Schweineschlachten in der Kirchstraße, ca. 1982-1985

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Es ist »Schmutziger Dunschdig«. Schnee liegt in der Kirchstraße. Auf einem hölzernen Zuber vor der ehemaligen Zehntscheuer (Kirchstr. 9) liegt ein totes Schwein, das gerade auseinander genommen wird. Schließlich feiert die Hexengruppe in der Scheune von Karl Krieg ein Schlachtfest. Der Metzger ist Hans-Peter Fehrenbach. Die beiden Alt-Hexen Josef (Sepp) Bayer und Hermann Geisinger tragen weiße Schürzen. Der Narrensamen, ganz links Geisingers Enkel Thomas Hofmeier, steht dabei und schaut zu.

Die Idee zu dem Schlachtfest entstand am Stammtisch im Vereinslokal »Gebert«Die Hexen kauften in Dittishausen ein Ferkel, das bei Oswald Laufer im Stettholz aufgezogen und gefüttert wurde. Als die Schlachtgröße erreicht war, schritt man am »Schmutzigen Dunschdig« zur Tat. In der Hexenscheune bei Kriegs gibt es Wurstsuppe und Kesselfleisch für die Hexen und ihre Familien. Am Abend werden dann im »Gebert« Bratwürste serviert – und bei Laufers im Stettholz wird danach der Speck geräuchert.

V.l.n.r.: Thomas Hofmeier, ????, Oswald Laufer, Franz Mürb, Josef (Sepp) Bayer (1930-2005), ???, Hermann Geisinger (1926-1989).

Standort des Fotografen: 47.883668, 8.345249

Pferde vor dem Haus Maier in der Kirchstraße, ca. 1932

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Erich Zepf zur Verfügung.

Zwei Pferde stehen vor dem Haus des Landwirts Karl Maier in der damaligen Hafnergasse. Die Hausnummer 29 ist über der Haustür zu entziffern. Ein Kind sitzt im Sattel. Es handelt sich um den 1929 geborenen Erich Zepf. Er schaut nicht zum Fotografen, sondern zu den Frauen, die aus dem geöffneten Fenster im ersten Stock herunterschauen. Der Pferdebesitzer (Franz Zepf?) hält die Pferde still.

Standort des Fotografen: 47.883762, 8.345301

Gemälde am Haus Kirner in der Kirchstraße, 2007

Sammlung Familie Waßmer

Bis 1813 übten Mitglieder der Familie Greiff über viele Generationen hinweg  das Amt des Mayers aus. Bis heute erinnert an der Fassade eine große Holztafel mit einem gemalten Greifen an diese einflussreiche Familiendynastie. Der Greif ist ein mythisches Mischwesen mit löwenartigem Leib und dem Kopf eines Raubvogels. Die lateinische Inschrift ergibt keinen Sinn. Der Wortlaut wurde vermutlich bei Renovierungen der Holztafel in der Vergangenheit falsch restauriert.

Das Haus wurde etwa 1670 neu erbaut. Das Wappen auf dem Torbogen verweist auf den damaligen Abt des Klosters Otto II Kübler.