vogel, ???, Lina Egle geb. Mäder (1887-1966), Wilhelm Krauß, ???, Christa Welte geb. Krauß mit ???, ???
2.Reihe, stehend, v.l.n.r.: Alfred Gaede (1902-1961), Rosa ??? geb. Häusler, ???, Paula Gaede geb. Vogel (1907-1990), Hermann Welte, Martha Bieri geb. Häusler, ???, ???, Helene Krauß geb. Häusler, Ernst Krauß, ??? Krauss (USA), Josef Krauss (USA)

Standort des Fotografen: 47.886890, 8.342078

Karl Glunk, ca. 1960-1970

Dieses Foto stellten uns dankenwerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Zu sehen ist ein Mann, der Arbeitskleidung trägt. Er hat sich eine Schürze umgebunden. In seiner rechten Hand hält er Schmiergelpapier, mit dem er das Holz vor sich gerade bearbeitet. Es gehört zu einem Fenster, dessen Sprossenfenster hochgeklappt ist.

Der Mann ist der Landwirt Karl Glunk (1897-1980). Vermutlich bringt er gerade das Stallfenster an seinem landwirtschaftlichen Anwesen in der Maienlandstraße auf Vordermann.

Standort des Fotografen: 47.886394, 8.342004

Geschmücktes Haus Ganter in der Maienlandstraße, 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf vollen Touren. Alfred Egle (1920-2001) und Else Ganter (1923-2011) heiraten am 25. August 1955. Am Vorabend wird das Elternhaus der Braut festlich dekoriert. Klassenkamerad*innen von Braut und Bräutigam packen mit an. Eine Girlande wird über die Haustür gehängt. Zwei Tännchen, die mit weißen Bändeln geschmückt sind, werden links und rechts vom Eingang aufgestellt. Der große Tag kann also kommen!

V.l.n.r.: Arno Adrion, Ernst Heiler, Karl Keller, Anna Zepf geb. Köpfler (1920-2010), ???, Hedwig Kienzler (?), Josefa Mayer geb. Gebert (1920-2010)

Standort des Fotografen: 47.885207, 8.342730

Brautpaar Johann Glunk und Maria Bader, ca. 1896

Fotograf: Xaver Schönbucher, Donaueschingen
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Im Fotoatelier Schönbucher in Donaueschingen lässt sich ein Brautpaar fotografieren. Der Bräutigam ist der Landwirt Johann Glunk (1865-1921). Er ist festlich gekleidet, mit einem schwarzem Anzug und Zylinder. Bei ihm eingehakt hat sich die Braut Maria Bader (1866-1956). Sie trägt ein schwarzes Hochzeitskleid mit einem weißen Schleier und hält ihren Brautstrauß in Händen.

Standort des Fotografen: Donaueschingen

Blick vom Alenberg nach dem Großbrand, 1921

Fotograf: Georg Jung, Lenzkirch / Stadtarchiv
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Inge Benitz zur Verfügung.

Vom Alenberg aus zeigt sich das ganze Ausmaß der Zerstörung, das der Großbrand am 28. Juli 1921 verursacht hat. Ein ganzer Stadtteil liegt in Trümmern. 36 Häuser mit Nebengebäuden wurden ein Raub der Flammen. 200 Menschen wurden obdachlos. Um Spendengelder für die Brandgeschädigten einzutreiben, werden Ansichtskarten vertrieben. Der Erlös geht an den Hilfsausschuss.

Dieselbe Ansicht wird mit zwei unterschiedlichen Beschriftungen vertrieben. Auf der oberen Karte heißt es »Grohsfeuer in Löffingen vom 28.7.21«, auf der unteren »Häuser Brand in Löffingen vom 28.7.21«. Ansonsten sind die Bilder identisch, nur das Panorama des oberen Fotos ist ein bisschen breiter, sodass am rechten Bildrand auch noch der Kamin des Sägewerk Benz zu sehen ist. Beim unteren Bild ist der Schornstein weggeschnitten.

Im Vordergrund des Fotos ist das Öknomiegebäude (Alenbergstr. 8) und das Wohnhaus (Alenbergstr. 7-9) von Familie Benitz zu sehen. Den Hang hinunter ist eine Schneise der Verwüstung zu sehen. Die Ringstraße, die Demetriusstraße und ein Teil des unteren Rathausplatzes ist in einer Trümmerlandschaft verwandelt. Das Mailänder Tor, im Jahr 1580 erbaut, konnte vor den Flammen gerettet werden. Dadurch, dass es der Feuerwehr gelang, auch das massive Rathausgebäude zu halten, konnte ein Übergreifen des Feuers auf die dahinterliegenden Straßenzüge verhindert werden.

Standort des Fotografen: 47.885809, 8.344505

Trümmerstätte beim Mailänder Tor nach dem Großbrand, 1921

Verlag A. Rebholz
Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Gleich hinter dem Mailänder Tor an der Einmündung der Ringstraße in die Maienlandstraße steht der Fotograf. Er richtet seine Kamera auf das Mailänder Tor, das streng genommen ein Wohnhaus mit Tordurchfahrt ist. Es gehört dem Landwirt Wilhelm Brugger. Da die angrenzenden Häuser der Demetriusstraße allesamt beim Großbrand zerstört wurden, wandert der Blick über die Trümmerlandschaft hinweg bis zum Rathaus.

Auf der Kreuzung steht neben der Brandruine des Hauses Fritsche (Ringstr. 5) eine Personengruppe. Eventuell handelt es sich um Brandgeschädigte, die sich neben ihrem abgebrannten Haus aufgestellt haben. Zu ihnen haben sich ein paar uniformierte Polizisten aus Müllheim gesellt, die zu Aufräumarbeiten in das Baarstädtchen abkommandiert sind.

Beim Wiederaufbau wird das neue Haus Fritsche mehrere Meter versetzt aufgebaut. Dadurch wird die Ringstraße breiter und eine Engstelle im Städtchen beseitigt.

Standort des Fotografen: 47.884187, 8.343419

Luftbild auf das Städtchen, ca. 1960

Foto: Cramer, Kunstanstalt K.G., Dortmund / Stadtarchiv

Aus ungewohnter Perspektive zeigt dieses Luftbild das Städtchen. Das Flugzeug, aus dem das Foto aufgenommen wird, kreist über dem Maienland. Der Blick fällt aus westlicher Richtung auf die Häuser am Alenberg, in der Maienland- und in der Bahnhofstraße. Der 1957 fertiggestellte neue Bahnhof steht bereits. Aber das Anfang der 1960er Jahre im Pfarrweg neu erbaute katholische Pfarrhaus ist noch nicht gebaut, wodurch sich das Foto recht genau datieren lässt. Auch der Kirchturm ist noch nicht verputzt.

Im Hintergrund ist der Altstadtring zu erkennen. Vor der »Hasle« stechen die Festhalle und Schule sowie die 1954 geweihte evangelische Kirche ins Auge.

Aufräumarbeiten im Maienland nach dem Hochwasser, Juli 1975

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Alexandra Scholl zu Verfügung.

Ein kräftiges Sommergewitter entlud sich am Nachmittag über Löffingen. Es fielen innerhalb von drei Stunden 86 Liter pro m². Der Stadtbach, der ab dem Maienland eingedohlt ist und normalerweise ruhig unter dem Städtchen durchfließt, trat über die Ufer und bahnte sich einen anderen Weg – über Straßen und Plätze.

Jetzt ist der Spuk wieder vorbei und die Einwohner können sich an das Aufräumen machen. Schaulustige stehen am Ende der Straße und blicken in den Stadtbach. Links ist ein Schuppen von Maurermeister Alfred Egle (wohnhaft Maienlandstr. 8) und die Rückseite des Firmengebäudes der Wäschefabrik Prause (Bahnhofstr. 13) zu sehen. Der landwirtschaftliche Schuppen rechts gehört Familie Heizmann (wohnhaft Maienlandstr. 19). Erna Heizmann (geb. Baader, 1923-2017) steht auf dem Weg und blickt in Richtung Stadtbach.

Standort des Fotografen: 47.885643, 8.341789

Schreinermeister Leopold Strobel, ca. 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sabine Hornstein zur Verfügung.

Sein Markenzeichen scheint der kunstvolle Schnurrbart zu sein. Stolz trägt der Schreinermeister Leopold Strobel seinen Schnauzer.

Geboren wurde er am 14. November 1875 als Sohn des Zimmermanns Johann Strobel (1845-1908) und dessen Ehefrau Sabine geb. Welte (1847-1916). Leopold Strobel war der Zweitgeborene, er wuchs an der Seite seines älteren Bruders August und seiner jüngeren Geschwister Carl, Anna, Maria, Theres, Josef, Anselm und August auf. Er heiratete Martina geb. Maier (1881-1949), die aus Reiselfingen stammte. 1906 errichtete er in der Maienlandstraße ein zweistöckiges Wohnhaus, in dem sich auch seine Schreinerei befand. Im Alter von 80 Jahren starb er am 17. Juni 1956.

Standort des Fotografen: ?

Haus Strobel in der Maienlandstraße, ca. 1924

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sabine Hornstein zur Verfügung.

1906 errichtete der Schreinermeister Leopold Strobel (1875-1956) in der Maienlandstraße ein zweistöckiges Wohnhaus mit Scheuer, Stallung und Werkstatt. Über dem Hauseingang steht in geschwungenen Buchstaben: »Mechanische Schreinerei L. Strobel«. Die Schreinerwerkstatt befindet sich links, hinter dem großen Fenster mit den – sicherlich – selbst gefertigten Fensterläden. Darunter ist ein Stapel Bretter gelagert.

Vor dem Haus steht nicht der Besitzer des Hauses und der Schreinerei, sondern sein Sohn Fritz Strobel (1906-1997). Der junge Mann trägt Arbeitskleidung. Später wird er die väterliche Schreinerei übernehmen.

Standort des Fotografen: 47.884356, 8.343340