Enkelkinder von Alois und Luise Faller, 1933

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Rita Bölle, Aloisia Huber und Monika Huber zur Verfügung.

Der Landwirt und Bäcker Alois Faller (1857-1939) und seine Ehefrau Luise Faller geb. Bader (1856-1939) feiern am 20. September 1933 das Fest ihrer Goldenen Hochzeit. Die Enkelkinder des Jubelpaares stellen sich für ein Gruppenfoto vor dem Seitengiebel des Hauses Straub (Untere Hauptstr. 6) auf.

Die Cousins und Cousinen sind v.l.n.r.: Franz Faller (1916-1986), Luise Straub (verh. Bader, 1914-?), Karl Heizmann (1911-1947), Maria Straub (verh. Willmann, 1911-2001), Ernst Faller, Maria Faller (verh. Selb, 1919-1967), Fritz Straub (1921-2007)

Standort des Fotografen: 47.883269, 8.343618

Hochzeitszug in der Unteren Hauptstraße, ca. 1950

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Christoph und Marlies Müller sowie Rita Bölle zur Verfügung.

Aus dem Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) fällt der Blick auf die Straße: Ein Hochzeitszug zieht gerade, von der Kirche kommend, die Untere Hauptstraße entlang. Das Brautpaar, das vorneweg schreitet, ist auf dem Foto nicht zu sehen, aber die Hochzeitsgäste. Passanten laufen nebenher, ganz besonders viele Kinder. Sie sind zur Stelle, um Seile zu spannen und sich ein Taschengeld zu verdienen.

Auf der anderen Straßenseite sind das »Warengeschäft« von Franz X. Geiger (Untere Hauptstr. 1), die Metzgerei von Fritz Seilnacht (Untere Hauptstr. 3) und das Uhrengeschäft von Wilhelm Maier (Untere Hauptstr. 5) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.883512, 8.343732

Blick zum Haus Maier und Haus Zimmermann in der Unteren Hauptstraße, ca. 1950

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Georg Willmann zur Verfügung.

Das Haus von Uhrmachermeister Wilhelm Maier (Untere Hauptstr. 5) und das Kaufhaus »zum Kasten« von Alfred Zimmermann (Untere Hauptstr. 7) im Bildhintergrund sind leider nur angeschnitten zu sehen. Denn dem Fotografen ging es nicht um die Gebäude, sondern um das zugeschneite Gärtchen im Vordergrund, das zur Bäckerei Willmann (Untere Hauptstr. 6) gehört.

Ein Trampelpfad führt durch den Schnee zum Gartentürchen. Jede einzelne Holzlatte des Zauns ist von einer dünnen Schicht Schnee bedeckt. Eine winterliche Idylle mitten im Städtchen!

Standort des Fotografen: 47.883260, 8.343497

3 Fotos: Narrenumzug in der Unteren Hauptstraße, Fasnacht 1939

Diese Fotos stellte uns dankenswerterweise Elke Moser zur Verfügung.

Ausnahmsweise liegt richtig Schnee an Fasnacht! Links und rechts der Umzugsstrecke in der Unteren Hauptstraße türmen sich die Schneehaufen. Doch die Fahrbahn ist freigeräumt, der Umzug bahnt sich seinen Weg, vorbei am Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29) und dem Kaufhaus »Kasten« von Alfred Zimmermann (Untere Hauptstr. 7).

Es ist ein ganz besonders langer Umzug in diesem Jahr, denn die »Laternenbrüder« feiern ihr 50-jähriges Bestehen. Das Motto der Fasnacht lautet: »Im Schatten der Vorzeit – Bilder aus der Frühzeit unserer Heimat«.

Standort des Fotografen: 47.883175, 8.343698

Blick vom Mailänder Tor in die Untere Hauptstraße, ca. 1955

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Aus dem Torbogen des Mailänder Tores fällt der Blick auf den unteren Rathausplatz und die Untere Hauptstraße entlang in Richtung katholischer Pfarrkirche St. Michael. Weitgehend unverändert ist der Straßenzug bis heute geblieben, die Bausubstanz bliebt erhalten, da keines der Gebäude in der Zwischenzeit abgebrannt ist oder abgerissen wurde. Aber modernisiert und umgebaut wurden die meisten Häuser doch seitdem.

Über den Rathausplatz schlendern zwei Frauen, vorbei am 1954 neu geschaffenen Demetriusbrunnen. Ansonsten ist kein Mensch zu sehen. Die Straßen wirken wie ausgestorben. Es scheint Sonntag zu sein, denn alle Ladengeschäfte sind geschlossen und die Rolläden herunter gelassen. Obwohl die B31 mitten durch das Städtchen führt, gibt es im Augenblick auch keinen Durchgangsverkehr.

Auf der linken Straßenseite ist das Lebensmittelgeschäft »Gottlieb« (Rathausplatz 6) zu sehen. Daran schließen sich das Haus des Kaufmanns Franz Xaver Geiger (Untere Hauptstr. 1), das Haus des Metzgermeisters Fritz Seilnacht (Untere Hauptstr. 3), das Haus von Uhrmachermeister Wilhelm Maier (Untere Hauptstr. 5) und schließlich das Kaufhaus von Alfred Zimmermann (Untere Hauptstr. 7) an. Am Ende der Straße ist das Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29) zu sehen, das vor den 1930er Jahren noch Gasthaus »Lamm« hieß.

Auf der rechten Straßenseite steht ein weiteres traditionsreiches Wirtshaus, der »Adler« (Untere Hauptstr. 2), erkennbar an seinem schmiedeeisernen Wirtshausschild. Während sich die Gaststube im ersten Obergeschoss befindet, ist im Erdgeschoss seit Kurzem eine Filiale der Sparkasse untergebracht.

Standort des Fotografen: 47.883954, 8.343705

Zerbombtes Haus Zepf in der Unteren Hauptstraße, Februar 1945

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Richard Zepf zur Verfügung.

In der Unteren Hauptstraße werden bei Fliegerangriffen der Alliierten am 24. Februar 1945 zwei Häuser zerstört. Das Haus der Witwe Theresia Kaus (Untere Hauptstr. 9a), ein 1803 erbautes Barockhaus, wird dem Erdboden gleich gemacht. Nur ein Haufen Steine und einige herumliegende Balken erinnern noch daran, dass hier bis vor kurzem noch ein stattliches Gebäude stand.

Das Nachbarhaus von Landwirt August Zepf (Untere Hauptstr. 9), links im Bild, wird ebenfalls stark zerstört. Die Trümmer werden später abgetragen und an ihrer Stelle in den 1950er Jahre ein Neubau errichtet. Auch der Turmhelm des Kirchturms, der im Hintergrund zu sehen ist, wird bei den Fliegerangriffen leicht beschädigt.

Standort des Fotografen: 47.882508, 8.343111

NS-Aufmarsch in der Unteren Hauptstraße, ca. 1937

Dieses Foto stellten uns dankenswerterweise Dorothea und Michael Kasprowicz zur Verfügung.

Zwischen all den Hakenkreuzfahnen und der schwarz-weiß-roten Reichskriegsflagge, die in der Unteren Hauptstraße im Wind flattern, sticht ein Transparent ins Auge, das über die Straße gespannt ist. Es handelt sich dabei nicht um NS-Propaganda mit einer politischen Losung, sondern um ein Werbebanner der Tankstelle von Julius Limb: »Essolub« ist in großen Buchstaben darauf zu lesen und wirbt für ein bekannte Motoröl.

Derweil marschiert eine Kolonne des »Bund deutscher Mädel« (BdM) durch die Straße und passiert gerade das Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) und das Gasthaus »Adler« (Untere Hauptstr. 2). Am »Adler« sind noch keine Fensterläden zu sehen, sie werden erst in der Nachkriegszeit angebracht. Im Hintergrund marschiert eine Musikkapelle heran. Am linken Bildrand ist ein Gendarmeriebeamter zu sehen.

An welchem nationalsozialistischen Feiertag das Foto aufgenommen wird, ist unbekannt. Die Passanten, die am Straßenrand stehen, tragen warme Mäntel und Mützen. Die Straße ist nass vom Regen. Denkbar wäre daher der »Heldengedenktag«, der im Februar/März begangen wurde, oder der »Gedenktag für die Bewegung«, an dem alljährlich am 9. November des gescheiterten Hitler-Putsches von 1923 gedacht wurde.

Standort des Fotografen: 47.883726, 8.343856

Blick vom unteren Rathausplatz in die Untere Hauptstraße, ca. 1955-1960

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

Der Blick fällt vom unteren Rathausplatz in die Untere Hauptstraße. Im Mittelpunkt steht der »Adler« (Untere Hauptstr. 2), der seit Generationen als Gasthaus betrieben wird und in dessen Erdgeschoss seit kurzem eine Filiale der »Sparkasse Neustadt« eingerichtet ist. Neu sind die Holzläden an den Fenstern im ersten und zweiten Obergeschoss, die auf früheren Ansichten noch nicht angebracht waren. Rechts hinter dem Gasthaus ist die ehemalige »Adler«-Scheune (Demetriusstr. 17) zu sehen. Das bislang holzverschindelte Dach ist erst kürzlich mit Ziegelsteinen eingedeckt worden.

Auf dem Rathausplatz sticht der 1954 neu geschaffene Demetriusbrunnen ins Auge. Daneben parkt ein VW Käfer. Das Straßenschild, das die Richtung nach Freiburg und Donaueschingen zeigt sowie den Weg zum Waldbad weist, signalisiert, dass Löffingen verkehrsgünstig gelegen ist.

Der Blick wandert dann die Untere Hauptstraße hinunter, vorbei am Haus Limb (Untere Hauptstr. 4), vor dem sich eine »Esso«-Tankstelle befindet, und an der Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6), vor der eine Markise herausgerollt ist. Der Blick fängt sich schließlich beim »alten Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) und dem Gasthaus »Sonne« (Kirchstr. 29).

Standort des Fotografen: 47.883905, 8.343917

»Alter Benzbau« in der Unteren Hauptstraße, ca. 1957

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Rita Willmann zur Verfügung.

An der Einmündung der Seppenhofer Straße in die Untere Hauptstraße wird dieses Foto vom »alten Benzbau« (Untere Hauptstr. 8) aufgenommen. Das Gebäude wurde nach dem Brand von 1887 neu errichtet und gehörte dem Holzhändler und Gastwirt Johann Benz (1850-1908). Der Familie Benz gehört das Gebäude auch in den 1950er Jahren noch. Darin befinden sich Werkswohnungen für die Arbeiter der Holzindustriewerke Josef Benz AG.

Zwei Freitreppen führen zu den beiden Eingangstüren empor. Bis Anfang der 1950er Jahre ragten die Treppen in den Straßenraum hinein und verengten damit zusätzlich diese schmale Stelle. Auf dem Foto sind die Treppenaufgänge bereits verändert und parallel zur Hauswand angeordnet. Heute existiert nur noch eine der beiden Treppen.

Standort des Fotografen: 47.882685, 8.343478

Frau vor dem Friseursalon Limb, ca. 1940-1943

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Vor dem Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) steht eine junge Frau, die Hände in ihren Manteltaschen. Es ist Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), eine Klassenkameradin der Limb-Tochter Gertrud (verh. Geisinger, 1923-2011).

Im Hintergrund ist der Eingang zum Friseursalon und Drogeriegeschäft von Julius Limb zu sehen. Auf dem Werbeschild steht: »Elektro-Artikel«, »Schwach- und Starkstrom« sowie »Drogen«, »Arzneimittel«.

Standort des Fotografen: 47.883467, 8.343782

Narrenumzug in der Unteren Hauptstraße, Fasnacht 1936

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.

Das diesjährige Fasnachtsmotto lautet: »Sagen und Märchen des deutschen Volkes«. Hier fährt gerade ein von Pferden gezogener Umzugswagen durch die Untere Hauptstraße, vorbei am Friseursalon Limb (Untere Hauptstr. 4) und der Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6). Darauf thront eine Gruppe von sechs Frauen, die in weiße Gewänder gekleidet sind. Auch der Wagen ist weiß dekoriert und mit zwei Schwänen geschmückt. Gut möglich, dass der Wagen das Märchen »Die sechs Schwäne« der Gebrüder Grimm darstellt.

Wer erkennt die Frauen auf dem Wagen?
V.n.r.: Josefa Gebert (?), ???, ???

Standort des Fotografen: 47.883563, 8.343874

Schneeberge auf dem unteren Rathausplatz, 2008

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Bernhard Adrion zur Verfügung.

Fast könnte man meinen, das Städtchen sei von der Außenwelt abgeschnitten, wenn man die Schneeberge betrachtet, die sich auf dem unteren Rathausplatz in die Höhe türmen. Aber keine Sorge, die Straße wird noch freigeräumt und der Schnee nach und nach abtransportiert.

Bald geht es dem Winter ohnehin an den Kragen. Die Fasnachtsbändel, die in der Unteren Hauptstraße gespannt sind, künden schon von der fünften Jahreszeit. Und in der wird der Winter bekanntlich ausgetrieben.

Standort des Fotografen: 47.883798, 8.343915