Blick vom Kirchturm in Richtung Rathaus, ca. 1957

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vom Kirchturm eröffnet sich ein grandioser Blick auf das Städtchen. Zu sehen sind im Vordergrund die Häuser der Kirchstraße mit dem Haus Kuster (Kirchstr. 14) und dem Haus Benz (Kirchstr. 12). Über ihre Dächer ragen knapp die Häuser der Eggertenstraße. Das »Eckeret«, wie der Winkel genannt wird, ist das am dichtesten bebaute Gebiet innerhalb des Altstadtrings.

Dahinter sind die Häuser am Rathausplatz zu sehen, dominiert vom Rathaus und der »alten Sonne« (Rathausplatz 9-10), die 1972 abgerissen wird. Der Platz daneben diente bis 1936 als Schulhof. Schön zu erkennen ist auch der untere Rathausplatz mit dem Mailänder Tor und dem 1954 neu erbauten Demetriusbrunnen.

Standort des Fotografen: 47.882615, 8.343904

Oberer Rathausplatz, ca. 1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Nach dem Großbrand 1907 wurde der »Stadtbau« (Demetriusstr. 1) errichtet. Aber die anderen Gebäude auf dem Foto sind sehr viel älter. Der obere Rathausplatz hat weitestgehend sein früheres Aussehen bewahrt. Das Gebäude auf der linken Seite, in dem sich jetzt das Postamt befindet (Rathausplatz 2), war früher das Fürstenbergische Amtshaus. Die Gasthäuser »Ochsen« und »Löwen« auf der rechten Seite sind in ihrer ursprünglichen Bausubstanz noch erhalten. Bis zu seinem Abbruch 1819 stand das »Obere Tor« in der Durchfahrtsstraße und schloss den Stadtring in diese Richtung ab. Dass der obere Rathausplatz einst auch Marktplatz war, erinnert nur noch die Brunnenfigur der »Schnitterin«, die auf der Säule des Rathausbrunnens thront.

Standort des Fotografen: 47.883760, 8.344616

20-Jährige auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1977

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Lothar Baader zur Verfügung.

Auf dem Rathausplatz haben sich die 20-Jährigen für ein Gruppenfoto versammelt. Sie tragen Pullover, auf denen wahlweise die Jahreszahl »1957« oder »1977« steht. Außerdem haben sie sich Schilder mit der Zahl »20« umgehängt. Es ist »Schmutziger Dunschdig« und die 20-Jährigen sind ganz in ihrem Element. Den Narrenbaum haben sie wahrscheinlich schon aufgestellt und treten jetzt den Zug durch die Wirtschaften an.

1.Reihe, v.l.n.r.: Wolfgang Vogt, Sybille Benitz, Jürgen Zepf, Petra Beha, Alwin Kiermeier, Steffi Laufer, Harald Seidenberg, Alois Kuster

2.Reihe, v.l.n.r.: Roland Maier, Harald Schwörer, Dagmar Fuss, Lothar Baader, Martin Schreiber, Susanne Obergfell, Karl Bank, Fritz Kaufmann, Andrea Jonner, Konrad Kuster, Doris Maier, Beate Laufer

3.Reihe: Karl-Heinz Götz (verdeckt, einen Arm hochreckend)

Im Erdgeschoss des »Stadtbaus« (Demetriusstr. 1) ist der Friseursalon Studer. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist das Geschäft vom »Zigarren-Vogt« (Rathausplatz 13) zu sehen. Ein Werbeschild der Zigarre »Rössli« ist an der Hausecke angebracht.

Standort des Fotografen: 47.884119, 8.345073

Närrisches Treiben auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1932

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Es ist Fasnacht, aber irgendwie doch nicht. Am linken Bildrand ist der Rathausbrunnen zu sehen: Anders als in den Jahren zuvor und danach ist er aber nicht von der Fasnachtsbühne überbaut. Aufgrund der Wirtschaftskrise findet in diesem Jahr offiziell keine Fasnacht statt. Aber so ganz ohne Narrentreiben kann es dann doch nicht sein.

Auf dem oberen Rathausplatz hat sich eine große Menschenmenge versammelt. Die Erwachsenen sind nicht kostümiert, aber die Kinder, die vor den Gasthäusern »Ochsen« und »Löwe« in einem großen Kreis stehen und einen Tanz aufführen, sind verkleidet.

Und noch eine Attraktion ist zu sehen: Von der Freitreppe des »Stadtbaus« (Demetriusstr. 1) führt eine Rutsche hinunter auf den Rathausplatz. Ein Gaudi für Jung und Alt! Ob diese Rutsche später die Vorlage liefert für die mittlerweile legendäre Rutsche, die alljährlich beim Hexenball in der Festhalle aufgebaut wird?

Standort des Fotografen: 47.883775, 8.344661

Umzugswagen auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1952

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

»Als die Römer frech geworden« lautet das Motto der diesjährigen Fasnacht. Über den oberen Rathausplatz bewegt sich der Narrenumzug. Schaulustige stehen entlang der Umzugsstrecke. Auf einem von Ochsen gezogenen Karren ist ein Scheiterhaufen aufgeschichtet, auf dem eine gefesselte Frau steht. Offensichtlich soll sie eine christliche Märtyrerin darstellen, denn in der Spätantike wurden vor allem Christ*innen zum Feuertod verurteilt.

Hinter dem Karren marschiert ein Trupp römischer Soldaten. Zu sehen ist u.a. Josef Beha (1936-2019). Unter den Zuschauern sind u.a. zu erkennen: Franz und Erna Bader, Paula Hasenfratz und Karl Meier.

Im Hintergrund ist links das Geschäft von Robert Sauter (Rathausplatz 2) zu sehen. Der Kaufmann ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot, denn er starb am 19. Oktober 1945 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Der Laden wird von seiner Witwe Justina Sauter geb. Brett (1900-1994) betrieben. Rechts ist der »Stadtbau« (Demetriusstr. 1) zu erkennen. Auf die Freitreppe haben sich ein paar Zuschauer gestellt, um von oben den Umzug zu verfolgen.

Standort des Fotografen: 47.883856, 8.344795

Abbruch der »alten Sonne«, 1973

Stadtarchiv

Wo der Bagger steht und gerade Schutt auf einen Lastwagen lädt, da befand sich bis 1936 der Schulhof, denn damals war die Volksschule noch im Rathaus. Lange wird diese Freifläche allerdings nicht mehr unbebaut bleiben. Denn das frühere Gasthaus »Sonne« wird gerade abgerissen. An seiner Stelle und auf dem ehemaligen Schulhof soll ein modernes Wohn- und Geschäftshaus (Rathausplatz 9/10) gebaut werden.

Das Foto ist von der Eggertenstraße aus aufgenommen. Durch die Abbrucharbeiten öffnet sich plötzlich ein freier Blick in Richtung Rathausplatz mit dem Rathaus (links) und dem »Stadtbau« (rechts).

Standort des Fotografen: 47.883486, 8.344718

2 Fotos: Blick vom Kirchturm zum Alenberg, ca. 1926

Verlag A. Rebholz
Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Vor wenigen Jahren wütete ein Großbrand und legte das halbe Städtchen in Schutt und Asche. Mittlerweile ist der Wiederaufbau abgeschlossen. Der Schrecken ist verblasst und alles wirkt wieder friedlich. Vom Kirchturm aus hat man einen imposanten Blick in Richtung Alenberg. Man sieht gleich mehrere neugebaute Häuser am unteren Rathausplatz, in der Demetriusstraße, der Ringstraße und der Alenbergstraße, an den Staffelgiebeln zu erkennen. Blickt man auf das massive Rathausgebäude, dann überrascht es nicht, dass die Feuerwehr 1921 alles daran setzte, um dieses Gebäude zu erhalten. Ein brennendes Rathaus hätte ganz sicher ein Übergreifen des Feuers auf weitere Straßenzüge und deren Untergang bedeutet.

Ähnlich massiv wie das Rathaus ist das ehemalige Gasthaus »Sonne« (Rathausplatz 9-10), dessen Rückseite zur Eggertenstraße hin zu sehen ist. Die unbebaute Fläche zu seiner Linken dient als Schulhof, denn noch befindet sich die Volksschule im Rathausgebäude. Außerhalb des Stadtrings sind die Häuser der Vorstadtstraße und der Oberen Hauptstraße zu erkennen. Im Hintergrund sieht man den Friedhof mit der Kapelle.

Standort des Fotografen: 47.882612, 8.344053

Frauengruppe in Biedermeierkleidern, Fasnacht 1953

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Sonja Schwörer geb. Vogt zur Verfügung.

Auf der Freitreppe vor dem »Stadtbau« (Demetriusstr. 1) lässt sich diese Frauengruppe fotografieren. Die Damen sind mondän gekleidet, sie tragen Biedermeierkleider, passende Hütchen und sind mit Schirmchen ausstaffiert. Es ist Fasnacht und in der Festhalle findet später eine »Große Preis-Narren-Modenschau« statt. Die Frauen haben bestimmt Chancen, prämiert zu werden.

1.Reihe, hockend: Hans Jordan
2.Reihe, v.l.n.r.: ??? Wilhelm (?), Elisabeth Vogt (1929-1969), Hilde Maier (1927-?)
3.Reihe, v.l.n.r.: Lisette Zepf (1907-?), Karolina Auer (1907-?), ??? Strobel

Standort des Fotografen: 47.884191, 8.345066

Narrenumzug auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht ca. 1930

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Der Narrenumzug bewegt sich durch das Städtchen. Eine Schar uniformierter »Polizisten« oder »Soldaten« marschiert über den oberen Rathausplatz, vorbei an den Schaulustigen, die rechts und links der Umzugsstrecke stehen und allesamt nicht kostümiert sind.

Im Hintergrund sind der »Stadtbau« (Demetriusstr. 1) und das Haus Vogt (Rathausplatz 13) zu sehen. Letzteres ist frisch renoviert. Der Blick fällt auch in die Obere Hauptstraße bis zum »Scharfen Eck«.

Das Foto wird in den frühen 1930er Jahren aufgenommen. Da 1931 und 1932 keine Fasnacht veranstaltet wird, scheint Fasnacht 1930 plausibel. Auch das Motto passt: »Generalmusterung und Besuch Seiner Majestät des Kaisers«.

Standort des Fotografen: 47.884129, 8.345066

Fotoserie: Narrenumzug auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1926

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz sowie Lore Sibold zur Verfügung.

Der Narrenumzug ist in vollem Gange: Beiderseits der Hauptstraße stehen Schaulustige, um den bunten Zug zu sehen, der auf den oberen Rathausplatz einzieht. Auch auf der Freitreppe vor dem »Stadtbau« (Demetriusstr. 1) drängen sich Menschen, um von dieser erhöhten Position alles sehen zu können. Eine Blaskapelle im Vordergrund schmettert gerade einen Marsch.

»Löffinger Vieh- und Krämermarkt im 17. Jahrhundert«, so lautet das Motto der diesjährigen Fasnacht. Und wen wundert es da, dass der Narrenumzug von Marktbuden gesäumt ist? Schließlich diente der obere Rathausplatz traditionell als Marktplatz! Nicht alle Buden passen freilich ins 17. Jahrhundert. So steht vor dem Gasthaus »Ochsen« (Rathausplatz 12) z. B. eine Bude, die auf einem Banner als »Spielhöhle Monte Carlo« bezeichnet wird. Eigentlich müsste es korrekt »Spielhölle« heißen, aber wen stört das schon an Fasnacht?

Das Foto wird von einem Fenster des Rathauses aufgenommen, dessen Erdgeschoss bis zur Jahrhundertwende auch als Markthalle diente.

Standort des Fotografen: 47.883930, 8.344500

Narrenumzug mit Straßenbahn, Fasnacht 1972

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Thomas Scherer zur Verfügung.

Durch Löffingen fährt eine Straßenbahn! Gerade ruckelt sie über den oberen Rathausplatz. Doch sie fährt nicht nur auf einem kurzen Streckenabschnitt durch das Städtchen. Wenn schon, denn schon, haben sich die Verkehrsplaner wohl gedacht und den großen Wurf gewagt. An der Bahn steht angeschrieben, an welchen Stationen sie hält: »Rathaus – City – Maienland – Witterschnee – Nationalpark«. Mit der letzten Haltestelle ist der recht neu eröffnete Wildpark gemeint.

Es ist Fasnacht und der 1970 neu gegründete Automobilclub hat sich eine originelle Idee für seinen Umzugswagen einfallen lassen.

Standort des Fotografen: 47.884040, 8.344690

Wehrmachtssoldaten auf dem oberen Rathausplatz, ca. 1940-1943

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Silke Janz zur Verfügung.

Es ist wieder Krieg. Nur 21 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges beginnt das nationalsozialistische Deutschland mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 den Zweiten Weltkrieg. Ein halbes Jahr später werden auch die vier westlichen Nachbarstaaten Niederlande, Belgien und Luxemburg sowie Frankreich von der Wehrmacht überfallen und anschließend besetzt. Der Westfeldzug dauert vom 10. Mai bis 25. Juni 1940.

Soldaten werden eingezogen. Truppen der Wehrmacht ziehen durch das Städtchen, das zu diesem Anlass mit Hakenkreuzfahnen beflaggt ist. Vermutlich werden die Wehrmachtssoldaten bei ihrem Zwischenstopp in Löffingen verpflegt. Vor den Gasthäusern »Ochsen« (Rathausplatz 12) und »Löwen« (Rathausplatz 11) steht eine lange Schlange Uniformierter mit Stahlhelm. Dass die Truppen nicht nur motorisiert unterwegs sind, sondern auch mit Pferden, ist unschwer an den Pferdeäpfeln zu erkennen, die auf dem Platz liegen.

Standort des Fotografen: 47.883865, 8.344701