Eugen Steidlinger mit Enkelinnen auf der »Linden«-Wiese, Pfingsten 1939

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Pia und Alfons Durst zur Verfügung.

Zwischen seinen beiden Enkelinnen steht Oberlehrer a. D. Eugen Steidlinger (1873-1939) auf der »Linden«-Wiese. Die Mädchen haben sich fein gemacht und halten kleine Blumensträuße in den Händen. Ihr Großvater trägt Mantel und Hut und blickt ernst in die Kamera.

Der Ort ist Eugen Steidlinger bestens vertraut. Rund 15 Jahre zuvor entstanden auf der »Linden«-Wiese ganze Serien von Klassenfotos, auf denen der Pädagoge jeweils mit seinen Schüler*innen für den Fotografen posierte. Nun ist der langjährige Lehrer im Ruhestand und lässt sich nicht mit einer Schulklasse, sondern mit seinen Enkelinnen fotografieren.

V.l.n.r.: 1 Lioba Benitz (verh. Andritzke, geb. 1936), 2 Eugen Steidlinger (1873-1939), 3 Elisabeth Benitz (verh. Burger, 1930-2019)

Eugen Steidlinger wurde am 13. November 1873 in Stuttgart geboren. 1905 kam er von Östringen bei Bruchsal an die Volksschule Löffingen. Täglich hatte er 150 bis 160 Schulkinder zu unterrichten. Nach der Gründung der Gewerblichen Fortbildungsschule übernahm er auf Drängen der örtlichen Handwerksmeister nebenamtlich auch deren Leitung. 1922 wurde der Hauptlehrer zum Oberlehrer befördert. Bis zu seiner Pensionierung am 1. Februar 1934 begleitete er mehrere Generationen Löffinger Kinder durch ihre Schulzeit und sprang bei Erkrankungen von Kollegen auch in den Filialgemeinden Seppenhofen und Dittishausen ein. Anlässlich seines 25-jährigen Dienstjubiläums verlieh ihm die Stadt Löffingen 1930 in Anerkennung seiner Verdienste die Ehrenbürgerwürde. Auch außerhalb der Schule war Steidlinger fest im Gemeindeleben verankert: Von 1917 bis 1932 leitete er als Dirigent den katholischen Kirchenchor. Am 12. Dezember 1939 stirbt er im Alter von 66 Jahren.

Standort des Fotografen: 47.883368, 8.347403

NS-Veranstaltung der NSKOV in der Festhalle, 6. August 1939

Sammlung Familie Waßmer

Bis auf den letzten Platz ist die Festhalle gefüllt. Männer in Anzügen und Uniformen, Frauen und Kinder sitzen dicht gedrängt an langen Tischen. An den Wänden hängen Hakenkreuzfahnen, über der Bühne prangt das Emblem der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung (NSKOV) – bestehend aus einem Hakenkreuz, einem Eisernen Kreuz und einem vertikal nach unten gerichteten Schwert, das von einem Eichen- oder Lorbeerkranz eingerahmt wird. Flaschen und Gläser auf den Tischen vermitteln auf den ersten Blick den Eindruck eines geselligen Beisammenseins. Doch die Veranstaltung ist alles andere als unpolitisch.

Zum »Kameradschaftstreffen« der NSKOV im Kreis Neustadt kommen ehemalige Frontsoldaten, Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene. Sie sitzen nach den »Kameradschaften« ihrer jeweiligen Heimatorte geordnet an den Tischen. Im Vordergrund weist ein Schild aus, welche Ortskameradschaft hier ihren Platz hat. Unter den Ehrengästen befinden sich Funktionäre der NSDAP sowie Abordnungen von SA und SS. Die NSKOV ist keine unabhängige Interessenvertretung, sondern ein der NSDAP angeschlossener Verband. Fürsorge für Kriegsopfer verbindet sie mit der Propagierung der NS-Ideologie und der Forderung nach unbedingter Treue zum NS-Regime.

Ein Zeitungsartikel bezeichnet die Veranstaltung als »großes Ereignis« und »noch lange nachwirkendes Erlebnis«. Die Redner erinnern zwar an die Toten und Verwundeten des Ersten Weltkriegs, doch ihre Ansprachen richten den Blick auf die Gegenwart. Sie fordern »Dank, Opferbereitschaft und Treue zu Führer, Volk und Vaterland« und beschwören Pflichterfüllung, Kampf um »Lebensraum« und den »restlosen Einsatz« für das nationalsozialistische Deutschland.

Auch zahlreiche Löffinger Vereine gestalten das Programm mit. Die Jugend des Turnerbundes tritt auf, ebenso das Löffinger Quartett, der Zither-Verein und die Trachtengruppe. Der Zeitungsartikel hebt ausdrücklich hervor, dass sich »sämtliche Löffinger Vereine« für die Veranstaltung zur Verfügung stellen. Über die persönliche Haltung der einzelnen Mitwirkenden sagt dies nichts aus. Als Vereine tragen sie jedoch dazu bei, die nationalsozialistische Propaganda zu verbreiten.

Die Veranstaltung findet am 6. August 1939 statt. Deutschland rüstet seit Jahren zu einem neuen Krieg. Nur 26 Tage später überfällt die deutsche Wehrmacht Polen und beginnt damit den Zweiten Weltkrieg. Mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10. Oktober 1945 wird die NSKOV durch die Alliierten als nationalsozialistische Organisation verboten.

Standort des Fotografen: 47.882868, 8.347849

Fronleichnamsprozession in der Demetriusstraße, 1939

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Der Kirchenchor biegt beim Haus Fürst (Demetriusstr. 5) in die Demetriusstraße ein. Frauen und Männer gehen in festlicher Kleidung, die Frauen tragen Hüte, die Männer schwarze Anzüge. Hinter ihnen folgen die Ministranten mit Kreuz und Fahnen sowie die Erstkommunikantinnen in ihren weißen Gewändern. Gemeinsam tragen sie eine Girlande aus Reisig.

Ende der 1930er Jahre ist die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession keine Selbstverständlichkeit mehr. Die kirchenfeindliche Haltung des NS-Regimes macht sich auch in Löffingen bemerkbar. Zwischen der katholischen Kirchengemeinde und der Stadtverwaltung kommt es zu Auseinandersetzungen über die Streckenführung. Die Prozession darf nicht mehr wie früher durch die Hauptstraße ziehen und wird auf Seitenstraßen verwiesen. Zugleich nimmt die Zahl der Teilnehmer*innen ab. Wer mitgeht, bekennt sich sichtbar zum katholischen Glauben und zum katholischen Milieu.

Auffällig ist, dass vor dem Haus Fürst jeder Festschmuck fehlt. Keine »Maien« sind in das Hofpflaster gesteckt, um den Weg der Prozession mit jungem Grün zu säumen. Das dürfte kein Zufall sein: Schmiedemeister Otto Fürst gilt als »alter Kämpfer« der nationalsozialistischen Bewegung. Bereits am 1. November 1930 trat er der Löffinger NSDAP-Ortsgruppe bei (Mitgliedsnummer 358.280). Aus seiner antiklerikalen Haltung macht Fürst keinen Hehl. Schon 1928 warf er die Fensterscheiben des Pfarrhauses ein. 1934 beteiligte er sich an der Vertreibung von Stadtpfarrer Guido Andris. Aus der katholischen Kirche trat er aus.

Bei den Mitgliedern des Kirchenchores sind u.a. zu sehen: Julius Limb, Hermann Ganter, Ernst Meßmer, Albert Benitz, Otto Ganter und Hedwig Limb (verh. Vogt).

Standort des Fotografen: 47.884332, 8.344581

Walpurgisnacht auf dem Rathausplatz, Fasnacht 1939

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Hilde Adrion zur Verfügung.

Ein gleißender Feuerschein zerreißt die Dunkelheit über dem Rathausplatz. Rauch zieht in Schwaden durch die Nacht, Funken stieben in die Höhe. Es ist Fasnacht 1939 – und seit wenigen Jahren gehört die »Walpurgisnacht« zum festen Bestandteil des närrischen Programms. Seit 1934 führt die Hexengruppe dieses schaurige Spiel auf. Den Text verfasste Leo Ratzer (1881-1948). Was hier geboten wird, ist ein schaurig-schönes Spektakel.

Der Blick fällt über den oberen Rathausplatz in Richtung des Gasthauses »Löwe« (Rathausplatz 11). Details verschwimmen im Halbdunkel, doch gerade das macht den Reiz der Aufnahme aus. Schemenhaft sind Figuren zu erkennen – vielleicht der Teufel mit erhobenem Arm, vielleicht Hexen, die um das Feuer tanzen. Das Licht der Flammen wirft flackernde Schatten auf die Fassaden, während sich die Menge im Vordergrund dicht um die Fasnachtsbühne drängt.

Solche Fotografien sind selten. Die »Walpurgisnacht« findet in der Dunkelheit statt, und die technischen Möglichkeiten der 1930er Jahre machen Nachtaufnahmen zu einer Herausforderung. Umso kostbarer ist dieses Bild. Eine echte Rarität!

Erst rund zwei Jahrzehnte später entsteht jene Musik, die seither alljährlich bei der »Walpurgisnacht« von der Stadtmusik gespielt wird. Komponiert wird sie vom Musikpädagogen und Komponisten Dr. Hermann Regner (1928-2008). Von 1958 bis 1964 wirkt er als Dozent an der Hochschule für Musik in Trossingen. In dieser Zeit – vermutlich 1961 – kommt es auf Initiative von Rupert Hepting (1905-1990), dem Dirigenten der Stadtmusik, zur Zusammenarbeit: Regner komponiert die Musik zur »Walpurgisnacht« – und nebenbei auch den Löffinger Narrenmarsch, der bis heute zum festen Repertoire gehört.

Standort des Fotografen: 47.884084, 8.344622

2 Fotos: Vorführungen auf der Fasnachtsbühne, Fasnacht 1939

Diese Fotos stellte dankenswerterweise Jutta Knöpfle zur Verfügung.

Auf dem oberen Rathausplatz drängen sich die Menschen und recken ihre Hälse. Sie wollen sehen, was vorne auf der Fasnachtsbühne vor sich geht. Mehrere Umzugswagen sind auf dem oberen Rathausplatz eingetroffen und stehen vor dem Postamt (Rathausplatz 3) und der Metzgerei Rohrer (Rathausplatz 4). Auch Kühe sind dort zu sehen, die die Wagen während des Narrenumzugs gezogen haben.

Das diesjährige Fasnachtsmotto gilt der »Stein-, Bronze- und Eisenzeit«. Die Fasnachtsbühne wird von Steinzeitmenschen bevölkert, die mit Fellen bekleidet sind. Auf einem Schild wird ein Mann durch die Menge getragen, der an Majestix erinnert, jenen gallischen Häuptling in der ab 1959 erscheinenden Comicserie »Asterix«, hier aber wohl einen Kelten darstellen soll.

Standort des Fotografen: 47.884001, 8.345156

Fasnachtsbühne auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1939

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Jutta Knöpfle zur Verfügung.

Aus dem Gasthaus »Löwen« fällt der Blick auf den oberen Rathausplatz. Dicht an dicht stehen die Menschen und schauen den Darbietungen auf der Fasnachtsbühne zu. Eine Schar Kinder führt gerade etwas auf. Auch die »Laternenbrüder« und die 1936/37 gegründete weibliche Narrenpolizei, die im Hintergrund auf der Bühne stehen, schauen den kleinen Narren zu. Drei mit Stroh gedeckte Blockhütten sind aufgebaut. Die »Schnitterin« vom Rathausbrunnen ist überhaupt nicht zu sehen.

Vermutlich wird das Foto an Fasnacht 1939 aufgenommen: Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der »Laternenbrüder« dreht sich das Fasnachtsmotto um »die Heimat in grauer Vorzeit«, um »Sitten und Gebräuche, Leben und Treiben der Vorfahren aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit bis zur Besiedlung des Landes durch die Kelten«.

Neben dem Rathaus ist das Haus Rohrer (Rathausplatz 4) zu sehen. 1938 übernahm der aus St. Peter stammende Metzgermeister Max Rohrer (1901-1954) das Haus und die Metzgerei. Auf dem Bild steht sein Name schon an die Fassade geschrieben.

Standort des Fotografen: 47.884001, 8.345156

Narrengruppe auf dem oberen Rathausplatz, Fasnacht 1939

Dieses Foto stellte dankenswerterweise Genoveva Kinast zur Verfügung.

Es ist Fasnacht. Auf dem oberen Rathausplatz steht eine Gruppe Närrinnen und Narren, die sich als Steinzeitmenschen verkleidet haben. Sie tragen verschiedene Felle am Körper und sind mit Speeren bewaffnet. Offenbar gehen sie gerade auf die Jagd. Das Motto der Fasnacht 1939 lautet: »Die Heimat in grauer Vorzeit« und da passen steinzeitliche Jäger und Sammler natürlich hervorragend!

1.Reihe, v.l.n.r.: 1 Egon Bader (1933-1999), 2 Genoveva Adrion (verh. Kinast, geb. 1935)
2.Reihe, v.l.n.r.: 1 [Anselm Zepf (1898-1989)???], 2 Rosa Adrion (geb. Berger), 3 ???, 4 ???, 5 Elisabeth Hepting, 6 Albert Benitz (1905-1996)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 ???, 2 Cäcilie Rosenstiel, 3 Rosa Henzler, 4 Karoline Auer (geb. Greuter), 5 Erna Bader (geb. Mutterer, 1908-1969)

Im Hintergrund sind das Gasthaus »Ochsen« (Rathausplatz 12) und das Haus Vogt (Rathausplatz 13) zu sehen.

Standort des Fotografen: 47.884106, 8.345075

Stadtmusik bei einem Nazi-Aufmarsch in der Unteren Hauptstraße, 1939

Dieses Foto stellten dankenswerterweise Ewald Hepting und Daniela Scherzinger zur Verfügung.

Die Häuser in der Unteren Hauptstraße sind mit Hakenkreuzfahnen beflaggt. Die Stadtmusik führt einen Nazi-Aufmarsch an, der durch die Straße zieht, vorbei an der Bäckerei Straub (Untere Hauptstr. 6) und dem Friseurgeschäft Limb (Untere Hauptstr. 4). Vorneweg wird der Schellenbaum getragen. Zwei Jungs laufen nebenher, einer trägt die Uniform der Hitlerjugend.

Der Spalierbaum am linken Bildrand ist noch kahl. Das Foto wird vermutlich anlässlich »Führers Geburtstag« am 20. April 1939 aufgenommen. Denn an diesem Tag ist alljährlich Beflaggung angeordnet und Hitlers 50. Geburtstag 1939 ist sogar ein staatlich verordneter Feiertag.

Bei der Stadtmusik sind u.a. zu sehen: Dirigent Rupert Hepting (Klarinette), August Limb (Trommel) und Konrad Sibold (Piccoloflöte).

Standort des Fotografen: 47.883036, 8.343764

2 Fotos: 20-Jährige im Gasthaus »Löwen«, Fasnacht 1939

Verlag A. Rebholz, Löffingen | Diese Fotos stellten dankenswerterweise Lore Fehrenbach und Michael Fehrenbach zur Verfügung.

Die letzte Fasnacht, bevor Nazi-Deutschland den Zweiten Weltkrieg beginnt: 1940, 1941, 1942, 1943, 1944 und 1945 wird keine Fasnacht gefeiert werden – und die jungen Männer werden Soldaten sein. Noch ist Frieden. Die 20-Jährigen des Jahrgangs 1919/20 sind in einer Gaststube zusammen gekommen (vermutlich im Gasthaus »Löwen«) und feiern ausgelassen. Man hat Brot bei sich, Kuchen und jede Menge Getränke. »Den 20-Jährigen« steht auf einem der Kuchen, die in die Kamera gehalten werden. Auch für Musik ist gesorgt, denn ein Akkordeon ist zur Hand.

unteres Foto
1.Reihe, sitzend, v.l.n.r.: 1 Anna Strobel, 2 Arthur Egle (mit Akkordeon), 3 Maria Faller
2.Reihe, knieend, v.l.n.r.: 1 Anton Selb (1919-1993), 2 Maria Ganter, 3 Ferdinand Trenkle (1919-1947), 4 Fritz Adrion jr. (1920-2004)
3.Reihe, v.l.n.r.: 1 Adolf Schelling (1919-1941), 2 Johann Borzel (1919-1943 gefallen), 3 Albert Fehrenbach (1919-2008), 4 Maria Strobel, 5 Alfred Mayer (1919-1943), 6 Maria Kopp, 7 ???, 8 ???
4.Reihe, v.l.n.r.: 1 Frieder Trenkle, 2 ???, 3 Ernst Göhry (1919-2014), 4 ???, 5 Hedwig Limb (verh. Vogt, 1919-2010), 6 Eugen Strobel (1919-2009), 7 Karl Egle (1919-1941)

Auf dem Foto sollen auch Maria Kaltenbrunner und Gottlieb Mayer (1920-2008) sein.

Standort des Fotografen: 47.883812, 8.345032

Brautpaar Konrad Bader und Luise Straub, 1. September 1939

Fotograf: Kurt Grill, Donaueschingen | Dieses Foto stellten dankenswerterweise Elke Moser sowie Klemens Rebholz und Cäcilia Runge zur Verfügung.

Am 1. September 1939 beginnt mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Am selben Tag heiraten der Kaufmann Konrad Bader (1915-1946) und Luise Straub (1914-2009).

Konrad Bader wurde am 23. Dezember 1915 geboren. Nach seinem Vater wurde er Konrad genannt. Er stirbt am 26. Dezember 1946 im Alter von nur 31 Jahren in Freiburg. Luise Bader geb. Straub ist die Tochter des Bäckermeisters Ernst Straub und dessen Ehefrau Johanna geb. Faller. Sie wurde am 23. Oktober 1914 geboren. Die Witwe überlebt ihren Mann über 60 Jahre und stirbt am 13. August 2009. Aus der Ehe gehen vier Kinder hervor, die zwischen 1940 und 1946 geboren werden. Einer der Söhne erhält wiederum den Vornamen Conrad.

Standort des Fotografen: Donaueschingen

Umzugswagen in der Oberen Hauptstraße, Fasnacht 1939

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Conrad Bader zur Verfügung.

Einigermaßen unheimlich mutet diese Narrengruppe an, die sich in der Oberen Hauptstraße für den Narrenumzug aufstellt. Urwüchsige Waldgestalten stehen neben ihrem – von Kühen – gezogenen Umzugswagen, auf dem das Wurzelwerkes eines gewaltigen Baumes thront.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der »Laternenbrüder« dreht sich das Fasnachtsmotto um »die Heimat in grauer Vorzeit«, um »Sitten und Gebräuche, Leben und Treiben der Vorfahren aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit bis zur Besiedlung des Landes durch die Kelten«.

Standort des Fotografen: 47.885041, 8.349450

Else Ganter vor dem Friseursalon Limb, ca. 1939

Dieses Foto stellte uns dankenswerterweise Hermann Egle zur Verfügung.

Vor dem Haus Limb (Untere Hauptstr. 4) steht eine junge Frau, die Hände in ihren Manteltaschen. Es ist Else Ganter (verh. Egle, 1923-2011), eine Klassenkameradin der Limb-Tochter Gertrud (verh. Geisinger, 1923-2011).

Im Hintergrund ist der Eingang zum Friseursalon und Drogeriegeschäft von Julius Limb zu sehen. Auf dem Werbeschild steht: »Elektro-Artikel«, »Schwach- und Starkstrom« sowie »Drogen«, »Arzneimittel«.

Standort des Fotografen: 47.883467, 8.343782